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Glücksspielsucht: Zocken bis zum Zusammenbruch

REUTERSFast 200.000 Menschen sind in Deutschland spielsüchtig, die meisten zocken an Automaten. Die Geräte besitzen das größte Suchtpotential, trotzdem werden sie vom Staat nicht reguliert. Der Grund: Es geht um Milliarden von Euro.

http://www.spiegel.de/gesundheit/psy...814173,00.html
  1. #30

    Ja klar! WEnn der Staat eingreift schreit die Menge "Hey, Beschneidung unserer Rechte und Freiheiten", macht er nichts heißt es: "Diese Lobbyisten, der Staat vernachlässigt seine Fürsorgepflicht"

    Darf ich hier mal auf das Worte Eigenverantwortung hinweisen? Wie mit jeder Sucht wurde AKTIV und WISSENTLICH in diese Sucht hineingelebt. Mein Mitleid hält sich daher in Grenzen. Hört einfach auf zu spielen, lasst es sein!
  2. #31

    Titel

    Zitat von bartholomew_simpson Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte man auch einen Blick auf das System Gauselmann werfen:Parteispenden von Gauselmann - Clever, sehr clever! Zu clever? - Politik - sueddeutsche.de
    Diese Firma betreibt unter anderem umfangreiche Zeitschriftenwerbung in den Publikationen der Polizeigewerkschaften.

    Dass die Gewerkschaften diesen Kunden kritiklos akzeptieren ist mir ein Gräuel.

    Parteispenden an alle relevanten politischen Parteien ebneten wohl den Weg der gesellschaftlichen und politischen Anerkennung dieser gesellschaftsschädigenden und familienzerstörerischen Branche.
  3. #32

    Zitat von cs01 Beitrag anzeigen
    Ausgerechnet mit Automaten Geldwäsche zu betreiben, halte ich für wenig sinnvoll. Dabei werden zu hohe Steuern fällig, das Geld kann man anders besser waschen.
    Nö, Automaten sind dafür sehr gut geeignet, denn es ist anonym und meistens gilt es ja Bargeld zu waschen.
  4. #33

    .

    Zitat von blata Beitrag anzeigen
    Vor 2 Wochen hat mein Partner nach einer langen Spielerkarriere nun endlich in eine Therapie begonnen.
    Jahrelang hat er heimlich seine Zeit in den Casinos verbracht und dort tausende von Euros verzockt. Und dabei wurde es ihm von der Glücksspiel-Industrie leicht gemacht: Casinos gibts mittlerweile an jeder Ecke. Und dort wächst zunehmend eine Freizeit-Kultur, die vor allem junge Menschen reizt. Casinos öffnen schon morgens, Cafe gibts meistens um sonst. Man trifft dort "Freunde", die sich mehr und mehr zum sozialen Umfeld der Spieler entwickeln. Es ist letztendlich dann nicht mehr nur das Spiel, sondern das Casino wird auch mehr und mehr zum Treffpunkt. Was bleibt? Mein Partner hinterlässt eine völlige traumatisierte Mutter, eine in ihrem Vertrauen völlig erschütterte Partnerin, einen enttäuschten und sprachlosen Freundeskreis, einen Schuldenberg ...... Das Spiel hat im Endeffekt nicht nur ihn seelisch und psychisch ruiniert, sondern auch sein soziales Umfeld. Man hat ihm hier und da Geld geliehen, ohne zu ahnen wofür es missbraucht wird, abgesehen davon hat das Spiel ihn kriminalisiert, dadurch das er Freunde zu allerletzt bestohlen hat. Dieses Verhalten als Mechanismus der Sucht als Krankheit zu akzeptieren fällt schwer. Nicht nur er, sondern auch ich als Partnerin muss mich therapeutisch behandeln lassen, um den "Schock", so lange belogen und bestohlen worden zu sein zu verarbeiten.

    Ich hoffe, die Politik versteht irgendwann, dass es hier nicht nur um Geld geht, sondern um die Zerüttung ganzer sozialer Gefüge wie Familie, Beziehung und Freundschaft.
    Hier werden nicht nur finanzielle Probleme geschaffen, sondern die Betroffenen und ihr gesamtes engeres Umfeld werden massiv mit einer kaum aushaltbaren psychischen Belastung konfrontiert, die zu beheben meist langwierig und ebenfalls recht kostspielig ist.
    Was soll der Staat machen? Spielsüchtige finden Wege, um ihrer Sucht nachzugehen. Der einzige, der Schuld hat, ist der Spielsüchtige selbst. Das klingt hart, ist es auch, wenn man das als Ex-Spielsüchtiger registriert, ist aber die Wahrheit.
  5. #34

    optional

    ZITAT: "Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen Online-Poker und -Sportwetten. "

    Mit diesem Satz hat sich der Artikel schon disqualifiziert. Poker (Texas Holdem) ist ein Geschicklichkeitsspiel, was mittlerweile auch bereits durch mehrere Studien belegt ist. Beim Poker ist eindeutig die Glückskomponente untergeordnet hinter der mathematischen-strategischen Komponente.
  6. #35

    .

    Ich werde niemals den Spaß an Spielautomaten nachvollziehen können. Die Gewinnchancen sind so niedrig.....

    Wenn schon, dann würde ich mich eher mit Poker oder Sportwetten beschäftigen - da hat man zumindest theoretisch die Möglichkeit, durch Talent und Wissen Gewinne einzufahren.
  7. #36

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Fast 200.000 Menschen sind in Deutschland spielsüchtig, die meisten zocken an Automaten. Die Geräte besitzen das größte Suchtpotential, trotzdem werden sie vom Staat nicht reguliert. Der Grund: Es geht um Milliarden von Euro.

    Glücksspiele machen süchtig - vor allem Geldspielautomaten - SPIEGEL ONLINE
    Irgendwie ist es verwunderlich, dass immer von der Linken Seite nach Verboten aller Art gerufen wird.
    Man könnte auch Selbstmord - sogar unter Androhung der Todesstrafe - verbieten. Würde das einen psychisch Kranken vom Sprung abhalten?
    Warum soll das bei Spielsucht funktionieren? Dann spielt man halt in Hinterzimmern etc. Die Prohibition hat auch nicht funktioniert.

    Aufklärung und Prävention wären viel wichtiger als imho nutzlose Verbote.
  8. #37

    Unser toller Staat...

    ...nutzt also die Anfäligkeit mancher Menschen aus um Steuern einzutreiben. Man weiss um die Gefahr für die jungen Leute und tut nichts. Ist schon irgendwie ekehaft !
  9. #38

    Typische Klischee's

    Der Artikel fördert mal wieder Klischees die nicht stimmen. Der Artikel unterscheidet überhaupt nicht zwischen Casinos und Spielhallen. Zwischen den beiden gibt es sehr deutliche Unterschiede. Automaten in Spielhallen sind stark reglementiert. Casino-Automaten dagegen gar nicht.

    Was will man überhaupt erreichen? Ohne legales Glücksspiel würde illegales Glücksspiel viel mehr boomen. Aber dazu auch kein Wort. Warum wohl musste der Glücksspielstaatsvertrag geändert werden? Auch dazu kein Wort.

    Also dient der Artikel mal wieder dazu das schlechte Image weiter zu fördern.
  10. #39

    Zitat von TS_Alien Beitrag anzeigen
    Was soll der Staat machen? Spielsüchtige finden Wege, um ihrer Sucht nachzugehen. Der einzige, der Schuld hat, ist der Spielsüchtige selbst. Das klingt hart, ist es auch, wenn man das als Ex-Spielsüchtiger registriert, ist aber die Wahrheit.
    Deswegen ist Prohibition keine Lösung.
    Aber momentan kann man gerade des Gefährlichste (Automaten machen nun mal eher süchtig als Poker oder BlackJack) an jeder Eckkneipe zocken. In einigen Regionen bestehen komplette Strassenzüge nur aus Casinos (und das fast völlig unreguliert). Also, das muss auf der anderen Seite auch nicht sein.

    O.K., das ist jetzt auch nicht viel anders als bei anderen harten Drogen, lol @Alkohol wird verkauft an 16jährige, Cannabis nicht, aber trotzdem ist es halt ein massives Problem.








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