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Gesperrte Videoclips: Musikriese räumt Geheimvertrag mit YouTube ein

YouTube erlaubt dem Musikgiganten Universal, per direktem Zugriff auf die Video-Website Clips zu sperren. Das stellte sich bei einem Gerichtsverfahren heraus, in das eine der schillerndsten Figuren der New Economy verwickelt ist: Kim Dotcom, früher bekannt als Kim Schmitz.

Gesperrte Videoclips: Musikriese räumt Geheimvertrag mit YouTube ein - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
  1. #50

    Zitat von grgrpsps Beitrag anzeigen

    ...
    Das Thema des Artikels war doch:
    "...Der Konzern Universal Music Group (UMG) sorgte in den USA dafür, dass der "Mega Song" von Googles Videoportal YouTube verschwand. ... ...MegaUpload klagte in den Vereinigten Staaten gegen die Sperrung des Werbeclips, man sei von allen auftretenden Künstlern autorisiert, deren Zitate zu nutzen, heißt es in einer Erklärung. Als Beleg präsentierte die Firma eine Vereinbarung mit dem Rapper Will.i.am. Nun ist das Werbevideo auf einmal wieder online bei YouTube...."
    Das würde also überspitzt bedeuten, dass ein Label/Plattenfirma ein von mir produziertes Video von einer Onlineplattform löschen/sperren/zensieren kann, weil ich einem befreundetten Musiker (oder "...angeblichen Star...") bebeten habe, ein oder zwei Zeilen MEINES geistigen Eigentums zu zitieren (in diesem Video) und dieser zufällig bei diesem Label/Plattenfirma unter Vertrag steht. Also erst richten, dann anklagen.

    Aber nun zu Ihren Thesen:
    Zitat von grgrpsps Beitrag anzeigen
    Ohne Neuproduktionen - die sich Dank dieser Dienste wie Megaupload nicht mehr rechnen - gibt es aber keine Arbeit.
    ...gibt es keine Neuproduktionen mehr, wäre der Kreislauf wieder geschlossen. Kein Angebot - keine Nachfrage.

    Zitat von grgrpsps Beitrag anzeigen
    ...aber mindestens 50% der wirtschaftlichen Ausfälle geht auf die Internetfilesharer zurück.
    ...habe Sie dafür ernsthafte Zahlen, dass "...mindestens 50% der wirtschaftlichen Ausfälle auf die Internetfilesharer..." zurückzuführen sind? Meiner Meinung nach ist ein erheblicher Teil der wirtschaftlichen Ausfälle darauf zurückzuführen, dass die Film- & Musikindustrie nicht mit den Kommunikationemöglichen schrittgehalten hat. Sie habe sich zu lange auf ihren Lorbeeren ausgeruht und haben schlicht den Anschluss verschlafen. Abgesehen davon wäre in diesem Zusammenhang mal interessant zu erfahren, aus welchen Ländern hauptsächlich die Downloads erfolgen.
    Sind es zum Bsp. Länder, in denen Medieninhalte erst monate später oder gar nicht verfügbar sind (wegen staatlichen zensuren)???

    Zitat von grgrpsps Beitrag anzeigen
    Es kann durchaus sein, dass jemand, der direkt mit dem Filmgeschäft nichts zu tun hat, aus Folgewirkung seinen Arbeitsplatz gerade deshalb verliert, weil z.B. die Filmproduktion eine Produktion weniger macht und der örtliche Catering Dienst folglich weniger Umsatz macht als sonst, und der Koch des Cateringdienstes verliert dann seinen Job weil die Firma pleite geht.
    ...hier würde ich eher Missmanagement anführen, wenn der örtliche Cateringdienst von nur einem Abnehmer abhängig ist.
    [Es regen sich doch auch alle auf, wenn Deutschland den Export stärkt aber den eignen Binnenmarkt vernachlässigt => quasi nur ein Standbein besitzt]
    Zitat von grgrpsps Beitrag anzeigen
    Denn Megaupload zahlt wohl keine Steuern in Deutschland! Ich wundere mich, dass der Staat nichts gegen diese Steuerausfälle tut und das Filesharing so ohne weiteres zur Kenntnis nimmt. Denn hier wird klar der Staat geschädigt, und zwar nicht nur direkt sondern über die Steuerausfälle der Filmindustrie auch indirekt und langfristig.
    ...ich denke schon, dass diess Firma auch hier Steuern zahlen würde, wenn die Gesetzeslage solche Firmen nicht verbieten würde [Bsp.: Kino.to] Vllt würden sich auch dadurch neue Arbeitsplätze und Steuereinnahmen eröffnen (wenn ich jetzt mal "ums Eck" denken soll).
  2. #51

    ...

    Zitat von Bildungselite Beitrag anzeigen
    Dataprotect -> Insolvent und liquidiert
    Kimvestor -> liquidiert
    Megacar -> außer Spesen nichts gewesen
    letsbuyit.com -> Insidergeschäfte
    Trendax -> Luftnummer

    Habe ich was vergessen? Und nein, ich bin nicht neidisch.
    Yihat :-)
    wessen Geld auch immer in Megaupload steckt, seins ist es nicht. Er hat wohl einen Dummen mit zuviel Kohle auf dem Konto und zuwenig Hirn im Kopf gefunden. Aber auch das wird er zielstrebig, früher oder später, versenken und dann eine Menge Kohle verbrannt haben.

    Mega-Kims Selbstüberschätzung nimmt fast schon Guttenberg'sche Ausmasse an. Nur das jener sich noch nicht Medienwirksam mit Livestream entleiben wollte :-)
  3. #52

    Zitat von mr.ious Beitrag anzeigen
    (...) Ich hab auch nicht verstanden was er gegen Google zu sagen hatte, daß die sich was zusammenklauen hätte ich gerne etwas ausführlicher beschrieben gehört. (...)
    Es geht um Google Books, nachzulesen hier.
  4. #53

    ...

    Zitat von knnknn Beitrag anzeigen
    dass Kimble ein sehr intelligenter Mann ist mit vielen Ideen, der das beste aus seinen Talenten (und seinem Geld) macht und
    Sein Geld? LOL
    Zitat Wikipedia:
    "Kim Schmitz, auch Kimble oder Kim Dotcom (* 21. Januar 1974 in Kiel), ist ein deutscher Hochstapler[1] in der Zeit der New Economy. Nachdem er sich anfänglich als Hacker ausgab und im Fahrwasser der New Economy zahlreiche Betrügereien beging, wurde er unter anderem wegen Computerbetrugs, Bandenhehlerei und Kapitalanlagebetrugs verurteilt."

    Sein einziges Talent ist, dass er gut Leuten das Geld aus der Tasche ziehen kann und das wars dann auch schon. Die ganzen Ideen dieses "Visionärs" haben in der Pleite geendet. Ich bin gespannt wann er ausversehen Leute um eine größere Summe Geld bringt, die es gewohnt sind, Probleme innerhalb der "Familie" zu lösen. Die werden bei seinem Auftrieb eine Menge Zement für die Schuhe brauchen :-)
  5. #54

    Zitat von kuhno van oyten Beitrag anzeigen
    Es geht um Google Books
    Das ist es auch, was die Angelegenheit etwas schwierig macht.
    "Im Internet" sind die Medien zu einem puren Oberberbegriff geworden den man sonst ja nur für's Fernsehen oder die bundesweite Tageszeitung gebrauchte und nicht dem an sich ja schon gar nicht mehr so feststellbaren Oberberbegriff alles zuordnete, wie z.B. Bücher.

    "Im Internet" ist ebenso als "in den Medien" wie "im Äther" zu verstehen. Damit kann man sicher auch genau so viel anfangen wie bei der Suche nach "Heute in Stadion" wenn man erfährt das sich das Samstags "im Äther" oder "Hörfunk" finden lässt. Nein, wie geschrieben, eigentlich kann man damit noch weniger anfangen.

    Das Internet hat sicher was geändert, daß der professionelle Bootleger nirgends mehr Leute zusammentrommeln muß um ein etwas größeres Publikum zu erreichen. Das war's auch schon.

    Irgendwie habe ich den Verdacht, die Leute die sich da gern drüber auslassen, die leiden unter ernst zu nehmender Amnesie. Nicht bei Büchern, denn öffentliche Lesungen mit Raubkopien haben ja keine Tradition.
    Dafür ganz normale Veranstalltungen, bei denen Musik aufgelegt wurde. Nennt man Heute eher Club als Disco.
    Aber, daß sich da voll echte Platten bei DJs fanden, die der nicht allen verkauft hat, sondern einfach nur so vorgespielt, das gab's wirklich. Und legal !

    Das mit Büchern und deren Kategorien macht es etwas umständlich. Sicher ist das etwas sehr nahe an sowas wie den klassischen Bootlegern, wenn's um aktuelle Belletristik und Bestsellerlisten geht, aber grundsätzlich ist das doch sehr gut.
  6. #55

    Legal nur mit Gema

    Zitat von mr.ious Beitrag anzeigen
    Dafür ganz normale Veranstalltungen, bei denen Musik aufgelegt wurde. Nennt man Heute eher Club als Disco.
    Aber, daß sich da voll echte Platten bei DJs fanden, die der nicht allen verkauft hat, sondern einfach nur so vorgespielt, das gab's wirklich. Und legal !
    Legal war es auch nur dann, wenn der Veranstalter GEMA-Abgaben bezahlt hat. Das war allerdings üblich. Discobetreiber haben (wenn auch nicht begeistert) akzeptiert, dass die Lizenzgebühr zu den notwendigen Betriebsausgaben gehörte.
  7. #56

    Danke für den wichtigen Hinweis

    Zitat von mr.ious Beitrag anzeigen
    Das war mir alles etwas zu "Metaebenengeplausche".
    Nein, ich meinte ganz was anderes im Zusammenhang mit den "Saugern" nämlich das kein Niemand nicht, auch nur im dümmlichsten Alptraum auf die Idee gekommen wäre hiervon the toy dolls - dueling banjos - YouTube 500 000 Scheiben herstellen zu lassen. Jetzt hat das knapp 900 000 Aufrufe und trotzdem meine ich das sich da keine 9 Scheiben davon verkaufen lasen würden.

    Mir geht es mehr um den ganzen geschätzt, geraten und sonstwie gefühlten Unsinn zu Zahlen und Verlusten. Ich meine, was tauschen Leute ? Was sie für Geld nicht haben wollen.
    Sich selbst einen Verlust einzureden, weil andere statistisch zählbare Aufmerksamkeit erhalten, ist ein Grundfehler.
    Sie bringen es auf den Punkt.

    Als Ergänzung möchte ich noch hinzufügen, dass Geld, was man nicht hat auch nicht ausgeben werden kann - ebenso wie ein überfluteter Markt halt auch irgendwann mal übersättigt ist und sich mit dem "Grenznutzenkurve"-Problem auseinandersetzen muss.

    Und: Stagnierende bis sinkende Löhne bei stetig steigenden Lebenshaltungskosten vertragen sich auch nicht gut, mit einer täglich anwachsenden Menge an "aufgezeichneter Musik und aufgezeichneten Bildern" (Backcataloge verschimmeln und verschwinden ja nicht, so wie Käse oder Äpfel), die dazu allerdings widersinnigerweise zum Preisniveau von vor 20 Jahren angeboten werden. Als die Menge an "aufgezeichneter Musik" nur ein Bruchteil so inflationär wie heute war.

    Die Frage lautet eben auch:

    Wer soll sich eigentlich mit welchem Geld und mit welcher Zeit die gefühlten 900 Trilliarden Songs und Filme kaufen/abgelten und adequat verkonsumieren, und v.a.: zu/bei welchen Preisen?!?

    Wo sind eigentlich die Millionen oder Milliarden abgeblieben, die der Musikindustrie angeblich durch die Lappen gegangen sind?!?
    Man kann einen Taler schließlich nur einmal ausgeben (zumindest wenn man nicht grade eine Bank ist ;-))

    Um diese Frage drückt sich aber die Medienindustrie, wie die Katze vor'm Wasser, und will einfach das wirschaftliche Gesetz nicht wahrhaben, einsehen und feststellen, dass Überproduktion und Sättigungsgrad mit Wertminderung und Wertverlust einhergeht.
    An welche sich ein Preis anzupassen hat, oder aber eben das Business auf ihrem Kram sitzenbleibt.

    Ebenso der Umstand, dass die Industrie ihre Umsätze und Wachstum nach wie vor v.a. auf jüngere Zielgruppen setzt, selbige allerdings demografisch bedingt kleiner geworden sind und werden, und sich aber trotzdessen auch noch mit schlechteren Zukunftsaussichten konfrontiert sehen.

    10 € für ein MP3(!!!)-Album - ich glaub' es hackt:

    Komprimierte Klangqualität, und ich kann's nichtmal weiterverkaufen, wenn ich's nichtmehr brauch' und haben will.
    Hat schon fast GEZ-Qualität....
    Obwohl der Künstler nachwievor keine 2 € davon sieht und die Lagerhaltungs- und Distributionskosten gegen Pillepalle gehen.

    Vera****en kann ich mich auch selber....
  8. #57

    Essentielles Wirtschaftswissen

    Das eventuell vielleicht größte Problem der Musik- und Filmindustrie:

    Das Gesetz vom abnehmenden Grenznutzen

    Gossensches Gesetz

    Bisherige Reaktion seitens der Unterhaltungsindustrie: Verdrängung und Verleugnung elementarster Markt- und Nutzentheorie-Grundlagen.


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