Der Autor stellt die zentrale Tatsache auf den Kopf: Die Skrupellosigkeit der Verräter an der Sozialdemokratie ist so gross, dass sie lieber weiterhin die Interessen der Finanz- und Wirtschaftsoligarchie bedienen, statt ein linkes Bündnis im Interesse einer gesellschaftlichen Mehrheit anzustraben! Machiavellismus ist also durchaus vorhanden, er geht aber leider in die falsche Richtung.
Die heutige SPD ist bis zur Kenntlichkeit degeneriert, sie ist unter Seeheimer Duktus Erfüllungsgehilfe von Kapital und Grosser Koalition.
Die einstigen Genossen ziehen ideologisch am gleichen Strick wie CDU, CSU, FDP und Grüne - ein erbärmliches Schauspiel, das nur den Erhalt von Macht und eigenen Privilegien dient.
Das Schmieden eines linken Bündnissen würde bedeuten, dass die Spezialdemokraten sich programmatisch und ideologisch auf ihre Wurzeln besinnen bzw. völlig neu ausrichten müssten, sprich ihre neoliberale Wende unter Schröder rückgängig machen müssten, was mit ihrem Egoismus und ihrer Eitelkeit nicht zu vereinbaren ist. Da tritt man doch lieber die Interessen der Bürger mit Füssen und freut sich auf die lukrativen Posten in der (Finanz-) Wirtschaft und sonstige Annehmlichkeiten, die eine dankbare Klientel zur Verfügung stellt!
Damit wäre es bei einem Linksschwenk wohl ziemlich Essig, da lassen ihre Auftraggeber nicht mit sich spassen.
Wie man sieht, ist die spezialdemokratische Realität ganz banal und so widerlich wie die Causa Wulff. Es wird geheuchelt, was das Zeug hält, täuscht wie die restliche Einheitspartei Volksnähe vor und verrät in Wirklichkeit die Interessen des Volks, das sie eigentlich vertreten sollten!

Antworten / Zitieren

