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Göttinger Parteitag: Sechs Lehren für die Linke

dapdDie Linke hat in den Abgrund geblickt: Das Auseinanderreißen der Partei ist gerade noch abgewendet worden. Das neue Führungsduo muss sich nun von den narzisstischen Alt-Stars Lafontaine und Gysi lösen - und stärker als bisher auf Kompromisse setzen. Sechs Beobachtungen vom Göttinger Parteitag.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...836720,00.html
  1. #10

    Die Lehren müssen die Linken selber ziehen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Linke hat in den Abgrund geblickt: Das Auseinanderreißen der Partei ist gerade noch abgewendet worden. Das neue Führungsduo muss sich nun von den narzisstischen Alt-Stars Lafontaine und Gysi lösen - und stärker als bisher auf Kompromisse setzen. Sechs Beobachtungen vom Göttinger Parteitag.

    Franz Walter zum Parteitag der Linken in Göttingen - SPIEGEL ONLINE
    und nicht vom politischen Gegner, gleich ob Parteien oder deren Journalisten diktieren lassen.
    Der Parteitag war ein Desaster, ein Tummelplatz von Spaltpilzen und ihren Souffleuren.
    Nicht die Akteure bestimmten den Parteitag, nein der Parteitag war im wesentlichen fremdbestimmt.
    So ist die Partei nicht wählbar, weil jeder der seinen Flügel meint, Gefahr läuft, die Stimme den Spaltern zu geben.
    Eine Trennung wäre besser gewesen und hätte zumindest den Interessierten von außen die Angriffsfläche genommen.
    Geneigte Medien reden uns zur Zeit ein, das der Reformflügel bei ihnen höher im Kurs steht.
    Der Wähler hätte die Möglichkeit, die Flügel nun als eigenständige Parteien besser zu würdigen und es wäre leicht feststellbar, welchem Flügel mehr Sympathie im linken Bereich gilt.
    Eine Trennung schließt eine künftige Zusammenarbeit nicht aus, zumal ich nicht glaube, daß die Anbiederei des sogenannten Reformflügels an die SPD Punkte bringt.
    Der Parteitag hat gezeigt, man zieht wieder an einem Strang, nur leider an verschiedenen Enden.
  2. #11

    Unglaublich...

    ...analysiert man die Artikel im SPON, wenn es um Lafontaine geht, kann man nur feststellen: Es wird wirklich jedes Klischee verwendet um Lafontaine so unsympathisch wie möglich zu beschreiben:

    Beispielzitate, alleine in diesem Artikel: eitler Grande, enorme Unversöhnlichkeit, das laute, autoritäre Gebrüll älterer Männer, narzisstisch agierender Altstar, egozentrische Auftritte...

    Fehlt nur noch: "hat hingeschmissen und Protzvillabesitzer", widerlich so etwas.

    Die Verdienste Lafontaines in der deutschen Politik kann jeder sehen, der nicht blind vor Hass und Abneigung gegen diesen Mann ist.

    Fällt eigentlich niemand auf, dass in allen SPON Artikeln und auch in anderen Mainstreammedien zum Thema Lafontaine solche und ähnliche Anwürfe zur Regel gehören, ein Tonfall, den sich die Journaille gegenüber keinem anderen Politiker erlaubt?
  3. #12

    Lafontäine - bitte geh auf's Altenteil

    Zitat von robert.haube Beitrag anzeigen
    Der sonst so kluge Prof. Walter hat hier sehr mäßiges Feuilleton abgeliefert.
    Nach dem resignativen, fast weinerlichen Vortrag von Gysi, hat Oskar Lafontaine den Parteitag gerettet - und ein gutes Personaltableau zusammengeführt.
    Und dann diese abgelutschte Schablone, von "Oskar Lafontaine mehr gegen als für". Gähn.
    Als Oberbürgermeister, Ministerpräsident und Aufbauer der LINKEn hat er doch genau das Gegenteil bewiesen.
    Oakar hat der Linken den Todesstoß versetzt! Mit seinem Gefolgsmann Riexinger werden die Linken keine Freude haben. Das Führungsduo wird die nächsten zwei Jahre nicht überstehen. Nach der Bundestagswahl ist Schluß. Da wird dann nachgerechnet und gleichzeitig abgerechnet.
    Danken sie Oskar - er ist der Totengräber der Linken.
  4. #13

    Zum Glück gibt es

    denn mit den sogenannten Reformern -die besser Wahlverlierer heissen müssten- ist doch nichts zu beschicken.
  5. #14

    Was heißt Lehren?

    Neue Lehren?
    Die Herren Lafontaine und Gysi haben bei all dem Jouristendeutsch nur diesen Spruch vergessen: "Proletarii vsjoch stran, sajedinjeitjes".
    Außerdem erwartet man von einer linken Partei, dass sie Negation der Negation perfekt beherrscht. So manches Feindbild könnte dadurch entfallen.
  6. #15

    Ein Kaefig voller Narren

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Linke hat in den Abgrund geblickt: Das Auseinanderreißen der Partei ist gerade noch abgewendet worden. Das neue Führungsduo muss sich nun von den narzisstischen Alt-Stars Lafontaine und Gysi lösen - und stärker als bisher auf Kompromisse setzen. Sechs Beobachtungen vom Göttinger Parteitag.

    Franz Walter zum Parteitag der Linken in Göttingen - SPIEGEL ONLINE
    Die deutsche Linke hat noch nie was getaugt. Phantasten und naive Weltverbesserer. Haben schon 1932 versagt und mit ihrer Blockadehaltung Adolf den Weg geebnet. Trennung SPD/SED war der nachste Lacher. Wenigstens spalten sich die Ostlinken in nur zwei Lager: In der Realitaet angekommene Altkommunisten (mit gesundem Menschenverstand) und romantische "Neo-Linke".
    Die Westlinken bestehen scheinbar nur aus Oskars und anderen beamteten, scheinbar auf einem anderen Stern lebenden Phantasten.
    Kommunisten (oder Sozialisten) koennen auf Kommunalebene durchaus eine Alternative sein. Bestes Beispiel Italien. Aber als Mitregierungspartei sind sie der letzte Husten.
  7. #16

    [QUOTE=jokra;10296933]JOK schrieb am 03.06.2012 um 17:59
    nach 2 tagen non-stop parteitag kucken, ist es sehr schwierig keine hass-gefühle gegenüber den lafontaine-lemmingen zu entwickeln....

    2 Tage Parteiag gucken - get alive!
  8. #17

    Integration fast unmöglich

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Linke hat in den Abgrund geblickt: Das Auseinanderreißen der Partei ist gerade noch abgewendet worden. Das neue Führungsduo muss sich nun von den narzisstischen Alt-Stars Lafontaine und Gysi lösen - und stärker als bisher auf Kompromisse setzen. Sechs Beobachtungen vom Göttinger Parteitag.

    Franz Walter zum Parteitag der Linken in Göttingen - SPIEGEL ONLINE
    Die Linke steckt weiterhin in dem Dilemma, dass sie zusammen halten will, was nicht zusammen passt, damit sie die Chancen wahrt, in den Parlameten zu sitzen. Nach einer Spaltung würde das zumindest für die West-Linken schwierig.

    Da die politischen Gegensätz aber unüberbrückbar erscheinen, besteht nach wie vor das Risiko der Spaltung. Wahrscheinlich wäre das die konsequenteste und sauberste Lösung, auch wenn damit ein Machtverlust verbunden ist. Der sog. Reformerflügel würde über kurz oder lang in der SPD aufgehen, während die Fundis als authentische Linke übrigblieben, die sich klar gegen Agenda2010, Hartz4, Kriegseinsätze usw. positioniert. Under Land braucht eine echte linke Kraft, die dem neoliberalen bürgerlichen Lager einschliesslich SPD und Grünen Paroli bietet. Eine solche Kernlinke würde auch davon profitieren, dass sie von den leidigen SED-Altlasten zu einem guten Teil befreit wäre und sie sich leichter neue Wählerpotetiale erschliessen könnte.
  9. #18

    schablonen und vorurteile

    Zitat von Tunt Beitrag anzeigen
    Demokratie und Republik profitieren von einer Linken, die sich selbst zerlegt und damit hoffentlich im Westen bald wieder ein parlamentarisches Nischendasein fristet. Die pragmatischere Ost-Linke hat vielleicht noch eine Chance, wenn sie sich von den westdeutschen Salonkommunisten unter ihrem Napoleon von der Saar trennt.
    mehr als bildhafte schablonen und vorurteile habt ihr hier nicht drauf was ?

    gregor gysi und oskar lafontaine sind schon aufgrund ihres Alters bald gezwungen einen generationswechsel einzuleiten.
    diese polarisation zwischen gysi auf der einen seite und lafontaine auf der anderen, ist doch nur ein stilistischer trick. de fakto ziehen beide an einem strang, das linke in deutschland voranzubringen.

    lafontaine hat seinen anteil dabei im westen, die westlinken einzusammeln, gysi im osten.

    da der kapitalismus mit grossen irreversiblen schäden gerade europa und auch amerika zerlegt, wird es zwangsläufig in naher zukunft zu auflösungserscheinungen und revolutionären situationen kommen, oder glaubt ihr die 50% junge menschen ohne arbeit/ausbildung in den suedlichen ländern werden sich brav in die spanischen/italienischen oder portugisieschen gesellschaften einfuegen als hätten sie nix besseres zu tun.

    der kapitalismus steckt in den letzten zuegen. das geld ist umverteilt worden und die armen werden sich wehren weil man sie ständig zur kasse bittet. die reichen sollten schon mal die zäune und wachmannschaften in ihren domizilen ein wenig aufruesten.

    der palast brennt, um mit lessing zu sprechen.
  10. #19

    Auch der Professor Walter muss von Irgendetwas leben Nüsch

    .
    und wenn er das Gewünschte zu liefern, nicht Willens und/oder in der Lage ist, fällt der Beste womöglich noch auf HATZ IV, und Hand aufs Herz, wollen sie das wirklich.Wo der Herr Professor doch so klug ist, wie Sie meinen.



    Zitat von robert.haube Beitrag anzeigen
    Der sonst so kluge Prof. Walter hat hier sehr mäßiges Feuilleton abgeliefert.
    Nach dem resignativen, fast weinerlichen Vortrag von Gysi, hat Oskar Lafontaine den Parteitag gerettet - und ein gutes Personaltableau zusammengeführt.
    Und dann diese abgelutschte Schablone, von "Oskar Lafontaine mehr gegen als für". Gähn.
    Als Oberbürgermeister, Ministerpräsident und Aufbauer der LINKEn hat er doch genau das Gegenteil bewiesen.








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