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Gesetzentwurf: Regierung will Wartezeiten für Kassenpatienten verkürzen

Wer zum Facharzt muss, wartet oft wochenlang auf einen Termin - vor allem, wenn er nicht privat versichert ist. Nach SPIEGEL-Informationen will Gesundheitsminister Daniel Bahr die Diskriminierung nun stoppen - per Gesetzentwurf.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...784272,00.html
  1. #110

    gegen Titel für Wartezeiten

    Zitat von intergrund Beitrag anzeigen
    ...es gibt unverschämt wohlhabende Ärzte, die dann auch noch jammern (wie es auch Hartz-IV-Empfänger gibt, die spätrömische Dekadenz fröhnen, Migranten, die das deutsche Sozialsystem ausnehmen, etc.), aber es ist eben nicht die Regel. Wenn Sie daraus abgeleitet das ganze System mit allen Beteiligten in die Wüste wünschen, tun Sie den meisten eben unrecht.
    immerhin hat nicht lange gedauert bis die Abwandlung von Godwins Law kam.
    Damit meine ich die unpassende Einbringung des Begriffes "HartzIV".

    Zitat von czarpeter Beitrag anzeigen
    ...Jeder Allgemeinmediziner hat ein Roentgengeraet und dass wurde auch bis zum Exzess genutzt. Heute sind nur noch Privatpatienten dem Unfug ausgeliefert. Das Problem ist einfach, der Patient weiss im Allgemeinen nicht was wirklich notwendig und sinnvoll ist und stimmt dann im Zweifel allen Behandlungen zu.
    Komisch, da habe ich mir wohl die falsche Hausärztin ausgesucht. Die hat kein eigenes Röntgengerät und stimmt die Behandlung mit mir ab bzw. ich bekomme auf meine Fragen auch Antworten.
    Das sogar als Mitglied einer GKV.
    So what?
  2. #111

    Harte Realitäten

    Zitat von BeitragszahlerwiderWillen Beitrag anzeigen
    .........
    ............
    Aber bei rund 500 Euro monatl. Zwangs-Beitrag incl. Arbeitgeberanteil sehe ich nicht ein, mich noch für alles, was ich in Anspruch nehme extra versichern zu müssen. Genau wie bei der Rentenversicherung! ..........................
    Ihren Ärger versehe ich sehr wohl. Dennoch ist die Entscheidung für eine private Zusatzversicherung absolut doch keine Frage der persönlichen "Einsichten", sondern der harten Realitäten.

    Bei dem Thema Zahnersatz z.B. wird das sehr deutlich. Für jeden zu ersetzenden Zahn muss der GKV-Versicherte noch etwa 2.000 Euro aus eigener Kasse aufbringen; 200 Euro sind es nur noch mit Zusatzversicherung. Und zwischen dem 35. und 65. Lebensjahr sind durchschnittlich über 10 Zähne zu ersetzen lt. einer Mundgesundheitsstudie.

    Bei der gesetzl. Rentenversicherung gibt es auch nur die Wahl, sehenden Auges in die Altersarmut zu rennen oder sich seriös zusätzlich zu versichern.
  3. #112

    Das ist einleuchtend

    Zitat von hatorihanzo Beitrag anzeigen
    Für dieses sicher sehr ärgerliche Dilemma gibt es eine einfache aber seltsamerweise in den Medien nie erläuterte Erklärung. Als Kassenarzt betreue ich im Quartal ca. 1200 GKV-Patienten und leider nur 50 bis 60 Private (strukturschwache Region). Ich könnte ohne Weiteres auch 2000 GKV-Patienten annehmen, die Nachfrage ist da. Ich schaffe es aber nicht, die Zeit ist einfach nicht da. Wenn nun -was selten genug vorkommt- ein P-Patient anruft und einen Termin will, schiebe ich den irgendwo ein oder hänge ihn dran. Das kann ich aber bei den Kassenpatienten nicht machen, denn es sind zuviele. Heute morgen riefen alleine 15 Patienten an, die umgehend einen Termin wollten. Ich bin froh, wenn ich die Notfallpatienten noch einschieben kann, denn die kann und will und würde ich nie warten lassen. Selbst bei Abschaffung der Privatversicherung würden die Wartezeiten der GKV-Patienten nur marginal sinken.
    und macht zumindest für mich die differenzierte Behandlung von Privat- und GKV-Patienten verständlicher. Mehr als arbeiten kann schließlich auch ein Arzt nicht, und solange Notfälle umgehend versorgt werden, ist, glaube ich, auch alles in Ordnung. Ihnen wünsche ich noch viele Erfolge in Ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit und dass Ihnen Ihr ärztliches Ethos nie abhanden kommen möge.

    Mit freundlichen Grüßen
    kagu
  4. #113

    Vorsorge oder Nachsorge?

    Zitat von uinen_osse Beitrag anzeigen
    soll laut Statistik von Krebs betroffen sein oder in der Zukunft werden. Werden Sie denn da nicht nachdenklich dass es wohl kaum allein am Essen und an der Ernährung liegen kann ...
    Bekannte von uns haben ein Kind das schweres Rheuma hat. Was bitte schön wollen Sie diesen Eltern sagen? Sicher - gesunder Lebenswandel ist eine wichtige Säule aber eben doch nur eine unter vielen ...
    Mich machte ein Vergleich zwischen Franzosen und Deutschen stutzig. Wir geben 20% unseres Geldes für Gesundheit und 10% für die Ernährung aus, und die Franzosen haben ein umgedrehtes Verhältnis.

    Natürlich kann man mit Vorsorge vieles nicht verhindern. Aber wir sind und bleiben Sterbliche und mein Ziel wird bleiben, so intensiv und schön wie möglich zu leben. Und glücklich und zufrieden zu sein und positiv mit dem Leben umzugehen, verhindert viele Krankheiten.
  5. #114

    Lehrer in der Diskussion....

    Zitat von fuzzi-vom-dienst Beitrag anzeigen
    Ehe Sie weiter fatasieren, bitte ich Sie in aller Form, sich einmal die jedermann zugänglichen Gehaltstabellen im Internet anzusehen.
    Vom Beruf des Lehrers haben Sie offemsichtlich wirklich NULL Ahnung, sonst würden Sie hier nicht solch einen Unsinn schreiben.
    Der Beamte ist für den Staat aktuell die billigste Lösung;
    Ups, Lehrer verdienen noch mehr, als ich dachte:
    http://www.tresselt.de/besoldung.htm

    Zitat von fuzzi-vom-dienst Beitrag anzeigen
    Und ehe Sie rumstänkern:...
    Sie müssen bei Ihrem Verständnis ein Lehrer sein. Mit keinem Wort habe ich die Höhe der Besoldung kritisiert. Es geht nur um das Verhältnis zu selbstständigen Ärzten, und die verdienen, wenn man genau vergleicht, in vielen Fällen erheblich wenniger als Lehrer.
  6. #115

    Danke!

    Zitat von kagu Beitrag anzeigen
    und macht zumindest für mich die differenzierte Behandlung von Privat- und GKV-Patienten verständlicher. Mehr als arbeiten kann schließlich auch ein Arzt nicht, und solange Notfälle umgehend versorgt werden, ist, glaube ich, auch alles in Ordnung. Ihnen wünsche ich noch viele Erfolge in Ihrer verantwortungsvollen Tätigkeit und dass Ihnen Ihr ärztliches Ethos nie abhanden kommen möge.

    Mit freundlichen Grüßen
    kagu
    Tut gut so ein Statement zu lesen und nicht immer nur als geldgeiler Nichtskönner hingestellt zu werden.


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