"girogo" der Sparkassen: Datenschützer fürchten Missbrauch bei neuer Funk-Geldkarte

Hilmar SchmundtDie Sparkassen feiern die neuen funkenden Girokarten als tollen Service. Doch die Kritik am Drahtlos-Cash "girogo" wächst. Das Plastikgeld verrät, wo der Besitzer zuletzt eingekauft hat - und für wie viel. Datenschützer sind alarmiert, der Sparkassenverband findet das nicht weiter schlimm.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...838470,00.html
  1. #10

    Zitat von xees-s Beitrag anzeigen
    Wer das Geld hat sollte schnell das Paten einreichen für mit Alufolie geschützte Kartenhülle sowie Geldbörsen die ebenso geschützt sind. Das ist sicher der Hit der kommenden Jahre, weil nicht auslesbar von Fremden. Und beim Bezahlen einfach nur wo kein Funkauslesen stattfindet benutzen.
    Gibts schon: unter CRYPTALLOY®, "made in Germany" ist das Produkt für Chipkarten schon erhältlich.

    Schon die alten Lateiner sagten: "Pecunia non olet" - oder neudeutsch: "Bargeld hinterläßt keine Spuren".

    Ein T-Shirt mit einem Kreditkarten-Symbol, einem Geschäftseingang und der Bildunterschrift "Wir müssen leider draussen bleiben" wird sicherlich zum Kassenschlager...

    Vor Jahrhunderten war es die vornehme aristokratische Blässe derjenigen, die es sich leisten konnten, nicht auf dem Feld bzw. unter direkter Sonneneinstrahlung arbeiten zu müssen.

    Die "digitale Blässe", also das "Aussen-Vor-Bleiben" oder Verwischen digitaler Spuren in einer digitalen Gesellschaft, wird ein sehr lukratives Geschäftsfeld werden...
  2. #11

    Es geht viel einfacher und sicherer:

    Zitat von mike_s Beitrag anzeigen
    Ich lass mir mein Portemonnaie mit Alufolie Auskleiden. So kann wenigstens niemand die Daten unbemerkt auslesen.
    In Youtube gibt es eine klasse Anleitung, wie man mithilfe eines 4 € "teuren" Einwegphotoapparates jeden RFID - Chip dauerhaft unbrauchbar macht.
    Ohne äußerlich erkennbare Beschädigung.
    z.B. den des neuen Perso.

    Halali !
  3. #12

    Da es in absehbarer Zeit eine Obergrenze

    Zitat von Andr.e Beitrag anzeigen
    Wird sich leider durchsetzen, wenn es sich durchsetzt. Und da beim Mensch Bequemlichkeit vor Sicherheit kommt, bevor der Schrecken kommt, der den Schritt zur Sicherheit wünschenswert macht, aber dann unmöglich ist, wird es sich durchsetzen.
    für Barabhebungen an Geldautomaten geben wird, geht an diesem Ding
    auf Druck des Überwachungsstaates kein Weg vorbei.
    Es sei denn Sie räumen ihre Konten ab und legen sich die Kröten unters Kopfkissen.
    Da gibt es allerdings genausowenig Zinsen wie auf dem Girokonto.
    Allerdings ist auch da die Inflation nicht niedriger.
  4. #13

    Zitat von rodelaax Beitrag anzeigen
    ... lassen sich, mit entsprechendem Equipement, die Karten sogar aus 20 Meter Entfernung auslesen.
    Wer sich so eine Karte ins Portemonaie steckt ist selber schuld.
    Woher haben Sie das mit den 20 Metern? Würde mich sehr interessieren. Bisher waren mir nämlich maximal 2 cm bekannt.

    Solange die Banken einem die Auswahl lassen und einem nicht automatisch eine solche Karte unterjubeln können sie machen was sie wollen. Bedenklich finde ich wenn ich ohne Pineingabe oder Unterschrift etwas bezahlen soll.
  5. #14

    DSGV: Datensparsamkeit hat Vorrang

    Anders als in dem Artikel dargestellt hat die Datensparsamkeit bei girogo Vorrang. Bei der Entwicklung dieses innovativen Bezahlverfahrens wurden höchste Maßstäbe an die Sicherheit der Zahlung und an die Datensicherheit angelegt. Daher werden bei girogo auch keinerlei personenbezogene Daten übertragen.
    Bei Bezahlvorgängen wird lediglich das Datum, die Uhrzeit, der Betrag und die anonymisierte Händlerkartennummer auf der Karte gespeichert, davon kann sich der Kunde die drei erstgenannten anzeigen lassen. Weder der Ort, noch die gekaufte Ware, noch der Händlername ist nachvollziehbar. Rückschlüsse auf die Person sind nicht möglich. Für den Kunden sind die Angaben ausreichend, um den Überblick über seine Finanzen zu behalten, für jeden anderen sind diese Informationen jedoch ohne Wert.
    Mit freundlichen Grüßen
    Michaela Roth
    DSGV-Pressesprecherin
  6. #15

    Zitat von xees-s Beitrag anzeigen
    Wer das Geld hat sollte schnell das Paten einreichen für mit Alufolie geschützte Kartenhülle sowie Geldbörsen die ebenso geschützt sind.
    Ich habe vor ein paar Jahren eine aus Edelstahldraht gewobene Geldboerse bekommen. Werbegeschenk einer grossen Halbzeug-Firma.
    Ich glaube ich werde die mal wieder rauskramen.
  7. #16

    Horrorszenarien und andere

    Lieber rodelaax,

    es wäre schon schön zu wissen, woher Sie wissen, dass sich solche Karten auch aus 20 Meter Entfernung auslesen lassen. Oder braucht man dafür Equipment, wie es nur die Militärs und Geheimdienste haben?

    Liebe SPON-Redakteure,

    es wäre schön gewesen, Sie hätten darauf hingewiesen, dass die hier eingesetzte Technik nicht neu ist. Warum hat noch niemand über die Sicherheit meiner MensaCard des Studentenwerks Berlin philosophiert?

    Wie viele Menschen nutzen die Geldkarten-Funktion ihrer Girocard überhaupt? Ich komm' mir da immer wieder wie ein alien vor, wenn ich das tue...

    eurocarlos
  8. #17

    Welch ein Erkenntnisgewinnung...

    "Der drahtlose Zugriff ist neu..." bei einer neuen Technologie. Unfassbar, welche Neurosen mittlerweile ein Volk von Datenschützern ermöglichen. Ich persönlich halte Journalisten, die so einen Müll ungeprüft verbreiten für die Gesellschaft für gefährlicher, als die Geisterfahrer, die ein "bewegungsprofil" aus Karten erstellen wollen.
  9. #18

    Re: Wird sich leider durchsetzen

    Zitat von Andr.e Beitrag anzeigen
    Wird sich leider durchsetzen, wenn es sich durchsetzt.
    Wird sich nicht durchsetzen, denn das ist nur die alte "Geldkarte" mit neuer Funktechnik. Wer lädt sich denn bis zu 400 € vom Girokonto ein eine virtuelle "Geldbörse", die noch nicht mal verzinst wird. Die Zinsen stecken sich die Sparkassen ein. Wer nutzt eine Geldkarte, wenn man doch fast überall mit EC- oder Kreditkarte zahlen kann....
  10. #19

    Tosende Feiern!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Sparkassen feiern die neuen funkenden Girokarten als tollen Service. Doch die Kritik am Drahtlos-Cash "girogo" wächst. Das Plastikgeld verrät, wo der Besitzer zuletzt eingekauft hat - und für wie viel. Datenschützer sind alarmiert, der Sparkassenverband findet das nicht weiter schlimm.

    Datenschützer fürchten Missbrauch bei Funk-Geldkarte der Sparkasse - SPIEGEL ONLINE
    Warum verwendet Spiegel Online eigentlich das Wort "feiern" so gerne? Sind die was-mit-Medien-Studierenden feierwütig, dass sie bei jedem Quatsch dieses Wort verwenden?

    Die Sparkassen wollen das einführen, sie argumentieren natürlich für die Karte, aber sehr sachlich. Aber es ist ja noch nichtmals eine richtige Werbeaktion für die Kartenfunktion in Sicht, wo wird da bitte gefeiert?

    Bei solchen Feiern möchte ich nicht eingeladen sein :-).