Bei Wulff ist das anders. Er hat sich nie in genügendem Masse erklärt.
Er hat die Salamitaktik des Betrügers Guttenberg gewählt, hat immer nur das zugegeben, was er nicht mehr abstreiten konnte, da es öffentlich geworden war.
Die Verdachtsmomente der Veruntreuung, der Vorteilsnahme, ja sogar der Nötigung sind nicht geklärt. Das Verhalten, das er gegenüber den Medien an den Tag legte, grenzte ans Selbstzerstörerische.
Warum aber bleibt Wulff,
der doch allen Kredit verloren hat? Ganz einfach, weil der Bundespräsident keine Wahl hat. Geht er, scheitert sein Lebensentwurf. Schon jetzt ist er im Internet eine
Witzfigur.
Er ist für den Rest seiner Amtszeit diskreditiert.
Wenn Wulff bleiben will und sich die politische Klasse, die dafür zuständig ist, nicht zu einer Amtsenthebung aufraffen kann, sollte man ihn eben erdulden.