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Gewalt im Sudan, Tunesien, Libanon: Wütende Proteste fordern mehrere Menschenleben

APEs war ein Tag des Zorns in vielen muslimischen Ländern: Die Proteste gegen das Anti-Islam-Video aus den USA schlugen wieder in Gewalt um. In Tunesien und dem Sudan wurden US-Botschaften attackiert, in beiden Fällen gab es Tote. Ein Ende der Ausschreitungen ist nicht in Sicht.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...855930,00.html
  1. #1

    Wut und Gegenwut

    Schon erstaunlich, wenn man sich selbst beobachtet, und feststellt dass man zum ersten Mal nach einen halben Jahrhundert so etwas wie nationale Erregung empfindet. Wenn man sieht wie deutsche Flaggen verbrannt werden. Irgendwie tut die mediale Aufbereitung des Ganzen nicht gut. Man sollte wirklich die Lehre draus ziehen dass man sich von diesen leicht erregbaren Leutchen möglichst fern hält. Die USA haben Libyen von Ghadafi befreit und dafür wurde jetzt ihr Botschafter, ein Freund der Araber, ermordet...
    Die USA sollten vor allem die Finger von der muslimischen Welt lassen, von ihrem Öl, und uns nicht ständig in diesen Schlamassel verstricken.
  2. #2

    Wenn ich diese Meldungen lese ...

    fällt es mir zunehmend schwer, zwischen Islam und Islamismus zu unterscheiden. Wo bleibt der Aufschrei der eigentlich ja ach so friedlichen islamischen Mehrheit, die diese Missachtung allen Völkerrechts missbilligt?
  3. #3

    Zu dem Forenbeitrag von

    auch ich interpretiere das Ausbleiben von Gegenprotesten aus den moslemischen Reihen. Schweigen ist auch eine Haltung. Islam und Islamismus unterscheiden sich in sofern, dass die einen zur Tat schreiten und die anderen nicht. Manche vergleichen einfach 1 zu 1 den Islam und das Christentum. Das kann man so nicht. Das wird deutlich, wenn man z.B. Mohamed mit Jesus oder Bhudda vergleicht. Als Atheist kann ich in den Lehren des Christentums und des Bhuddismus noch etwas finden, was mit Menschenrechten und Demokratie vereinbar ist. Im Islam suche ich da vergeblich. Es gibt wenige Moslems, die die Notwendigkeit für eine Reform des Islam bekunden und sich dafür einsetzen. Diese Personen haben einen sehr schweren Stand unter den westlichen Moslems - und in den islamischenLändern sowieso. Ist der Islam überhaupt reformierbar?
  4. #4

    Ihre tauben Ohren

    Zitat von flar1954 Beitrag anzeigen
    fällt es mir zunehmend schwer, zwischen Islam und Islamismus zu unterscheiden. Wo bleibt der Aufschrei der eigentlich ja ach so friedlichen islamischen Mehrheit, die diese Missachtung allen Völkerrechts missbilligt?
    Sowohl in Libyen als auch in Ägypten finden Kundgebungen gegen diesen Unsinn statt. Die sind allerdings nicht so telegen wie steinewerfende Idioten und werden von den Medien daher nur mal am Rande erwähnt, wenn überhaupt.
  5. #5

    Zitat von dokuti Beitrag anzeigen
    auch ich interpretiere das Ausbleiben von Gegenprotesten aus den moslemischen Reihen. Schweigen ist auch eine Haltung.
    Da gibts kein Ausbleiben von Gegenprotesten, da gibts nur ein Ausbleiben von Berichterstattung über die sehr wohl stattfindenen Gegenproteste. Bisher wurden die konkret in Lybien und Ägypten erwähnt, offensichtlich sehr viel zahlreicher, aber halt nicht gewalttätig, daher weniger telegen.
  6. #6

    Zur Abwechslung

    wär es mal schön, mäßigende Stimmen aus den bestreffenden Ländern und von muslimischen Geistlichen dort zu hören. Gibts die nicht, trauen die sich nicht, werden die einfach nicht beachtet oder ist es für die Mehrheit einfach zu praktisch, sowas durchgehen zu lassen?
  7. #7

    Bei aller verständlichen und berechtigten Empörung über die Ausschreitung darf man auf keinen Fall vergessen: 99% der Sudanesen - davon bin ich felsenfest überzeugt -sind von den Gewalttätigkeiten genauso abgestoßen wie es 99% der Amerikaner, Deutschen und selbst der koptischen Ägypter sind angesichts dieses schwachsinnigen Videos, des Verbrennens sakraler Gegenstände, des Urinierens auf Leichen und dieser künstlerisch recht schwachbrüstigen "Karikaturen". Sich dies vor Augen zu halten, ist nicht nur deshalb wichtig, damit wir nicht der "anderen" Seite unrecht tun, sondern vor allem müssen wir uns bewusst sein, dass diese leichte Erregbarkeit zusammen mit der schnellen Nachrichtenverbreitung zusammen mit dem weitverbreitetem Hang zur Verallgemeinerung dazu führt, dass jeder Einzelne die Möglichkeit hat, mit einfachsten Mitteln eine Lawine loszutreten. Jedem ist es möglich, ohne Geld in zwei Stunden am Küchentisch ein Schmähvideo zu produzieren und ins Netz zu stellen. So kann jeder von uns Länder gegeneinander aufhetzen, Religionskriege anzetteln, Kinder zum Bombenlegen animieren, Weltgeschichte machen, ohne sich selbst der geringsten Gefahr auszusetzen.

    Das Einzige, was wir alle dagegen tun können, ist, die Brandstifter unter uns zu isolieren und abzusondern, und den Kontakt zu den 99% auf der anderen Seite zu suchen.
  8. #8

    Gottes Ebenbilder

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es war ein Tag des Zorns in vielen muslimischen Ländern: Die Proteste gegen das Anti-Islam-Video aus den USA schlugen wieder in Gewalt um. In Tunesien und dem Sudan wurden US-Botschaften attackiert, in beiden Fällen gab es Tote. Ein Ende der Ausschreitungen ist nicht in Sicht.

    Weltweite Krawalle nach Anti-Islam-Film fordern Todesopfer - SPIEGEL ONLINE
    Wenn ich mir Gottes Ebenbilder da auf dem einleitenden Foto des Beitrages mal wieder so ansehe sage ich mir: Nein, das kann´s nicht sein - die können´s nicht sein ...

    Übrigens ein fundamentaler Widerspruch gleich auf den ersten Seiten des alten Testaments: " ... ER schuf ihn nach seinem Ebenbild - als Mann und Frau schuf ER sie ..." - Was für ein Ebenbild hat ER (männlich) denn als Mann und Frau ...?

    Aber wen interessiert das schon, wenn es einen so wichtigen Grund gibt, für IHN mal wieder ein paar andere Ebenbilder umzubringen ...
  9. #9

    wie im Mittelalter

    Man muß zunehmend den Eindruck gewinnen, daß sich die muslimische Welt noch weitgehend in einem religiösen Mittelalter befindet. Einem Zeitalter ohne jegliche Aufklärung, Vernunft und Respekt. Die Reaktionen auf dieses Video sind einfach nur primitiv und menschenverachtend. Eine Religion, die von sich selbst behauptet die einzig Wahre zu sein und alle anderen als Ungläubige verachtet müsste doch vor Selbstbewußtsein und innerer Stärke derart in sich ruhen, daß sie solche - der untersten Bedürfnis- und Emotionsebene zuzuordnenden Gewaltexzesse - nicht nötig hat.


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