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Gesundheit: Faul macht dumm
Trägheit schadet auch der geistigen Gesundheit: Wer sich zu wenig bewegt, hat neuen Studien zufolge ein weit höheres Risiko, an Parkinson, Alzheimer oder Depressionen zu erkranken. Umgekehrt erweist sich Sport als die beste Medizin, um Hirnleiden zu behandeln.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,548638,00.html
- #1 25.04.2008 15:28 von Liberté
In einem gesunden Körper...
"Von diesem paradiesischen Zustand ist das Gehirn der meisten Einwohner der Industriestaaten allerdings weit entfernt. Während unsere urtümlichen Verwandten, die Neandertaler, jeden Tag schätzungsweise 40 Kilometer liefen, absolvieren heutige Durchschnittsbürger täglich ungefähr anderthalb Kilometer zu Fuß."
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,548638,00.html
Wahrscheinlich der Hauptgrund, aus dem die Neandertaler (überraschenden Kontakt mit wilden Tieren einmal ausgenommen) durchschnittlich 90 Jahre alt wurden, wohingegen der heutige Durchschnittsbürger mit 35 ins Gras beisst. - #2 25.04.2008 16:03 von
Demnach wären sogenannte Behinderte in arger Gefahr der Verdummung
RollstuhlsportlerInnen vielleicht (!?) ausgenommen.
Aber was ist mit bewegungseingeschränkten Leuten oder RollstuhlfahrerInnen, die aus anderen als Beinlähmungsgründen diese Art der Fortbewegung nutzen? Die z.B. nich locker-flockig mal eben so um den Block joggen können nur aus Spass an der Freud oder aus Trainingserwägungen?
Sind bettlägerige Leute dümmer als andere?
Ist Stephen Hawking dabei zu verblöden?
Oder mal wieder Gesunder-Geist-NUR-im-Gesunden-Körper-Gequatsche und, logisch weitergedacht, im Kern faschistisch? - #3 25.04.2008 16:10 von
Aletrnative Sport
Ich gehe sicher soweit mit, dass Bewegungsmangel die geschilderten Folgen hat.
Warum allerdings immer Sport als DIE Alternative herangezogen hat, erschliesst sich mir nicht. Wenn ich einen schlechten Tag habe, betrachte ich die Antwort als gewollt von Leuten, die weiter protestantischen (Kopf-)Arbeitseifer ausbeuten wollen, aber die Folgen sozialisieren wollen. Denn den Sport bezahlt niemand. Man kann zusaetzlich ja auch dran verdienen, an Klamotten etc., etc.
Dabei geht es nur um koerperlichen Ausgleich und der ist keinesfalls auf Sport beschraenkt. Jeder Selbstversorger hat den - allerdings steht er als Konsument nur noch eingeschraenkt zur Verfuegung.
In gewisser Weise ist Sport in der genannten Form sinnlos - eine rein defensive Massnahme, zu der sich schon aus dem Grund so wenig Leute zwingen koennen, angstgetrieben und durch den ausschliesslichen Reparaturanspruch (statt die Ursachen zu beseitigen) sehr limitiert in seiner Wirkung. Wenn koerperliche Betaetigung allerdings ein direktes Ergebnis haette, dann saehe das schon anders aus. - #4 25.04.2008 16:18 von
Sport ist mord(slangweilig)
Sport ist eine oft doch eher stupide Angelegenheit, deren gesundheitlichen Nutzen man erst verspätet bemerkt. Ich empfehle ja eher unterhaltsamere Dinge wie Wandern, Gärtnern etc. Da sieht man was oder hat das Ergebnis direkt vor Augen. Gesellschaftsverändernd ist das nicht, aber gut für's Individuum.
- #5 25.04.2008 16:23 von
Ich halte das alles für falsch!
Die Pharmaindustrie verdient ja nichts mehr , wenn hier die Wahrheit gesagt wird. Man stelle sich vor, die Leute teiben nun alle Sport anstatt diesen Mist zu fressen, der seit Jahrzehnten über die Ärzte den Leuten verabreicht wurde.
Das führt ins totale Profitdesaster.
Nur weil die Krankenkassen und korrupten Politiker entdeckt haben, dass die Kosten höher werden könnten als die Profite, kann man doch altbewertes Denken nicht eifach ändern.
Besser schnellablebende Alzheimerpatienten.Das entlastet die Rentenkasse und boostet die Profite,kurzzeitig. - #6 25.04.2008 16:23 von Muffin Man
Gesundheit im Fit-for-Fun-Zeitalter
Genau! Wenn medizinische Forschungseinrichtungen schon keine wirklichen Probleme zu lösen helfen, müssen sie sich wenigstens mit solchen Binsenweisheiten ab und zu zu Worte melden.
Und da "Bewegung" ja sicher nicht schaden kann, muß man sie propagieren... (wo immer auch so ein Aufruf, sich ja nicht mehr zu setzen, auch gerade unterzubringen ist) - #7 25.04.2008 16:35 von Muffin Man
Placebo-Effekt
Als die Mehrzahl der Menschen noch in der Landwirtschaft tätig war, galt der Grundsatz, "Müßiggang ist aller Laster Anfang"; auch nur für Minuten unbeschäftigt zu sein, also insoweit Zeit zu haben, über sich selbst und seine Lebenssituation nachzudenken, war schlichtweg verboten...
Heute bedarf es anderer Mittel, die Menschen, die insoweit mehr Zeit für sich selbst haben, davon abzuhalten sich eigenen Gedanken zu widmen. Also packt man sie an ihren Ängsten: Eines fernen Tages nicht mehr den Leistungsanforderungen unserer Gesellschaft zu genügen.
So hat die Sorge um die Gesundheit einen Stellenwert eingenommen, der ironischerweise viele Menschen in endogene Depressionen, psychosomatische Krankheitsbilder oder vergleichbare Leiden führt. Bekanntlich erhöht Dauerlauf die Endorphinausschütting, insofern KANN Sport in einigen Fällen Depressionen vorbeugen - und den Lebenswillen bereits Erkrankter stärken.
So dargestellt wie in diesem Pressetext hingegen ist die Aussage einfach falsch. Zumal ab einem bestimmten Schweregrad einer Erkrankung wie Parkinson läßt sich der körperliche Verfall eben auch durch eine Bewegungstherapie nicht mehr aufhalten.
Der einzige Effekt mag sein, daß der Patient das wohlige Gefühl genießt, ihm werde eine Heilungs-Chance vorgegaukelt. - #8 25.04.2008 19:40 von
faul?
ich mag kaum glauben was ich hier lese...
da wird der sport als Behandlungsmaßnahme oder generellen lebenstipp fast schon diskriminiert.
Wahrscheinlich haben sich die Werten Herren gerade ihren Ledersessel unter Ihrem Hintern zurecht gerückt nachdem der post abgeschickt wurde?!
Ich treibe seit ca 1 1/2 Jahren sehr bewusst Sport und habe damals auch angefangen auf Auswirkungen auf mein geistigen Zustand und die anderen genannten Gebiete zu achten und ich kann das nur bestätigen!
Ich für meinen Teil weiß was es bewirkt und werde jetzt erst einmal meine 1 1/2 Std trainieren.
P.s: Die werten Herren sollten sich doch mal Fragen warum ausgerechnet erfolgreiche Menschen auch körperlich fit sind!
[auch hier gilt: ausnahmen muss es geben um die Regel zu bestätigen] - #9 25.04.2008 20:01 von
Stimmt!!
Ich (54)bin mein ganzes Leben nie sonderlich sportbegeistert gewesen und wiege 120 Kg, seit ca. 6 Jahren bewege ich mich regelmäßig mind. einmal am Tag eine Stunde in der Natur, einfach aus Spass. Die Zeit stehle ich mir immer, dafür lasse ich Arbeit und sonst was für wichtige Dinge sausen. Niemand als man selbst hat die Verantwortung für seine Gesundheit. Trotz meines Gewichtes geht es mir sehr gut, mein Bluthochdruck ist verschwunden, sämtliche Werte die man bei einem Laborcheck so kontrolliert, entsprechen den Idealwert für mein Alter. Wenn ich Depressionen habe, gehe ich in den Wald um etwas zu laufen und flott zu gehen, wie man es als Kind getan hätte. Da brauche ich gar keinen sportlichen Ehrgeiz zu entwickeln und fühle mich trotzdem danach gesund und euphorisch.
Das Ganze hat mir niemand angeraten, ich habe irgendwann gemerkt, dass mir das gut tut. Der Grund waren zunehmende Depressionen bei wachsenden Bewegungsmangel, man atmet weniger und bekommt dadurch weniger Sauerstoff ins Blut und und und ...
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