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Gleichberechtigung in den Medien: NDR führt Männerquote ein

dapdJahrelang galt für die angestrebte Frauenquote im NDR: Die 50 muss stehen. Jetzt führt der Sender plötzlich eine 30-Prozent-Regel ein - für Frauen und für Männer. Das Journalistinnen-Netzwerk "ProQuote Medien" fürchtet, beim Berufseinstieg könnten nun sogar Männer bevorzugt werden.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...853377,00.html
  1. #1

    Männerquote überfällig

    Heutzutage sind gefühlte 100% der "Human Ressources" Abteilungen von Frauen besetzt. Männer sind mir in diesem Bereich nicht bekannt, höchstens auf Seite von Headhuntern.

    Die Folge: es wird bevorzugt auf "Soft Skills" geachtet, auf Konsensfähigkeit, auf das "wie man etwas sagt, nicht was man sagt". Leute, die etwas entscheiden wollen, die etwa voranbringen wollen, ohne zuerst mit dem Azubi, der Putzfrau und der Empfangsdame darüber zu quatschen, werden erst gar nicht eingestellt.
    So nähern wir uns immer mehr einem Matriachat à la Merkel: Entscheidungen werden vermieden, Sachen werden ausgesessen, ein hartes Wort gibt es aufgrund von überschwappendem Harmoniebedürfnis und Hormonspiegeln nicht mehr. Hände in den Schoß des Hosenanzugs legen und erstmal abwarten. Bis die Firma ruiniert ist oder der eigene Burnout da ist, weil einem das Auf-die-lange-Bank-schieben den letzten weiblichen Nerv geraubt hat.

    Eine Quotenregelung zur Gleichberechtigung von Männern ist überfällig. Nicht nur beim NDR.
  2. #2

    Wenn schon Quote dann richtig

    Allein schon der Gleichstellungsgrundsatz verbietet eine Ungleichbehandlung von Mann und Frau. Wenn schon eine Quote muss sie für beide gelten. Also z.B. wie hier vorgeschlagen eine Mindest-Quote von 30% für beide Geschlechter.

    Was beschweren sich die Verbände eigentlich. Wenn die Quote dann wider Erwarten mal (gegen) eine Frau treffen würde, dann ist die Quote plötzlich ungerecht?

    Ich verstehe echt nicht die Aufregung. Es gibt ja genug Argumente (für und) gegen eine Quote, aber warum sollte ein Befürworter dann gegen eine gerechte Quote sein?
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jahrelang galt für die angestrebte Frauenquote im NDR: Die 50 muss stehen. Jetzt führt der Sender plötzlich eine 30-Prozent-Regel ein - für Frauen und für Männer. Das Journalistinnen-Netzwerk "ProQuote Medien" fürchtet, beim Berufseinstieg könnten nun sogar Männer bevorzugt werden.

    Frauenquote: NDR führt 30-Prozent-Männerquote ein - SPIEGEL ONLINE
    Schafft diese blöden Quoten endlich ab!!!

    Demnächst gibt es sonst noch Quoten für Ü50er, Kaninchenzüchter und Linkshänder.
  4. #4

    optional

    Gleichberechtigung heißt also für die Initiative ProQuote, dass Frauen bevorzugt werden müssen, weil es in der Führungsetage mehr Männer gibt als Frauen, weswegen der Mann im Niedriglohn-Bereich nichts verloren zu haben scheint. Habe ich hier jetzt etwas falsch verstanden?
  5. #5

    Geschlechterfaschismus

    Dieser Geschlechterfaschismus muss aufhören. Und bezahlt von den Gebührenzahlern sowieso.
    Es gibt Berufsgruppen, die wollen Frauen gar nicht ausüben, da bewerben sich weniger als 20% bei völliger freier Berufswahl.
    Dann kommen diese Geschlechterfaschisten und diskriminieren die 80% Männer mit diesem Berufsabschluss einfach mal weg, und glauben dass 50% da eine rational nachvollziehbare Größe wären.
    Die Schildbürger waren wahre Intelligenzbestien dagegen.
  6. #6

    Vür Ferlierer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Jahrelang galt für die angestrebte Frauenquote im NDR: Die 50 muss stehen.
    Frauenquote: NDR führt 30-Prozent-Männerquote ein - SPIEGEL ONLINE
    Eine Quote ist der erbärmliche Versuch, ungeeignete Personen in Positionen zu hieven. Im Ergebnis profitiert niemand. Die gehievte Person leidet unter der Anforderung, das Arbeitsumfeld leidet unter ungenügenden Qualifikation und das private Umfeld leidet am Frust Aller.
    Ergo: Qualität ja, Quote nein.
  7. #7

    optional

    Glauben diese Unternehmen eigentlich das das ein gutes Signal ist ne Quote einzuführen? In meiner Moralvorstellung is das jedenfalls n dickes Minus.
  8. #8

    Wie können 30 Prozent 50% ProQuote ausbremsen

    Erst mal meinen Dank an den Autor.

    Ich bin erstaunt, dass der "ProQuote"-Frauenclub sich, nebst Gleichstellungsbeauftragten, nun auch noch echauffiert und von "ausgebremst" baldowert.

    Und das nur, wo betroffene Männer auch mal betroffend sind? Dabei verkennt diese, pardon, "Quotenclique", dass es Männer und Frauen schützt!

    Oder wie erklärt sich ProQuote, dass 50 mehr 'Unterdrückung' als 30 sein soll? Ist das Gender Mainstreaming- oder Feminismus-Algebra?
  9. #9

    Gleichberechtigung?

    Wenn bei 55% Frauen die Männer bevorzugt werden, so würden die Frauen aufschreien. Also setztman die Quote auf 30%.
    Wem dann nicht passt, dass bei über 70% Frauen dann eben auch mal Männer bevorzugt werden, sollte sein Verständnis von "Gleichberechtigung" überdenken. Wer Quoten ungerecht findet, sollte auch gegen Frauenquoten sein.
    Das Motto "Frauenförderung um jeden Preis" verfängt immer weniger. Wo keine Benachteiligung von Frauen vorhanden ist, ist Frauenförderung grungesetzwidrig und billige Klientelpolitik. Sie schadet nicht nur der Gleichberechtigung insgesamt, sondern bringt auch die Gleichstellungspolitik in Verruf, die an anderer Stelle bitter nötig ist. Schade dass die Frauen, die die gleichbetechtigte Quote kritisieren keinen weiteren Horizont haben


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