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Gewalt gegen Rettungskräfte: Angepöbelt, angespuckt, attackiert

picture alliance / dpaSie sind gekommen, um zu helfen. Und brauchen mitunter selbst Hilfe. Wie häufig Rettungskräfte Tritte oder Schläge kassieren, zeigt eine Studie: Jeder Vierte wurde schon Opfer von Gewalt. Die Täter sind meist betrunkene Männer - beileibe nicht nur in sozialen Brennpunkten.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...828393,00.html
  1. #30

    Wie tief muss man eigentlich sinken...

    ... um Menschen, die nichts als helfen wollen (und das oft auch noch ehrenamtlich!) auch noch anzupöbeln und zu behindern (z. B. durch Gaffen!)

    Da hilft wirklich nur noch Fremdschämen...
  2. #31

    Undank ist der Welt Lohn

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind gekommen, um zu helfen. Und brauchen mitunter selbst Hilfe. Wie häufig Rettungskräfte Tritte oder Schläge kassieren, zeigt eine Studie: Jeder Vierte wurde schon Opfer von Gewalt. Die Täter sind meist betrunkene Männer - beileibe nicht nur in sozialen Brennpunkten.
    Nicht nur Rettungskräfte,
    auch Klinikpersonal kann nicht besser klagen!
    Angehörige randalierten auf der Intensivstation | DerWesten

    Da stellt sich die Frage von ganz allein,
    darf man solche Zustände tolerieren?!
    Wenn nicht,
    warum unternimmt der Staat nichts,
    um derartiges im Vorfeld zu verhindern?
    Oder müsste es davor Opfer geben?!
  3. #32

    Rettungskräfte verdienen Dank und Respekt und keine Beleidigungen oder Angriffe. Wer das nicht begreift, der ist nicht mehr zu retten.
  4. #33

    Müdnige Bürger

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Rettungskräfte Tritte oder Schläge kassieren, zeigt eine Studie: Jeder Vierte wurde schon Opfer von Gewalt. Die Täter sind meist betrunkene Männer - beileibe nicht nur in sozialen Brennpunkten.
    Tja, das sind die mündigen Bürger. Wir haben eben Demokratie, das ist das so.
  5. #34

    Muss man dafür Verständnis aufbringen

    Zitat von jos4711 Beitrag anzeigen
    Nein, das sicherlich nicht.
    Aber die Zahl der Fahrzeuge ist eben begrenzt.
    Hier im Landkreis (mitteldicht besiedelt, 120000 Einwohner, man braucht bis zu 45 Minuten, den Kreis einmal zu durchfahren) gab es zu meiner Dienstzeit 3 Rettungswagen (1x Kreisstadt, 2 Außenwachen) + Notarzteinsatzfahrzeug + Hubschrauber (nur tags und bei Sicht). Die Nachtschicht reduziert auf 2 Rettungswagen, nur in den Außenwachen.

    Theoretisch konnte man damit jeden Einsatzort in unter 10 Minuten bei gutem Wetter erreichen. Wenn denn der Wagen in der Wache stand. Nur - in der 8-Stunden Frühschicht hatte man locker 5-8 Einsätze pro Fahrzeug, da hatte man teilweise kaum Zeit, Ausrüstung aufzufüllen und zu tanken. Und man kann ja nur einen Einsatz zur Zeit fahren. D.h. es muss dann ggfs. ein Wagen aus einer Außenwache kommen. Oder, wenn's blöd läuft, aus einer Nachbarstadt. Fahrzeiten von 30 Minuten sind da locker möglich. Im Winter schnell das Doppelte.

    Jeder kann sich ausmalen, wie das in Regionen aussieht, die dünner besiedelt sind.

    Aber getrödelt hat niemand. Egal was war, es wurde sofort losgefahren. Ggfs. ist dafür auch ein komplettes Mittagessen im Müll gelandet. Trotzdem: Immer mit Bedacht. Chef hat immer gedroht, dass er jeden Rennfahrer, der sich und andere in Gefahr bringt, feuert.
    Muss ich jetzt dafür Verständnis aufbringen, dass neben mir ein Hilfsbedürftiger stirbt, weil der Herr Landrat die Rettungswagen zusammen gestrichen hat und alle Einsatzkräfte bei immer größer werden Landkreisen auf einen Punkt konzentriert. Das gilt nicht für die Rettungswagen, das gilt auch für die verschwundenen Polizeiwachen (Viele sehe die Polizei nur noch, wenn sie gerade Weglagerei betreibt), das gilt für die nicht vorhandenen Berufsfeuerwehren, denn viele Rettungen werden durch Freiwillige Feuerwehr gefahren. Wenn jemand um sein Leben kämpft sind selbst 10 Minuten verdammt lang und wenn es 45 Minuten werden, dann gleicht es einen Albtraum. Nicht jedem ist der Hilfsbedürftige gleichgültig. Ich habe kein Verständnis für Rettungskräfte, die sich als Vollzugsbeamten missbrauchen lassen. Wenn der Patient einsichtig ist, dann gut aber sonst ist das Aufgabe der Polizei. Ich habe Verständnis dafür, das man sich wehrt, wenn er die Freiheit rauben will. Verlange von keinen Retter, dass er sich verhält als wenn er unter Gefechtsbedinungen um jeden Preis einen Verwundeten retten muss. Weil keine Retter muss unter Einsatz seiner Gesundheit und Leben eine Rettung durchführen, sondern dann sollte er entsprechende Hilfe anfordern. Noch ist Deutschland kein Kriegsgebiet.
  6. #35

    Ein Artikel den man leider nur bestätigen kann. Ich bin selber im Rettungsdienst der Stadt Wuppertal angestellt. Übergriffe auf meine Kollegen oder mich selber gehören zur Tagesordnung. Letzte Woche wurde noch ein Kollege von mir von einem "Patienten" attackiert und verletzt. Ich persönlich hatte auch schon das Vergnügen in den Lauf einer Schusswaffe zu gucken, eine sehr unschöne Erfahrung, auf die ich gerne verzichtet hätte und das Gewaltpotential steigt weiter an, daher sind auch wir dabei Schutzwesten für die Retter anzuschaffen.
  7. #36

    Falsch

    Zitat von Herr jeh Beitrag anzeigen
    ...
    Dennoch : Als "Retter" hat man meist durchaus die Möglichkeit eine Situation so oder so zu gestalten. Die meisten Eskalationen sind -mMn- vermeidbar.
    Leider ist dem nicht immer so. Oft kommen sie in eine Situation, in der es gar keine Alternativen gibt.

    Allerdings haben Sie natürlich auch teilweise Recht...manche Kollegen haben öfters "problematische" Einsätze, als andere.


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