In den USA entsteht eine Subkultur moderner Steinzeitmenschen. Die Paläo-Fans nehmen sich ein Beispiel an den Urahnen: Sie essen viel Fleisch, baden in Eiswasser und sprinten barfuß.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,676521,00.html
Wenn ihr mich Fragt, ist das ganze Hokuspokus. Dass wir uns a) zu wenig bewegen und b) zu viel und vor allem viel zu fett ernähren, ist nichts besonderes - und genau diese beiden Punkte beachtet dieser "Paleo"-Trupp mehr oder weniger. WAS man dabei isst, ist ziemlich egal.
Ich finde den Ansatz gut, wobei es in der Ernährung bestimmt auch einen Unterschied gibt zwischen Steinzeitmann und -frau.. Während die Männer jagen waren und unterwegs auch mal gar nix aßen, haben die Frauen wohl eher Früchte gesammelt. Und wenn die Männer nach der Jagd erfolgreich waren haben sie ihre Mägen vollgeschlagen und die Frauen haben wohl eher nur die Reste bekommen. Und auch was die sportlichen Aktivitäten betraf, ich denke Frauen sind wohl eher für Ausdauer "geschaffen", weil sie vielleicht viel suchen mussten und nicht direkt auf die Pirsch gegangen sind. Deswegen könnte ja in dem Fall Joggen trotzdem sinnvoll sein.
Stimmt für mich auch nicht ganz, da der Fleischkonsum in der Tat niedrig ist, aber dafür der Fischkonsum sehr hoch.
Außerdem gibt es Untersuchungen über die nördlichen Schwarzfußindianer (über die Schwarzfuß einfach deshalb, weil sie auf Grund ihrer abgeschiedenen Gebiete noch sehr lang traditionell gelebt haben), die zeigen, dass wenn man die gefährliche Zeit der Jugend und des Kriegers überlebt hat eine sehr gute Chance hatte über 100 zu werden. Und die Schwarzfuß haben sehr sehr viel Fleisch gegessen.
Da hast du natürlich recht. Laut Statistik ernährte und ernährt sich die Generation 60+ von 80% aus Vegetarischem, 11% aus Fisch und Meeresfrüchte und 3% aus Fleisch und Eiprodukte. Frag mich bitte jetzt nicht, was mit den letzten 4% ist. :) Die Generation U40 soll sich auf Okinawa aber auch nicht mehr ganz so gesund ernähren.
Keine Ahnung, aber auch in einem Dorf an der Küste Sardiniens wird man sehr alt. Dort isst man mehr Fleisch als auf Okinawa und vor allem auch viele Milchprodukte (bei Paleo absolut Tabu), also auch weit von Paleo entfernt.
Haben sie eine Quellenangabe für diese Studien?
laut Wikipedia sah das Schicksal der Blackfoot folgendermassen aus:
"An den Kriegen gegen die Weißen waren die Blackfoot nicht beteiligt, doch erlitten sie enorme Verluste durch die Pockenepidemien von 1780 bis 1858, die teilweise durch infizierte Decken ausgelöst wurden. Außerdem verkauften weiße Händler den Blackfoot Alkohol in großen Mengen. Zwischen 1868 und 1873 starb rund ein Viertel der Blackfoot an übermäßigem Alkoholkonsum, heißt es. 1874 sorgte die North West Mounted Police in Kanada für ein Ende der Alkoholverkäufe.
Die Zahl der Blackfoot sank von geschätzten 15.000 Menschen im Jahr 1780 bis auf 4.635 im Jahr 1909. Neben Epidemien, Krieg und Alkohol war es vor allem die Vernichtung der Büffel, die ihnen ihre wichtigste Nahrungsgrundlage entzog."
Ist die Studie vor 1780 durchgeführt worden? Wohl kaum.
Danach kamen Pocken, Alkohol und die Ausrottung der Büffel über die Blackfoot, so dass von ihrer ursprünglichen Lebensweise wohl nicht so viel übrig blieb.
Ich bezweifle deshalb die zahlreichen gesunden 100 jährigen Schwarzfüsse.