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Gewalt gegen Rettungskräfte: Angepöbelt, angespuckt, attackiert

picture alliance / dpaSie sind gekommen, um zu helfen. Und brauchen mitunter selbst Hilfe. Wie häufig Rettungskräfte Tritte oder Schläge kassieren, zeigt eine Studie: Jeder Vierte wurde schon Opfer von Gewalt. Die Täter sind meist betrunkene Männer - beileibe nicht nur in sozialen Brennpunkten.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...828393,00.html
  1. #10

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind gekommen, um zu helfen. Und brauchen mitunter selbst Hilfe. Wie häufig Rettungskräfte Tritte oder Schläge kassieren, zeigt eine Studie: Jeder Vierte wurde schon Opfer von Gewalt. Die Täter sind meist betrunkene Männer - beileibe nicht nur in sozialen Brennpunkten.

    Gewalt gegen Rettungskräfte: Angepöbelt, angespuckt, attackiert - SPIEGEL ONLINE
    Leider habe ich mich auch schon über Rettungskräfte aufgeregt!
    2 Rettungswagen standen so bescheiden auf der Strasse das nichts mehr ging und der Einsatz war wohl zuende den die 4 Rettungsleute standen daneben und waren am Reden bzw Rauchen.Und der Bürgersteig bzw die Seitenstrasse ca 10 Meter weit entfernt boten genügend Platz fürs Parken.

    Aufgrund der blockierten Strasse standen in jede Richtung 4 Strassenbahnen .....
    Vermutlich wird dieser Beitrag auch wieder Zensiert , wäre ja nicht das erstmal
  2. #11

    Trainingsprogramme zur Deeskalation und zu "körperschonenden Abwehrtechniken" sollen die oft hilflosen Helfer unterstützen
    Körperschonend? Was soll denn der Scheiß? Ich kann es nicht mehr hören - weshalb ist das Wohl des Täters hier wichtig? Es gibt ein Opfer, dem in der Situation bedingungslos geholfen werden muss, und wenn es Leute gibt, die den herbeigeeilten Helfer in dieser Situation bedrohen und gewalttätig angehen, dann müssen diese Leute BEDINGUNGSLOS kampfunfähig gemacht werden. Das ist die einzige Sprache, die diese Leute verstehen.

    Stattet die Helfer mit Waffen aus, ganz einfach. Das verstehen dann auch die Gewalttäter.
  3. #12

    Aus eigenen Erfahrungen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind gekommen, um zu helfen. Und brauchen mitunter selbst Hilfe. Wie häufig Rettungskräfte Tritte oder Schläge kassieren, zeigt eine Studie: Jeder Vierte wurde schon Opfer von Gewalt. Die Täter sind meist betrunkene Männer - beileibe nicht nur in sozialen Brennpunkten.

    Gewalt gegen Rettungskräfte: Angepöbelt, angespuckt, attackiert - SPIEGEL ONLINE
    als Rettungsassistent bei der Berliner Berufsfeuerwehr kann ich ich das geschilderte absolut bestätigen.
    Das Problem ist dabei auch, dass man von Seiten der Feuerwehrführung absolut keinen Rückhalt hatte.
    Wurde ein pöbelnder oder Beleidigungen ausspuckender "Patient" mal angezeigt oder auf Grund seiner Bagatell Verletzung vor Ort belassen, gab es regelmäßig "Beschwerden" von Seiten des Patienten. In 99% dieser Fälle wurde pauschal eine Entschuldigung der zuständigen Direktion an den "Beschwerdefüher" verschickt und der belastete Beamte wurde mit Stellungnahmen und Verweisen drangsaliert.
    So funktioniert Feuerwehr und Rettungsdienst nicht, wenn man engagierte und motiviertes Personal haben möchte.
  4. #13

    Leider

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    Das sind zwei höchst unterschiedliche Personenkreise. Rettungskräfte und Vollstreckungsbeamte in einen Topf zu werfen ist genauso wenig nachvollziehbar wie körperliche Angriffe auf Rettungskräfte, denn diese setzen doch nicht gewaltsam ihren oder des Staates Willen durch, sondern versuchen Menschen medizinische Hilfe zu leisten.
    ist diese "Kausalität" in den Köpfen vieler "Leistungsnehmer" verbreitet.
    Sobald Du eine "Uniform" trägst, bist Du der Feind dieser Klientel.
    du hast Arbeit, manchmal bist du Beamter, manchmal musst du sagen was der Betroffene machen soll, usw.
    Egal, in jedem Falle erfüllst du irgend ein Feindbild.
    Das hat nichts mit Logig zu tun.
  5. #14

    Genau so

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    Vor vielen Jahrzehnten habe ich mir einmal von einem Feuerwehrmann erzählen lassen, dass es in aussichtslosen Fällen, auch wenn der Tod längst eingetreten ist, wichtig sei, deutlich und für jedermann gut sichtbar Wiederbelebungsmaßnahmen zu veranstalten, um sich als Feherwehrmann oder eben Sanitäter vor Vorwürfen zu schützen, man habe den Tod verschuldet. Damals dürfte es sich eher um strafrechtliche Folgen oder Presse-Echo gehandelt haben, vor denen man sich schützen müsste - dass heute Besoffene wie die Tiere auf Rettungskräfte losgehen finde ich schon erschütternd.
    so ist es.
    Hauptsache die vertretende Organisation nicht "negativ" in den Focus der Öffentlichkeit bringen.
    Da kann man schon mal einen "kleinen" Beschäftigten opfern.
  6. #15

    Ach so,

    Zitat von FStreit Beitrag anzeigen
    Leider habe ich mich auch schon über Rettungskräfte aufgeregt!
    2 Rettungswagen standen so bescheiden auf der Strasse das nichts mehr ging und der Einsatz war wohl zuende den die 4 Rettungsleute standen daneben und waren am Reden bzw Rauchen.Und der Bürgersteig bzw die Seitenstrasse ca 10 Meter weit entfernt boten genügend Platz fürs Parken.

    Aufgrund der blockierten Strasse standen in jede Richtung 4 Strassenbahnen .....
    Vermutlich wird dieser Beitrag auch wieder Zensiert , wäre ja nicht das erstmal
    VERMUTLICH !
    Aber von den tatsächlichen Umständen keinen Schimmer.
  7. #16

    Ich habe auch schon auf Rettungskräft gewartet und je länger man wartet um so unerfreulicher werden die Gedanken. Manchmal hat man den Eindruck, dass gebummelt wird um den Krankenkassen Kosten zu sparen. Dazu kommt noch eine gedankenlose Parkerei von Einsatzfahrzeugen und gewissenlose Raserei von Einsatzfahrzeuge. Habe mal in Berlin erlebt, wie zwei Feuerfahrzeug mit gleichen Ziel von unterschiedlichen Wachen zusammengestossen sind. Stand auch in der Berliner Zeitung. Ansonsten kann ich nur sagen, keine Retter muss sich in Gefahr begeben und ohne Rücksicht auf sein eigenes Leben retten.
  8. #17

    Stimm traurig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind gekommen, um zu helfen. Und brauchen mitunter selbst Hilfe. Wie häufig Rettungskräfte Tritte oder Schläge kassieren, zeigt eine Studie: Jeder Vierte wurde schon Opfer von Gewalt. Die Täter sind meist betrunkene Männer - beileibe nicht nur in sozialen Brennpunkten.

    Gewalt gegen Rettungskräfte: Angepöbelt, angespuckt, attackiert - SPIEGEL ONLINE
    Erfreulich, dass SPON dieses so überaus wichtige Thema aufgegriffen hat. Dieser Beitrag spiegelt unsere egoistische Gesellschaft hervorragend. Ich erlebe fast täglich viele Situationen außerhalb des Einsatzes von Rettungskräften, die sehr traurig stimmen. Wie kann eine Gesellschaft so verrohen, sich derart extrem egoistisch gebärden und Rücksichtslosigkeit im XXL-Format demonstrieren? Wer Gewalt gegen Rettungskräfte anwendet, sollte sich einmal selbst analysieren und dann Konsequenzen ziehen.
  9. #18

    Drogen

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Netter Beitrag. Mich freut es immer, wenn Leute ihre eigenen Erfahrungen präsentieren. Eine Frage hätte ich noch. Sie sprechen pauschal von "Drogen" und deren negativen Einfluss auf den möglichen Patienten. Von welcher Art Droge sprechen wir hier? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass reine Cannabis-Konsumenten (Mischkonsumenten lassen wir mal außen vor) derartig agressiv werden. Oder wie sieht ihre Erfahrung aus?
    Nein, ich spreche sicherlich nicht von Kiffern. Die sind i.d.R. so gefährlich wie Gänseblümchen. :)
    Ich meine irgendwelche synthetischen Drogen in unbekannten Mischungsverhältnissen oder auch in Verbindung mit H und natürlich auch gerne mit ein bißchen Alkohol.
    Manche Patienten werden damit zu den reinsten Kampfmaschinen und entwickeln enorme Kräfte. Dazu: Keine Beherrschung, keine Angst, kein Schmerzempfinden.
    Ich erinnere mich konkret an einen Einsatz, bei dem wir mit 3 Rettungssan./ass., einem Notarzt und 4 Polizisten vor Ort waren und arge Schwierigkeiten hatten, den Pat. unter Kontrolle zu kriegen. Als Arme und Beine gefesselt waren, hat er mit dem Kopf die Scheibe vom Polizeiwagen zerschlagen und in der nächsten halben Stunde ordentlich Blut verloren, ohne dass er viel ruhiger geworden wäre.
    Dagegen ist eine Schützenfest-Schlägerei ein Sonntagsausflug...
  10. #19

    Vollstreckungsbeamte

    Zitat von Hamberliner Beitrag anzeigen
    Das sind zwei höchst unterschiedliche Personenkreise. Rettungskräfte und Vollstreckungsbeamte in einen Topf zu werfen ist genauso wenig nachvollziehbar wie körperliche Angriffe auf Rettungskräfte, denn diese setzen doch nicht gewaltsam ihren oder des Staates Willen durch, sondern versuchen Menschen medizinische Hilfe zu leisten.
    Das ist nicht ganz richtig.
    Zwangseinweisungen werden auch vom Rettungsdienst bzw. Feuerwehr durchgeführt.
    Wenn man den Patienten dann den Wisch vom Amtsgericht unter die Nase hält, sind die ihren Helfern nicht immer so dankbar, wie man sich das wünschen würde.








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