DPARaue Zeiten für die Vertreter der Deutschen Fußball-Liga: Zahlreiche Profi-Clubs haben das vorgelegte Sicherheitskonzept der DFL abgelehnt, die vorgeschlagenen Maßnahmen seien "unverhältnismäßig und praxisfern". Auch aus der Politik droht Ärger.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...-a-862773.html
Die Randalen werden immer von solchen Leuten angezettelt, die sich bewusst über bestehende Regeln hinwegsetzen. Ich sehe hier keine Möglichkeit, solches Vorgehen wirksam zu unterbinden. Das könnte nur der Staat mit einem Veranstaltungsverbot, wie z.B. bei Demonstrationen, wobei auch hier ein solches nicht immer Randale verhindert. Der Fußball und der Staat werden mit dieser Begleiterscheinung leben müssen, oder die einschlägig bekannten Randalierer vor jedem Spiel in vorübergehenden Gewahrsam bitten müssen.
Was ich an diesem Artikel vermisse, ist eine Darstellung der Gründe, weshalb die Vereine das Papier, meiner Meinung nach vollkommen zu Recht, ablehnen. Der Spiegel hätte ruhig schreiben können, dass sich die DFL anmaßen möchte Menschenwürde von Fans, Datenschutzgesetze und Gewaltenteilung des Staates im Umfeld der Stadien zu untergraben und außer Kraft zu setzen. Sehr zu empfehlen dazu ist die Aufarbeitung des Konzepts duch den Blog "magischerfc(St.Pauli)"
http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=6678,
Durch Union Berlin:
http://www.fc-union-berlin.de/data/misc/downloads/Positionierung des 1. FC Union Berlin e.V._.pdf
Oder durch das Kaiserslauterner Fanzine
"Der Betze brennt"
http://www.magischerfc.de/wordpress/?p=6678
Öffentliche Sicherheit ist nicht verhandelbar, oder? Wie weit ist es eigentlich gekommen, dass Fußball-Clubs ein Sicherheitskonzept des Staates ABLEHNEN dürfen?! Ich weiß, es hat Tradition, mal will gute Beziehungen zwischen Behörden und Fans, und kein Zwang, man will die Clubs und die Ultras nicht provozieren, aber der Staat macht sich inzwischen lächerlich, und die vielen Polizisten tun mir einfach nur Leid, jedes Wocheende den Kopf hinzuhalten, weil die Politik untätig ist. Man sollte die Stehplätze in den Stadien abschaffen und die Preise verdrei- oder vervierfachen, eine andere Sprache wird nicht verstanden.
Als mich mein vater 1974 mit zu bundesligaspielen nahm, standen da 4 polizisten und 2 auf pferden, was ich damals schon als bedrohlich empfand. Heutzutage sehen ganze städte so aus, als herrsche bürgerkrieg. Dieser irrsin muß entweder komplett verboten werden, oder die kosten für die einsätze zumindest voll auf den eintritt umgelegt werden; dann erledigt sich das problem schon von selbst.
soso, dortmund also.
da braucht man sich glaube nicht wundern, was dabei rausgekommen ist, so wie sich verein, polizei und das innenministerium in dieser stadt und in diesem land in den letzten monaten echauffiert haben.
und zu 1974: logisch, da ging ja auch im stadion noch die post ab.
Wie hoch ist eigentlich die Gebühr, die Vater Staat den Sportvereinen berechnet, für die Bewachung der Stadien?
Oder wird das unentgeltlich als Gegenleistung erbracht, für die Steuereinnahmen, die sich aus Bier- und Fanartikelverkauf ergeben? Sollen doch die Vereine bluten... dann werden die Fans auch automatisch friedlicher, weil die Ticketpreise zwangsläufig steigen werden, je mehr Polizeipräsenz nötig ist.
In den 70ern und 80ern gab es regelmäßig solche Sachen wie an diesem Wochenende in Dortmund. Jede Woche. Im Stadion. Familien trauten sich nicht bzw. kaum in die Stadien. Die Hooligan-Szene entstand, viele Fans waren rechtsradikal und lebten sich heute aus.
Nur... Es hat keinen interessiert. Es war keiner Zeitung eine Nachricht wert oder höchstens einen Dreizeiler.
Heute wird der Platzsturm in Düsseldorf, der genau 0 Verletzte verursacht hat, als neue Eskalation der Gewalt bezeichnet. Das DFL-Papier ist ein reines Sanktionspapier, was letztlich alle Leute trifft, somit auch die 99 % friedlichen Personen und dass diese dadurch teilweise radikalisiert werden und sich eher gegen Verband und Staat richten, ist nur die logische Konsequenz. Es kann doch nicht sein, dass ich als normaler friedlebender Fan von Polizisten als Abschaum bezeichnet werde oder automatisch als Mensch 2. Klasse angesehen werde, obwohl ich noch nie irgend einer Fliege was zu Leide getan habe. Und dass dann so Leute wie ich allmählich den Glauben an Gerechtigkeit verlieren, ist nur folgerichtig.
Die DFL ist also der Staat? Hab ich gar nicht mitbekommen... Vielleicht sollten Sie sich das "Konzept" erst einmal durchlesen...