Gesetzentwurf: SPD-Länder wollen Vermögensteuer wiederbeleben

Die Sozialdemokraten schaffen sich ein starkes Thema für die nächsten Wahlen. Vier SPD-geführte Länder fordern eine Wiedereinführung der Vermögensteuer, ein Gesetzentwurf soll bald in den Bundesrat eingebracht werden. Im Gespräch ist eine Abgabe von einem Prozent - für Betriebe und Privatpersonen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828418,00.html
  1. #40

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...ist doch OK. Wer viel hat, soll auch viel an die Gemeinschaft zurückgeben -wobei ein Prozent sehr moderat ist. Das ist nicht mehr als fair.
    Eben, sehe ich ganz genau so. Das wäre endlich mal eine Steuer, die tatsächlich nur die trifft, die ohnehin Kohle ohne Ende haben und gleichzeitig alle diejenigen von der Belastung ausnimmt, die sich Werte in überschaubarer Größe geschaffen haben.

    Von der Kapitalertragssteuer kann man das leider nicht behaupten, da wird jeder ab dem popeligen Freibetrag von ca. 900,- EUR mit der vollen Breitseite besteuert, egal wie die sonstigen Verhältnisse sind. Und auch die meisten anderen Steuern belasten ja in erster Linie die Mittelschicht.

    Ach ja, bitte den Gesetzentwurf dann so bauen, das auch gleich die "ausgelagerten" Vermögen in der Schweiz&Co. mit abgedeckt sind ;)

    Aber es ist zu befürchten, das die Mövenpickpartei schon dafür sorgen wird, das ihr Klientel nicht allzusehr belastet wird.
  2. #41

    Zitat von Goldwin Beitrag anzeigen
    Wer viel hat hat auch schon viel versteuert!
    Eben nicht. Gerade Firmen/Unternehmen werden in Deutschland im OECD-Vergleich sehr niedrig besteuert. Und 99% der kleinen Einzelunternehmer/Selbständigen und Arbeitnehmer werden niemals in ihrem Leben auf ein Vermögen > 2 Millionen € pro Person kommen. Ein Ehepaar müsste dann schonmal 4 Millionen € Vermögen haben, um überhaupt nur in den Bereich zu kommen, dieses eine mickrige % zahlen zu müssen. Und selbst dabei wird nur der Anteil des jeweiligen Vermögens berücksichtigt, der oberhalb dieser Freigrenze von 2 Millionen pro Person liegt. Alles bis 2 Millionen bleibt auch weiterhin vermögenssteuerfrei. Und wie gesagt ... in fast allen vergleichbaren Ländern der Welt liegt die Vermögenssteuer höher als die von der SPD angestrebten 1%.
  3. #42

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Ja, wo denn? Sagen Sie mal an, wo Sie da die Brechstange ansetzen wollen und wie viel Sie damit konkret einsparen möchten/können.
    Aus dem Stehgreif: Subventionen jeglicher Art...
    Wie ich schrieb: es fehlt hier an Ideen. Ich fühle mich weder kompetent noch dafür bezahlt, solche Ideen zu entwickeln bzw. umzusetzen.
    Die Steuereinnahmen im letzten Jahr waren auf Rekordniveau. Ich behaupte, um die Einnahmen braucht sich der Staat weniger Gedanken als über die Ausgaben zu machen.
  4. #43

    Was gesagt werden sollte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Sozialdemokraten schaffen sich ein starkes Thema für die nächsten Wahlen. Vier SPD-geführte Länder fordern eine Wiedereinführung der Vermögensteuer, ein Gesetzentwurf soll bald in den Bundesrat eingebracht werden. Im Gespräch ist eine Abgabe von einem Prozent - für Betriebe und Privatpersonen.

    Gesetzentwurf: SPD-Länder wollen Vermögensteuer wiederbeleben - SPIEGEL ONLINE
    1. ein Instrument aus der marxistischen Mottenkiste,
    2. derzeit nicht mehrheitsfähig,
    3. auch nach 2013 nicht durchsetzbar (große Koalition),
    4. ergo: reine Wahlkampf-Rhetorik zur Vera....ung des Bürgers.
  5. #44

    Verkehrte sozialdemokratie

    Irgendwie Abstrus: Wer Vermögensmillionär ist (Haus für € 700,000 und Aktienpaket für € 300,000) soll unangetastet bleiben. Wer € 110,000 im Jahr verdient, soll mehr zahlen.

    Bei Steuerklasse I (single oder "wilde ehe") bleiben vom €110,000 ca. € 60,000 netto. Wer spart, schafft davon vielleicht € 40,000 im Jahr zurück zu legen. Er müsste also 25 Jahre lang sparen, bevor auch er Vermögensmillionär wird.

    Klar ist: Eine Steuererhöhung macht den Gutverdiener nicht arm.

    Verkehrt ist: Eine sozialdemokratische Partei schont lieber (meist durch Erbschaften) erreichten Besitzstand und macht es statt dessen Arbeitenden schwerer, Besitzstand zu erlangen. Es sollte anders herum sein.

    Immerhin: Sie bringen die Vermlgenssteuer überhaupt wieder auf den Tisch - auch wenn sie es wahrscheinlich nur tun, weil sie wissen, dass CDU/FDP die Vermögenssteuer blockieren werden.
  6. #45

    Zitat von elwu Beitrag anzeigen
    gibt es selbst in den USA, Luxemburg und der Schweiz, um nur einige sicherlich nicht im Ruch der Reichenfeindlichkeit stehende Länder zu nennen.
    Dafür sind die Einkommensteuern dort auch niedriger.
  7. #46

    Das ist neu

    Zitat von bigeagle198 Beitrag anzeigen
    Gab es da nicht mal ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, dass nicht in den Bestand hineingesteuert werden darf?

    Es bringt nichts, den Linken hinterher zu hecheln, sondern den Tatsachen ins Auge zu blicken. Die Zeit, Geschenke zu verteilen, deren Bezahlung nicht gesichert ist, ist ein und für allemal vorbei. Naturgemäß macht das Aua, die Geschenke wieder einzusammeln, aber das ist leider nicht zu ändern.
    Das BVerG hat seiner Zeit zu Recht bemaengelt, dass Vermoegen ungleich besteuert wurden insbesondere Haeuser, deren Wert nach irgendwelchen Werten aus den 60zigern bewertet wurden. Ja stimmt schon man sollte erstmal die Subventionen streichen, als erstes das Ehegattensplitting, da Besserverdienende ueberprorortional profitieren, dann sollte es fuer Kinder nur noch das Kindergeld geben und keine Steueranrechnung derselben zulassen. Im Gegenzug koennte das Kindergeld sogar erhoeht werden. Dann die Privilegien fuer Dienstfahrzeuge, die Privat benutzt werden und Betrieben sollte man die Abzugsfaehigkeit von PKWs insofern beschraenken als das man als Kosten des am billigst erhaeltlichen PKW ansetzen darf. Das alles sind durch nichts gerechtfertigte indirekte Staatsausgaben, die man auch gut bleiben lassen koennte. Aber ich fuerchte Sie hatten da was anderes im Auge.
  8. #47

    Login-Timeout

    Ich bin wahrlich kein "Wohlhabender" aber selbst ich finde die Idee der Vermögenssteuer verwerflich.
    Man muss sich nur vor Augen halten, dass eine Vermögenssteuer von 7% eine Halbierung des Vermögens in 10 Jahren zur Folge hätte.
    Selbst 1% Vermögenssteuer finde ich kriminell.

    Außerdem haben wir in D kein Steuereinnahmeproblem, sondern ein Ausgabeproblem. Die Geschichte hat gezeigt, dass jede neue Steuer 1. niemals wieder abgeschafft wurde (Schampussteuer ahoi) und dass 2. auch nach Einfführung neuer Steuern der Staat immer noch Schulden macht.

    Also, wozu das Ganze? Die SPD macht sich nur lächerlich. Ich möchte wetten, dass auch dem "kleinen Mann" auf der Straße diese Vermögenssteuer sauer aufstößt.
  9. #48

    Zitat von Xircusmaximus Beitrag anzeigen
    bevor die sich von den Agenda Verbrechen glaubwürdig distanziert und die Verantwortlichen aus der Partei geworfen haben.
    Unter anderem Dank der Agenda 2010 haben wir heute in Deutschland eine niedrige Arbeitslosigkeit. Das Land boomt, während die europäischen Nachbarn an der Krise zu knabbern haben. Es wäre mehr als dumm, die Agenda wieder zurückzunehmen.
  10. #49

    Zitat von bigeagle198 Beitrag anzeigen
    Gab es da nicht mal ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes, dass nicht in den Bestand hineingesteuert werden darf?

    Es bringt nichts, den Linken hinterher zu hecheln, sondern den Tatsachen ins Auge zu blicken. Die Zeit, Geschenke zu verteilen, deren Bezahlung nicht gesichert ist, ist ein und für allemal vorbei. Naturgemäß macht das Aua, die Geschenke wieder einzusammeln, aber das ist leider nicht zu ändern.
    Von welchem Bestand reden Sie ? Geld ist definitiv kein Bestand - es ist ein Handlungsergebnis von Wirtschaftlichem Handeln - und was ihnen von den Banken als "Vermögen" angeboten wird ist nichts anderes als wertloses Buchgeld, das noch nicht mal gedeckt ist!
    Und jede Änderung der Wirtschaft kann es ebenso vernichten wie alles andere -oder glauben sie Banken schreiben Werte zum spaß ab, und zahlen trotzdem noch das was untrennbar mit den Schulden verbunden ist - nämlich Giralgeld an sie noch aus?

    Deshalb hat Buchgeld auch keine gesetzlich Sicherrung - nur BARGELD ist gesetzlich gesichert ,also was sie im Panzerschrank haben - alles andere ist letztlich schall und Rauch nur!
    Und Bargeld - das gibt es für die gesamte Eurozone nur grad mal 1 Bio -- da bleibt dann von den 20 Bio "Banken-Giralgeld" nicht viel übrig im zweifel!

    Für das BVerfG bestand da auch nie ein Schutzwürdiges Interesse von Bankengeld - geschützt wird wenn nur das Bargeld was sie fest in der Hand halten!