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Glaubwürdigkeit: Die Medien und der böse Wulff

Aus der Affäre Wulff ist unversehens eine Affäre der Medien geworden. Immer mehr Leser glauben den Journalisten ebenso wenig wie der Politik. Die Profiteure sind Politakrobaten wie Guttenberg und der Bundespräsident.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...808663,00.html
  1. #400

    Die Leute haben es satt, wenn die Medien aus einer Mücke einen Elefanten machen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aus der Affäre Wulff ist unversehens eine Affäre der Medien geworden. Immer mehr Leser glauben den Journalisten ebenso wenig wie der Politik. Die Profiteure sind Politakrobaten wie Guttenberg und der Bundespräsident.

    Glaubwürdigkeit: Die Medien und der böse Wulff - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Die Leute haben es satt, wenn die Medien aus einer Mücke einen Elefanten machen!
    Herr Augstein die Lösung Ihrer vielen Fragen in Ihrer sehr reflektierten und daher sehr guten und als Gegengewicht zum Mainstream DRINGENDST nötigen Kolumne ist ganz einfach: Die Leute haben es satt, wenn die Medien in unreflektierter Eintracht (die mich an die US Medien am Vorabend des Irakkrieges erinnert) aus einer Mücke einen Elefanten machen.
    Genau das geschieht hier, wenn ein juristisch richtiges Vorgehen (und das ist der Unterschied zu von Guttenberg, den Sie leider nicht gemacht haben!!!!) einfach moralisch so aufgeladen wird, bis es zum Rücktritt reichen soll. Ja demnächst macht die Bild noch eine Titelstory von jemandem, der als Junge im Sandkasten von Wulf geschlagen wurde, damit dieser endlich zurücktritt.
    Wissen Sie, die Leute sehen es mit einem Schulterzucken, wenn wieder mal ein Hilfsarbeiter der keine drei vernünftigen Sätze sprechen kann von den Boulevardmedien in großer Eintracht als Superstar unreflektiert hochgehypt wird, oder ein anderer eben genauso runtergeschrieben wird.
    Wenn das aber mit den Grundfesten unserer Demokratie – und das ist dieses Amt - geschieht und das nicht nur von Boulevard (und da gehört Bild noch immer dazu-nicht vergessen!!), sondern einträchtig von der sogenannten Medienelite unseres Landes, dann leuchten zum Glück nicht nur bei mir die Alarmglocken.
    Ich glaube sogar es ist mehr, nämlich dass die Leute merken: die Grundlage unseres Nachkriegswohlstandes, eine deutsche Tugend wird immer stärker verletzt. Es ist die, „die Kirche im Dorf zu lassen“, nicht alles über zu bewerten, nicht nur schwarz-weiß zu sehen, sondern auch Grautöne zuzulassen
    Jeder hat ein Recht auf Freunde und die Annehmlichkeiten die das mit sich bringt, auch in kleinem Maße (und das wurde hier gewahrt) ein Minister- und Bundespräsident.
    Ich warne auch vor dem Reflex (und ich glaube hier sind wir gerade), wenn eine Nachricht nur lange genug in den Medien ist, der Ursprung davon schon verschwimmt, dann wird sie schon stimmen und es müssen endlich Köpfe rollen damit das Trommelfeuers beendet wird!

    ….Und das Resultat dieser Medienkampagne: Kai Diekmann sollte zurücktreten!!
    Ist so jemand geeignet Chefredakteur der größten und mächtigsten deutschen Zeitung zu sein, wenn er eine Entschuldigung annimmt und Verschwiegenheit zusagt um dann später den Inhalt des Telefonates aus Opportunität weil seine Kampagne stockt, weiterzugeben? Was ist das für ein Chefredakteur, der in der nachrichtenarmen Zeit so eine Kampagne in Salamitaktik fährt und nicht erkennt wie dünn und klein der Sachverhalt im Gegensatz zu seinen Forderungen ist?
    Kai Diekmann sollte zurücktreten als Zeichen für alle ungeerdeten und übers Ziel hinausschießenden Chefredakteure. Kai Diekmann sollte zurücktreten als Zeichen dafür, dass sich moralisch etwas in der deutschen Medienlandschaft ändert.
  2. #401

    Ein Anfang, immerhin ...

    Gut, dass die Medien endlich anfangen, sich selber kritisch zu hinterfragen. Die Anforderungen, die an einen Bundespräsidenten gestellt werden sind sehr hoch, zu hoch meiner Meinung nach. Auch an die Medien werden ethische Anforderungen gestellt, die natürlich nicht eingehalten werden. Bei den Ansprüchen, die von den Medien in der letzten Zeit an unseren Präsidenten gestellt werden ... so müsste wohl auch die Mehrheit der Journalisten von ihrem Amt zurücktreten.
    Dieser Artikel ist ein Anfang, aber nicht mehr als das. Wulff als den "lachenden Dritten" zu bezeichnen, liegt doch etwas weit entfernt von der Realität, ich empfinde ihn ehr als den Geschädigten.

    Beim Lesen dieses Artikels hatte ich den Eindruck, dass Herr Augustein der Meinung ist, dass es ein Kommunikationsproblem zwischen den Medien und den Lesern gibt. Die Sache müsste doch klar sein. Ein Präsident müsste sich doch nur an alle Gesetze halten und immer die Ruhe bewahren. Vielleicht ist es ja kein Kommunikationsproblem, vieleicht haben einige Leute ja einfach eine andere Meinung darüber, was Mindestanforderungen an einen Präsidenten sind. Vielleicht sind sie nicht so verträumt und erwarten einen Mister Perfekt als einen Präsidenten. Vielleicht gestehen sie ihm zu, ein Mensch zu sein.

    Nein, menschliches Verhalten zeigen und erbost bei Zeitungen anrufen, sowas darf ein Präsident natürlich nicht. Diese Einstellung empfinde ich als sehr realitätsfern. Auch Präsidenten sind Menschen. Auch Präsidenten haben Fehler und Schwächen. Wie jeder andere von uns auch.

    Die Medien wollen also den perfekten Präsidenten. Und wenn er Schächen zeigt, so wird er, wie im aktuellen Fall sofort zerfleischt. Kann man unter diesen herrschenden Umständen einem Präsidenten wirklich übel nehmen, dass er die Wahrheit nur Scheibchen weise preis gibt? Oder muss er sich vielleicht so verhalten, damit der Schein eines Mr. Perfekt erhalten bleibt. Herr Wulffs umgang mit den Medien, bei der gegebenen Situation, empfinde ich nicht als überraschend. Der Job des guten Herrn Wulffs ist es, sich nach außen hin möglichst gut darzustellen. Wir wollen ja einen Präsidenten, der nach außen hin wie ein Mr. Perfekt erscheint. Er macht seinen Job. Und den macht er gut. Und genau das wird ihm von den Medien vorgeworfen? Diese Denkweise ist für mich nicht so leicht nachzuvollziehen.

    Ich denke wir haben einen guten Präsidenten. Und ich finde es schade, ja eine Schande, dass die Medien versuchen, ihn aus dem Amt zu treiben. Nur der reißerischen Nachrichten wegen.

    Es gibt kein Kommunikationsproblem, wenn die Leser nicht der Meinung sind, dass Wulff weg gehöre. In diesem Fall ist meiner Meinung nach nicht Herr Wulff das Problem, sondern die Berichterstattung. Hoffentlich kommt Herr Wulff damit durch. Sonst bekommen wir einen neuen Präsidenten, der auch ein Mensch ist, auch seine Schwächen hat, und wenn die Medien nur gründlich genug nachbohren würden, auch gehen müsste.
  3. #402

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aus der Affäre Wulff ist unversehens eine Affäre der Medien geworden. Immer mehr Leser glauben den Journalisten ebenso wenig wie der Politik. Die Profiteure sind Politakrobaten wie Guttenberg und der Bundespräsident.

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    Wer die Intelligenz nicht aufbringt, die Spielchen von pathologisch narzisstischen & machtgeilen Selbstdarstellern wie Guttenberg & Wulff zu durchschauen, sollte die Wahlberechtigung entzogen werden.
  4. #403

    Sehr gut!

    Zitat von mowitz Beitrag anzeigen
    Es hat sich langsam herumgesprochen, für wen und was Konzernmedien schreiben lassen. Für wen die Meinungsfreiheit gilt. Paul Sethes wohl berühmtester Ausspruch stammt aus einem Leserbrief im Spiegel vom 5. Mai 1965:

    „Pressefreiheit ist die Freiheit von 200 reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten." Der Spruch ist heute so gültig wie damals.
    Genau so siehts aus. Und die Leute im Land kriegen das auch langsam mal mit. Dazu hat das Internet auch erheblich beigetragen, obwohl man sich dort interessante (andere) Meinungen echt mühsam zusammensuchen muss. Aber es lohnt sich.
  5. #404

    Zitat von Whitejack Beitrag anzeigen
    All dies lässt das Gefühl aufkommen, hier solle jemand aus dem Amt geschrieben werden.
    Fragt sich, wie falsch genau das ist. Die Frage, ob nun der Zweck die Mittel heilige, ist so alt wie im Allgemeinen unbeantwortbar. In diesem speziellen Fall bin ich geneigt, sie mit ja zu beantworten. Sicherlich ist es nicht Aufgabe der Presse, direkt auf politische Entscheidungen oder gar Personalien Einfluss zu nehmen. Die damit verbundenen Sorgen kann ich verstehen. Aber wenn es dazu dient, diesen "Null-Präsidenten" abzuschaffen, kann ich nicht anders als mich ein wenig darüber zu freuen.
  6. #405

    Kasperteater

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aus der Affäre Wulff ist unversehens eine Affäre der Medien geworden. Immer mehr Leser glauben den Journalisten ebenso wenig wie der Politik. Die Profiteure sind Politakrobaten wie Guttenberg und der Bundespräsident.

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    Die Meinung der Bevölkerung über Wulff hatte sich schon angesichts des Geschachers in der Wahl zum Bundes Präsidenten gebildet. Einen wirklichen 1 a Mann wie Gauck den Zugang zum Amt mit allen Mitteln zu verwähren, Wulff Quasi ins Amt zu tragen, hat schon Ohnmachtsgefühle ausgelöst die den nun sich verbreitenden Gedanken Nahrung geben das es eh egal ist wer da an der Staatsspitze rumkaspert, etwaige andere aus der Politszene wären da auch nicht besser, nur weniger durchleuchtet.
  7. #406

    Keine Affaire Wulff

    Die "Affaire Wulff" ist keine. Der Mann hat nichts, aber auch gar nichts verbotenes oder anrüchiges getan.
    Weder wurde er bestochen, noch hat er jemanden geschadet. Nur dass er ein paar reiche Freunde hat, das neiden ihm seine Kritiker.
    Hingegen haben wir seit Wochen eine "Affaire Medien".
    Pressefreiheit und Datenschutz sind hohe Werte in diesem Land.

    Letzeres gilt aber offenbar nicht für Präsidenten und ersteres hat nichts mehr mit Ehrlichkeit und Verantwortung zu tun.

    Was wir statt dessen haben: eine Treibjagd, schlimmer als jedes Mobbing, mit dem alleinigen Ziel, den Präsidenten zu stürzen und damit auch die Regierung.
    Und dann noch dieses Nachtreten auf den Gestrauchelten.
    Zu freien Medien gehört Verantwortung und Ehrlichkeit. Beides fehlt und damit stellt sich die Frage, ob unbeschränkte Pressefreiheit eigentlich noch ein Wert sein kann.
    Wir brauchen Kontrolle für die Kontrolleure.
  8. #407

    Kampagne erfunden?

    Zitat von BBTurpin Beitrag anzeigen
    Diejenigen, die in den Internetforen von einer Kampagne gegen Wulff faseln, sind häufig dieselben, die auch auf die abstruseste Verschwörungstheorie hereinfallen und sie dann mit Zähnen und Klauen verteidigen. Diese Leute sind beratungsresistent. Da können Sie schreiben, was Sie wollen, die Interpretation wird immer dieselbe sein.
    Nun habe ich in mehreren Sendungen und Berichten von dieser Kampagne gehört und gelesen. Somit nehme ich an, das es hierzu wohl klare Umfragen geben müsste. Zumindest kann ich mir vorstellen, dass viele Mitbürger das inzwischen so wahrnehmen. Für mich ist es dennoch Unsinn, zumal ich einfach davon überzeugt bin, dass die Medien-Leute lediglich ihren Job machen.
  9. #408

    hammer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aus der Affäre Wulff ist unversehens eine Affäre der Medien geworden. Immer mehr Leser glauben den Journalisten ebenso wenig wie der Politik. Die Profiteure sind Politakrobaten wie Guttenberg und der Bundespräsident.

    Glaubwürdigkeit: Die Medien und der böse Wulff - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    würde man mal so ein zinnober machn um die rede vom Shäuböe vopm 18.11 2011 und was sie im grunde bedeutet... da interssiert mich das klenigeld vom Herr Wullf nicht die Bohne... kein wunder das die medien langsam alle auf auflagen unter 400.000 zusteuern und das zurecht. Wirklich wichtig themen werdn garnicht erst Publiziert „Und wir in Deutschland sind seit dem 8. Mai 1945 zu keinem Zeitpunkt mehr voll souverän gewesen!“ Wolfgang Schäuble Nov 18 2011 Banken kongress
  10. #409

    Ganz gelesen?

    Zitat von Byggvir Beitrag anzeigen
    Von den Medien erwarte ich eine prüfbare und objektive Berichterstattung. Die kann ich in weiten Teilen nicht erkennen. Es wurde vorgerechnet, welchen finanziellen Vorteil Herr Wulff von den Krediten hatte und jeder selbsternannte Experte trieb die Spekulation höher, ohne mit einem Wort auf die Bonität und die finanzielle Gesamtsituation einzugehen. Jemand, der über - staatlich garantiert......
    Als Herr Wulff das Privatdarlehen und den ersten BW-Kredit bekommen hat, war er ein abwählbarer Ministerpräsident, da gab es noch nicht die Vollversorgung, die er jetzt hat.

    In diesem Zusammenhang finde ich, sie sehen den Artikel, den Sie zitiert haben, sehr einseitig, denn es wird von den gefragten Banken angefügt:
    "Vorausgesetzt, die Prüfung sonstiger Verpflichtungen hätte dem nicht entgegen gestanden."
    Wieviel Unterhalt Herr Wullf damals gezahlt hat, weiss niemand, als Tatsache darf aber vorausgesetzt werden, dass er Unterhalt zahlte (Scheidung, Ehegattenunterhalten, Kindesunterhalt). Unter dieser Voraussetzung hätte der BP als damaliger MP mit unklarer Zukunftslage kein Darlehen zu diesen Zinsen erhalten können.

    Und es kommt für den Korruptionsvorwurf, der in dem ganzen als juristischer Kern enthalten ist, nicht darauf an, ob Frau Geerkens einen Vorteil hatte, sondern nur darauf, dass der damalige MP einen hatte. Ihr zitierter Artikel ist da auch drauf bezogen:
    "Unklar bleibt allerdings, ob Wulff als Ministerpräsident mit der Annahme eines Hauskredits durch das Ehepaar Geerkens gegen Gesetze verstoßen und sich womöglich der Korruption schuldig gemacht hat."

    Und den Anruf bei Diekman (es war kein Gespräch, der BP sprach auf eine Mailbox) bestreiten zu wollen, finde ich schon sehr dreist. Wenn es ihn nicht gab, warum räumt der BP dann einen schweren Fehler ein, der nicht mit seiner Vorstellung von der korrekten Führung des Amtes übereinstimmt?








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