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Göttinger Parteitag: Sechs Lehren für die Linke

dapdDie Linke hat in den Abgrund geblickt: Das Auseinanderreißen der Partei ist gerade noch abgewendet worden. Das neue Führungsduo muss sich nun von den narzisstischen Alt-Stars Lafontaine und Gysi lösen - und stärker als bisher auf Kompromisse setzen. Sechs Beobachtungen vom Göttinger Parteitag.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...836720,00.html
  1. #1

    JOK schrieb am 03.06.2012 um 17:59
    nach 2 tagen non-stop parteitag kucken, ist es sehr schwierig keine hass-gefühle gegenüber den lafontaine-lemmingen zu entwickeln....

    der höhepunkt des parteitages war die großartige rede gregor gysis. positiv ausserdem die wahl katja kippings zur parteivorsitzenden, sowie jan van akens und caren lays zu stellvertretern.
    katastrophal dagegen die rede lafontains und der - auf druck des betonkopf-lagers geschehene - rückzug von katharina schwabedissen. den lafo-lemmingen war es wichtiger das reform-lager zu demütigen als wirklich einen neuanfang zu erreichen und einen "dritten weg" zu wählen. das anstimmen der internationale nach der wahl riexingers zeigt, dass der hass der orthodoxen auf die reformer stärker ist als auf den politischen gegner. als reaktion darauf nicht selber hass-gefühle zu entwickeln ist sehr schwierig...

    wut und trauer bleiben. und der strohhalm katja kipping, an den sich jeder denkfähige mensch der der linken nahesteht nun klammern muss... schade.
  2. #2

    Oskar hat Parteitag gerettet

    Der sonst so kluge Prof. Walter hat hier sehr mäßiges Feuilleton abgeliefert.
    Nach dem resignativen, fast weinerlichen Vortrag von Gysi, hat Oskar Lafontaine den Parteitag gerettet - und ein gutes Personaltableau zusammengeführt.
    Und dann diese abgelutschte Schablone, von "Oskar Lafontaine mehr gegen als für". Gähn.
    Als Oberbürgermeister, Ministerpräsident und Aufbauer der LINKEn hat er doch genau das Gegenteil bewiesen.
  3. #3

    Zitat von robert.haube Beitrag anzeigen
    Der sonst so kluge Prof. Walter hat hier sehr mäßiges Feuilleton abgeliefert.
    Nach dem resignativen, fast weinerlichen Vortrag von Gysi, hat Oskar Lafontaine den Parteitag gerettet - und ein gutes Personaltableau zusammengeführt.
    Und dann diese abgelutschte Schablone, von "Oskar Lafontaine mehr gegen als für". Gähn.
    Als Oberbürgermeister, Ministerpräsident und Aufbauer der LINKEn hat er doch genau das Gegenteil bewiesen.
    wer lafontaine nach dieser katastrophe noch in schutz nimmt - oder überdies seine rolle auch noch positiv hervorhebt - ist entweder gegner der linken, oder verhält sich grob fahrlässig. was das lafontaine-lager sich auf diesem parteitag geleistet hat ist unentschuldbar und es bleibt zu hoffen das dies nicht der todesstoß für die gesamt-deutsche linke war...
  4. #4

    Guter Parteitag

    Demokratie und Republik profitieren von einer Linken, die sich selbst zerlegt und damit hoffentlich im Westen bald wieder ein parlamentarisches Nischendasein fristet. Die pragmatischere Ost-Linke hat vielleicht noch eine Chance, wenn sie sich von den westdeutschen Salonkommunisten unter ihrem Napoleon von der Saar trennt.
  5. #5

    Was hat Lafontaine denn bisher überhaupt mal erreicht?

    Was bitte hat der ach so kluge Kopf Lafontaine als OB und Ministerpräsident oder "Gründer" der Linken denn bewiesen?
    Welche Erfolge hat er denn in "seinem" Bundesland vorzuweisen? Wo stand das Saarland vor seiner Regentschaft und danach?
    Was er wirklich schon damals konnte ist denunzieren. Das Saarland hat das schärfste Pressegesetz, und wenn er könnte wie er wollte, hätte er dies gern für die gesamte Republik umgesetzt.

    Der Saar-Napoleon wollte schon immer den bequemsten Weg gehen. Die Linke sieht er nach wie vor als SEINE Kampfmaschine gegen die SPD, nicht mehr und nicht weniger.
  6. #6

    Gysi brauch Neustart

    Interessante journalistische Antipoden:
    M. Deggerich (SPON) sah den "Sieger" des Parteitages in Gysi, Nico Fried (Süddeutsche) sieht Bartsch und Gysi geschlagen und unheilbar beschädigt.

    Hoffentlich behält Fried unrecht und Gysi berappelt sich wieder. Sein Auftritt war nur noch peinlich.
  7. #7

    So viel Lärm um nichts

    Was unterscheidet die Wessi-Kommunisten der Linken eigentlich von der längst verbotenen KPD? Warum dürfen die heutigen "Linken" ungestraft gegen unsere die Grundsätze unserer freiheitlichen, rechtsstaatlichen und sozialstaatlichen Demokratie agieren? Warum nimmt man Leute, die dem kubanischen Diktator ein Glückwunschtelegramm senden, überhaupt ernst? Warum vergisst man, dass ein listenreicher Redner namens Gysi als IM der Stasi andere Menschen verraten hat? Wer von denen hat sich die bisher nicht wieder aufgetauchten Milliarden der SED unter den Nagel gerissen? Alles schon vergessen? Wünschenswert wäre es, wenn die SED-Nachfolgepartei "Linke" endlich auseinanderkrachte. Erfreulicherweise ist der Anfang schon gemacht.
  8. #8

    Alles richtig gemacht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Linke hat in den Abgrund geblickt: Das Auseinanderreißen der Partei ist gerade noch abgewendet worden. Das neue Führungsduo muss sich nun von den narzisstischen Alt-Stars Lafontaine und Gysi lösen - und stärker als bisher auf Kompromisse setzen. Sechs Beobachtungen vom Göttinger Parteitag.

    Franz Walter zum Parteitag der Linken in Göttingen - SPIEGEL ONLINE
    Sich als Anwalt der Armen und Ausgebeuteten zu geben, bleibt solange hohl, bis Alternativen auf gezeigt werden, die nicht durch die Politik, sondern durch den Einzelnen verwirklicht werden müssen.

    Der Erfolg der Arbeiterbewegung bestand aus ihren Organisationen und Genossenschaften, nicht aus ihrer parlamentarischen Vertretung.

    Und so bleibt nur eine emanzipatorische Linke zu sein und den Genossenschaftsgedanken zu stärken.

    Was denn sonst?
  9. #9

    Parteitag ist vorbei

    Sie haben gerungen und eine neue Führung gefunden. Nun sollten sie einfach Zeit bekommen, sich entsprechend zu orientieren und ihre Ziele zu formulieren.
    Lafontaine hat alles andere getan, als diesen Parteitag zu retten. Gysi hat mal ein paar Wahrheiten ausgesprochen, nicht weinerlich. Im Osten haben die LINKEN sehr beachtliche Ergebnisse, was gefällt dem Westen daran nicht. Nachmachen wäre besser, als Besserwisserei.








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