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Giftschlamm-Unglück: Ungarns Polizei nimmt Chef der Katastrophenfabrik*fest
Ungarn geht gegen den Betreiber der Tonerdefabrik vor, deren Rotschlamm den Ort Kolontár geflutet hat. Der Chef des Unternehmens wurde nun festgenommen, außerdem soll es unter staatliche Kontrolle gestellt werden.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,722476,00.html
- #1 11.10.2010 14:38 von Gandhi
Das ging jetzt wohl nicht mehr anders
Nach der Verseuchung war noch behauptet worden, die Daemme seien gerade inspiziert worden (und alles sei in Ordnung gewesen).
Doch dann tauchten Videos auf, und es war deutlich zu sehen, dass die rote Bruehe durch den Damm durch sickerte.
Nun droht ein weiterer Bruch.
Hat die Polizei denn schon das Vermoegen der Besitzer einfrieren lassen, denn in den vergangen Jahren haben die in einem wirtschaftlich ganz freien Umfeld grosse Summen 'erwirtschaftet'? - #2 11.10.2010 15:11 von Chrysop
35 000€ Versichert
Laut verschiedenen Nachrichtenagenturen ist das Unternehmen nur mit einer Haftpflicht von 35.000€ Deckungssumme abgesichert, jeder Autofahrer würde sich mit so einer Versicherung strafbar machen, aber auch in Ungarn wird offenbar Marktwirtschaft betrieben: Gewinne werden privatisiert, Schäden und Verluste sozialisiert. Wenn nun der Betriebsleiter des Aktienunternehmens ins Gefängnis muss, so klingt das sehr stark nach dem üblichen Bauernopfer.
- #3 11.10.2010 15:27 von
^^
Welche Deppen haben denn diese Fabrik betrieben?
Und welche Verbrecher haben das genehmigt?
Die würden Atommülltonnen wohl auch auf einem Haufen
neben dem AKW stapeln. Wenn der Haufen umkippt
und die Tonnen in die nächsten Dörfer rollen, machts
auch nichts.
Verseucht solch ein See nicht das Grundwasser? Oder
schwimmt die ätzende Brühe oben? - #4 11.10.2010 15:51 von TheBear
Gibt wieder nichts zu lernen
Das sind keine Deppen, sondern markorientierte Unternehmer.
Wahrscheinlich ganz normale (vielleicht ein bisschen) korrupte Beamten.Und welche Verbrecher haben das genehmigt?
Der eigentliche Skandal liegt aber nicht bei den Deppen oder Verbrechern, sondern bei denen, die EU Gesetze machen.
Die einzig akzeptable Regelung für alle Unternehmen wäre:
- ein Unternehmen, das Schaden verursachen kann (wohl so ziemlich alle) muss eine - eventuell durch einer Rückversicherung gesicherte - Versicherung abschliessen, die Reparatur aller Schäden bezahlt, sowie gewisse Beträge als Schmerzensgeld u.ä.
- den Rest überlässt man den Versicherungen. Die werden dann schon die Kontrolle von gefährlichen Objekten übernehmen, aus ureigenem Interesse. Das Gesetz sollte aber vorsehen, dass Versicherungen bei grösseren Katastrophen Sofortzahlungen an die Opfer aufbringen müssten (aber weit unter den Gesamtkosten), damit die nicht so ohne Hilfe gelassen werden.
Die Tatsache, dass so eine Gesetz nicht EU-weit existiert, (auch in Deutschland nicht, z.B. KKWs) zeigt nur, dass die Politiker korrupt oder inkompetent sind.
Das wiederum ist aber nichts Neues. So lernen wir auch aus dieser Katastrophe gar nichts. - #5 11.10.2010 16:09 von
Wann lernen wir dazu?
Mit jedem neuen Tag fragt man sich, wieviel wir auf unserem Planeten eigentlich noch verseuchen und kaputt machen wollen. Wir behandeln die Erde, als ob wir eine zweite als Zweitwohnung an einem Schleppseil am Bootshaken hätten - aber wir sollten endlich aufwachen, denn wo wollen wir eines Tages hin, wenn wir endlich alles unter blutrotem Giftschlamm begraben haben?
Haben wir aus den ganzen früheren Umweltkatastrophen hausgemachter Art noch immer nix gelernt?
Sandoz, Seveso, Tschernobyl, die immer wieder kehrenden Ölpest-Verschmutzungen ...
..... gibt es eigentlich noch einen Flecken Erde, auf dem ich mal meine Enkelkinder werde spielen lassen können, ohne Vollschutzanzug und Schnuffi-Atemmaske?
Darth Vader und sein Atemhelm lassen grüßen. - #6 11.10.2010 18:16 von
Hoffentlich Allianz versichert
Die fabrik ist bei der Allianz versichert. zur Deckungshöhe möchte die Allianz derzeit keine Angaben machen.
- #7 11.10.2010 20:03 von
Wieso ???
Wurde diese enorme Menge an Giftschlamm denn überhaupt gesammelt. Was wollten die denn damit machen ? Warten, bis die Sonne das ganze verdunstet - oder was ???
Hier ist wohl an einer regelmäßigen fachgerechten Entsorgung gespart worden - und jetzt haben die Leute die Quittung bekommen !!! - #8 12.10.2010 07:58 von
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