Gläubigerversammlung: Schlecker-Kinder fordern Geld von Pleite-Firma

DPADas Schicksal von Schlecker ist besiegelt - jetzt geht es darum, wie viel für die Gläubiger übrig bleibt. Laut Insolvenzverwalter sind bisher Forderungen über 665 Millionen Euro eingegangen. Auch die Schlecker-Kinder Lars und Meike wollen Geld von dem Unternehmen haben.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...837147,00.html
  1. #10

    Systembedingt

    Zitat von duenf Beitrag anzeigen
    Gehört den Kindern nicht die outgesourcede (Zeit-) Arbeitsfirma über die die Mitarbeiter angeheuert wurden? Mit dem Gedanken machen die Forderungen BWL-technisch schon Sinn. Die Kinder (Firma A) leihen an den Vater (Firma B) Mitarbeiter gegen Rechnung aus. B bezahlt die Rechnungen nicht --> A kann Forderungen stellen.

    Das Ganze hört sich aber trotzdem sehr unschön an.
    So läuft es nun mal in diesem System, nur draußen vor bleiben immer diejenigen die die Arbeit machen, aber das ist doch nichts neues.
    HR
  2. #11

    titel

    Zitat von friedrich1954 Beitrag anzeigen
    Warum tritt der Staat/die Länder nicht mehr für die Schlecker-Frauen ein?.
    Der Begriff "Schleckerfrau" ist für mich Unwort des Jahres. (Ist Meike Schlecker eigentlich auch Schleckerfrau?)

    Würde der Staat für die "Schleckerfrauen" eintreten, verstiesse er vermutlich gegen seine eigenen Diskriminierungsgesetze. Abgesehen davon waren wir uns vor wenigen Wochen noch alle einig, dass die Arbeitsverhältnisse bei Schlecker skandalös waren. So gesehen ist der FDP zu danken, dass das Unternehmen mit einem solchen ausbeuterischen Geschäftsmodell vom Markt verschwindet. Ich möchte so etwas jedenfalls nicht mit meinem Steuergeld finanziert wissen.
  3. #12

    Wer hilft mir

    wenn ich mit meiner kleinen Firma insolvent werde?Und meinen wenigen Mitarbeitern?
    Wenn,dann gleiches Recht für alle!!
  4. #13

    Vielelicht kann man die Schlecker Frauen beim Spiegel unterbringen, da können sie dann dem unwissenden Leser die Vorzüge des Sozialismus erläutern. Eine Kolumne von Augstein allein reicht nicht ganz.
  5. #14

    Ist das alles ??

    Groß angekündigt wurde die Hilfe des Jobcenters (sprich einfach Arbeitsamt) von verschiedenen Köpfen der deutschen
    Politprominenz. Herausgekommen ist Amazon, Lidl, der unvermeidbare Gasthof zum güldenen M und das dänische
    Bettenlager. Es verwundert dass die Miarbeiter/innen nicht einfach an Schleckers Leiharbeitsfirma verwiesen wurden.
    Nun wird klar was mancher Politiker unter dem Vorgang versteht der die Schleckermitarbeiter/innen einer Anschlussverwendung zuführt. Die Mitarbeiter wurden
    bereits zusätzlich in einer Fersehsendung darüber informiert, dass ihr Verdienst bei Schlecker schon relativ
    hoch war, bei einer Weiterverwendung müssten hier schon
    gewisse Abstriche gemacht werden.
  6. #15

    Dummheit und Neid liegen eng beieinander

    Zunächst sollte man richtig lesen und die Presse tut alles, damit wir es auch so verstehen, dass wir es lesen.
    Diese Forderungen der Kinder sind ja keine privaten Forderungen sondern dahinter stecken deren Firmen und hinter diesen Firmen stecken wieder Arbeitsplätze. Wie so oft sind solche Forderungen zu einem hohen Prozentsatz Personalkosten. Es ist schon traurig wie hier mal wieder ein gescheiterter Unternehmer durch das Dorf getrieben wird. War er doch immer so ein schlechter Arbeitgeber und dann lesen wir, das alle bei diesem Scheusal weiter beschäftigt werden wollen, das der auch noch vergleichsweise gute Gehälter gezahlt hat wundert niemanden. Das er 30 Jahre lang vielen kleinen zum Teil ungelernten Kräften Brot und Auskommen gesichert hat wird nicht kommentiert. Wir alle hätten die geichen Chancen gehabt, kleinen Drogerieladen aufmachen, dann den zweiten, den dritten usw., aber machen muss man das schon selber. Insofern genießt die ganze Familie Schlecker meinen Respekt.
    So jetzt schließe ich und werde morgen bei Lidl, Rossmann oder sonstwo wieder nachsehen wo die Zahnpasta am billigsten ist, denn wir wollen das doch so, oder?
  7. #16

    Da würde ich mir keine Gedanken machen

    Diese Forderungen egal ob berechtigt oder nicht kommen erst ziemlich spät in der Reihenfolge dran.

    zuerst kommen Steuern,
    das Honarar der des Insolvenzverwalters,
    Ausstehende Löhnen der Mitarbeiter
    ...
    und erst dann der Rest. Nach meiner Einschätzung reicht das Geld für Finanzamt und Insolvenzverwalter und ob die Mitarbeiter alles kriegen könnte schon fraglich sein.
  8. #17

    optional

    Soweit ich weiss haben die Kinder dem Konzern Kredite aus Privatvermögen gegeben, natürlich haben sie also Forderungen. Hat jemand hier schon mal eine Bilanz gesehen oder einr GuV? Wem steht denn bitteschön sonst das Geld am ehesten zu (nach den Banken) als den angehörigen des Gründers? Schlecker ist ja nicht mit Absicht konkurs gegangen und ich denke eine Menge Mitarbeiter können ganz zufrieden sein überhaupt einen Job gehabt zu haben, man spricht hier sicherlich nicht von den hohen Bildungsschichten die dort gearbeitet haben. Dieses Unternehmens-bashing hier in Deutschland ist einfach nur noch peinlich.
  9. #18

    eine absolute Frechheit

    ist es schon. Ausgerechnet diejenigen, welche mit einer mehr als dubiosen " Arbeitsvermittlung " Millionen gescheffelt haben, wollen noch weiterhin Kohle ziehen .Offensichtliche Lügen wie " es ist alles weg " täuschen nciht düber hinweg, dass der Schlecker-Clan noch rund 40 Mio übrig hat, auf welche man wohl nicht zugreifen kann. Reicht das denn nicht ? Mir treibt dieses Verhalten die Zornesröte ins Gesicht.
  10. #19

    Zitat von Methados Beitrag anzeigen
    na, es sollte doch einem insolvenzverwalter möglich sein, den grund für die forderungen zu ermitteln. ich meine, die stellen doch keine rechnung ohne einen leistungsvermerk.

    ich schätze mal, der grund ist so obszön oder skandalös, dass er deswegen nicht genannt wird oder werden soll oder darf.
    Die Schlecker-Kinder haben der in Not geratenen Firma ihres Vaters Geld (einen Kredit) geben! Was ist daran öbszön oder skandalös. Dafür werden sie jetzt wie alle Gläubiger der Insolventen Anton Schlecker e. K. nur einen Bruchteil des Geldes zurück bekommen, welches sie, im Wissen um die prekäre Lage des Unternehmens ihres Vaters, diesem zum hinauszögern der unabwendbaren Pleite gegeben haben. Mit diesem Geld konnten dann auch die scheinbar nicht besonders dankbaren Schleckerfrauen länger ihren Job behalten.

    Dieser Kredit der Kinder, ist genau das gleiche, was die EZB und die anderen Staaten gerade bei Griechenland machen. Alle Deutschen die irgendwann mal schreien wir wollen unsere Milliarden von den Griechen zurück, die man sowieso nicht zurück bekommen kann, müssen sich von ihnen öbszöne und skandalöse Motive unterstellen lassen. Und sie werden der erste sein der den Griechen diese Gelder vorhält.