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Gesundheitssystem: Zahl der Bürger ohne Krankenversicherung sinkt

dapdImmer weniger Menschen in Deutschland sind nicht krankenversichert. Laut Statistischem Bundesamt sank die Zahl der Bürger ohne Anspruch auf Versorgung seit 2007 um 30 Prozent. Besonders häufig unversorgt sind Arbeitslose und Selbständige.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...850965,00.html
  1. #1

    Wie gut, dass

    ich vor Jahren ausgewandert bin in ein suedamerikanisches Land. Mich haette die horrende Versicherungssumme bei Privatversicherung und Selbststaendigkeit auch in die "Nichtversicherung" getrieben. Hier habe ich fuer ca. 100 $ pro Monat bereits zwei Hueftprothesen bekommen. (Versicherungseintritt mit 65 J.) In der sogen. "1 Welt" ist wirklich nicht alles Gold was zu glaenzen scheint....
    Saludos
  2. #2

    Und wieder nur die halbe Wahrheit

    Die Statistik scheint auf den ersten Blick einen kleine Erfolg zu vermelden: die Zahl der Menschen ohne Versicherung hat abgenommen. Und wenn es so wäre, wäre das eine sehr wichtige Nachricht. Denn der Albtraum eines Lebens "ohne" muss schrecklich sein - immer in der Angst dass alles zusammenbricht (finanziell und sozial) wenn man einmal ernsthaft krank wird oder einen Unfall hat. Aber vergessen wird hier in der Statistik dies: ca. 150.000 Menschen in der privaten Krankenversicherung sind ohne richtige Deckung zur Zeit, weil sie mit den Beiträgen mehrere Monate im Rückstand sind. zuerst wird ihre Krankenversicherung auf "Notversorgung" reduziert, dann, wenn sie länger als 6 Monate nicht zahlen können, werden sie in den Basis-Tarif abgeschoben - der das finanzielle Problem in der Regel noch verschlimmert und sie bestenfalls zu Patienten 3.Klasse macht. Und in der gesetzlichen Krankenversicherung sieht es nicht besser aus: 1.3 Milliarden ausstehende Beiträge (PKV sind es "nur" 500 Millionen) - das heißt wir haben hier mindestens nochmal 150.000, vermutlich deutlich mehr Menschen, die nur noch eine absolute Notversorgung haben und außerdem den Zoll zur Beitrageintreibung auf den Hals bekommen. Und das alles wegen einer vollkommen verfehlten Beitragspolitik in DEutschland - und weil günstige Altenativen aus dem europäischen Ausland immer noch totgeschwiegen werden. Sehr traurig das alles - und kein wirklicher Erfolg der Politik seit 2007!!!
  3. #3

    Fehler im System

    Das Krankenversicherungssystem ist viel zu kompliziert. Gesetzlich Versicherten werden medizinisch notwendige Leistungen vorenthalten. Privat Versicherte werden oft auch dann behandelt, wenn die Behandlung gar nicht notwendig oder sogar schädlich ist. Arbeitslose sind nur dann für sie kostenfrei versichert, wenn sie einen Anspruch auf ALG I oder ALG II haben, ansonsten nicht. Beamte bekommen Beihilfe, aber ihre Familienangehörigen nur unter bestimmte Voraussetzungen und bekommen Probleme, wenn die Voraussetzungen wegfallen. Selbständige werden oft mit Beiträgen belastet, die in einem krassen Missverhältnis zu ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit stehen. Warum schaffen wir nicht endlich ein 100% steuerfinanziertes Gesundheitssystem mit gleichen Behandlungen für Alle? In anderen Ländern gibt es das auch und es funktioniert.
  4. #4

    Politisch gewollt!

    Zitat von ichbins1234 Beitrag anzeigen
    ...
    Selbständige werden oft mit Beiträgen belastet, die in einem krassen Missverhältnis zu ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit stehen. Warum schaffen wir nicht endlich ein 100% steuerfinanziertes Gesundheitssystem mit gleichen Behandlungen für Alle? In anderen Ländern gibt es das auch und es funktioniert.
    So lange die FDP Lobbyarbeit leistet, so lange wird das nix. Es ist einfach "politisch gewollt" dass Menschen in Krankheit leben und, weil es so schön ist, auch noch in Armut (H4). Dafür erhöht man einfachmal den Ehrensold der gewesenen Bupräs. (Anmerkung: Wulff? Ehre???). Es gibt hier so viele offene Baustellen, angefangen beim Steuerrecht über die Rente zur Krankenversicherung usw. die einfach mangels Fleiß und Intelligenz der Politiker nicht abgearbeitet werden. Dafür wird sich rührend um die Abschaffung der Glühbirne gekümmert, auch die Rolltreppenkinderwagenverordnung ist für den Fortbestand Europas unverzichtbar. Und verschärfend tritt hinzu: Der Hase ist ein Wiederkäuer, die Erde ist eine Scheibe und Politiker sind ehrlich...
    Es kommt der Tag....
  5. #5

    Sie werden es nicht ändern können!

    Zitat von ichbins1234 Beitrag anzeigen
    ......Warum schaffen wir nicht endlich ein 100% steuerfinanziertes Gesundheitssystem mit gleichen Behandlungen für Alle?
    ......
    Das von Ihnen favorisierte System bietet doch keine Gleichbehandlung.
    Wer Geld hat, wird sich immer und überall die Spitzenversorgung erkaufen können -und lebat somit auch länger.

    Einzige Alternative: Gesetzliches Verbot, eigenes Geld für die eigene Behandlung aufzuwenden. Aber möchte jemand in so einem System (absoluter Wohlfahrtsstaat -besser Wohlfahrtsdiktatur-) wirklich leben?

    Stellen Sie sich vor:
    Ihr Arzt sagt Ihnen: Es gibt eine hochteure Therapie, die könnten Sie sich im Nachbarland leisten, aber ich darf sie Ihnen nicht zuteiol werden lassen, da dieses dem Gleichheitsgrundsatz aller Menschen im deutschen Gesundheitssystem wiederspricht.

    was kommt als nächstes?!
    Einheitsgehalt für alle, Privatvermögen werden "solidarisiert"

    Und zum Schluss:
    Einheitliches Maximalalter für alle, Mit 80 Jahren wird man euthanasiert. Länger Leben wäre "unsolidarisch"


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