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Getöteter US-Teenager: Erst schießen, dann fragen

AFPDer Fall des erschossenen schwarzen US-Teenagers Trayvon Martin, 17, wird immer mehr zum Politikum. Tausende fordern die Festnahme des Todesschützen, Aktivisten rufen Präsident Obama zum Handeln auf. Die wahre Schuld aber liegt bei Amerikas "Notwehr-Gesetzen".

http://www.spiegel.de/panorama/justi...823219,00.html
  1. #30

    Zitat von ex_Kamikaze Beitrag anzeigen
    ...existiert dieses Gesetz in der Florida-Form.
    Der Schuß unter gefühlter Angst/Notwehr in den eigenen vier Wänden ist u.A. in New York und California erlaubt, in den Südstaaten und im mittleren Westen existiert dieses Einschränkung nicht.

    Im Prinzip ist die Florida-Version die Abschaffung des Rechtsstaates und des Staates überhaupt. Denn das Gewaltmonopol geht so zurück an die Allgemeinheit und die Erlaubnis dafür kann der Bürger sich selbst bei "gefühlter Notwehr" erteilen. Und einer Selbst- und Lynchjustiz wird so Tür und Tor geöffnet.
    Alles sehr bedenklich und weit außerhalb jeglichen europäischen Rechtsverständnisses.
    Sie sagen also, Deutschland ist kein Rechtsstaat und der Lynchjustiz ist Tür und Tor geöffnet? Das deutsche Recht ist sehr bedenklich und weit außerhalb jeglichen europäischen Rechtsverständnisses?

    Polizist erschossen: BGH spricht Hells Angel frei - Gesellschaft - FAZ
    Putativnotwehr
    PS Das "Gewaltmonopol" ist eine Illusion. Das merken Sie spätestens dann, wenn ein Einbrecher in Ihrem Schlafzimmer steht und Sie die Polizei rufen. Aber vielleicht schaffen Sie es ja auch, dem Einbrecher in den 20-30 Minuten, bis die Polizei eintrifft, das Gewaltmonopol zu erklären.
  2. #31

    Zitat von spontifex Beitrag anzeigen
    Na in Deutschland gerät gegenüber dem Bürger / der Bürgerin ja sogar der übermächtige Staat ziemlich schnell in eine "Notwehrsituation" / "Nothilfesituation"*, von Amts wegen im Amt sozusagen:
    Tod im Jobcenter: "Bevor ich etwas sagen konnte, hat sie geschossen" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Nachdem ein Polizist mit dem Messer verletzt wurde, darf man ja wohl von Notwehr sprechen...
  3. #32

    _

    Zitat von Halodri73 Beitrag anzeigen
    Die Deutschen Gerichte urteilen allerdings eher kritisch bei "Nothilfe", wenn der Helfende sich bei der Wahl der Mittel vergreift.
    Was eigentlich ein Unding ist, wo das Gesetz eigentlich ausdrücklich einröäumt das der sich wehrende sich eben nicht noch extra Gedanken über Verhältnismäßigkeit machen muss. Aber im Täterschutzrechtssystem wird das einfach ignoriert
  4. #33

    Zitat von paxamericana Beitrag anzeigen
    Sie sagen also, Deutschland ist kein Rechtsstaat und der Lynchjustiz ist Tür und Tor geöffnet? Das deutsche Recht ist sehr bedenklich und weit außerhalb jeglichen europäischen Rechtsverständnisses?

    Polizist erschossen: BGH spricht Hells Angel frei - Gesellschaft - FAZ
    Putativnotwehr
    PS Das "Gewaltmonopol" ist eine Illusion. Das merken Sie spätestens dann, wenn ein Einbrecher in Ihrem Schlafzimmer steht und Sie die Polizei rufen. Aber vielleicht schaffen Sie es ja auch, dem Einbrecher in den 20-30 Minuten, bis die Polizei eintrifft, das Gewaltmonopol zu erklären.
    Das deutsche Urteil bezieht sich auf ein frühmorgendliches, unangekündigtes und gewaltsames Eindringen in eine Wohnung, bei der ein nicht direkt sichtbarer Polizist erschossen wurde. Die Florida-Gesetzgebung, wonach offenbar auf offener Straße jeder erschossen werden darf, der nach subjektivem Empfinden unheimlich aussieht, ist etwas völlig anderes.
  5. #34

    -

    Zitat von buddy111 Beitrag anzeigen
    "Tausende fordern die Festnahme des Todesschützen......" - zig Millionen eben nicht!
    Die Mentalität in den USA ist eben anders. Jeder der in fremdes Eigentum eindringt, oder jemanden bedroht, muß damit rechnen erschossen zu werden. Jeder weiß das.
    Das ist gelebter Opferschutz.
    Diese Aussage ist Falsch! Wenn sie ihr Eigentum verteidigen haben sie das mildeste Mittel anzuwenden. Ist der Einbrecher wie die meisten unbewaffnet und sie strecken ihn nieder obwohl er sie nicht angreift wird es als Todschlag gewertet. Zu recht.

    Entscheidet der Angreifer sich zur Flucht und sie verpassen ihm Rücklings eine ist es vieleicht sogar Mord.

    Das Einzige was sie dürfen ist einen Angriff der unmittelbar im Gange ist abwehren. Kommt der Einbrecker als mit einem Messer auf sie zugerannt, dann dürfen sie losballern.

    P.S. Der Angriff auf ihr Eigentum ist in dem Moment beendet in dem der Täter entweder aufgibt oder ohne Beute die Flucht ergreift.
  6. #35

    Zitat von akeley Beitrag anzeigen
    Das deutsche Urteil bezieht sich auf ein frühmorgendliches, unangekündigtes und gewaltsames Eindringen in eine Wohnung, bei der ein nicht direkt sichtbarer Polizist erschossen wurde. Die Florida-Gesetzgebung, wonach offenbar auf offener Straße jeder erschossen werden darf, der nach subjektivem Empfinden unheimlich aussieht, ist etwas völlig anderes.
    Nö, Sie haben die straffreie Putativnotwehr in einigen US Staaten praktisch als Gipfel der Barbarei deklariert. Ich habe Sie darauf hingewiesen, dass Putativnotwehr auch in Deutschland straffrei ist.

    Jetzt versuchen Sie mit Spitzfindigkeiten Begriffe umzudeuten.

    WAS ein Gericht als Putativnotwehr anerkennt ist hier nicht die Frage. Auch in Deutschland gilt: wenn ich davon überzeugt bin, einem rechtswidrigen Angriff ausgesetzt zu sein, darf ich mich wehren und gehe straffrei aus. Auch mit einer Waffe, wenn ich eine habe. Auch wenn sich hinterher herausstellt, dass nie eine Bedrohung vorhanden war.
  7. #36

    Diese Zig Millionen gehen aber auch nicht für das Gegenteil auf die Straße

    Zitat von buddy111 Beitrag anzeigen
    "Tausende fordern die Festnahme des Todesschützen......" - zig Millionen eben nicht!
    Die Mentalität in den USA ist eben anders. Jeder der in fremdes Eigentum eindringt, oder jemanden bedroht, muß damit rechnen erschossen zu werden. Jeder weiß das.
    Das ist gelebter Opferschutz.
    Denen ist es schlicht wurscht - oder sie haben keine Zeit.

    Übrigens: wurde der Jugenliche nicht auf der Straße erschossen?
    Seit wann gehört denn Zimmerman die Straße?

    Es mag ja sein, dass die Menatlität in den USA anders iost als in Europa oder speziell hier nun Deutschland.
    Sie scheint in Hinsicht auf tödlichen Schußwaffengebrauch aber auch anders zu sein als im Nachbarland Kanada, wo pro Kopf wohl mehr Schußwaffen legal zugelassen sind als in den USA
    Todesrate pro 100.000 Einwohner (Stand vor ca. zehn Jahren)
    USA - 11.127 Tote pro Jahr (3.601/100.000)
    Deutschland – 381 Tote pro Jahr (0.466/100.000)
    Frankreich – 255 Tote pro Jahr (0.389/100.000)
    Kanada – 165 Tote pro Jahr (0.484/100.000)
    Großbritannien – 68 Tote pro Jahr (0.109/100.000)
    Australien – 65 Tote pro Jahr (0.292/100.000)
    Japan – 39 Tote pro Jahr (0.030/100.000)

    also im Grunde europäische Verhältnisse.
    Fragen Sie sich bei solchen Zahlen nicht auch, ob da was falsch ist im Staate?
  8. #37

    xxx

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Fall des erschossenen schwarzen US-Teenagers Trayvon Martin, 17, wird immer mehr zum Politikum. Tausende fordern die Festnahme des Todesschützen, Aktivisten rufen Präsident Obama zum Handeln auf. Die wahre Schuld aber liegt bei Amerikas "Notwehr-Gesetzen".

    Getöteter US-Teenager: Erst schießen, dann fragen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    Gott sei Dank das ist im gelobten Land, in Deutschland, anderes geregelt.

    "20-Cent-Mord": Onur K. kommt mit Bewährungsstrafe davon | Nachrichten*- Hamburger Morgenpost

    Prozessauftakt - Tod in Tram - Angeklagter spricht von Notwehr - Berlin - Berliner Morgenpost - Berlin
  9. #38

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Colorado und anderswo heißt das fragliche Gesetz auch "Make My Day Law" - nach einem berühmten Zitat Clint Eastwoods aus dem Film "Dirty Harry kommt zurück" (1983). "Go ahead, make my day" (in etwa: "Na los, mach mich glücklich") sagt sein Held Harry Callahan da - bevor er einem Dieb in den Kopf schießt.
    Ich bin wohl im falschen Film. Ich lass mich gerne korrigieren aber so wie ich mich erinnere sagt er das bevor der bewaffnete Räuber und Geiselnehmer aufgibt und sich verhaften lässt.
  10. #39

    .

    Zitat von spontifex Beitrag anzeigen
    Na in Deutschland gerät gegenüber dem Bürger / der Bürgerin ja sogar der übermächtige Staat ziemlich schnell in eine "Notwehrsituation" / "Nothilfesituation"*, von Amts wegen im Amt sozusagen:
    Tod im Jobcenter: "Bevor ich etwas sagen konnte, hat sie geschossen" - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Panorama
    * s.a. Eisenberg oder all die erschossenen RentnerInnen, die die Polizei immer wieder mit Besenstielen bedrohen.
    Sie können doch mit ihren Witze Bildchen nicht diesen US Fall mit den Sachen da oben zusammen bringen.

    Wenn Polizisten im Einsatz schießen, ist das ja wohl was anderes als wenn schießwütige Privatpersonen in den USA ungestraft Leute abballern.
    So tragisch manche Einzelfälle wie Eisenberg sind, (waren sie dabei um wirklich alles beurteilen zu können?)
    man muss auch Verständnis für Polizisten haben, die wenn einer mit einer Messer auf sie zugeht, schießen.
    Und auch Beamte sind nur Menschen und machen Fehler.
    Die wahren Helden, die dann auch noch den perfekten Film-Schuß in denn Oberschenkel + Arme etc. setzen, sitzen ja dann sicher hier im Forum.
    Zumal hier in D. solche Fälle absolute Ausnahmen sind.


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