REUTERSSeit Wochen steht die Stadt Homs unter Beschuss - jetzt rückt die syrische Armee offenbar mit Bodentruppen auf das Viertel Baba Amr vor. Der Stadtteil, in dem vermutlich auch eine französische Reporterin ausharrt, solle binnen Stunden "gesäubert" werden.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...818384,00.html
Die Berichte von Human Rights Watch und A.I. sind jedenfalls sehr eindeutig.
Aber lesen Sie selbst:
Gewalt in Syrien: Assads Schlächter foltern auch Kinder - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
ai-Bericht zu Syrien: Foltermorde in Assads Gefängnissen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
Verbot der Folter: USA lassen in Syrien foltern — Amnesty International Schweiz
Reicht das, oder wollen Sie mehr?
Im August 2012 waren es bereits 50000 Tote in Libyen Libyen-Krieg: Rebellen sprechen von 50.000 Toten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik Ohne NATO-Invasion wäre die Opferzahl 100 oder vielleicht 50 Mal kleiner (Einnahme von Bengazi im März 2012). Natürlich wäre die Welt von heute auf morgen besser, wenn die tatsächlichen Kriegsverbrecher und Kriegstreiber im Knast sitzen würden.
...wenn die von Ihnen angesprochenen USA sich um ihre eigenen Probleme kümmern würden, ohne auf andere Länder Druck auszuüben, andere Länder direkt oder indirekt zu überfallen. Es wäre zu schön, wenn dieses Land, daß sich anmaßt, der Weltpolizist zu sein, es unterlassen würde, anderen ihr fragwürdiges Demokratiemodell überstülpen zu wollen. Dabei könnte die US - Administration viel Geld sparen und sich von ihren horrenden Schulden herunter arbeiten.
Dann könnte man auch wieder mit Achtung von diesem Land sprechen.
Die USA haben in 99% der Konflikte in den letzten 60 Jahren mehr als kräfitg mitgemischt. Wenn die USA sich aus den Angelegenheiten anderer Länder/Völker halten würden, gäbe es deutlich weniger Probleme. Wenn man nur bedenkt wie die USA in Afghanistan die Todeszahlen durch ihre Unterstützung der Dschihadisten in die Höhe getrieben haben. Die USA haben mehr Leute auf dem Gewissen als alle andere Länder in den letzten 60 Jahren zusammen !
Unmöglich, was bleibt denn den US Amerikanern dann noch in dieser Welt? Kultur haben Sie keine, keiner mag Sie oder interessiert sich ernsthaft für Sie und die eigenen Probleme sind im gegenwärtig herrschenden politischen Klima nicht lösbar.
Der ganze Stolz sind ihre Flugzeugtträger und sonstige Spielereien mit denen Sie theoretisch jedes Land in die Steinzeit zurückbomben könnten, zumindest solange das ausgewählte Ziel praktisch nicht ernsthaft zurückschiessen kann. Selbst richtige Kriege sind im Zeitalter, wo die Jungs im Zweifelsfall live auf CNN sterben, nicht wirklich machbar. Und für kleinere Konflikte braucht man Monate oder Jahre um die Bevölkerung drauf einzustimmen.
Geld sparen? Ebenfalls unmöglich. 2012 sowieso nicht, jetzt ist wieder Wahlkampftheater. Keine Chance den Amerikaner im Wahlkampf ihre Zuwendungen zusammenzustreichen, schon gar nicht wenn die wirtschaftliche Entwicklung, bzw. im korrekten Sprachgebrauch die Recovery (LOL), einzig am Konsum hängt. Sie haben hoffentlich keine Anlagen in USD?
Dass Sie in Deutschland bei Demonstrationen bisher noch keine Panzer und schwere Waffen gesehen haben, ist darauf zurückzuführen, dass es in Deutschland bisher nicht das gegeben hat, was es - auch Ihrer Information nach - in Syrien gibt: eine "Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer".
Die Aufregung über die Handlungsweisen - letztes Jahr von Gaddafi, heuer von Assad - auf Seiten der Regime Changer weltweit gegenüber den Aufständischen im eigenen Lande forciert bei mir immer wieder den Impuls, den "Menschenrechtsaktivisten" doch mal den Blick ins Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland zu empfehlen, sozusagen vor der eigenen Tür zu kehren. Dort steht wortwörtlich eine Gebrauchsanweisung für die Bundesregierung, die sich in nichts von der Praxis der ehemaligen libyschen und der noch amtierenden syrischen Regierung unterscheidet, "in nichts", habe ich behauptet (und bitte damit um Widerlegung):
Es heißt dort im Art. 87 a GG: Streitkräfte
"Zur Abwehr einer drohenden Gefahr für den Bestand (...) des Bundes oder eines Landes kann die Bundesregierung (...) Streitkräfte (...) bei der Bekämpfung organisierter und militärisch bewaffneter Aufständischer einsetzen."
Nichts anderes macht die Assad-Regierung, und Sie selbst bestätigen ja auch, dass sie gegen militärisch bewaffnete „Rebellen“ vorgeht.
Bei der Sache "Kugel in den Kopf" eines Demonstranten weilten Sie anscheinend noch nicht unter den politisch interessierten Staatsbürgern, sonst wäre Ihnen der Name Benno Ohnesorg und die Vertuschungsaffären um seine Erschießung gegenwärtig gewesen?!
Ihre Lagebeurteilung halte ich für plausibel, auch Ihre Parteinahme für die Rebellen stört mich nicht und lobenswert finde ich auch, dass Sie sich - im Gegensatz zu anderen - nicht für einen erneuten Bruch des Völkerrechts stark gemacht haben, wie dieser jetzt erneut von Bernard-Henri Lévy gefordert wird:.„Es reicht: Vor einem guten Jahr wurde Libyen mit militärischer Hilfe des Westens vom Despoten Gaddafi befreit. Der Moment ist gekommen, endlich auch den Syrern zu helfen. Genug ist genug.“
Wer in einem Land gegen die Obrigkeit rebelliert, der tut dies in eigener Verantwortung, der muss damit rechnen, dass gegen ihn die Notstandsgesetze zum Tragen kommen, die es auch in Deutschland gibt, woraus folgt, dass er den organisierten und militärisch bewaffneten Aufstand nur dann wagen darf, wenn er eine Mehrheit hinter sich weiß und die Schaffung demokratischerer Verhältnisse auf demokratischen Wegen unmöglich ist.
Dies aber trifft auf Syrien nicht zu.
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Schon erstaunlich: Wenn ein überdimensioniertes Kreuzfahrtschiff durch einen durchgeknallten Kapitän auf Grund läuft, Dutzende Menschen umkommen und Hunderte in Lebensgefahr geraten, sind Entsetzen und Mitgefühl unisono, alle Medien berichten einhellig und massiv.
Wenn aber in Syrien ein durchgeknallter Regent, der einzig die Pfünde für sich und seine Clique retten will, wehrlose Menschen zusammenschießen, foltern und umbringen läßt, dann setzt das große Achselzucken ein und es gibt sogar noch Leute, die die nun reichlich nachgewiesenen Greuel infrage stellen.
Zum Kopfschütteln!
rabenkrähe
Geändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
Was Sie meinen heißt nicht Frieden sondern Grabesruhe.
Allerdings geht der Aufstand gegen das Assad-Regime schon seit einem Jahr und er betrifft eben nicht einzelne Städte, sondern einen großen Teil des Landes und wird von einem erheblichen Anteil der Bevölkerung mitgetragen.
Assads Truppen mögen eine Stadt verwüsten - "Frieden" schaffen Sie damit aber nicht.