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Getöteter US-Teenager: Erst schießen, dann fragen

AFPDer Fall des erschossenen schwarzen US-Teenagers Trayvon Martin, 17, wird immer mehr zum Politikum. Tausende fordern die Festnahme des Todesschützen, Aktivisten rufen Präsident Obama zum Handeln auf. Die wahre Schuld aber liegt bei Amerikas "Notwehr-Gesetzen".

http://www.spiegel.de/panorama/justi...823219,00.html
  1. #120

    aaa

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    ... in ostdeutschland es national befreite zonen gibt und auslaender regelmaessig totgeschlagen werden und die NSU unbehelligt rummordet... so lange sollten es die deutschen locker nehmen wenn sie versuchen die USA als rassistisch zu bezeichnen....
    Nö, das muss ich nicht locker nehmen. Einfach weil ich mich über die rechten und rassistischen Tendenzen in unserem Land empöre. Sie auch?

    Ich empöre mich allerdings auch über Rassismus in und rechte Tendenzen in anderen Ländern und das lasse ich mir mir Sicherheit nicht von Ihnen verbieten.
  2. #121

    Zitat von AuchNurEinNick Beitrag anzeigen
    Was spielt das hier für eine Rolle?
    Es geht hier auch um die "Notwehr-Gesetze". Siehe Artikel.

    Zitat von AuchNurEinNick Beitrag anzeigen
    Ich weiss nicht wie es bei Ihnen aussieht aber ich habe nicht vor von irgendwelchen Waffennarren die in ihrer Freizeit Polizei spielen müssen einfach so abgeknallt zu werden nur weil irgendwann vielleicht mal irgendeine Statistik stimmen könnte (wobei auch dieser prinzipielle Zusammenhang erst noch zu beweisen wäre).
    Vielleicht sehen Sie das anders wenn Sie überfallen werden.
  3. #122

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Seit 2006 sinkt die Gewaltkriminalität in Orlando.(Orlando Violent Crime Index

    Orlando Crime Statistics : Florida ( FL ) - CityRating.com

    Ob das was miteinander zu tun hat?
    Klar, wenn Morde wie dieser nicht in die Statistik für Gewaltverbrechen aufgenommen werden, weil sie ja nicht geahndet werden, dann kommt das schon hin.

    Und wenn jemand die Verfolgung eines ihm vermeintlich Verdächtigen aufnimmt, der unbewaffnet ist, und ihn dann einfach abknallt, ist das das aus meiner Sicht Mord, mindestens Totschlag.
  4. #123

    Zitat von Gebetsmühle Beitrag anzeigen
    das wirklich schlimme ist doch, nach den gleichen gesetzen hätter trayvon den mörder erschießen dürfen. und dann wäre er heute in der todeszelle, weil er schwarz ist.

    ein land, das lynchjustiz erlaubt, wenn keine zeugen da sind, hat sich längst aus den reihen der zivilisation verabschiedet. selbst die wandalen und die hunnen hatten bessere gesetze.
    Was bedeutet für Sie in Ihrem Beitrag "selbst"?

    Objektiv betrachtet waren Vandalen und Hunnen nicht was unsere Vorfahren propagieren wollten. Die Eindringlinge waren eigentlich gar nicht sooooooo schlimm angesichts der damaligen Definition von Siegermoral.

    Wer (im ehemals west- und oströmischen Reich) solcher Propanda ausgesetzt war, wusste es nicht besser. Verzeihung für die Korrektur, wir sind mittlerweilen weiter.

    Die Vandalen (Antike) und die Hunnen (Mittelalter) waren der römisch beherrschten Gesellschaft in West- und Zentraleuropa zivilisatorisch in vielen Dingen überlegen und die immer noch verbliebenen Vorurteile sind lächerlich, da die römischen und (deutschrömischen) Propagandisten auch sang- und klanglos verschwunden sind.

    Mir geht es einfach gegen den berühmten "Strich" Vandalen und Hunnen bis heute als Inbegriff des Bösen zu nennen. Da fielen mir aktuell ganz andere ein. Oder würde Ihnen gefallen, daß Deutsche in 2.000 Jahren noch ein Synonym für gewalttätige Irre in verschiedenen westlichen Nationen sind?

    Übrigens, seit den Weltkriegen werden bis heute Deutsche sehr gern als "Huns" im britischen Königreich bezeichnet. Gefällt das?

    P.S: bin kein Freiherr, habe trotzdem auf Quellenverweise verzichtet. Dieses Thema sollte eigentlich zur Grundbildung eines jeden Europäers gehören.

    Ist ja wichtiger verflossene us-amerikanische Präsidenten und RTL-Supermodels zu kennen gelle?
  5. #124

    Wenn

    Zitat von texas_star Beitrag anzeigen
    ich kann sie da bei der grossen mehrheit der bundesstaaten beruhigen. das florida gesetz in seiner jetzigen auslegung ist ein absoluter einzelfall. die "stand your ground" regelung trifft in den meisten bundesstaaten naemlich nur fuer ihre eigenen 4 waende zu (!). d.h. sie sind nicht gezwungen sich durch das haus von einem einbrecher jagen zu lassen und erst wenn sie in die ecke gedraengt sind duerfen sie schiessen. da macht die "stand your ground" regelung sinn. wird uebrigens auch ganz aehnlich in D angewandt. punitive notwehr siehe den hells angels der einen polizisten durch die wohnungstuer erschossen hat.

    in kalifornien bekommen sie a) nur sehr, sehr schwer eine genehmigung eine waffe in der oeffentlichkeit tragen zu duerfen und b) muss es ein "justified shooting" sein (d.h. unmittelbare und konkrete bedrohung des eigenen lebens UND es gibt keine moeglichkeit zu fliehen oder sich zurueckzuziehen). nur wenn beides zutrifft wird der schuetze straffrei rausgehen.

    so siehts auch in den meisten anderen bundesstaaten aus, wobei es wesentlich leichter ist in texas eine concealed permit zu bekommen ($120 fuer den 10 stunden kurs, 8 stunden theorie, 1 stunde schiess pruefung, 1 stunde test ; und dann nochmals $100 um die CHL lizenz zu beantragen welche nach bestandenem background check durchgeht. einmal betrunken autogefahren zu sein reicht uebrigens aus und sie bekommen keine concealed permit....). aber wie gesagt - straftaten von "concealed permit" leuten sind so selten, dass es im promille bereich ist. ich selber habe eine concealed permit, trage die waffe aber lediglich wenn ich in der einsamen natur wandern bin (nationalparks an der grenze zu mexico usw.).
    jeder wie Lucky Luke mit ner Puste spazieren geht, hat sich die Debatte eh schon von selbst erledigt.
  6. #125

    Zitat von mnborken Beitrag anzeigen
    Klar, wenn Morde wie dieser nicht in die Statistik für Gewaltverbrechen aufgenommen werden, weil sie ja nicht geahndet werden, dann kommt das schon hin.
    Ich glaube nicht das sich bei ca. 3000 Gewaltverbrechen pro Jahr in Orlando der eine Fall auf die Statistik auswirkt.
    Es wird wohl eher so sein, das die Verbrecher sehr viel vorsichtiger geworden sind.

    Zitat von mnborken Beitrag anzeigen
    Und wenn jemand die Verfolgung eines ihm vermeintlich Verdächtigen aufnimmt, der unbewaffnet ist, und ihn dann einfach abknallt, ist das das aus meiner Sicht Mord, mindestens Totschlag.
    Das sehe ich auch so. Wobei das Verfolgen von Verdächtigen nicht verboten ist.
    Allerdings will die Polizei das aus gutem Grund nicht.
  7. #126

    im gegensatz zu ihnen

    Zitat von torquemada Beitrag anzeigen
    jeder wie Lucky Luke mit ner Puste spazieren geht, hat sich die Debatte eh schon von selbst erledigt.
    haben verantwortungsbewusste waffenbesitzer in den usa respekt vor den waffen, befolgen strikt die goldenen sicherheitsregeln zum umgang mit schusswaffen und wuerden niemals (!) ihre waffe verharmlosend oder ironisch "puste" nennen. so etwas tun naemlich nur menschen die noch nie eine waffe besessen haben und dazu auch nicht die reife haetten.
  8. #127

    Die Frage ist ...

    Zitat von Promethium Beitrag anzeigen
    Es geht hier auch um die "Notwehr-Gesetze". Siehe Artikel.

    Vielleicht sehen Sie das anders wenn Sie überfallen werden.

    ... von wem werde ich "überfallen"?

    Von einem 17-Jährigen mit nem Brot und ner tüte Saft "bewaffneten" Blag im Kapuzenpulli ?

    Oder von einem trigger-happy NSU-like Hilfssherrif mit Smith&Wesson der beschließt die Welt mal in Eigenregie seiner persönlichen Definition von "a better place to be" ein Stückchen näher zu bringen ????


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