dapdDie Gewalt in und um Fußballstadien nimmt zu. Stimmt nicht, sagt Fan-Forscher Gerd Dembowski. Es ist nur häufiger Thema in der Öffentlichkeit. Politiker geraten dadurch unter Druck und diskutieren fragwürdige Maßnahmen. Dabei wäre Dialog der richtige Weg.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...836480,00.html
Nun ja... auf der einen Seite beschweren Sie sich über sinnlose Vergleiche und dann vergleichen Sie Gewalt beim Fussball mit dem Attentat in Erfurt? Respekt!
Ich denke die wenigsten hier befürworten bengalische Feuer im Block. Dennoch geht es hier um die Verhältnismäßigkeit. Denn für mich stellt das Abbrennen von Bengalos KEINE Gewalt dar, es sieht nur martialisch aus (unsachgemäßer Gebrauch wie in Köln oder Düsseldorf mal ausgenommen). Ich bin auch dagegen, allerdings vor allem weil ich durch den Rauch die Sicht genommen bekomme und zweitens weil ich den Kram nicht einatmen will.
Ich denke schon, dass die Teile sicher abgebrannt werden können. (Im Unterschied zu einer heranstürmenden Polizei die sich dynamisch durch den Block bewegt ist das Abbrennen der Teile ein statischer Vorgang. Wenn die Umstehenden davon informiert sind, dann können sie einen Sicherheitsabstand einhalten) Darum ging es ja auch bei der Diskussion zwischen Pro Pyro und dem DFB. Dass man diese unnötigerweise komplett und ohne wirkliche Begründung abgebrochen hat war m.M.n. einfach dumm. Es war vorrauszusehen, dass sich die Pyrobefürworter ob des abgegebenen Versprechens etwas einfallen lassen werden... Wer weiß ob das nicht gewollt ist.
Aber letztendlich geht es hier um GEWALT im Stadion. Und da sehe ich nach wie vor keine neuen Erkenntnisse die zu dieser Dramatisierung der Diskussion fühern könnte. Ich war diese Saison bei ca. 25 Spielen und ausser beim Derby Frankfurt-Lautern gab es da keinerlei Vorfälle von denen ich berichten könnte.
Die Verletztenzahlen wären m.M.n. auch deutlich niedriger wenn die Polizei ihre Einsatztaktik mal verändern würde. Alleine bei den Vorfällen in Frankfurt-KSC, Frankfurt- Lautern und Hannover-Bayern (?) sind ca. 150 Menschen durch Pfefferspray verletzt worden. Das sind mehr als in der Geschichte der Bundesliga durch Pyrotechnik!
Wie im Artikel bereits geschrieben, neue Verschärfungen werden nichts bringen. Eher das Gegenteil des Gewollten. Nur ein langfristiger Dialog bringt etwas, aber der ist eben nicht Medientauglich...
@Robert_Rostock: Ich habe nirgends geschrieben, dass ich das ZEug befürworte...
Falsch ! Ich habe nicht mir den Vorfällen in Erfurt verglichen, ich habe nur gesagt das die Reaktionen die gleichen sind, Verharmlosung, Schön reden, der schöne Satz:"Es sind ja nur wenige" (irgendwie sind es immer und überall immer nur wenige) und irgendwelche Argumente finden um sein jeweiliges Tun zu rechtfertigen.