Forum: Blogs
Gesetzentwurf: SPD-Länder wollen Vermögensteuer wiederbeleben
Die Sozialdemokraten schaffen sich ein starkes Thema für die nächsten Wahlen. Vier SPD-geführte Länder fordern eine Wiedereinführung der Vermögensteuer, ein Gesetzentwurf soll bald in den Bundesrat eingebracht werden. Im Gespräch ist eine Abgabe von einem Prozent - für Betriebe und Privatpersonen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828418,00.html
- #40 19.04.2012 07:57 von
Eben, sehe ich ganz genau so. Das wäre endlich mal eine Steuer, die tatsächlich nur die trifft, die ohnehin Kohle ohne Ende haben und gleichzeitig alle diejenigen von der Belastung ausnimmt, die sich Werte in überschaubarer Größe geschaffen haben.
Von der Kapitalertragssteuer kann man das leider nicht behaupten, da wird jeder ab dem popeligen Freibetrag von ca. 900,- EUR mit der vollen Breitseite besteuert, egal wie die sonstigen Verhältnisse sind. Und auch die meisten anderen Steuern belasten ja in erster Linie die Mittelschicht.
Ach ja, bitte den Gesetzentwurf dann so bauen, das auch gleich die "ausgelagerten" Vermögen in der Schweiz&Co. mit abgedeckt sind ;)
Aber es ist zu befürchten, das die Mövenpickpartei schon dafür sorgen wird, das ihr Klientel nicht allzusehr belastet wird. - #41 19.04.2012 07:58 von
Eben nicht. Gerade Firmen/Unternehmen werden in Deutschland im OECD-Vergleich sehr niedrig besteuert. Und 99% der kleinen Einzelunternehmer/Selbständigen und Arbeitnehmer werden niemals in ihrem Leben auf ein Vermögen > 2 Millionen € pro Person kommen. Ein Ehepaar müsste dann schonmal 4 Millionen € Vermögen haben, um überhaupt nur in den Bereich zu kommen, dieses eine mickrige % zahlen zu müssen. Und selbst dabei wird nur der Anteil des jeweiligen Vermögens berücksichtigt, der oberhalb dieser Freigrenze von 2 Millionen pro Person liegt. Alles bis 2 Millionen bleibt auch weiterhin vermögenssteuerfrei. Und wie gesagt ... in fast allen vergleichbaren Ländern der Welt liegt die Vermögenssteuer höher als die von der SPD angestrebten 1%.
- #42 19.04.2012 07:58 von
Aus dem Stehgreif: Subventionen jeglicher Art...
Wie ich schrieb: es fehlt hier an Ideen. Ich fühle mich weder kompetent noch dafür bezahlt, solche Ideen zu entwickeln bzw. umzusetzen.
Die Steuereinnahmen im letzten Jahr waren auf Rekordniveau. Ich behaupte, um die Einnahmen braucht sich der Staat weniger Gedanken als über die Ausgaben zu machen. - #43 19.04.2012 07:58 von
- #44 19.04.2012 08:02 von
Verkehrte sozialdemokratie
Irgendwie Abstrus: Wer Vermögensmillionär ist (Haus für € 700,000 und Aktienpaket für € 300,000) soll unangetastet bleiben. Wer € 110,000 im Jahr verdient, soll mehr zahlen.
Bei Steuerklasse I (single oder "wilde ehe") bleiben vom €110,000 ca. € 60,000 netto. Wer spart, schafft davon vielleicht € 40,000 im Jahr zurück zu legen. Er müsste also 25 Jahre lang sparen, bevor auch er Vermögensmillionär wird.
Klar ist: Eine Steuererhöhung macht den Gutverdiener nicht arm.
Verkehrt ist: Eine sozialdemokratische Partei schont lieber (meist durch Erbschaften) erreichten Besitzstand und macht es statt dessen Arbeitenden schwerer, Besitzstand zu erlangen. Es sollte anders herum sein.
Immerhin: Sie bringen die Vermlgenssteuer überhaupt wieder auf den Tisch - auch wenn sie es wahrscheinlich nur tun, weil sie wissen, dass CDU/FDP die Vermögenssteuer blockieren werden. - #45 19.04.2012 08:03 von
- #46 19.04.2012 08:03 von
Das ist neu
Das BVerG hat seiner Zeit zu Recht bemaengelt, dass Vermoegen ungleich besteuert wurden insbesondere Haeuser, deren Wert nach irgendwelchen Werten aus den 60zigern bewertet wurden. Ja stimmt schon man sollte erstmal die Subventionen streichen, als erstes das Ehegattensplitting, da Besserverdienende ueberprorortional profitieren, dann sollte es fuer Kinder nur noch das Kindergeld geben und keine Steueranrechnung derselben zulassen. Im Gegenzug koennte das Kindergeld sogar erhoeht werden. Dann die Privilegien fuer Dienstfahrzeuge, die Privat benutzt werden und Betrieben sollte man die Abzugsfaehigkeit von PKWs insofern beschraenken als das man als Kosten des am billigst erhaeltlichen PKW ansetzen darf. Das alles sind durch nichts gerechtfertigte indirekte Staatsausgaben, die man auch gut bleiben lassen koennte. Aber ich fuerchte Sie hatten da was anderes im Auge.
- #47 19.04.2012 08:04 von
Login-Timeout
Ich bin wahrlich kein "Wohlhabender" aber selbst ich finde die Idee der Vermögenssteuer verwerflich.
Man muss sich nur vor Augen halten, dass eine Vermögenssteuer von 7% eine Halbierung des Vermögens in 10 Jahren zur Folge hätte.
Selbst 1% Vermögenssteuer finde ich kriminell.
Außerdem haben wir in D kein Steuereinnahmeproblem, sondern ein Ausgabeproblem. Die Geschichte hat gezeigt, dass jede neue Steuer 1. niemals wieder abgeschafft wurde (Schampussteuer ahoi) und dass 2. auch nach Einfführung neuer Steuern der Staat immer noch Schulden macht.
Also, wozu das Ganze? Die SPD macht sich nur lächerlich. Ich möchte wetten, dass auch dem "kleinen Mann" auf der Straße diese Vermögenssteuer sauer aufstößt. - #48 19.04.2012 08:05 von
- #49 19.04.2012 08:06 von
Von welchem Bestand reden Sie ? Geld ist definitiv kein Bestand - es ist ein Handlungsergebnis von Wirtschaftlichem Handeln - und was ihnen von den Banken als "Vermögen" angeboten wird ist nichts anderes als wertloses Buchgeld, das noch nicht mal gedeckt ist!
Und jede Änderung der Wirtschaft kann es ebenso vernichten wie alles andere -oder glauben sie Banken schreiben Werte zum spaß ab, und zahlen trotzdem noch das was untrennbar mit den Schulden verbunden ist - nämlich Giralgeld an sie noch aus?
Deshalb hat Buchgeld auch keine gesetzlich Sicherrung - nur BARGELD ist gesetzlich gesichert ,also was sie im Panzerschrank haben - alles andere ist letztlich schall und Rauch nur!
Und Bargeld - das gibt es für die gesamte Eurozone nur grad mal 1 Bio -- da bleibt dann von den 20 Bio "Banken-Giralgeld" nicht viel übrig im zweifel!
Für das BVerfG bestand da auch nie ein Schutzwürdiges Interesse von Bankengeld - geschützt wird wenn nur das Bargeld was sie fest in der Hand halten!
Die aktuellen Top-Themen

Antworten / Zitieren

