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Gewinneinbruch: Commerzbank stopft Milliardenlücke
dapdDie Commerzbank hat ihre gigantische Kapitallücke geschlossen und die Stresstestanforderungen der europäischen Bankenaufsicht vorzeitig erfüllt. Bankchef Martin Blessing musste dafür einen herben Gewinneinbruch im ersten Quartal in Kauf nehmen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...832172,00.html
- #1 09.05.2012 08:57 von
- #2 09.05.2012 09:57 von
Gewinneinbruch?
Ein Bank stopft innerhalb eines halben Jahres eine Kapitallücke von 5,3 Mrd. Euro (durch welche Bilanzierungstricks auch immer) und macht trotzdem noch 370 Mio Euro Gewinn. Überschrift des dazugehörigen Artikels: Gewinneinbruch. Irgendwas stimmt hier nicht...
- #3 09.05.2012 10:01 von
Nö, eigentlich nicht
Herr Blessing wirtschaftet ziemlich solide. Mit der Integration der Dresdner Bank und der Abwicklung der Eurohypo hat er zwei große Aufgaben fast abgeschlossen. Die Commerzbank kann jetzt nach vorn blicken. Mit Comdirect und ihren polnischen Beteiligungen hat sie zwei echte Perlen im Portefeuille. Und die staatliche Einlage sorgt dafür, dass die Managerboni nicht in den Himmel wachsen. Gefällt mir.
- #4 09.05.2012 10:06 von
Das muß noch lange kein Gschmäckle haben. Wenn die CB sich beispielsweise von einem Teil ihres Kreditengagements getrennt hat, dann sinkt natürlich der Eigenkapitalbedarf, weil diese Risiken nicht mehr abgesichert werden müssen, Natürlich sinken dann aber auch die Einnahmen, da die Zinsen natürlich an den neuen Gläubiger gehen. Ggf. werden dann noch Abschreibungen fällig, wenn der erzielte Erlös unter dem Buchwert liegt - Stichwort "Einmaleffekte". Bedauerlicherweise geht der Artikel nicht näher darauf ein, was genau die CB zur Bereinigung ihrer Bilanz unternommen hat - interessant wäre es allemal...
- #5 09.05.2012 10:52 von
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Zur Zeit befindet sich 25 % der Commerzbankaktien im staatlichen Besitz. Bis Ende 2014 will die Bank ihre restlichen Schulden am Staat abbezahlt haben. Weiss jemand was mit dem 25 % Aktienanteil passiert? Wird dieser Anteil zurück zur Bank gehen? Müsste dann nicht die Gewichtung der jetzigen Aktie im Streubesitz steigen( im Falle die Bank behält die Aktien vom Staat für sich)?
- #6 09.05.2012 10:59 von komparse
Wie bitte?
Herr Blessing hat mit seinem Größenwahn die Commerzbank in die größte Krise seit Bestehen gebracht und konne nur mit Teilverstaatlichung gerettet werden-
Wenn die Coba alle Aktiva realistisch bewerten würde, wäre sie pleite. Die Coba ist doch seit Jahren eine Zombiebank und eigentlich wie Opel: farblos und langweilig und wird nicht wirklich gebraucht. - #7 09.05.2012 11:07 von
Nein
Ich bin ziemlich sicher, dass es sein Vorgänger war, der den Dresdner Bank Deal eingefädelt hat, und das zu einem Zeitpunkt vor der (ersten) Finanzkrise.
Herr Blessing ist ein extrem schwieriges Erbe angetreten und hat sich mit solider Arbeit ziemlich freigestrampelt.
Die Bank ist nahezu alle Risiken los (daher auch der sogenannte "Gewinneinbruch"), und sie verdient in ihrem Kerngeschäft solide.
Eine völlig unterbewertete Aktie - die Bank steht ziemlich gut da und wird voraussichtlich 2013, spätestens 2014 wieder Dividenden zahlen. - #8 09.05.2012 11:32 von
kein Wort zum 11 Punkt der Tagesordnung - Journalistiker, wo seid ihr???
11. Vertrauensentzug gegenüber dem Vorstandssprecher,
Herrn Martin Blessing
https://www.commerzbank.de/media/de/aktionaere/haupt/2012/Ergaenzung_Tagesordnung.pdf - #9 09.05.2012 11:57 von
Staatsanteil an der CoBa
Derzeit hält der Bund den 25%-Anteil an der Commerzbank (eine so genannte "Sperrminorität"), damit diese nicht tun und machen kann, was sie will. So lange der Bund nicht nur Aktien der Commerzbank besitzt, sondern darüber hinaus auch kräftig Kapital in Form von Stillen Einlagen und/oder Überbrückungskrediten an die Commerzbank gibt, ist das richtig.
Nach Rückzahlung der Kredite und Stillen Einlagen inklusive Zinsen wird der Bund kein großes Interesse an den Commerzbank-Aktien mehr haben. Er wird diese aber mitnichten einfach an die Commerzbank zurückschenken, sondern er wird versuchen, diese zu verkaufen. Die übliche Form dafür wäre ein Börsengang, wie wir ihn von der Telekom kennen. Auch General Motors, die in der Krise verstaatlicht wurden, wurden bei einem Börsengang reprivatisiert:
Kurssprung: General Motors brilliert bei Rekord-Börsengang - SPIEGEL ONLINE
Nein, die Bank wird wahrscheinlich nicht so viele Mittel haben, um alle Aktien dem Staat abzukaufen.
Jag
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