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Gewalt gegen Polizisten: Angepöbelt, angespuckt oder attackiert

DPAIm Polizeidienst angepöbelt, angespuckt oder sogar attackiert: Die Zahl der Angriffe auf Uniformierte ist in vielen Bundesländern deutlich angestiegen. Die Innenminister beklagen mangelnden Respekt vor den Beamten.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...848783,00.html
  1. #30

    Pro Polizei in Deutschland!

    Wir leben in einem Rechtsstaat. Das heist, wenn ich mit der Handlung eines Beamten der Polizei nicht einverstanden bin, sprich dessen oder deren Rechtsauffassung nicht teile, kann ich das entsprechende Gericht anrufen und darüber Rechtssicherheit erwirken.
    Jede andere Form ist schlicht und ergreifen falsch und durch keine vermeintlichen ethischen oder moralischen Gründen zu rechtfertigen.

    Jeder der Gewalt gegen Beamte ausübt, deren Anweisungen vor Ort nicht Folge leistet oder sich widersetzt hat in meinen Augen nichts anderes verdient, als mit unmittelbarem Zwang dazu gebracht zu werden. Und das heist im Fall von gewalttätigen Jugendlichen oder Steine werfenden Demonstranten eben Schlagstock, Reizgas und Wasserwerfer. Und das ist auch RICHTIG.

    Im Rahmen der Verhältnismäßigkeit wird z.B. jede Maßnahme im Bereich von Demos rechtzeitig vorher angekündigt. Gehen die Demonstranten nicht weg, obwohl die Polizei dies fordert und leisten sogar Widerstand, selber Schuld, wenns ne Platzwunde gibt.

    Individuelles Fehlverhalten kommt bei der Polizei natürlich auch vor und dies ist entsprechend zu ahnden. Insoweit wäre hier eine Kennzeichnungspflicht dem Beamten im Sinne einer Seriennummer sinnvoll, um eine strafrechtliche Verfolgung zu gewährleisten, die Identität des Polizisten aber zu schützen.
    Mich regt es auf wenn Menschen aus welchem Lager auch immer aus unterschiedlicher Motivation auf die Polizei schimpfen, obwohl die Menschen in Uniform zur Ihren Job machen...
  2. #31

    was immer man dazu

    sagen kann ist zwangsläufig ambivalent. Sicherlich trägt dazu bei, dass die Gesetze in Deutschland - auch von der Judikative - nur wenig rigide in Bezug auf Straftäter angewandt werden, insbesondere bei Straftätern mit Migrationshintergrund. Deeskalation wird als Schwäche ausgelegt. Kaum dass ein Straftäter dingfest gemacht wurde, kreuzt auch schon ein Rechtsanwalt auf, welcher dafür sorgt, dass alles in Übereinstimmung mit dem Recht zugeht. In zivilen Streitigkeiten - insbesondere wenn es um die Rechte deutscher Staatsbürger geht, sind sie wesentlich zurückhaltender, es sei denn man ist ein " Promi " Das Interesse gilt mehr den Tätern als den Opfern und dies schon seit Jahrzehnten. Dieser Trend ist ungebremst und behindert vernünftige Polizeiarbeit.
  3. #32

    Zitat von guru1363 Beitrag anzeigen
    i(...) als Selbständiger komme ich oft sehr spät nachts oder in den frühen Morgenstunden heim. Da werde ich seit etwa 4 Jahren regelmäßig von einer Streife angehalten (ca. 8 mal). Einmal hatte ich die Schnauze gestrichen voll als ich innerhalb 20 Minuten zwei mal kontrolliert wurde und fragte einen der Beamten ob man nach Mitternacht automatisch verdächtig ist wenn man sich auf der Straße aufhält. Die Antwort war lapidar: "Tja, das ist schon eine ungeschickte Zeit." Ich frage mich, ob wir uns zu einem Polizeistaat entwickeln (...)
    Wenn Sie sich nachts nicht auf die Straße trauen können, weil Sie überfallen werden, dann ist es Ihnen auch wieder nicht recht.
  4. #33

    Betrafungsorientierte Gesellschaft!

    Sie haben hier durchaus recht. Aber was man nicht vergessen sollte, dass die Polizei sich selbst Freifahrtscheine für agressives Verhalten ausstellt. Oft wird auf Menschen eingeschlagen ohne Notwendigkeit. (Panorama und Frontal hatten einige Berichte darüber veröffentlict).Wenn zu Unrecht auf Menschen eingeschlagen wurde, dann gibt es automatisch eine Anzeige "Widerstand gegen Polizeivollzugsbeamte". Diese Vorgehensweise führt nicht dazu, dass die Polizei eine Vertrauensbasis in der Gesellschaft schafft. Ich frage mich allerdings des öfteren, ob dies von einigen überhaupt erwünscht ist! Ich wäre hier sehr vorsichtig mit der Annahme, dass es sich bei diesen Anzeigen "Widerstand gegen Vollzugsbeamte" um tatsächlich begründete Ereignisse handelt oder ob man nicht mit dieser Vorgehensweise ein noch brutaleres Vorgehen der Polizei wünscht/rechtfertigen möchte was definitiv für mich nicht akzeptabel wäre.
    ...meinem Demokratieverständnis entspricht dies definitiv nicht.
  5. #34

    Polizist ist...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Polizeidienst angepöbelt, angespuckt oder sogar attackiert: Die Zahl der Angriffe auf Uniformierte ist in vielen Bundesländern deutlich angestiegen. Die Innenminister beklagen mangelnden Respekt vor den Beamten.

    Gewalt gegen Polizisten: Zahl der Angriffe hat 2011 zugenommen - SPIEGEL ONLINE
    ...sicher kein leichter Job. Wenn man sich anschaut mit welchen Gesoxe sich die Beamten herumschlagen müssen...aber leider übertragen sie Ihre Verhaltensweisen gegenüber diesen Leuten auf den normal-Bürger...deshalb hat die Polizei beim Bürger einen immer schlechteren Ruf.
    Natrülich kein Grund für Gewalt gegen Polizei...aber was soll die Unterscheidung Polizei-Normalbürger...es gibt auch immer mehr Gewalt gegen den normalen Bürger...warum soll es da beim Polizeibeamten der sich mit genau diesen Gewalttätern befassen muss, anders sein?
    Leider wird immer wieder versucht zwischen Bürger und Polizist zu unterscheiden (vor allem von den Innenministern)...das widerspricht dem Gleichheitsgrundsatz...Gewalt gegen Polizisten ist genauso verwerflich wie gegen die Oma die Ihre Handtasche geraubt bekommt...oder will man die alltägliche Gewalt gegen den Normalbürger verharmlosen?
  6. #35

    Ich bin seit mehr als 20 Jahren im Streifendienst und habe die Erfahrung gemacht, dass man durch Freundlichkeit und Transparenz der Maßnahmen in den allermeisten Fällen Zwang und damit verbunden körperliche Gewalt vermeiden kann. Jedoch nützen auch freundliches Auftreten und ausführliche Erläuterungen nichts, wenn man auf ein stark alkoholisiertes und/oder drogenbeeinflusstes "Gegenüber" trifft. Leider gibt es nicht nur Leute, die nach zuviel Alkohol oder sonstigen Suchtmitteln leicht debil grinsend in der Ecke sitzen und sich ruhig verhalten. Das Gros der Straftaten, bei denen es zur Konfrontation zwischen Täter und Polizei kommt, wurde unter Alkoholeinfluss begangen. Meinem Erachten nach deutlich mehr, als durch Extremisten (sei es religiös, politisch oder Fußball-"Fan").
    Für mich ist es dabei erstaunlich, wie oft es zu Jekill & Hyde-Verwandlungen kommt. Hochaggressive und Worten nicht zugängliche Randalierer, die eine Nacht in unserem Gewahrsam verbringen mussten, waren nach Ausnüchterung im Regelfall umgängliche Personen. Ein Verbot von übermäßigem Alkohol- und Drogenkonsum wäre eine Lösung, die in der Realität jedoch nicht umsetzbar ist.
  7. #36

    Die Zahlen sind politisch gewollt.....

    Die Zahlen sind politisch gewollt. Polizisten sind angehalten selbst bei kleinsten Blessuren sich verletzt zu melden - und sie tun dies auch, da es schnell ein paar Tage "Dienstunfähigkeit" gibt. In meiner Strafverteidigerpraxis habe ich einen Fall erlebt, in dem ein Polizist mit einem daumennagelgroßen, hellblauen Hämatom am Oberschenkel für 4 Tage dienstunfähig geschrieben wurde. Ein Polizist mit Bruch eines Mittelfingers gilt für die Statistik ohne weiteres als "schwer verletzt".

    Ja, und wenn man auf diese Weise die Gewaltzunahme dramatisiert hat, bekommt man auch die verschärften Gesetze....
  8. #37

    Respekt

    Es stimmt, dass vor allem jüngere Menschen der Polizei viel zu wenig Respekt entgegenbringen. Ich sehe die Polizei nicht als Gegner, sondern als Helfer in der Not. Natürlich wird das jemand mit kriminellen Absichten (und dazu gehört auch Pöbeln und Raufen) anders sehen.

    Als eine der Ursachen (neben mangelhafter Erziehung durch die Eltern) sehe ich ebenfalls die immer geringere Polizeipräsenz. Eine Wache nach der anderen macht dicht, auf dem Dorf gibt es schon lange keine Polizeiwachen mehr. Somit sinkt auch die Frequenz an Polizeistreifen. Wie will sich jemand Respekt verschaffen, der nicht präsent ist? Es sollte dringend wieder mehr Geld in neue Polizeiwachen investiert werden. Dann fühlt sich der Bürger auch wieder sicherer und muss sich nicht selbst bewaffnen.
  9. #38

    Die Sache mit dem Wald

    Ich will keineswegs Straftaten entschuldigen. Aber bei meinen wenigen Zusammentreffen mit der Polizei wurde ich oft unhöflich behandelt. Polizisten benehmen sich oft wie Unteroffiziere bei der Bundeswehr, sie können mit der Macht die Ihnen Ihre Uniform verleiht nicht umgehen und behandeln andere respektlos. Und gerade auf der Strasse ist Respekt eine wichtige Währung.

    Vielleicht wäre das eine Deeskalationstrategie - bestimmter aber respektvoller Umgang - auch mit potentiell Kleinkriminellen.
  10. #39

    Vermutlich

    Zitat von abi68 Beitrag anzeigen
    Mangelnder Respekt vor den Beamten? Nein!
    Umgekehrt wird ein Schuh draus. Die Beamten haben keinen Respekt vor den Bürgern,.
    liegt das daran, dass die liebe Polizei während der Ausbildung "geschult" wird, sich überwiegend durch Einschüchterung angeblichen Respekt zu verschaffen?! Die Lehrpläne sollten da dringend überprüft werden...


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