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Gesetzliche Krankenversicherungen: Nichtzahler schulden Kassen 1,5 Milliarden Euro

dapdDie Krankenkassen klagen über immer mehr Versicherte, die ihre Beiträge nicht zahlen. Säumige Mitglieder haben mittlerweile einen Schuldenberg von rund anderthalb Milliarden Euro angehäuft. Auch freiwillig versicherte Selbständige sind betroffen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827962,00.html
  1. #1

    Die Lösung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krankenkassen klagen über immer mehr Versicherte, die ihre Beiträge nicht zahlen. Säumige Mitglieder haben mittlerweile einen Schuldenberg von rund anderthalb Milliarden Euro angehäuft. Auch freiwillig versicherte Selbständige sind betroffen.

    Gesetzliche*Krankenversicherungen: Nichtzahler schulden Kassen 1,5 Milliarden Euro - SPIEGEL ONLINE
    Best. Parteien sollten nicht das Grundeinkommen fordern sondern die kostenlose Krankenversicherung!
    Zuvor sollten private KV abgeschafft werden u. die Bürgerversicherung eingeführt werden.
  2. #2

    Luftnummer!

    Wir haben gerade gelernt, dass 466 Mio. "Rückstände" von "Zwangsrückkehrern" angeblich geschuldet werden. Was nun bei dieser gesetzgeberischen Glanzleistung vergessen wurde, ist die Tatsache, dass diese Leute die Krankenkasse verlassen mussten meist deshalb weil sie die Beiträge nicht mehr zahlen konnten. Jetzt müssen sie gesetzlich krankenversichert sein, eine Pflicht der sie sich nur durch Auswanderung oder Selbsttötung entziehen können! Und die meisten können die Beiträge immer noch nicht zahlen, schon gar nicht die Rückstände nebst den horrenden Zinsen und Säumniszuschlägen. Letztere halte ich für eine ganz miese Selbstaufblähung und Schuldengenerierung eines murksbehafteten Systems. Außerdem: diesen Forderungen steht keine Leistung gegenüber - einfach weil in der Zeit der Nichtversicherung auch keine Leistungen der Krankenkasse erbracht worden sind: eine ziemlich perfide ungerechtfertigte Bereicherung. Und da muss gehandelt werden: umfassender Schuldenerlass für alle "Zwangsrückkehrer". Statt hier Menschen durch Luftbuchungen in die Insolvenz zu treiben -ja, sowas gibt es- wäre es sinnvoller, durch einen schnitt diesen gesetzgeberischen Murks zu bereinigen.
  3. #3

    bin auch einer ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krankenkassen klagen über immer mehr Versicherte, die ihre Beiträge nicht zahlen. Säumige Mitglieder haben mittlerweile einen Schuldenberg von rund anderthalb Milliarden Euro angehäuft. Auch freiwillig versicherte Selbständige sind betroffen.

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    der kleinen selbständigen die ihre krankenversicherung nicht zahlen können. ich bin froh, wenn ich jeden monat die sv-beiträge und löhne für meine mitarbeiter zahlen kann, für einen selber bleibt nur das fzum leben übrig. aber es gibt ja keine lobbygruppe die sich für mich einsetzt!
  4. #4

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krankenkassen klagen über immer mehr Versicherte, die ihre Beiträge nicht zahlen. Säumige Mitglieder haben mittlerweile einen Schuldenberg von rund anderthalb Milliarden Euro angehäuft. Auch freiwillig versicherte Selbständige sind betroffen.

    Gesetzliche*Krankenversicherungen: Nichtzahler schulden Kassen 1,5 Milliarden Euro - SPIEGEL ONLINE
    Da bleiben dann nur 2 Alternativen, entweder der Steuerzahler muss mal wieder diese Beträge übernehmen, oder man sperrt den Schuldnern die Krankenversicherungskarte und eine Behandlung gibt es erst wieder nachdem die Schulden beglichen wurden.
  5. #5

    Immense Beiträge für Selbstständige

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krankenkassen klagen über immer mehr Versicherte, die ihre Beiträge nicht zahlen. Säumige Mitglieder haben mittlerweile einen Schuldenberg von rund anderthalb Milliarden Euro angehäuft. Auch freiwillig versicherte Selbständige sind betroffen.
    Wobei die Selbstständigen, die nur so im Kleinen vor sich hinwurschteln mit ihrem Geschäft, per Gesetz eine ganz erhebliche Versicherungslast zu schultern haben. Denn wenn sie nicht "nebenberuflich" tätig sind, dann müssen sie den normalen Satz auf ein unterstelltes monatliches Einkommen von 1916,25 Euro bezahlen, auch wenn sie erheblich weniger erwirtschaften. Das ist schon sehr heftig. Als Existenzgründer kann man diesen Satz für eine kurze Zeit auf 1277,50 herabdrücken, aber nur kurzzeitig.

    Mir ist es unverständlich, warum man als Selbstständiger nicht den Kassensatz auf das reale Einkommen entrichten kann. Den Steuerbescheid muss man, wenn man "nur" die Beiträge auf eine dieser beiden Grenzen zahlen möchte, ohnehin bei der Kasse einreichen. Warum also kann dann nicht das reale Einkommen als Basis für den Beitrag genommen werden? Warum geht das nur bei Leuten, die nur eine bestimmte Anzahl von Stunden arbeiten?

    Jedenfalls - ich könnte mir vorstellen, dass es in genau diesem Bereich bei den Kassen besonders viele Ausfälle gibt - einfach weil die Selbstständigen mit den Beiträgen auf solch fiktive Mindestbemessungsgrundlagen finanziell völlig überfordert sind.
  6. #6

    Super

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krankenkassen klagen über immer mehr Versicherte, die ihre Beiträge nicht zahlen. Säumige Mitglieder haben mittlerweile einen Schuldenberg von rund anderthalb Milliarden Euro angehäuft. Auch freiwillig versicherte Selbständige sind betroffen.
    Gesetzliche*Krankenversicherungen: Nichtzahler schulden Kassen 1,5 Milliarden Euro - SPIEGEL ONLINE
    Bei einer nicht sehr erfolgreichen Selbständigkeit war ich auch mal mehrere Monate nicht krankenversichert und musste zum Glück keine Leistungen in Anspruch nehmen.
    Aber hätte ich diesen Schuldenberg damals mit mir herumgeschleppen müssen hätte es damals die Aufnahme meiner jetzigen Arbeit als Angestellter gefährdet weil ich mir die doppelte Miete, Kaution und Renovierungskosten nicht mehr hätte leisten können.
    Vom Wochenendpendeln zu meiner Familie mal ganz abgesehen.
    Diese Pflichtversicherung zeigt eigentlich, dass unsere Regierung überhaupt keinen blassen Schimmer hat wie schlecht relativ viele Bürger finanziell ausgestattet sind.

    Und es dürfte der Gesundheit nicht förderlich sein, diesen KV-Schuldenberg vor sich herzuschieben.
  7. #7

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krankenkassen klagen über immer mehr Versicherte, die ihre Beiträge nicht zahlen. Säumige Mitglieder haben mittlerweile einen Schuldenberg von rund anderthalb Milliarden Euro angehäuft. Auch freiwillig versicherte Selbständige sind betroffen.

    Gesetzliche*Krankenversicherungen: Nichtzahler schulden Kassen 1,5 Milliarden Euro - SPIEGEL ONLINE
    Die Frage ist doch, WARUM nicht gezahlt wird! Weil es sich viele Menschen ganz schlicht nicht mehr leisten können!
    Bei Hungerlöhnen und Stundenlöhnen von 5€ muss man sehen wo man bleibt.
    Es krankt am Reallohn und an sonst nichts!
  8. #8

    ...

    Zitat von thiede11 Beitrag anzeigen
    Best. Parteien sollten nicht das Grundeinkommen fordern sondern die kostenlose Krankenversicherung!
    Zuvor sollten private KV abgeschafft werden u. die Bürgerversicherung eingeführt werden.
    Schonmal nachgelesen, was das Gesundheitssystem jährlich kostet?
    Und Sie wollen jetzt die kostenlose Krankenversicherung?
    thiede = Oskar Lafontaine?
    Solch hanebüchene und unfinanziebare Parolen kennt man sonst nur von Oskar.
    Oder haben Sie auch einen VERNÜNFTIGEN Finanzierungsvorschlag? Und jetzt kommen Sie bitte nicht mit der Kommunisten liebstem Kind, der Reichensteuer.
  9. #9

    Hätten wir ein solidarisches Steuersystem, ...

    Zitat von thiede11 Beitrag anzeigen
    Best. Parteien sollten nicht das Grundeinkommen fordern sondern die kostenlose Krankenversicherung!
    Zuvor sollten private KV abgeschafft werden u. die Bürgerversicherung eingeführt werden.
    ... könnte man darin auch eine steuerfinanzierte Basis-Kranken, -Pflege und Altersvorsorgeversicherung darstellen.

    Aber unsere Steuersystematik ist ja nicht solidarisch: Die größte Steuerquelle ist die Mehrwertsteuer, eine asoziale Steuer, die Nicht-Konsum belohnt. Also müsste man, um deren Effekt umzukehren, jweils auf hohe Eigenleistungen bei denen setzen, die Kapitalreserven haben.

    Die Einkommensteuer, als zweitgrößte Steuerquelle, privilegiert Einkommen aus Kapitalvermögen mit einem gedeckelten Spitzensteuersatz von 25%.
    Und die drittgrößte Steuerquelle ist die Energiesteuer, bei der es ebenfalls keine soziale Komponente gibt.
    Also ist eine Bürgerversicherung heute nicht sozial darstellbar!

    Also hilft nur der primitive Weg mit der Keule: Sowohl den privaten als auch den gesetzlichen Kassen muss ein einfacher Weg dargestellt werden, Zugriff auf sämtliches Vermögen des säumigen Versicherten zu erhalten. Derartige Mahnverfahren sind heute einfach zu umständlich.

    Übrigens: letztlich hilft das auch den Bedürftigen. Weil denen viel schneller als heute deutlich gemacht wird, dass ihr Wollen von ihrem Können weit abweicht, ihr "derzeitiges Geschäftsmodell" einfach nicht tragfähig ist. Wenn sie gezwungen werden früher zu reagieren, können sich derart große Schulden gar nicht erst aufbauen.








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