Gewalt im Fußball: Aktionismus statt Annäherung

dapdDie Gewalt in und um Fußballstadien nimmt zu. Stimmt nicht, sagt Fan-Forscher Gerd Dembowski. Es ist nur häufiger Thema in der Öffentlichkeit. Politiker geraten dadurch unter Druck und diskutieren fragwürdige Maßnahmen. Dabei wäre Dialog der richtige Weg.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...836480,00.html
  1. #1

    Danke...

    Einfach nur lesen und sacken lassen... angenehm, dass es auch Leute gibt, die abseits jeder Aufregung die Dinge analysieren und beim Namen nennen...
    Mal sehen, wie unsere "Fussballfanssindallesmassenmörderundmüssenansitzp lätzegefesseltwerden"- Fraktion dazu Stellung nimmt... wahrscheinlich werden sie es leider nicht lesen.

    P.S. wie wäre es mit einer Abschaffung der Sitzplätze :p
  2. #2

    Danke...

    Einfach nur lesen und sacken lassen... angenehm, dass es auch Leute gibt, die abseits jeder Aufregung die Dinge analysieren und beim Namen nennen...
    Mal sehen, wie unsere "Fussballfanssindallesmassenmörderundmüssenansitzp lätzegefesseltwerden"- Fraktion dazu Stellung nimmt... wahrscheinlich werden sie es leider nicht lesen.

    P.S. wie wäre es mit einer Abschaffung der Sitzplätze :p
    P.P.S. In Hilsborough kamen im übrigen 96 Menschen zu Tode und das war vor allem auf das baufällige Stadion und die Polizeitaktik zurückzuführen...
  3. #3

    Danke

    für diesen Artikel.
  4. #4

    Kleiner Fehler

    Sehr guter Artikel, der wahrscheinlich nicht helfen wird. Da die meisten, die über das Thema diskutieren keine regelmäßigen Stadiongänger sind. Die Anzahl der Opfer der Hillsborough Katastrophe ist aber deutlich höher als die 15, die hier erwähnt werden. Es waren mehr als 90 Tote. Ein Grund damals waren übrigens die hohen Zäune, die heute von einigen Aktionisten gefordert werden.
  5. #5

    Danke

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Gewalt in und um Fußballstadien nimmt zu. Stimmt nicht, sagt Fan-Forscher <i>Gerd Dembowski</i>. Es ist nur häufiger Thema in der Öffentlichkeit. Politiker geraten dadurch unter Druck und diskutieren fragwürdige Maßnahmen. Dabei wäre Dialog der richtige Weg.

    Politiker diskutieren Maßnahmen wegen Gewalt im Fußball - SPIEGEL ONLINE
    für diesen differenzierten Artikel! Unglaublich wohltuend einen solchen Artikel bei Spon zu lesen, die, wie alle anderen Medienvertreter, die Ereignisse während des Düsseldorf Spiels auf unerhörte Weise aufgebauscht haben.
  6. #6

    Hillsborough war Folge einer hoffnungslosen Überfüllung des Stands. Damals gab es auf der Insel keine Stehplatzkarten. Man ging zum Drehkreuz, zahlte Eintritt, und wurde dann reingelassen. Deswegen waren die Stadien dort immer brechend voll. Man braucht sich ja nur die Aufzeichnungen alter Spiele anzuschauen. Sobald irgendwo Druck entstand, folgte in diesem Bereich eine Wellenbewegung.

    Und wer glaubt, dass Sitzplatzstadien niemals an gute Stimmung rankommen (auch auf der Insel), der sollte mal nach Glasgow, Swansea, Norwichetc fahren. Oder Premiership. Da gibt`s genügend Highlights, denen die deutschen Stimmungstöter (Ultras) wie eine Karikatur vorkommen.
  7. #7

    Wie man auf

    die Idee kommen kann dieser Artikel wäre differenziert, bleibt mir ein Rätsel. Aber es ist schön zu lesen, das der Autor ein Meister des Klein- und schönredens ist, ich würde seine Kunst gerne mal zu anderen themen unserer Gesellschaft lesen.

    Es mag sein das die Menge an Straftaten in und um das Stadion ein wenig gesunken ist, die Qualität ist jedoch eine völlig neue. Zumal hier mit vorsatz oftmals Gesetzesbruch begangen wird:

    - Fans eines Vereines drängen einen Bus von der Autobahn ab, das hier nur Sachschaden entstanden ist scheint reines glück. Wie würde wohl das Fazit dieses Artiekls und die Kommentare lauten, wenn es dabei einen schweren Unfall mit toten und Verletzten gegeben hätte ?

    - Klasse C Fans eines Vereines lauern einem spieler eines anderen Vereines auf, und geben diesem eine auf die Nuschel,so heftig das er Ärztlich behandelt werden muss.

    - Der Dialog zum Thema Pyrotechnik wird abgebrochen, als Reaktion darauf wird massiv und mit Vorsatz gezündelt. Frei nach dem Motto, "wir lassen uns das nicht verbieten und ihr seid eh machtlos, ätsch!"
    Wer gedacht hat das lassen sich die Gesetzgeber gefallen, muss einen sehr kleinen Tellerrand haben.

    Das der geneigte Autor sich auf den Dialog und Selbstreinigung der Fans verlassen möchte ist löblich, aber völlig weltfremd. Ebenso seine Ansicht das Stehplätze in irgendeiner Form sicher wären. Wer sich mal die Vollgequetschten Kurven anschaut wird schnell feststellen das dort deutlich mehr Menschen drinstehen als dürften, das weiss man natürlich nur wenn man auch mal ein Stadion besucht und nicht nur darüber schreibt. Und Sitzplätze haben den vorteil das man Unruhestifter recht zeitnah auftreiben und sanktionieren kann, die andere alternative wäre jedesmal Ordnungshüter in den block schicken, Kolleteralschaden in kauf zu nehmen und eine Massenpanik zu riskieren. Wobei ist ja kein Risiko, Stehplätze sind ja auch so sicher...seltsam warum wird es dann wohl nicht gemacht ?

    Der sogenannte aktionismus trägt doch bereits die ersten Früchte, Herr Watzke vom BvB sagt doch schon 2Wir wollen die Stehplätze behalten, aber keine Gewalt und keine Pyrotechnik mehr, auch nicht von den ultras, sonst haben wir keine Basis mehr".
    Die Fans ahben es jetzt selbst in der Hand, sie wissen was auf dem spiel steht. JETZT kann eine Selbstreinigung beginnen, weil wohl niemand diese Konsequenzen tragen möchte.

    Was die Ultras angeht sind die weder ein Bild der Zukunft noch irgendwie wichtig. Sie nehmen sich als sehr wichtig selber wahr, und als absolute Stimmungsmacher ohne die nix geht. Fakt ist aber, das die Lieder die oftmals gesungen werden, völlig unabhängig vom spielverlauf erfolgen, das gleiche gilt für die achso tollen Pyroshows, die werden nicht aus der Emotion heraus gemacht sondern geplant, egal wies spiel läuft. Da geht es nicht um den Verein, oder Fussball sondern nur um Selbstinzenierung wessen Gruppe die "coolere" ist. Wie das enden kann sieht man in Italien.

    Bislang kann ich der diskussion nichts negatives abgewinnen, benehmen sich die Fans nun wird alles wieder gut, tun sie es nicht udn die neue Saison startet wie die alte aufgehört hat, wird es wohl Konsequenzen geben und nicht nur bei Überlegungen bleiben.
    Eines sollten sich die Fans jedoch abschreiben, das sie meinen am längeren Hebel zu sitzen. Das tun sie nicht.
  8. #8

    @Bee1976
    hmmm... ich frage mich was die ersten geschilderten Fälle mit der Stehplatzdiskussion zu tun haben?
    Und wer viel im stadion unterwegs ist, der wird diese saison festgestellt haben, dass zwar nach dem Abbruch der Verhandlungen mehr Pyrotechnik abgebrannt wurde, dieses aber deutlich koordiniertes und m.M.n. sicherer passiert ist, als dies in der Vergangenheit der Fall war. Ausnahmen wie Köln-Bayern oder Düsseldorf-Hertha bestätigen die Regel... da konnte man dann tatsächlich mal von Randale reden.
    Über Ultras kann man tatsächlich geteilter Meinung sein, ich brauche sie genausowenig wie Pyrotechnik im Stadion, aber dennoch geht ihre Verdammung doch weit am Ziel vorbei...
  9. #9

    Thema verfehlt

    Leider verfehlt der Artikel das Thema voellig. Mit der Begründung, dass die Gewalt in den Stadien eher selten auftritt und das einige Katastrophen durch Überfüllung zustand kamen wird für die Integration der Ultra's geworben. Man soll aufeinander zugehen. Das ist Unsinn. Die Ultra's sollten aufgrund Gesichtserkennung aus allen Sportveranstaltungen ausgeschlossen werden. Es gibt einfach keine Daseinsberechtigung für "extrem Fans". Und auch keine Notwendigkeit zum Dialog mit extrem Fans oder Ultras. Der Artikel lenkt davon ab indem er auf die tatsächlich unsinnigen Vorschläge hinweist.