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Gewerkschaftsstreit in Südafrika: Polizei schießt auf streikende Minenarbeiter

REUTERSSeit mehreren Tagen streiken die Arbeiter einer Platinmine in Südafrika - nun sind die Proteste eskaliert. Die Polizei ging mit Schusswaffen gegen die Männer vor, die teils mit Stöcken und Macheten bewaffnet waren. Laut Augenzeugen sind mehrere Menschen ums Leben gekommen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...850470,00.html
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...
    Am Donnerstagmorgen hatte der Minenbetreiber Lonmin angekündigt, auf streikende Arbeiter schießen zu wollen, sollten diese am Freitag nicht zu ihren Schichten antreten. "Sie sind nach wie vor bewaffnet und nicht an ihrem Arbeitsplatz", heißt es in einer Mitteilung. "Das ist illegal."
    ...
    Nun ist das Vorgehen gegen streikende Arbeiter mit Waffen- oder sonstiger Gewalt durchaus nichts ungewöhnliches im Kapitalismus.
    (Schließlich gibt es nichts schlimmeres, als daß die Produktivkräfte sich ihrer Rolle bewußt werden und anfangen Forderungen zu stellen)

    Allerdings will man das heutzutage irgendwie nicht mehr wahr haben und tut so, als wäre ein solches Agieren mit dem Grundverständnis dieses Systems unvereinbar.

    Ein Blick in die Geschichte oder auf die Länder etwas außerhalb des unmittelbaren Fokus der Regierungsmedien ist da manchmal ganz aufschlußreich.
  2. #2

    Es gibt immer zwei Seiten

    Es ist sicherlich richtig das die Minenmitarbeiter zu wenig bezahlt bekommen und ein Recht auf Streik bzw. hoehere Gehaelter haben......aber hier handelt es sich vielmehr einen Konkurrenzkampf zwischen zwei Gewerkschaften die Ihren Mitgliedern 3 fache Gehaelter versprechen was nicht wirklich realistisch ist. Und das Recht zu streiken heisst nicht das man Polizisten, Sicherheitsleute und Mitarbeiter die einfach ihrer Arbeit nachgehen wollen, abschlachtet im wahrsten Sinne des Wortes.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit mehreren Tagen streiken die Arbeiter einer Platinmine in Südafrika - nun sind die Proteste eskaliert. Die Polizei ging mit Schusswaffen gegen die Männer vor, die teils mit Stöcken und Macheten bewaffnet waren. Laut Augenzeugen sind mehrere Menschen ums Leben gekommen.

    Südafrika: Polizei schießt auf streikende Minenarbeiter - SPIEGEL ONLINE

    Jeder hat das Recht zu streiken, keine Frage.

    Etwas seltsam finde ich es jedoch, dass die Leute mit Macheten bewaffnet hingehen.

    Die Bildunterschrift von Spon dazu: ...sie machen mit Macheten Musik... aha. Und die zwei Polizisten sind gestorben weil Ihnen die "Musik" nicht gefallen hat? Und haben die Polizisten dann auch nur mit ihren Gewehren "Musik gemacht"?
  4. #4

    Productionsleistungen

    In Südafrika wird doch zu fast jeder Zeit gestreikt. Jedes Jahr in diesem Land und in jeder Branche. Wenn man sich da die Produktionsleistungen die das Land hervorbringt mal anschaut wird man sehen, dass jedes Jahr mehr Gehalt gefordert wird aber dafür immer weniger geleistet wird. Irgendwann gehen die Ausländischen Investoren aus dem Land und dann können die Menschen hier so viel streiken wie sie wollen dadurch wird kein Geld verdient. Natürlich sehe ich auch ein, das gerade Mienenarbeiter sehr wenig verdienen, aber vielleicht sollte man dann auch mal sehen wo einen seine eigenen Leute über den Tisch ziehen. Die Gewerkschaftsbosse streichen sich doch richtig viel Geld in ihre Hintertaschen.
  5. #5

    klingt nach sklaverei

    vielleicht sollte der minenbetreiber mal seine einstellung überdenken, das man auf minenarbeiter schiessen darf, wenn die nicht zur arbeit antreten.
  6. #6

    Tragisch, aber Fakten....

    Da Video zum Vorfall ist ebenfalls auf Spiegelonline. Die Demonstranten sind in Zugstärkle bewaffnet auf sich zurückbewegende Polizisten zugerannt, die nicht mal Schutzwesten hatten, noch Komplettpanzerung gegen Machetenhiebe...so würde ich (Vorgeschichte des Vorfalls natürlich unbekannt, aber egal) von tragischer, aber gerechtfertigter Notwehr ausgehen
  7. #7

    @ bastos

    Sicherlich haben Sie Recht, dass das Lynchen von anderen Menschen völlig inakzeptabel ist. Aber - ohne in völligen Kulturrelativismus abdriften zu wollen - aus unserer verhätschelten "Wohlstandssicht" müssen wir uns auch einfach mal vergegenwärtigen, dass es bei einem solchen Streik für die Beschäftigten durchaus auch darum gehen kann, ein menschenwürdiges Leben bzw. die tatsächliche, physische Existenz (= das Überleben) zu erkämpfen.
    Und dass in solchen Situationen Ordnungskräfte dann tatsächlich als das eigene Leben bedrohende Feinde gesehen werden, ist aus der Situation heraus auch nachvollziehbar (wenn auch eben kaum verständlich, aus unserer Sicht).
    Mir fehlt die Kenntnis darüber, ob das auf die Situation in Südafrika zutrifft. Aber ich denke, ich gehe nicht fehl in der Vermutung, dass es solche Umstände auf der Welt häufiger gibt als man das wahrhaben möchte.
    In der europäischen Vergangenheit war das nicht anders.
    Leider ist diese Welt (= bzw. wie die Menschen sie gestalten) eben alles andere als fair.
  8. #8

    Mord mit Ansage

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Am Donnerstagmorgen hatte der Minenbetreiber Lonmin angekündigt, auf streikende Arbeiter schießen zu wollen, sollten diese am Freitag nicht zu ihren Schichten antreten.
    Südafrika: Polizei schießt auf streikende Minenarbeiter - SPIEGEL ONLINE
    Seit wann ist es legitim das eine Firma auf Mitarbeiter schiesst (oder schiessen lässt) wenn diese nicht zur Arbeit erscheinen?
    Den Vorsatz auf die Leute zu schiessen hatte man offenbar schon vorher, unabhängig davon ob die bewaffnet waren oder nicht (auf dem Foto mit den Streikenden sind alle mit Stöcken "bewaffnet" , ein einziger ist mit einer Machete zu sehen). Wenn das so war dann ist das vorsätzlicher Mord.
  9. #9

    @ bastos

    Sicherlich haben Sie Recht, dass das Lynchen von anderen Menschen völlig inakzeptabel ist. Aber - ohne in völligen Kulturrelativismus abdriften zu wollen - aus unserer verhätschelten "Wohlstandssicht" müssen wir uns auch einfach mal vergegenwärtigen, dass es bei einem solchen Streik für die Beschäftigten durchaus auch darum gehen kann, ein menschenwürdiges Leben bzw. die tatsächliche, physische Existenz (= das Überleben) zu erkämpfen.
    Und dass in solchen Situationen Ordnungskräfte dann tatsächlich als das eigene Leben bedrohende Feinde gesehen werden, ist aus der Situation heraus auch nachvollziehbar (wenn auch eben kaum verständlich, aus unserer Sicht).
    Mir fehlt die Kenntnis darüber, ob das auf die Situation in Südafrika zutrifft. Aber ich denke, ich gehe nicht fehl in der Vermutung, dass es solche Umstände auf der Welt häufiger gibt als man das wahrhaben möchte.
    In der europäischen Vergangenheit war das nicht anders.
    Leider ist diese Welt (= bzw. wie die Menschen sie gestalten) eben alles andere als fair.








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