Gewerkschaft GdF: Frankfurter Flughafen wird auch Freitag bestreikt

dapdPassagiere am Frankfurter Flughafen müssen sich auch am Freitag auf erhebliche Behinderungen und Verspätungen einrichten. Die Gewerkschaft der Flugsicherung hat angekündigt, ihren für Donnerstagnachmittag angesetzten Streik am Freitag fortzusetzen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...815589,00.html
  1. #20

    Verhältnismäßgikeit

    Zitat von alice Beitrag anzeigen
    Wenn die neue Landebahn geschlossen wird und das Nachtflugverbot gerichtlich festgestellt wird, sind die Anforderungen an die Mitarbeiter nicht mehr so hoch. Die Gewerkschaft sollte also für die Schliessung der Nordbahn und für ein Nachtflugverbot streiken. Die Lohnforderungen können dann geringer werden.
    Eine kleine Gruppe bereits sehr gut verdienender Leute nimmt Tausende von Passagiere in Geiselhaft und sorgt für volkswirtschaftliche Schäden, die sich schnell auf einen 2- bis 3-stelligen Millionenbetrag aufsummieren werden. Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit? Diese fehlt im übrigen auch bei der absurden Forderung nach Schließung der neuen Landebahn, geht´s noch?
  2. #21

    Erklärung....

    Zitat von mbu66 Beitrag anzeigen
    Die Mitarbeiter mit den geringsten Einkommen in diesem Bereich dürften die sein, die nur die Bremsklötze an die Räder legen und die Markierungshütchen aufstellen. Das die keine 80.000+ Euro verdienen dürfte jedem klar sein. Dafür ist sicherlich auch keine besonders qualifizierte Ausbildung nötig. Ein Job am Flughafen ist per se noch keine Garantie für ein überdurchschnittliches Gehalt. 3-Schichtbetrieb mit Wochenend- und Feiertagsarbeit gibt es in zahlreichen anderen Berufen, die auch nicht besser bezahlt sind auch. Und dort heißt 3-Schichtbetrieb tatsächlich auch 24h-Betrieb, der für das Vorfeldbetrieb am Frankfurter Flughafen durche das Nachtflugverbot per definitionem nicht existiert. Auch die Lärmbelästigung ist kein Argument, der ist ein durchschnittlicher Industriearbeiter während seiner Arbeitszeit ununterbrochen ausgesetzt.
    Bitte solche Äusserungen überdenken, wenn kein Fachwissen vorhanden. Zielgruppe sind nicht Mitarbeiter die Bremsklötze legen...es handelt sich um auserordentlich gut geschultes Fachpersonal welches auf engstem Terrain täglich mit viel Erfahrung und Engagement Leistung erbringt und nicht einfach mal auf Kosten der Sicherheit so nebenbei ausgetauscht werden kann. Fraport ist ein 24 Stunden-Job, heißt nicht weil ab 23 Uhr kein Flieger abhebt ruht der Hafen! Auch in den Nachtstunden sind die Lotsen am koordinieren, vorplanen, checken von Betriebseinrichtungen. Vor allem Baumaßnahmen durch Ortsunkundige prägen das Bild...und um 05:00 Uhr beginnt der Regelbetrieb. Fachpersonal welches auch in anderen Bereichen des Aiports unverzichbar ist, ergeht es gleichsam dieser Gruppe von gewerkschaftlich Organisierten. Die Lohnanpassungen der vergangenen Jahre stehen in keinem Verhältniss zum Wirtschaftswachstum und den gestiegenen Aufgaben bei Fraport!
  3. #22

    Gehalt

    Zitat von purefrancis Beitrag anzeigen
    Eine kleine Gruppe bereits sehr gut verdienender Leute
    Diese Leute verdienen nicht "sehr gut", sie verdienen unterdurchschnittlich. Bitte nicht der Propaganda aufsitzen.
  4. #23

    Das ist keine Vorstellung sondern die Realität

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Sie haben eine, mit Verlaub, seltsame Vorstellung von der grundgesetzlich garantierten Koalitionsfreiheit..

    Außerdem: Möchten Sie ernsthaft, dass das Schicksal, die Sicherheit und das Wohlergehen von 60 Millionen (!) Menschen pro Jahr (!) in die Hände von Leuten gelegt wird, die wie Azubis bezahlt werden? Ernsthaft?
    Bei der Bahn ist das Realität, ist nur ein Lokführer bei der EVG, ist der Vertrag mit dem Arbeitgeber rechtsgültig. Im übrigen, wo soll die Arbeit des Ramper sicherheitsrelevant sein? Jeder Pushback Traktorfahrer hat weit aus mehr Verantwortung und Stress.
  5. #24

    Zitat von hman2 Beitrag anzeigen
    Diese Leute verdienen nicht "sehr gut", sie verdienen unterdurchschnittlich. Bitte nicht der Propaganda aufsitzen.
    Wenn das alles Propaganda wäre und die Vorfeldlotsen am Hungertuch knabbern würden, hätte sich der Fraport-Betriebsrat (d.h. die Arbeitnehmervertretung!) mit Sicherheit nicht so eindeutig ablehnend zum Streik positioniert. Bitte die Objektivität wahren.
  6. #25

    ?

    Zitat von purefrancis Beitrag anzeigen
    Eine kleine Gruppe bereits sehr gut verdienender Leute nimmt Tausende von Passagiere in Geiselhaft und sorgt für volkswirtschaftliche Schäden, die sich schnell auf einen 2- bis 3-stelligen Millionenbetrag aufsummieren werden. Wo bleibt da die Verhältnismäßigkeit? Diese fehlt im übrigen auch bei der absurden Forderung nach Schließung der neuen Landebahn, geht´s noch?
    Fraport hat einen Schlichterspruch abgelehnt!

    Und bei der Frage, ob jemand sein gehalt "wert" ist, sollten wir alle ganz ruhig sein.

    Streikrecht ist Grundrecht und steht damit auf der gleichen Stufe wie die anderen Blödsinnigkeiten, die unsere Verfassung so vorsieht: Freie Rede, Gleichheit, ... Davon, dass jedermann das Recht hat zu fliegen wann und wohin er will, habe ich nichts gelesen.

    Also - lass die mal streiken!
  7. #26

    Kollegen

    Zitat von purefrancis Beitrag anzeigen
    Wenn das alles Propaganda wäre und die Vorfeldlotsen am Hungertuch knabbern würden, hätte sich der Fraport-Betriebsrat (d.h. die Arbeitnehmervertretung!) mit Sicherheit nicht so eindeutig ablehnend zum Streik positioniert. Bitte die Objektivität wahren.
    Vergleichen Sie doch einfach mal mit den Kollegen woanders. Das ist die Objektivität.
  8. #27

    Korrektur...

    Zitat von marka Beitrag anzeigen
    Bei der Bahn ist das Realität, ist nur ein Lokführer bei der EVG, ist der Vertrag mit dem Arbeitgeber rechtsgültig. Im übrigen, wo soll die Arbeit des Ramper sicherheitsrelevant sein? Jeder Pushback Traktorfahrer hat weit aus mehr Verantwortung und Stress.
    Der " Ramper " ,auch Vorfeld-Aufsicht Mitarbeiter genannt, ist täglich für mehrere "pushback" - Verfahren verantwortlich. Dies ist ein Bruchteil seines Verantwortungsbereiches. Vergleichbar hat ein Traktorfahrer bei Lufthansa ein wesentlich höheres Einkommen wobei sich die Tätigkeit auf eine Aufgabe beschränkt. Aber auch hier ist ohne Zweifel Fachpersonal am Werk welches größten Teils eine mehrwöchige Ausbildung beim Follow Me - Fahrer genießt um Roll - bzw. Funklizenzen zu erwerben. Nochmals die Bitte in einem öffentlichen Forum sachlich zu bleiben und Realitätstreu. Meinungen kann man äußern, aber Behauptungen sollten fundiert sein. Fair bleiben.... Danke
  9. #28

    Zitat von purefrancis Beitrag anzeigen
    Wenn das alles Propaganda wäre und die Vorfeldlotsen am Hungertuch knabbern würden, hätte sich der Fraport-Betriebsrat (d.h. die Arbeitnehmervertretung!) mit Sicherheit nicht so eindeutig ablehnend zum Streik positioniert. Bitte die Objektivität wahren.
    Der Betriebsrat? Auf welcher Seite ist diese Organisation anzusiedeln bei Fraport? Arbeitnehmer oder Arbeitgeber? Das so gern publizierte Gerücht die Vorderungen währen überzogen spiegelt sich im Unternehmen bei den Beschäftigten bei genauem hinhören nicht wieder. Man weiß hier sehr genau was geleistet wird, und Aufklärung schafft Freunde! Risse im Betriebsrat sind unübersichtlich, sogar Zuspruch von nicht Verdi-Mitgliedern des Rates wurden bekundet. Spannende Zeiten liegen hier vor den Parteien...
  10. #29

    Zitat von zudummzumzum Beitrag anzeigen
    Fraport hat einen Schlichterspruch abgelehnt!

    Und bei der Frage, ob jemand sein gehalt "wert" ist, sollten wir alle ganz ruhig sein.

    Streikrecht ist Grundrecht und steht damit auf der gleichen Stufe wie die anderen Blödsinnigkeiten, die unsere Verfassung so vorsieht: Freie Rede, Gleichheit, ... Davon, dass jedermann das Recht hat zu fliegen wann und wohin er will, habe ich nichts gelesen.

    Also - lass die mal streiken!
    Dass das Streikrecht Grundrecht ist, hat niemand bestritten. Allerdings ist bei der Ausübung aller Grundrechte, also auch des Streikrechts, immer zu prüfen, ob und inwiefern die Ausübung jeweiligen Grundrechts in die Grundrechte anderer eingreift, sprich, die Ausübung des Grundrechts verhältnismäßig ist. D.h. der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit hat somit ebenfalls Verfassungsrang. Und dieser ist hier m.E. klar verletzt. Man sollte auch mal an das Grundrecht auf Freizügigkeit in Bezug auf die nun am Flughafen strandenden Passagiere nachdenken und das in Verhältnis zu 200 Menschen setzen, die ob Ihrer "Unersetzbarkeit" meinen, Sie könnten Lohnforderungen mit einer Steigerung bis zu über 50% durchsetzen. Vernünftige Lohnforderungen sind in Ordnung, aber das sprengt den Rahmen....