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Gesundheitsweiser Ferdinand Gerlach: "Ärzte verdienen nur, wenn Menschen krank bleibe

CorbisÄrztestreiks müssten nicht sein, sagt Ferdinand Gerlach. Der Mediziner ist neuer Vorsitzender des Sachverständigenrats im Gesundheitswesen - dem Gremium, das die Bundesregierung berät. Sie sind überzeugt: Das jetzige Gesundheitssystem ist keineswegs das einzig mögliche.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...856818,00.html
  1. #1

    Empathie kann man lernen!

    Immer noch wird im Studium die hörende/sprechende Medizin stiefmütterlich behandelt. Der Druck der Geräte- und Pharmalobby verhindert dies auch. Die skandalöse Unterbezahlung psychosomatischer Leistungen - dazu noch budgetiert - muss aufhören. Ein Weg dahin wäre die Abschaffung der bürokratiezentrierten Kassenärztlichen Vereinigungen, denen jede zeitaufwendige, liebevolle Zuwendung zum Patienten verdächtig erscheint.
  2. #2

    ich muss lachen....

    ...will denn wirklich einer ersthaft glauben, dass die ärzte nicht genügend kranke zur behandlung haben, dass sie zusehen müssen, dass die kranken möglichst krank bleiben, statt gesund zu werden? das ist absurd.
  3. #3

    Info ??

    Zitat von sysop
    Erste derartige Zusammenschlüsse gibt es bereits in Deutschland ...
    Sind die Orte geheim oder dem Autor unbekannt?
    Warum erfährt man nicht, wo es diese Zusammenschlüsse gibt?
    Oder sollte man vorsichtshalber sein Verschwörungsbesteck auspacken ...
  4. #4

    Das erste venünftige Wort seit langem

    Ich gehe ja nur alle 10 Jahre mal zu irgendeinem Arzt, aber schon jetzt graut mir vor dem Alter, wo das dann mal mehr werden könnte und ich ewig unnütz in den Wartezimmern sitzen müßte. Jedesmal, wenn ich ein med. Problem hatte, wurde der Versuch erkennbar, die Abrechnung zu maximieren. Man hat mir unnütze Behandlungen aufgeredet, um Ultraschall- und Reizstromgeräte in Benutzung zu halten, man hat unnütze Röntgenaufnahmen machen lassen, obwohl von vornherein klar war, daß nur die Tomografie das Problem zeigen würde, man hat mich 3x bestellt, wo auch ein Besuch gereicht hätte. Etc. Sowas nervt total, verschwendet Resourcen beim Patienten und beim Gesundheitssystem. Ich denke ja, Ärzte sollten nicht in einem kapitalistischen Modell arbeiten, aber OK, es ist wie es ist. Daher bin ich froh, daß dieser Beitrag dazu anregt, die Motivation des Systems mit dem Gesellschaft abzugleichen. Ziel ist eben Gesundheit, nicht Geld verdienen. Bzw. so sollte es sein :-(.
  5. #5

    noch schlimmer ist die Gattung

    der Bestatter. Man könnte ewig leben, müsste man die nicht ernähren.
  6. #6

    Zitat von petrasha Beitrag anzeigen
    ...will denn wirklich einer ersthaft glauben, dass die ärzte nicht genügend kranke zur behandlung haben, dass sie zusehen müssen, dass die kranken möglichst krank bleiben, statt gesund zu werden? das ist absurd.

    Das liegt doch auf der Hand. Wenn alle gesund wären, müssten unsere Ärzte verhungern :-)
  7. #7

    Ärztenetzwerke und Gemeinschaftspraxen

    Ärztenetzwerke und Gemeinschaftspraxen sind in meiner Gegend (Großstadt, keine ländliche Gegend) schon Alltag, und bewähren sich auch. Eine positive Eigenschaft dieser Zusammenarbeit ist auch, das die Spinner und Blender unter den Ärzten so auf- und rausfallen, und das sind auch nicht wenige.
  8. #8

    "Ärzte verdienen nur...

    wenn Menschen sich einbilden dass sie krank sind". So häufig wie in Deutschland wird nirgends zum Arzt gelaufen.Es könnte auch sein dass viele nicht verknusen wollen die Krankenversicherungs-Beiträge zu zahlen und im aktuellen Monat noch keine Leistung in Anspruch genommen zu haben.
  9. #9

    Ist es leider nicht,

    Zitat von petrasha Beitrag anzeigen
    ...will denn wirklich einer ersthaft glauben, dass die ärzte nicht genügend kranke zur behandlung haben, dass sie zusehen müssen, dass die kranken möglichst krank bleiben, statt gesund zu werden? das ist absurd.
    denn

    ... kommt voraussichtlich noch ein Honorarplus aus einer Anhebung der sogenannten Morbiditätsrate. Die Morbiditätsrate gibt den Krankheitsgrad der Bevölkerung an und entscheidet über die Menge an Leistungen, die die Kassenärzte abrechnen dürfen.
    Weltexpress: Mehrheit im Bundesrat für Frauenquote scheint sicher - Sachsen-Anhalt und das Saarland wollen SPD-Vorstoß unterstützen - Seehofer weiter gegen Quote[tt_news]=42498&tx_ttnews[backPid]=481&cHash=ae744781bf69d3fb3f915c5f029259e9

    das sagt doch alles aus. Als ich das zum ersten Mal gelesen habe, hat es mich auch geschüttelt. Aber bei allem Zynismus, wie ich finde, macht es fast Sinn. Einer "gesunden" Bevölkerung kann man keine Pillen verkaufen, keine unnötigen und überflüssigen Therapien andienen und das Apotheken- sowie Ärztenetz könnte wahrscheinlich sehr viel kleiner sein. Mit geringeren Kosten.

    Hier ist mE die Politik gefragt, ein Gesundheitswesen zu installieren, das auf einer guten Vorsorge und einem Bonuswesen für positive Resultate, sprich Heilung, beruht. Und alle Impulse setzt, die notwendig sind, die Bevölkerung so gesund wie möglich zu erhalten.


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