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Gipfel in Peking: Die wachsende Macht der Shanghai Six
AFPWas ist das für eine undurchsichtige Allianz? In Peking tagt die Shanghaier Kooperationsorganisation - ein Bündnis aus China, Russland, Usbekistan, Kasachstan, Kirgisien und Tadschikistan. Westliche Beobachter sehen darin den Versuch, eine Gegenmacht zur Nato und den USA aufzubauen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...837249,00.html
- #10 06.06.2012 12:37 von
- #11 06.06.2012 12:37 von
- #12 06.06.2012 12:39 von
In Rußland ist die Bevölkerungszahl seit dem Höchststand Mitte der 1990er Jahre bereits um gut 8 Mio. gesunken und der Trend wird sich fortsetzen, das Durchschnittsalter der Bevölkerung sinkt, der relative Reichtum basiert fast nur auf Rohstoffen. Was ist klug daran, mit so einer Volkswirtschaft auf Kosten anderer Bindungen zu kooperieren?
- #13 06.06.2012 12:39 von
Richtige Lösung
Man kann ganz beruhigt weiterschlafen: Der BND wird es in seiner für über eine Milliarde Euro in Berlin neu erbauten Zentrale mit seinen über 4000 Mitarbeitern schon richten. Sollten Instrumente zur Ruhigstellung renitenter Bevölkerungsgruppen im Landesinnern gebraucht werden, kann man sich ja bei den Asiaten Berater ausleihen. Vielleicht empfiehlt es sich aber auch, für die Verteidigung der Freiheit an Oder und Rhein jetzt schon Vorsorge zu treffen, bevor die NATO die restlichen kampffähigen deutschen Einheiten zur Sicherung der Weltfischbestände nach Madagaskar entsendet.
- #14 06.06.2012 12:41 von
Was ist die NATO schon? Die NATO ist nicht mehr als der verlängerte Arm der USA. Wenn wir die transatlantische Speichelleckerei aufgeben würden und uns auf Europa konzentrieren, vielleicht den Russen mehr annähern... könnte das schon viel bewirken.
Aber so traurig das ist, für alles was zu groß für die Bundespolizei ist, braucht Deutschland die NATO. Ist schon bezeichnend, wenn die Polen und die Franzosen uns vorwerfen, dass wir militärisch aktiver sein sollten. Wenn jetzt noch Belgien und israel anfangen, dann ist die Demütigung komplett. - #15 06.06.2012 12:42 von
Mit ihrem SCO-zerspaltenden Artikel
sind sie der erste der auf der "Drei-Teufel-Abschussliste" landet. Demokratie-Annihilation kann noch warten.
- #16 06.06.2012 12:42 von
.
Das Chaos in Afghanistan ist erst dann losgegangen, als die Amerikaner die Taliban militarisiert haben. Ansonsten wären die weiterhin nur den Russen auf die Nerven gegangen. Wie gesagt: Tibet ist ein Kritikpunkt aber das ist auch der einzige Kritikpunkt. Bei den Amerikanern und der Nato kann man so einige Dinge aufzählen (Südamerika - Errichtung von Diktaturen, Südostasien - Vietnam und Kambodscha etc. etc.).
Das unser demokratisches Modell, dass ja immer weiter zu einer Scheindemokratie (anderen nimmt man die Stimme und wir geben sie freiwillig ab) wird, nicht auf der ganzen Welt funktioniert und auch nicht überall gewünscht wird, sollten wir so langsam mal kapieren. Es kann natürlich niemand daran interessiert sein, dass sich das russische oder chinesische Modell bei uns durchsetzt aber beide Staaten sind wesentlich schwieriger zu führen als westliche Demokratien. Was man nach dem Ende der Sowjetzeit erleben konnte, hatte mir Demokratie aber auch nicht viel zu tun. Da haben sich einige wenige Faschisten das gesamte Vermögen unter den Nagel gerissen und die Normalbevölkerung konnte bei den Wahlen auch nur zwischen Verfall und Elend entscheiden. - #17 06.06.2012 12:46 von
Weder Russland noch China liegt an einer Machtverstärkung des Irans. Der Iran war für die Russen immer ein Randsatellitenstaat, mit dem man fertig wurde. Die letzten ausländischen Besatzungstruppen, die den Iran verließen, war bekanntlich die Sowjetarmee circa 1950. Erst als Chinas Öllieferant wurde der Iran wieder strategisch interessant, aber die Russen haben kein Interesse, dass der Iran zur Atommacht wird.
- #18 06.06.2012 12:47 von
Altmodisch
Mit echten Truppen irgendwo zu intervenieren ist aus dem letzten Jahrhundert und altmodisch.
Die Chinesen wissen genau,
es gibt auch "alternative Wege" in ein Land "ein zu marschieren" um dort Kontrolle und Einfluss zu erlangen.
Sicherlich kann man das ganze gut heißen oder dagegen sein, keine Frage...
Zu glauben, den Chinesen würde es um irgend etwas anderes,
als Ihre ureigenen Interessen gehen, ist naiv.
Die haben das mindestens so Faust dick hinter den Ohren,
wie unsere Freunde im Westen.... wenn nicht sogar noch dicker.
... wenn ich die Wahl hätte, so würde ich, trotz all dem negativen was uns die USA in den letzten 10 Jahren so gebracht haben, selbst heute noch, eher die Nähe zu den USA als zu China suchen...
...und das hat, in meinen Augen, eher was mit Vernunft,
als mit "Narren / Vasallen Treue" zu tun. - #19 06.06.2012 12:53 von
Zur Erinnerung ein wichtiger Hinweis
Die ganze Operation Afghanistan sollte man grundsätzlich analysieren. Dabei ist nicht zu vergessen dass nach eigenen Worten in einem Interview dem französischen Magazin "Le Nouvel Observateur":
How Jimmy Carter and I Started the Mujahideen
Zbigniew Brzezinski die Ziele der Operation folgendeweise geschildert hatte:
1) Brzezinski gibt jetzt zu, dass die USA die Finanzierung der mujahadeen volle sechs Monate vorher begonnen hatte, bevor die Sowjets in Afghanistan einmarschierten (die frühere Begründung dafür, die Mudschahedin zu finanzieren war, dass dadurch die Sowjets aufgehalten werden sollten, nachdem sie in Afghanistan einmarschiert waren);
2) Der ausdrückliche Zweck die Mudschahedin zu finanzieren war, die Sowjets nach Afghanistan zu ziehen, damit sie sich in einem langen, nicht zu gewinnenden Krieg verzetteln - 'ihrem Vietnam';
3) Brzezinski glaubt, dass die Finanzierung der Mudschahedin - selbst um den Preis der Entfesselung des islamischen Fundamentalismus ('einige aufgescheuchte Islamisten') als eine Macht im gesamten Nahen Osten und Zentralasien - es sehr wohl wert war, die Sowjetunion zu bekämpfen. Natürlich sagte er das alles volle drei Jahre vor den Angriffen auf das World Trade Center.
Möglicherweise sind die Alternativen für die Denkweise der Nachkreigszeit tatsächlich notwendig ohne dabei die Grundwerten in einem ewigen Lagerkampf aufzugeben.
Eine vorsätzliche Bildung der Blockaden durch erzwungene Teilungen auf politischer, wirtschaftlicher, ökonomischer Ebene ist keinem mittelfristig vorteilhaft, besonders berücksichtigend die Frage des Friedens und Stabilität in der Welt.
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