Die Sozialdemokraten schaffen sich ein starkes Thema für die nächsten Wahlen. Vier SPD-geführte Länder fordern eine Wiedereinführung der Vermögensteuer, ein Gesetzentwurf soll bald in den Bundesrat eingebracht werden. Im Gespräch ist eine Abgabe von einem Prozent - für Betriebe und Privatpersonen.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828418,00.html
Viel Geld der "Oberschicht" wird nur dadurch "erwirtschaftet", indem es sich selbst vermehrt. Dies geht nur, wenn dafür Leute in der "Unterschicht" arbeiten gehen und dies erwirtschaften und einen Teil dieses erarbeitenden Geldes als Zinsen ins für sie Nichts abgeben müssen. Insofern ein sehr unterstützenswerter Vorschlag, dass etwas von deisem zugeflogenem Geld wieder an die Gemeinschaft, die es erarbeitet, zurückgeht!
Das letzte, was wir in diesem Abzockerstaat gebrauchen können, ist noch eine neue Steuer, und dann auch noch eine auf schon doppelt und dreifach versteuertes Vermögen. Aber bitte, wenn der Staat auch noch den letzten, der hier Leistung bringt und Arbeitsplätze schafft, vergraulen will, bitte sehr.
Im Geschäftsleben wäre dieser Art irreführender Werbung wohl nach dem UWG justiziabel.
Wollen "Bebeln Seine" (C.v.O.) das als Juniorpartner in einer schwarzroten Koalition durchsetzen? Die einzige Koaltion auf Bundesebene, die dafür eine Bundestagsmehrheit liefern könnte, nämlich rot-grün-rot, lehnen sie doch immer aufs Neue vehement ab! Und selbst für den undenkbaren Fall einer rot-grünen Bundestagsmehrheit hat die S(eeheimer)PD doch durch ihr Koaltionsverhalten in den Ländern - schwarzrote und rotschwarze Koaltionen im Saarland, in Sachsen-Anhalt, in Thüringen, in Mecklenburg-Vorpommern, wo rechnerisch unter Einbeziehung der LINKEN jeweils auch anderes möglich wäre - selbst dafür gesorgt, dass im Bundesrat, der hier zustimmen müsste, niemals eine Mehrheit dafür zustandekommen kann.
Plumper, dummdreister Versuch des Wählerfangs mittels Schwindel!
1% für Vermögen über 2 Millionen € (so viel hat kein normaler Arbeitnehmer und nur die allerwenigsten Selbständigen) ist keine Ungerechtigkeit.
Die betreffenden Firmen oder Privatleute, denen das nicht gefällt, können ja dann in die Schweiz, Luxemburg oder die USA auswandern, um dort noch mehr Vermögenssteuer zu zahlen. Dort liegt die Vermögenssteuer nämlich wesentlich höher als die von der SPD anvisierten 1%.
Deutschland ist eines der ganz wenigen Länder weltweit, das überhaupt keine Vermögenssteuer und quasi sogut wie keine Erbschaftssteuer erhebt. Wenn die SPD nun erkannt hat, dass sich das ändern muss, wird sie wieder ein Stück wählbarer.
Auch der Vorschlag, den Spitzensteuersatz der Einkommenssteuer auf 49% zu erhöhen und ihn dafür aber erst ab 100.000€ greifen zu lassen, statt wie bisher schon bei weniger als 60.000€ ist begrüßenswert. Das entlastet die normal bis gut verdienenden Angestellten (Ingenieure, gut verdienende Facharbeiter, Wissenschaftler, usw. usf.), da die dann aus dem Spitzensteuersatz rauskommen, und verteilt die Last mehr auf die wirklich gut Verdienenden. Damit ist im Grunde allen geholfen, vor allem der immer viel beschworenen Mittelschicht
Wenn die SPD glaubwürdig vermitteln kann, dass sie dass nach der Wahl auch tatsächlich durchsetzt und wenn dann noch die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns dazukommt, sowie die Regelung dass Leiharbeiter/Zeitarbeiter genauso gut bezahlt werden müssen wie die Festangestellten im selben Betrieb, die die gleiche Arbeit verrichten, dann könnte die SPD für mich tatsächlich wieder zur Wahlalternative werden.
Aber genau das ist der Knackpunkt: Glaubt man der SPD, dass sie das dann auch wirklich tut, wenn sie in irgendeiner Art und Weise regierungsbeteiligt ist? Bis zur Wahl kann noch viel passieren. Erstmal sehen, wie die SPD-Pläne kurz vor der Wahl aussehen.
Solange Figuren wie Gabriel und Steinmeier in der SPD den Ton angeben und eine derartig inkompetente Luftpumpe wie Steinbrück dort als Wirtschaftsfachmann abgefeiert wird, rückt überhaupt gar nichts nach links. Und erst recht nicht bei der Vermögenssteuer. Es wird kommen wie immer bei den Sozen - sobald sie in der Regierungsverantwortung sind, gibt es auf einmal 1000 Gründe, die eigenen Forderungen nicht erfüllen zu müssen.
Sehe ich genauso. Wenn es irgendeinen Ort gibt, wo Geld nicht hingehört, dann ist das die Staatskasse. Sowas braucht kein Mensch. Jeder Cent in der Staatskasse ist einer, der nicht für Investitionen am Kapitalmarkt zur Verfügung steht, und der dadurch das Wachstum des Vermögens aller bremst.
Da irren sie sich aber ganz gewaltig, diese SPD will nicht zurück zu einer sozialdemokratischen Partei, es sind nur reine Täuschungsmanöver, mehr nicht.
Die Genossen hatten doch auch am Redeverbot unliebsamer Kollegen gearbeiten, diese Partei hat schon lange den Weg in ein er anderen Richtung eingeschlagen.
Das Sozialdemokratische kam immer nur sehr zaghaft und nie mit Nachdruck herüber, sie waren noch nie das was sie sein wollten.
Ihre gesamte Geschichte zeigte es auf, dass sie imgrunde nie wirklich links stehen wollten.
Aber ob sie die Vermögensabgabe auch wirklich durchbringen wollen, dass möchte ich bezweifeln.
Sie haben vollkommen recht, deshalb ist es nur vernünftig das Geschenk "Abschaffung der Reichensteuer" wieder einzusammeln und die Steuer wieder einzuführen!
Wobei der Name Reichensteuer nicht umbedingt zielführend ist, denn ab wann ist man eigentlich reich? Ab einem einkommen von 60.000€ im Jahr, ab 150.000€ im Jahr oder doch erst ab ner Million?
Aber wenns darum geht, wer sagt von sich aus schon er sei reich, bzw. reich genug(was nicht neidisch oder negativ gemeint ist, sondern als klare aussage: Ja, ich habe sehr viel Geld, und brauche eigentlich nicht noch mehr) ;)
Denn sind wir ganz ehrlich, jeden cent den wirklich vermögende Zahlen bekommen sie meist wieder zurück!
Wie das von statten geht, würde den Rahmen des Kommentars hier sprengen, aber jeder kann sich ja mal mit dem Geldkreislaufsystem auseinander setzen ;)