Getötetes Mädchen in Emden: Festgenommener aus U-Haft entlassen

DPADie Suche nach dem Mörder der elfjährigen Lena aus Emden beginnt von Neuem. Der 17-Jährige, der zunächst festgenommen worden war, ist wieder auf freiem Fuß. Aufgrund neuer Ermittlungsergebnisse sei auszuschließen, dass er der Täter ist, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Emden: Mord an Elfjähriger - Festgenommener aus U-Haft entlassen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
  1. #100

    Zitat von cs01 Beitrag anzeigen
    Unwahrscheinlich. Dazu ging das zu schnell. Auch wenn man davon ausgeht, dass die Labore alles stehen und liegen lassen, um erst diesen Fall zu bearbeiten, wäre mit längeren Zeiten zu rechnen.
    Ein Blutgruppentest geht schnell.
  2. #101

    Fakten, Fakten...und an die Leser denken...

    Zitat von Nevis Beitrag anzeigen
    Ich frage mich nur, warum sich der 17-Jährige laut Aussagen der Polizei in Widersprüche verstrickt hat. Er muss doch wissen, was er am Samstag Nachmittag getan hat.
    Erstens wissen wir überhaupt nicht, welche Aussagen er gemacht hat und welche Widersprüche, zweitens: wenn sie von so einer Tat lesen und alle Welt sucht den Täter und dann werden sie als Unschuldiger verhaftet und man wirft ihnen diese Tat vor - dann reden sie auch nur wirres Zeug... so ein Erlebnis schockt einfach zu sehr, zu Mal diese Verhöre auch nicht gerade harmlos sind.

    Ich kann daher Widersprüche schon verstehen, man sollte ihnen auch nicht so viel Beachtung schenken, Fakten sind da eindeutig besser geeignet.
  3. #102

    Schuldiger

    Zitat von Netcube Beitrag anzeigen
    Es gibt leider sehr viele Beispiele dafür, dass es unter dem Druck lang andauernder Verhöre nicht nur zu Widersprüchen, sondern auch zu falschen Geständnissen kommt. Und zwar ohne Folter. So jemand wird ja nicht 30 Minuten nett befragt, sondern über viele Stunden unter Druck gesetzt... Einerseits sinnvoll wenn da ein Schuldiger sitzt. Aber nicht so selten eine Katastrophe für Unschuldige.
    Tja, das Problem eben ist, dass man nicht weiß, ob jemand schuldig ist. Deswegen darf eben Folter auch nie erlaubt sein.
  4. #103

    Wissen ist Macht, nichts wissen macht nix!

    So, da werden Sie dann hoffentlich schnell wieder in ihren Löchern verschwinden, die, die noch bis heute auf den "sozialen" Plattformen nach kurzen Prozessen für den "Verdächtigen" geschrien haben.
    Daß in Verhören oft Ergebnisse zu Stande kommen, die nicht der Wahrheit entsprechen, ist eine Binsenwahrheit, man denke an den unsäglichen Justitzskandal aus Niederbayern, wo angeblich der Mann erschlagen und an die Hunde verfüttert wurde.
    Wir wissen rein gar nichts über den 17 jährigen und noch weniger darüber, wie er sich unter der Belastung eines wirklich schrecklichen Tatverdachts mit den entsprechend feinfühligen Vernehmungen gefühlt und verhalten haben mag.
    Deshalb gilt mal wieder der bekannt Satz von Dieter Nuhr: "Wenn man keine Ahnung hat: Einfach mal die Fresse halten!"
  5. #104

    Aha

    Zitat von abi68 Beitrag anzeigen
    ... Bedrohung, Prügel, Ankündigung von Folter scheinen ja inzwischen anerkannte Arbeitsmethoden unserer Strafvervolgungsbehörden zu sein, wenn es gilt dem Mob und den Medien schnell einen Täter zu präsentieren.
    Aus welchem Märchenbuch stammt das denn? Wenn Sie schon der Polizei unterstellen, sie würde ihre Arbeit nicht richtig machen, dann bedienen Sie sich nicht selbst derartiger Spekulationen.

    Zitat von abi68 Beitrag anzeigen
    Gut dass der junge Berufsschüler diesem Druck standhielt und sich kein falsches Geständnis wie im Fall Rupp abpressen liess. Es hätte ihm lebenslänglich plus Sicherheitsverwahrung gebracht.
    Bevor man rumbabbelt, sollte man sich vielleicht ein wenig mit dem deutschen Jugendstrafrecht auseinandersetzen.
  6. #105

    Das ist Quatsch!

    Zitat von abi68 Beitrag anzeigen
    Der falschen "Zeugin" möchte ich noch sagen: Der grösste Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant!
    So ein Blödsinn! Gerade in solchen Fällen sucht die Polizei immer händeringend nach ZEUGEN und ist für jeden brauchbaren HINWEIS aus der Bevölkerung dankbar!

    Ich bin sicher, dass die Zeugin wirklich nur helfen wollte und glaubte, den Täter wiedererkannt zu haben. So ähnlich wie im Fall Natascha Kampusch, wo die eine Zeugin bis dato immer noch behauptet, dass es einen zweiten Entführer gab!

    Wenn man sich selber als Zeugen sieht und der Polizei nur helfen will, ist das zuerst einmal vorbildlich und hat rein gar nichts mit denunzieren zu tun! Wenn man sich dann bei seinen Aussagen irrt, ist man den Ermittlern zwar keine große Hilfe mehr - aber man ist immer noch KEIN Denunziant!
  7. #106

    Zitat von jupiter999 Beitrag anzeigen
    Wer unschuldig ist , der ist immer gut beraten bei der Wahrheit zu bleiben und sich nicht in Versuchung führen zu lassen seiner Unschuld etwas "nachzuhelfen".

    Das kann böse ins Auge gehen wenn es auffliegt und man ist danach doppelt so verdächtig wie vorher und hat auch alle Möglichkeiten auf mögliche Schadensersatzforderungen gegenüber der Polizei verspielt.
    Ehrlich sitzt am längsten. Ob schuldig oder nicht.
    Und kein Alibi, aufgeregt, 17, Polizei und dann der extreme Tatvorwurf.
    Da würd cih aber auch eineiges beschönigen.
  8. #107

    Zitat von earl grey Beitrag anzeigen
    Erstens wissen wir überhaupt nicht, welche Aussagen er gemacht hat und welche Widersprüche, zweitens: wenn sie von so einer Tat lesen und alle Welt sucht den Täter und dann werden sie als Unschuldiger verhaftet und man wirft ihnen diese Tat vor - dann reden sie auch nur wirres Zeug... so ein Erlebnis schockt einfach zu sehr, zu Mal diese Verhöre auch nicht gerade harmlos sind.
    Im Umgang mit der Polizei hilft nur eine eiserne Regel: Keine Angaben zur Sache! Keine! Überhaupt keine!
    Sonst wird nur versucht, einem aus angeblichen "Widersprüchen" einen Strick zu drehen. Die Vernehmung ist ja gerade darauf aus, solche Widersprüche zu provozieren.
    Immer daran denken: Die Beweislast liegt beim Staat. Wenn der keine Beweise hat, muss er einen gehen lassen.
  9. #108

    .

    Zitat von Nevis Beitrag anzeigen
    Wenn man bei der Wahrheit bleibt, kann man sich gar nicht in Widersprüche verstricken. Der Junge hat wohl irgendwas gemacht, was nicht an die Öffentlichkeit soll und darum hat er wohl eine Räubergeschichte erzählt und sich dabei in Widersprüche verstrickt.
    Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen ein Verhör zu diesem Tatverdacht bei der Polizei unter freundlicher Mitwirkung der Medien im zarten Alter von 17 Jahren.

    Abends gegen 2230 würden Sie nicht einmal mehr wissen, wie Ihre Mutter heißt.
  10. #109

    Gestanden

    Zitat von gröpelinger Beitrag anzeigen
    doch wer sorgt jetzt dafür, dass der 17jährige seine mit Sicherheit traumatischen erlebnisse bei der Polizei verarbeiten kann? Wenn er keine professionelle Unterstützung bekommt, sit er mit Sicheheit das nächste (soziale) Opfer!
    Und: entschuldigen sich Polizei und Staatsanwaltschaft zumindest? Und was ist mit dem Mob vor Ort? Ist der Junge davor sicher?
    Traurige Zeiten...
    Wäre er ein schwacher Charakter, und hätte "gestanden", wären die Ermittlungen schon gestern eingestellt worden.
    Die "richtigen Antworten" aud die "richtigen Fragen" hätten ihm diese "famosen Beamten" sicher auch noch eingebläut.
    Ich hoffe, dass alle, die sich gestern an diesem von der Wild angestacheltem Lynchmop beteiligten, sich heute selbst weghängen, oder zumindest einmal kurz in sich gehen.
    Welcher 17 Jährige würde sich nach stundenlangem Polizeiverhör nicht in Widersprüche verwickeln.
    Und auch den Eltern des ermordeten Mädchens ist weder mit den dubiosen "Ermittlungen" noch mit der volkommen merk und recherchefreien Berichterstattung geholfen worden.