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Gesundheitsstudie DEGS: So krank ist Deutschland

DPAEs ist die größte Studie dieser Art seit 1998. Das Robert Koch-Institut hat Tausende Bundesbürger untersucht. Deutschlands wichtigster Gesundheitsreport offenbart: Übergewicht, Diabetes und Depressionen nehmen zu. Gleichzeitig treiben immer mehr Menschen Sport. Das lässt hoffen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...838454,00.html
  1. #100

    Nicht zuletzt...

    Zitat von a.m.g. Beitrag anzeigen
    Es ist nicht nur der HbA1c sondern auch die „Normalwerte“ für Blutdruck und Cholesterin wurden in den letzten Jahren immer weiter abgesenkt, ergo gibt es mehr „kranke“, d. h. behandlungsbedürftige Patienten. Gut für die Pharmawirtschaft, gut für die Ärzte und Apotheker.
    auch gut für die Patienten, denn die leben immer länger und länger und länger. Wenn wir einfach die Grenzwerte wie von 1970 nehmen (Da war es auch noch üblich Wohnbunker mit Asbest auszukleiden), dann hätte wir jetzt wahrscheinlich noch viel ärgere Probleme.

    Nicht immer alles auf die Bösen Lobbyisten schieben....manche wollen einfach auch nur etwas verbessern.
  2. #101

    Genau

    Zitat von munkelt Beitrag anzeigen
    Jup. Gleiches gilt für den Cholesterinwert. Was vor ein paar Jahrzehntennoch völlig normal war, ist heute behandlungsbedürftig. Die Pharmaindustrie freut's.
    aber es freut auch die vielen Patienten, die keinen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben. Es ist schon witzig wie verbohrt der Ottonormalmensch sich an seinen Meinungen festhält.

    Aber hauptsache erstmal auf die Pharmalobby schimpfen und auf Ärtze sowieso, denn das sind die schlimmsten aller Halunken....aber wenn man der Schuh drückt, sich beschweren, dass man in der Ambulanz oder beim Arzt so lange warten muss.
  3. #102

    Zitat von A. Tetzlaff Beitrag anzeigen
    Wer BMI (Body-Mass-Index) als Referenz zieht, darf einfach nicht ernst genommen werden:



    Quelle: Body-Mass-Index
    Das mag zwar so sein, aber bei einem nicht Athleten, der einen BMI von über 30 hat, ist die Aussage des BMI richtig.

    Und der BMI ist nach wie vor eines der besten Kriterien. Im Einzelfall vielleicht nicht, aber wenn jemand 170 cm groß ist und 120 Kg wiegt, keine Sport macht und als keine MUskelberge bestitzt ist das definitiv ungesung.

    Richtig ist dagegen, dass etwas Übergewichtige (BMI 25-30) bei schweren Operationen ein besseres Outcome haben als Menschen mit einem BMI unter 20....aber das ist eine etwas andere Geschichte.
  4. #103

    JAja

    Zitat von Ostwestfale Beitrag anzeigen
    Ohne Angaben wie z.B. über den Körperfettanteil sagt der BMI aber überhaupt nichts darüber aus, wie gesund jemand lebt oder wie sportlich er ist. Geschweige denn, ob jemand Übergewicht hat.
    Es gibt Leistungssportler (Footballspieler, Eishockeyspieler etc.). die sind keine 1,90 groß, wiegen aber 100 Kilo oder sogar etwas mehr.Da kommt dann ein BMI eines vermeintlich übergewichtigen Menschen bei raus, der aber definitiv nicht zu viel wiegt.Muskeln sind nun mal schwer.

    Gab`es nicht kürzlich sogar so einen Fall in Deutschland oder einem Nachbarland, wo ein sehr athletischer Polizist dazu verdonnert wurde abzunehmen?

    Ich hab`gerade leider keinen Link.
    Sie Spezialist. Einem Sportler sehe ich an, dass er nicht Fett ist, da er hauptsächlich ein Muskelberg ist.
    Einem Fettleibigen brauche ich den Körperfettanteil nicht zu messen, Blickdiagnose, wer eine Kugel vor sich herträgt ist sicherlich kein Sportler (ausser im Kugelbaucstossen)
  5. #104

    Tststs

    Zitat von pseudo-emanze Beitrag anzeigen
    lt. Artikel sind 80 % der erwachsenen Männer übergewichtig ...
    mit einem BMI zwischen 25 und x...
    mal abgesehen davon, dass der BMI eine bescheuerte Größe ist im übergewicht zu messen ...
    sooooo viele sind es nicht. Und es müssen auch nicht alle Wahnsinns-Muskelberge mit sich rumschleppen, um auf einen BMI von 25 zu kommen (das sind bei einem 1,75 m großen mann gerade mal 76,5 kg )
    mal abgesehen davon, dass Menschen mit einem leichten Übergewicht auch noch die längste Lebenserwartung haben.
    Was Psychische Erkrankungen angeht. dass man eine so lukrative Erkrankung wie das berühmte Burn-Out-Syndrom inzwischen öfter diagnostiziert muss nicht mit einer Verschlechterung der Gesundheit der Bevölkerung verbunden sein.
    Ein BMI von 25 ist auf völlig normal. Ein BMI zwischen 25-30 gilt als Übergewichtig (ist doch nichts schlimmes an sich), aber einem BMI > 30 wirds langsam schwierig...
  6. #105

    Bitte

    Zitat von Ing. Hans Maulwurf Beitrag anzeigen
    Naja, ich esse jeden Morgen meine zwei Stück Brot, Mittags in der Kantine irgendwas, abends im Regelfall auch nur zwei Stück Brot, dazu i.d.R. Salat (mit Essig und Öl).

    Morgens trink ich nen Kaffee (ohne Zucker), Mittags ne Cola,
    den Rest vom Tag Wasser oder Tee. Zur Arbeit fahr ich eigentlich
    jeden Tag mit dem Rad, hin und zurück zusammen ne Stunde.
    Trotzdem hab ich einen BMI von 26. Irgendwas muss ich da falsch
    machen ...

    Ich weiß glaub ich auch was, ich sitz zehn Stunden am Rechner.
    Daran kann ich aber nix ändern...
    Ein BMI von 26 ist absolut nicht bedenklich. Das ist Normal....keine Sorge, bei Ihnen läuft alles gut. Wenn Sie dennoch unzufrieden sind, einfach mal ALLE Kalorien zählen und dann ausrechnen, häufig ist das schon der Augenöffner. Bürojob, sitzende Tätigkeit, geschätzer Kalorienbedarf am Tag ca 2000 kcal, alles was weit darüber geht ist halt zuviel.
    Ansonsten, wer sich wohlfühlt und einen BMI unter 30 Hat und kein Sportler ist....alles gut.
  7. #106

    Meckern statt vestehen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Es ist die größte Studie dieser Art seit 1998. Das Robert Koch-Institut hat Tausende Bundesbürger untersucht. Deutschlands wichtigster Gesundheitsreport offenbart: Übergewicht, Diabetes und Depressionen nehmen zu. Gleichzeitig treiben immer mehr Menschen Sport. Das lässt hoffen.

    RKI Gesundheitsstudie DEGS: So gesund leben die Deutschen - SPIEGEL ONLINE
    Interessant, dass nahezu alle Beiträge an der Studie rummeckern und sich der Realität verweigern. Wir haben ein echtes Problem: mit unserem Fortschritt entwickelten wir seit ca. 3000 Jahren eine neue, sesshafte Lebensform und laufen nicht mehr, wie die 2 Mio. Jahre vorher, durch die Gegend um Nahrung zu suchen, uns zu schützen etc. Seit 100 Jahren sitzen wir jetzt, schreiben, denken nach, reden. Dafür sind wir nicht ausgestattet und unsere Natur rebelliert dagegen. Wir müssen unseren Körper bewegen, sonst rebelliert er. 2/3 adipöse Männer sind eine Katastrophe - wie kann man diese Rate senken? Wenn uns das nicht gelingt, geben wir einen großen Teil unseres Geldes nur aus, um die Gesundheitsschäden unserer Lebensweise, die unseren Artbedingungen widerspricht, zu finanzieren. Früherer Tod und beeinträchtigende Erkrankungen sind zu verhindern - durch Sport, Bewegung. Da wir die Evolution nicht beeinflussen können, müssen wir unsere Lebensform an unsere natürlichen Bedingungen anpassen. Ein echtes, frühen Tod bringendes Dilemma.
  8. #107

    Einfach

    Zitat von altebanane Beitrag anzeigen
    Und wo ist nun der Zusammenhang zwischen Diabetes und Burn - Out ?
    Der Zusammenhang liegt im Bewegungsmangel. Die "bewegte Zeit" im Alltag lag schon Anfang des Jahrtausends nur noch bei rund einer halben Stunde täglich gegenüber rund 8 Stunden nur zwei Generationen vorher.

    Und es ist nicht, wie gerne behauptet wird, die Arbeit schuld, die Arbeitszeiten sind ständig gesunken in den letzten Jahrzehnten, die Arbeitsbedingungen sind wesentlich besser geworden - wenn man von den offensichtlichen Gesundheitsgefahren ausgeht. Die versteckten Probleme liegen woanders (allein die Erfindung der E-Mail hat im Durchschnitt zu einer Gewichtszunahme von 0,5 kg geführt), die Freizeit hat zugenommen. Und auch da liegt das Problem.

    Ach ja, nicht zu vergessen, wir schlafen im Durchschnitt eine Stunde weniger als unsere Großeltern es getan haben.

    Wo ist die gewonnene Zeit geblieben? Vor dem Computer und dem Fernsehgerät. Derzeit schauen mal wieder alle stundenlang einer kleinen Gruppe beim Rennen zu (komisch, in der kleinen Gruppe ist gar kein Übergewichtiger dabei, obwohl der BMI zum Teil deutlich über 25 liegt, so ist das eben, Muskeln sind schwerer als Fett).

    Alle ab 3 Jahren durchschnittlich 223 Minuten am Tag vor dem Fernsehgerät, und jährlich wird die Verweildauer länger, nach wie vor. Da ist der verzweifelte Versuch, die eigenen Massen auf dünner werdenden Knochen, die von verfetteten Muskeln kaum noch stabilisiert werden, einmal am Wochenende schwitzend durch den Wald zu hetzen, während der MP3-Player den (viel zu schnellen) Rhythmus in die Ohren hämmert, nur eine gute Methode, sich dem Burn-Out schneller zu nähern.

    Unsere Belastbarkeit ist deutlich geringer geworden, und sie nimmt weiter ab, mit jeder zusätzlichen Schonung. Und wenn dann der Diabetes da ist, soll's der Doktor mit Tabletten richten. Für die allseits zunehmenden psychischen Probleme scheinen Tausende von Therapeuten zu fehlen. Wirklich?

    Ich erinnere mich immer noch mit Vergnügen an den Bericht über einen Marathonläufer mit Diabetes 1, dem angeborenen, den auch ganz schlanke Menschen haben können. Während des Marathons muss er mehr als Gesunde auf die rechtzeitige Zufuhr von Nahrung achten. Der Reporter fragte den Arzt des Sportlers, ob denn auch ein Typ2-Diabetiker (der erworbene Diabetes) Marathon laufen könne. Antwort des Arztes:"Im Prinzip schon, aber dann ist er kein Diabetiker mehr."

    P.S. Bevor jetzt der Aufschrei kommt, es könne nicht jeder Marathon laufen: Natürlich nicht, wäre für die meisten Blödsinn. Es geht ja auch viel einfacher, täglich zwischen 6 und 8 km nicht zu gemütlich spazieren ("brisk walk", wie der Engländer sagt), bleiben immer noch über 2 Stunden für's Fernsehen, wenn sich einer die durchs Laufen gehobene Laune dadurch unbedingt wieder verderben lassen will.
  9. #108

    Zitat von SaJaSen Beitrag anzeigen
    Interessant, das mal wieder auf Basis des BMI solche Aussagen getroffen werden, dabei sollte insbesondere das Robert Koch-Institut (RKI) wissen, dass der BMI im Grunde keinerlei Aussagekraft hat. Genauso sollte man nicht vergessen, dass der BMI im Auftrag von US-amerikanischen Lebensversicherern entwickelt wurde, um mit dieser "simplen" Einstufung die Prämien für Lebensversicherungen zu berechnen. Medizinisch betrachtet hat der BMI daher Null Wert.
    Sieht man doch schon im eigenen Umfeld. Wenn ich nicht so trainiert wäre, wäre ich mit meinem Gewicht auch ordentlich übergewichtig.
  10. #109

    Zitat von biggathanyou Beitrag anzeigen
    ...Das ist eine ganz einfach Bilanz: Das was aufgenommen wird, soll auf verbrannt werden können. Wenn ich als Mann jeden Tag 3000 Kcal zu mir nehme und nen Bürojob habe, dann brauch ich schon gar nicht mehr zu argumentieren. Das ist in 95% der Fälle so.
    Und je älter man wird, umso weniger Kalorien verbrauchen Mann und Frau. Das wird oft vergessen. (Ist ja auch gemein.)








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