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Gesetzliche Krankenversicherungen: Nichtzahler schulden Kassen 1,5 Milliarden Euro

dapdDie Krankenkassen klagen über immer mehr Versicherte, die ihre Beiträge nicht zahlen. Säumige Mitglieder haben mittlerweile einen Schuldenberg von rund anderthalb Milliarden Euro angehäuft. Auch freiwillig versicherte Selbständige sind betroffen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...827962,00.html
  1. #120

    Unterschied privat oder gesetzlich

    Zitat von u.loose Beitrag anzeigen
    ...
    dann müssten natürlich auch alle Familienmitglieder der privat Versicherten kostenfrei mitversichert werden...

    offenbar bedeutet für Sie "Soliarität" auch nur "Andere sollen zahlen und man muss nicht mal Danke sagen"...
    Privatversicherung bildet Rücklagen für das später teure Alter.
    Jeder Versicherte steht für sich allein, also auch die Kinder.

    Gesetzliche Versicherung ist eine generationübergreifende Solidargemeinschaft und hat als Altersrücklage die Kinder als spätere Finanzierer. Deshalb sind Kinder und die Leistungsträger - nichtberufstätige Mütter - kostenfrei mitversichert.
  2. #121

    Einheits GKV für 7-10% vom Einkommensteuerbescheid

    So wie in vielen anderen Ländern wäre dies das gerechteste System 7-10% von der Einkommensteuer gehen in einen allgemeinen Krankenkassenschutz Geld wird vom Finanzamt eingetrieben wie die Steuer. Damit die PKV nicht mekkert werden die Leistungen der allgemeinen Staatlichen Kasse runtergeschraubt und jeder kann nach Lust und Prirorität sich PKV Zusatzversichern. PKV erhält statt 10 Millionen Vollversicherungen nun 80 Millionen Zusatzversicherungen und werden sich sicher mit dem Kuchenstück zufrieden geben. Jeder Bürger wird wirklich nach seinen "Schultern" betrachtet und zahlt was sein Einkommensteuerbescheid aussagt. Das jetzt ein Durchschnittseinkommen von 40000€ mit fast 8000€ im Jahr belastet wird ist mehr als ungerecht wenn weit besser verdienende Beamte und Berufsgruppen im Jahr nicht mehr als 3000€ zahlen und mehr Leistungen bekommen. Steuerlich sind PKV Versicherte auch besser gestellt da sie meist nur 1500€/Jahr Eigenbeitrag zahlen und somit noch Raum für eine BU Versicherung usw. haben und diese steuerlich geltend machen können bis 1900€. GKV Versicherte könne dies nie weil sie immer über der 1900€ Vorsorge Pauschale liegen und können somit noch nicht mal Ihre PKV Zusatzversicherung absetzten obwohl die PKV Versicherten diese Leistungen steuerlich ja angerechnet Bekommen. Die Geschichte das nur der Basis Tarif abgerechnet werden kann auch bei PKV Tarifen steuerlich ist lächerlich. Meine PKV rechnet gerade mal 17€ Tarifbeitrag runter zum Basistarif nur ein 40 jähriger Mann der sich dort Zusatzversichert um nur annähernd an PKV Leistungen herranzukommen die ich absetzen kann muss 112€ monatlich dafür bezahlen. Ich bekomme 17€ angerechnet für diese Zusatzlesitungen zum Basistarif. Stimmt also alles hinten wie vorne nicht:)
  3. #122

    Schon mal nachgerechnet...?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Krankenkassen klagen über immer mehr Versicherte, die ihre Beiträge nicht zahlen. Säumige Mitglieder haben mittlerweile einen Schuldenberg von rund anderthalb Milliarden Euro angehäuft. Auch freiwillig versicherte Selbständige sind betroffen.

    Versicherungspflicht: Säumige Mitglieder schulden Kassen 1,5 Milliarden Euro - SPIEGEL ONLINE
    ...bei einer monatlichen Sparrate in Höhe von 225,-EUR zu einem Zinssatz von 4,5% und Laufzeit von 65 Jahren erhält man als
    Ergebnis: 1.012.945,17 EUR!
    Das ist Geld genug für einen Herzschrittmacher, Hüft- und Kniegelenke,
    ein neues Gebiss und sonstiges....

    Eine satte monatliche Altersrente obendrein...
    Schafft endlich die Zwangsversicherungen ab und sorgt damit für
    echte freie Marktwirtschaft in der Gesundheitsmedizin!
    Damit die medizinsche Versorgung bezahltbar ist und künftig auch
    bleibt. Alles andere ist Nonsens!
  4. #123

    GKV-Beiträge

    Zitat von kein Ideologe Beitrag anzeigen
    Das ist auch gut so. Da die Krankenkassen Leistungen erbringen müssen, auch wenn Beiträge rückständig sind, muß man ihnen ein effektives Inkasso ermöglichen. Sonst ist ist bei manchen der Flachbildfernseher wichtiger als die Krankenkassenrechnung.
    Den Flachbildschirm kauft man sich aber nicht jeden Monat.
  5. #124

    Ein völlig vermurxtes Gesetz, bei dem jede Lobbygruppe mitspielen durfte, nur die Versicherten nicht.
    Ein weiteres Problem bei den Selbständigen, die freiwillig versichert sind, ist ( neben der unsinnigen 1916 Euro Regel) dass die Kassen die Beiträge auch munter hochschätzen dürfen. Da wird zum eigenen Nutzen fleissig drauflosgeschätzt und als Körperschaft Ö-Rechts gibt es auch keine Kontrolle durch normale Gerichte.
    Ein Grossteil dieser Milliarden sich nur Luftbuchungen und können auch niemals realisiert werden.
  6. #125

    Nein ...

    Zitat von artikel.5 Beitrag anzeigen
    Darf ich raten? FDP
    Bevor ich mich nun dank Ihres Ratschlags meinem sozialverträglichen Ableben widme, noch eine kurze Anmerkung: Wir haben längst die zwei Klassen-Medizin, oder glauben Sie etwa die gesetzlichen Kassen würden alle Behandlungen zahlen, wie Sie suggerieren?
    Nein, nicht FDP, sondern Teil einer Beamten-Angestellten-Mischfamilie mit gesetzlicher, freiwilliger, und privater Krankenversicherung unter einen Dach. Samt beruflicher Einblicke in die Abläufe der ARGE, und zufällig diversen gleichen, kostenintensiven Krankheiten in der Familie.
    Gerade um eine adäquate Zwei-Klassen-Medizin bereitstellen zu können, müssen wir uns auf eine medizinische Trennung zwischen Arm und Reich einlassen.

    Wir können noch weiter der Illusion der bezahlbaren hochwertigen Einheitsmedizin für alle begeben, oder erkennen, dass wir es einfach nicht stemmen können, Luxusmedizin auf Sozialrezept zu bezahlen. Das geht nur, wenn wir der medizinischen Industrie die Einnahmequellen drastisch kürzen. Was wiederum an der Lobby scheitern dürfte.

    Auch wenn ich es gerne hätte, die exzellente Versorgung meiner privat versicherten Frau zu haben, so muss ich mir eingestehen, dass ich mit meiner freiwilligen Versicherung dies nicht erlangen kann.

    Und ja: auch wir hatten in der gleichen Woche beim gleichen Arzt ein akutes Rückenproblem zu behandeln. Meine Frau bekam den Soforttermin mit Komplettuntersuchung am gleichen Tag, ich durfte mich 4 Stunden ins Wartezimmer setzen und musste fünf Minuten Schnelluntersuchung akzeptieren.

    Und? ist doch ok. weniger zahlen - weniger bekommen. Die Alternative ist statt des individuellen Mercedes vs. Skoda eben der Trabbi für alle. Können wir uns aussuchen, es kommt so und so, egal was wir machen.
  7. #126

    Bitte mal eben kurz

    Zitat von kein Ideologe Beitrag anzeigen
    Das ist auch gut so. Da die Krankenkassen Leistungen erbringen müssen, auch wenn Beiträge rückständig sind, muß man ihnen ein effektives Inkasso ermöglichen. Sonst ist ist bei manchen der Flachbildfernseher wichtiger als die Krankenkassenrechnung.
    Bitte mal eben kurz darüber nachdenken, wie diese "Rückstände" zusammenkommen! Ein großer Teil dieser Rückstände wurde mit Inkrafttreten des Gesetzes aus dem Nichts herbeigezaubert. Denn wer sich nicht sofort bei seiner 'alten' Kasse meldete und die Weiterversicherung beantragte, wurde mit dem Tage des Inkrafttretens bereits zum Beitragsschuldner, auch wenn er gar keine Leistungen bekommen KONNTE!!! Denn wer sich meldete, aber nicht zahlen konnte, war eben mit dem Beitrag im Rückstand. Weil nun aber niemand mehr ohne Krankenversicherungsschutz sein 'durfte', wurde dieser für die Nichtzahler auf die Notfallbehandlung zusammengeschrumpft. Batürlich liefen die Zinsen und Säumniszuschläge -für den vollen Beitrag- immer weiter! Die perfekte Art, Forderungen aus dem Nichts zu erschaffen. Es war also nicht der Unwille, sondern das Unvermögen, einer gesetzlich völlig vermurksten Regelung Folge leisten zu können. Das nun mit einem Flachbildfernseher zu vergleichen ist so dämlich wie flach.
  8. #127

    Das ist DIE gesellschaftliche Frage

    Zitat von infoseek Beitrag anzeigen
    Wunderbare, ausgesprochen effiziente Lösung.

    Simple Frage dazu: Was ist Ihnen lieber - ein kleiner Selbständiger, der zwar keine 500 Euro pro Monat KV zahlen kann, aber 100 und seinen Lebensunterhalt selbst erwirtschaftet, oder ein komplett ruinierter Selbständiger, der Hartz IV bezieht und bestenfalls künftig als Geringverdiener de facto keine 100 Euro mehr in die KV einzahlt? Welche Lösung ist für die Allgemeinheit "billiger"? Letzteres scheint - insbesondere für den Stammtisch - eine ausgesprochen schwierige Frage zu sein.
    Letztlich das gleiche Problem wie mit den Aufstockern rund um Hartz-IV: Ist es besser, die Arbeitslosigkeit offen auszuweisen, oder erfindet man irgendwelche "Mischfinanzierungen" mit Hilfe andauernder öffentlicher Subventionen und tut so, als ob sich die Menschen "selbst ernähren" könnten.

    Aus den Kombilöhnen&Co. wissen wir, dass sie auf mittlere Sicht nur dazu führen, dass immer mehr Bereiche in diese Lohnabwärtsspirale kommen.

    Zu einem Existenz sichernden Einkommen gehört eben auch, die fälligen Sozialbeiträge zu erwirtschaften, egal ob aus Selbständigkeit oder Arbeitnehmerschaft.

    Ich bin für Ehrlichkeit, das Andere hat nix gebracht.
  9. #128

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Ich zahle unter 80 Euro im Monat.
    Welche gesetzliche oder private Kasse/Versicherung versichert einen typischen deutschen Selbständigen ab 50J mit Ehefrau und zwei Kindern für 80 Euro im Monat?
  10. #129

    Die Richtung

    Zitat von hello07 Beitrag anzeigen
    ...bei einer monatlichen Sparrate in Höhe von 225,-EUR zu einem Zinssatz von 4,5% und Laufzeit von 65 Jahren erhält man als
    Ergebnis: 1.012.945,17 EUR!
    Das ist Geld genug für einen Herzschrittmacher, Hüft- und Kniegelenke,
    ein neues Gebiss und......
    Die Richtung stimmt. Nur: bis sich ein auskömmlicher Kapitalstock gebildet hat, vergeht dann doch etwas mehr Zeit. Und das hilft dann den heute Bedürftigen nicht wirklich.


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