Die Sozialdemokraten schaffen sich ein starkes Thema für die nächsten Wahlen. Vier SPD-geführte Länder fordern eine Wiedereinführung der Vermögensteuer, ein Gesetzentwurf soll bald in den Bundesrat eingebracht werden. Im Gespräch ist eine Abgabe von einem Prozent - für Betriebe und Privatpersonen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828418,00.html
Der Spitzensteuersatz greift derzeit 52.882 € Jahreseinkommen. Oberschicht? Sie müssen verstehen, dass die Politik immer gerne Oberschicht, oder noch primitiver: Reiche, sagt, damit Leute wie Sie zustimmen. Am Ende werden die Steuern aber für breite Bevölkerungsschichten erhöht. Nur dann rechnent es sich nämlich für den Staat.
Ich glaube, die Politiker und Regierungen in USA, Schweiz, Luxemburg und parkatisch allen anderen OECD-Ländern werden es Ihnen übel nehmen, wenn Sie sie alle als Marxisten bezeichnen.
Gesellschaftlich schon absolut mehrheitsfähig, nur parteipolitisch zur Zeit nicht. Deswegen wird es ja auch im Wahlkampf thematisiert.
Könnte sein, aber vielleicht findet sich ja in den Verhandlungen mit der CDU ein Kompromiss, für den sie bereit ist zuzustimmen ... wobei der größte Teil der typischen CDU-Wählerschaft und selbst der größte Teil der Mitglieder tendenziell eine Vermögenssteuer befürwortet. Die Parteispitze sieht aber wie in den anderen Blockparteien auch wahrscheinlich viele Dinge anders als ihre eigene Basis und nimmt auf die Basis sowieso keine Rücksicht mehr.
Vermögensteuer klingt logisch, ist aber praktisch nicht gerecht einzutreiben: Woher will der Staat von der Edelküche und dem extrem hochwertigen Mobiliar des Hauses wissen, was sind Schmuck und Antiquitäten wert, wenn sie sich schon seit Jahrzehnten im Familienbesitz befinden? Wie bewertet man den Oldtimer, ohne ihn schätzen zu lassen usw.? Aber Vermögensteuer nur auf Bankkonten, WP-Depots und das Grundstück laden zur Umgehung und Steuervermeidung ein. Zumal man wegen der Grundsteuer noch auf eine Doppelbesteuerung verweisen könnte.
Ganz bizarr wird es aber, wenn Unternehmen ebenfalls Vermögensteuer zahlen müssen. Das wäre auch ordnungspolitisch falsch, treibt es doch die Unternehmen geradezu in die Arme der Banken und dazu, sich permanent mit Krediten zu finanzieren. Sollte nicht gerade die SPD ein Interesse an soliden und solventen Betrieben haben, die auch mal eine Konjunkturdelle aus den eigenen Rücklagen aushalten können, ohne gleich mit Entlassungen reagieren zu müssen, weil sonst die Pleite droht?
Ich bin davon überzeugt, dass die Wirtschafts- und Steuerexperten der SPD um diese gravierenden Nachteile wissen – und deshalb die Vermögensteuer so NIEMALS kommen wird.
Bleibt also die Forderung als rein politische Finte. Nicht drauf reinfallen!
Cleverer wäre gewesen sich voll auf die Erbschaftsteuer zu stürzen und diese als „nachholende Vermögensteuer“ zu begreifen – also mit ordentlichen Steuersätzen oberhalb nicht zu hoher Freibeträge. Beim Tod des Steuerpflichtigen eine „Abschlussbilanz“, die wirklich alles erfasst und hieraus die Steuern in der juristischen Sekunde des Übergangs auf die Erben.
Vermögensteuer zu fordern ist reine Schaufensterpolitik - Populismus pur
Wollen wir wetten, dass Sie nicht wissen wie hoch das Durchschnittseinkommen in Deutschland ist?
Schon vergessen? Es waren die Gewerkschaften, die gefordert haben, lieber mehr Menschen in Arbeit zu bringen, als die Löhne für den Einzelnen zu erhöhen. Genau das ist die letzten Jahre passiert. Die Arbeitslosigkeit ist dabei deutlich zurückgegangen. Sehr gut.
Seit einiger Zeit gehen auch die Löhne wieder nach oben. Bei Ihnen nicht? Dann ist das persönliches Pech.
auf den Begriff zurückgeben? Haben die Leute das jemandem weggenommen? Wenn ja, wem?
Wie auch immer - Deutschland ist und bleibt DER Staat der Neider und Missgünstigen...
In Sachen Kapitalertragsteuer - auch da verblödet die SPD das Volk. Nachweislich werden die Gewinne doppelt besteuert und die Höhe der Steuer übersteigt den persönlichen Steuersatz der allermeisten Arbeitnehmer erheblich. Macht sich aber gut einen Effektiven Steuersatz von 25% + Soli + Körperschaftssteuer mit dem Grenzsteuersatz zu vergleichen, von dem der Deutsche Michel glaubt, den würde er zahlen. Besonders lächerlich übrigens vor dem Hintergrund, dass die Hälfte aller Haushalte ohnehin keine Steuern zahlt....
So sind sie halt die Linken - immer an die Kohle anderer ran wollen um die eigene Klientel zu beglücken.