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Gespaltene Linke: Warum die Genossen nicht nach der Macht greifen

DPADie Mehrheit wählt links, doch an der Regierung sind die anderen. Wenn die SPD mehr sein will als Juniorpartner in einer Großen Koalition, muss sie das gespaltene linke Lager einen und an die Macht führen. Nur eines fehlt den Genossen dazu - das nötige Quäntchen Machiavellismus.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...823875,00.html
  1. #30

    Warum sollten Neoliberale ein linkes Bündnis schmieden?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Mehrheit wählt links, doch an der Regierung sind die anderen. Wenn die SPD mehr sein will als Juniorpartner in einer Großen Koalition, muss sie das gespaltene linke Lager einen und an die Macht führen. Nur eines fehlt den Genossen dazu - das nötige Quäntchen Machiavellismus.

    .....So dürfte es denn nach Lage der Dinge ziemlich sicher sein, dass schon der Mangel an sozialdemokratischer Skrupellosigkeit ausreichen wird, die Verwirklichung der Utopie von einer vereinigten deutschen Linken zu verhindern.
    Gespaltene Linke: Warum die Genossen nicht nach der*Macht greifen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Der Autor stellt die zentrale Tatsache auf den Kopf: Die Skrupellosigkeit der Verräter an der Sozialdemokratie ist so gross, dass sie lieber weiterhin die Interessen der Finanz- und Wirtschaftsoligarchie bedienen, statt ein linkes Bündnis im Interesse einer gesellschaftlichen Mehrheit anzustraben! Machiavellismus ist also durchaus vorhanden, er geht aber leider in die falsche Richtung.

    Die heutige SPD ist bis zur Kenntlichkeit degeneriert, sie ist unter Seeheimer Duktus Erfüllungsgehilfe von Kapital und Grosser Koalition.
    Die einstigen Genossen ziehen ideologisch am gleichen Strick wie CDU, CSU, FDP und Grüne - ein erbärmliches Schauspiel, das nur den Erhalt von Macht und eigenen Privilegien dient.

    Das Schmieden eines linken Bündnissen würde bedeuten, dass die Spezialdemokraten sich programmatisch und ideologisch auf ihre Wurzeln besinnen bzw. völlig neu ausrichten müssten, sprich ihre neoliberale Wende unter Schröder rückgängig machen müssten, was mit ihrem Egoismus und ihrer Eitelkeit nicht zu vereinbaren ist. Da tritt man doch lieber die Interessen der Bürger mit Füssen und freut sich auf die lukrativen Posten in der (Finanz-) Wirtschaft und sonstige Annehmlichkeiten, die eine dankbare Klientel zur Verfügung stellt!
    Damit wäre es bei einem Linksschwenk wohl ziemlich Essig, da lassen ihre Auftraggeber nicht mit sich spassen.

    Wie man sieht, ist die spezialdemokratische Realität ganz banal und so widerlich wie die Causa Wulff. Es wird geheuchelt, was das Zeug hält, täuscht wie die restliche Einheitspartei Volksnähe vor und verrät in Wirklichkeit die Interessen des Volks, das sie eigentlich vertreten sollten!
  2. #31

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Mehrheit wählt links, doch an der Regierung sind die anderen. Wenn die SPD mehr sein will als Juniorpartner in einer Großen Koalition, muss sie das gespaltene linke Lager einen und an die Macht führen. Nur eines fehlt den Genossen dazu - das nötige Quäntchen Machiavellismus.

    Gespaltene Linke: Warum die Genossen nicht nach der*Macht greifen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das die Mehrheit links wählt, liegt ja nun auch am Mangel an Alternativen. Bei 5 linksgrünen Parteien im Bundestag ist es am Ende auch Wurscht wer da gerade regiert. Der Bundestag ist zu einer reinen Showveranstaltung verkommen. Er hat zwar noch verschiedene Fraktionen, gut, die hatte die DDR-Volkskammer auch, Unterschiede sind aber nicht mehr erkennbar. Vielleicht mit Ausnahme der Linken, die noch ein Stück weiter abgedriftet sind. Ehrlich wäre die Bildung einer einzigen Fraktion, das wird wohl nur dadurch verhindert, weil in dem Fall eine Menge gut dotierter Posten und Pöstchen wegfallen würde. Inhaltlich gibt es für mehrere Parteien und Fraktionen keine Rechtfertigung mehr.
  3. #32

    Oder ...

    Zitat von MütterchenMüh Beitrag anzeigen
    Wahlarithmetik in allen Ehren, aber der SPD fehlt nicht das bisschen Machiavellismus, nur weil sie nicht macht ,was rechnerisch möglich ist.

    Die Linke und die SPD passen nun mal nicht zusammen.

    Vieleicht macht sich der Autor ja mal die Mühe und schaut sich die Forderungen der Linken genauer an.
    ... vielleicht liest der Verfasser de o. g. Beitrags einfach einmal das Programm der Linken, bevor er irgendwelche wilden Behauptungen aufstellt.
  4. #33

    was für ein Unfug...

    Zitat von foxvonfuchs Beitrag anzeigen
    Dann will ich hoffen das dies niemals geschieht. Die Linksgerichtete Geschrei macht einem richtig Angst und Bange. Sollte das in dem Artikel beschriebene Horrorszenario eintreten sollte man als arbeitender Gutverdienerder möglichst schnell seine 7 Sachen packen und nur noch raus aus Deutschland. Ein Staat der Leistung nicht achtet und Schulden macht oder Leistungsträger ausnimmt um Faulheit, fehlenden Ehrgeiz zu belohnen ist in der heutigen Welt falsch.
    Bis zu einem gewissen Punkt ist Sozial unabdingbar und gut aber irgendwo muss es da eine Grenze geben. Und die haben alle oben angesprochenen Parteien bereits überschritten. Und all die Leute die jetzt schreien Umverteilung etc. pp sehen leider das große ganze nicht. Nämlich das, daß es bei dieser Politik kein Geld mehr zum Umverteilen geben wird da alle schlauen Leistungsträger aus dieser Neidkultur verabschieden und dahingehen wo Sie für leistung noch geachtet werden. Und wo Geld verdienen nicht als schlecht und als Makel angesehen wird.
    ... Sie da schreiben, und vermutlich gar meinen...
    Von welchem Horrorszenario sprechen sie denn da?
    Von ihrer Vorstellung des Einzugs des Kommunismus, oder des Sozialismus in der BRD?
    Angst vor totaler Überwachung?
    Angst vor dem Niedergang der Wirtschaft?
    Angst vor dem persönlichen Ruin?
    Sind das nicht längst Szenarien, die für die meisten Deutschen längst Realität sind?
    Wie sonst will man einen vollzeitarbeitenden Menschen nennen, der für seine Arbeit aufstocken muß?
    Wie will man Werksschliessungen im grißen Stil quer durch alle Branchen nennen?
    Und die Totalüberwachung, die uns alle so viel sicherer fühlen läßt, hat eine Qualität erreicht, die ehemaligen Stasischergen grün vor Neid werden läßt.

    Wir retten Banken, wir retten Staaten... und damit die immer gleichen Profiteure, die unsere Politiker benutzen, ihre Säcke exponetniell weiter füllen zu können, shice auf die Mitmenschen, shice auf die Natur.

    Es wäre ein Fünkchen Hoffnung, wenn diese "Leistungsträger" im Falle einer linken Regierung geschlossen die Flucht antreten.
    Und zwar mit ihren Maronettentheater, den Politikern, die denn ganzen Wahn zuliessen, forcierten!
    Sollen sie "ihr" bitter von uns erarbeitetes Geld mitnehmen, wohin auch immer...
    Die Werkhallen, die Werkzeuge bleiben hier!
    Vielleicht ist es dann möglich für die Bürger dieses Landes, dieser Welt in Frieden zu leben zu arbeiten, ohne sich und andere dabei Tot zu machen im Namen eines Profits, von dem der Bürger nur die Schulden sieht und zahlen soll.

    Denn: Die Leistungen unserer Manager sind mit Millionenverdienste im Jahr(!!!) recht ordentlich vergütet, die Entlohnung der meisten Deutschen jedoch, und damit der eigentlichen Leistungsträger, reicht nicht zur Vermeidung privater Schulden, geschweige denn zur Tilgung von Staatsschulden.

    Ihr Beitrag ist an dummdreisten Zynismus kaum zu übertreffen.
  5. #34

    Links ja, aber zusammengehörig?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Mehrheit wählt links, doch an der Regierung sind die anderen. Wenn die SPD mehr sein will als Juniorpartner in einer Großen Koalition, muss sie das gespaltene linke Lager einen und an die Macht führen. Nur eines fehlt den Genossen dazu - das nötige Quäntchen Machiavellismus.

    Gespaltene Linke: Warum die Genossen nicht nach der*Macht greifen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Der Artikel beschreibt ein richtiges Anliegen: Deutschland muss wieder von einer sozial gerechten und wirtschaftlich innovativen Regierung geführt werden. Das geht nur mit den Sozialdemokraten.

    Aber alle Parteien links der FDP vereinen zu wollen, ist ein gewagtes Unterfangen, da es große Unterschiede in
    - der Historie
    - der Wertebasis
    - im Bild von einer "gerechten Gesellschaft"
    - der Rolle und Wahrnemung von Wirtschaft und Unternehmertum
    - der personellen Ausstattung im Hinblick auf Führungsqalitäten parteiintern wie außen , Akzeptanz bei der Bevölkerung und auf die Kompromissfähigkeit gibt.

    Wenn man "Links" auch versteht als "kreativ an zukunftsfähigen Lösungen für aktuelle gesellschaftliche und Umweltprobleme arbeitend" definiert, dann wäre damit vielleicht ein gemeinsamer inhaltlicher Nenner erkennbar.

    Allerdings setzt es dann noch voraus, daß
    - Lafontaine und die SPD-Spitzen sich ehrlich mtieinander versöhnen,
    - Die Linke die SED- und DDR-Träume beerdigen offiziell auf einem Parteitag und
    - Die Piraten anfangen, mit den anderen Parteien inhaltlich zu diskutieren.

    Für alles drei stehen die Chancen nicht schlecht, e braucht noch etwas Zeit.

    Und eine starke und integrative Führungspersönlichkeit, die vom rechten und linken Spektrum der progressiven Parteien mehrheitlich akzeptiert wird. "Akzeptieren" heisst hier soviel, die Flügelkämpfe und kontroversen Debatten nur noch parteiintern auszutragen und nicht in der Öffentlichkeit.
  6. #35

    gespaltene Linke

    richtig! aber traurig!
    Zuviele haben sich mit Kurt Tucholski zu ssprechen so schön daran gewöhnt. Und wenn "all so schön schlafen" können die Größen der SPD ihre Machspiele treiben, egal ob da 8 Mio Menschen im Niedriglohnbereich arbeiten und auch dann obwohl im Wahlkampf das ein "wichtiges " Thema war.
  7. #36

    In Opposition zur Regierung

    lässt sich hübsch warm geplostert "links" argumentieren. Die von der SPD abgesplitterten Wählergruppierungen werden aber hoffentlich nicht so schnell wieder zueinander finden. Wenn doch - wie der Beitragsverfasser hoffen mag - und dann in einer Koalition der "Sozialromantiker" - entsteht ganz schnell eine Bewegung von rechts. Wer mit klarem Verstand will schon den Steinbrücks, Trittins und Lötschs die Zukunft unseres Landes anvertrauen?
  8. #37

    ...

    Zitat von garfield Beitrag anzeigen
    Das Einzige, worin die sogenannte SPD noch nie Skrupel hatte, ist, ihre Klientel zu verraten.
    So wie man keine marktradikale Partei braucht, die sich voller Chuzpe auch noch liberal nennt, braucht man keine Steigbügelhalter der cDU, die ihren Wählern schwarze Politik beschert. Und wenn es doch mal für Rot-Grün reicht, will man der CDU mal zeigen, wie gut man auch ohne sie deren Geschäft betreibt.
    Oder ist etwa jemand überrascht, dass unsere "Eliten" sehr gut mit einem Kanzlerdarsteller Stone-irgendwas leben könnten?
    Seit der Wiedervereinigung hat die CDU nur in der Opposition sich für schwarze Politik stark gemacht, in der Regierung konnte sich leider kaum jemand daran erinnern. CDU Wähler werden genauso wie SPD Wähler verarscht von einer Partei die in der Mitte sein will und dabei am den eigenen Stammwählern vorbeiregieren.
  9. #38

    Also

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Mehrheit wählt links, doch an der Regierung sind die anderen. Wenn die SPD mehr sein will als Juniorpartner in einer Großen Koalition, muss sie das gespaltene linke Lager einen und an die Macht führen. Nur eines fehlt den Genossen dazu - das nötige Quäntchen Machiavellismus.

    Gespaltene Linke: Warum die Genossen nicht nach der*Macht greifen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    der große Wahlerfolg der "Linken" im Saarland ist dem Lafontaine geschuldet, weil Lafontaine ein urSPDler ist und zwar der vor einem Schröder, der ja die SPD ad absurdum führte, was zwar noch nicht ganz erkennbar ist, aber wenn die alten weggestorben sind, die da ganz treu noch die SPD wählen, dann löst sich sich in Wohlgefallen auf, weil sie haben eigentlich keine Funktion mehr.

    Die heutige SPD wird machtgeil immer ne große Koalition eingehen, somit ist sie weniger wählbar als die CDU, weil die verramschen ihre Ideen eben nicht. Die SPD gibt es bald genausowenig mehr wie die FDP.

    MFG
  10. #39

    Ja, und Frau Merkel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Mehrheit wählt links, doch an der Regierung sind die anderen. Wenn die SPD mehr sein will als Juniorpartner in einer Großen Koalition, muss sie das gespaltene linke Lager einen und an die Macht führen. Nur eines fehlt den Genossen dazu - das nötige Quäntchen Machiavellismus.

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    lacht sich einen ab
    Wulff hin oder her
    Röttgen hin oder her
    Gauck hin oder her
    doppelte Energiewende hin oder her
    Millionen für Winterkorn hin oder her
    3,68 EUR/Stunde für Friseuse hin oder her
    Finanzkrise hin oder her
    Transaktionssteuer hin oder her
    Börsenspekulationen hin oder her

    Ich hoffe die Piraten bringen in den nächsten 2 Jahren vieles konkretes zustande und überholt die SPD, die FDP versinkt unter Sonstige, in Bayern wird die CSU abgelöst, die Grünen sich wieder mehr besinnen!

    Ansonsten haben wir Frau Merkel bis 2021 oder länger.


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