DPABisher waren sie auf die Zustimmung der Mutter angewiesen, nun will die Bundesregierung die Rechte lediger Väter stärken. Künftig sollen sie eine gemeinsame Sorge einfacher und schneller durchsetzen können. Es sei denn, das Wohl des Kindes ist gefährdet.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...842449,00.html
Zumindest wird das in Deutschland so gesehen. Wenn Frau mit Mann und Kind sich bewirbt wird gefragt , wie sie das mit dem Kind macht. Der Vater wird meist außen vor gelassen. Das ist ein gesellschaftliches Problem und hat nichts mit einer Dominanz von Frau oder Mann zu tun.
Es ist immer noch nicht gern gesehen, dass Frau mit kleinem Kind arbeitet, aber auch nicht, dass Mann Erziehungsurlaub nimmt.
Ich finde es gut für die Väter, die Kontakt zu ihren Kindern haben wollen. Denn weder Mutter noch Vater hat das Recht dem Kind den Kontakt zum anderen Elternteil zu verwehren. Vor allem da meist persönliche Gründe der Grund dafür sind.
Die Idee, Männern endlich den Umgang mit ihren Kindern zu erleichtern, finde ich vollkommen in Ordnung. Ein Sorgerecht einzuräumen sollte aber dann auch hinsichtlich einer Sorgepflicht geklärt werden, die nicht nur auf Alimente-Zahlungen, sondern auch auf Punkte eingeht, die zum Beispiel: Zuverlässigkeit im Umgang, Kind-gerechte Unterbringung, ebensolcher Umgang mit Drittpersonen etc. prüft. Wer ein Kind "produziert", indem er z.B. eine durchzechte Nacht mit einer ihm unbekannten Frau verbringt, kann nicht zwingend plötzlich das Recht erhalten, über Kindergarten, Schule, Arztbesuche oder Friseurbesuche mitentscheiden zu wollen. Es scheint doch bisher den Frauen zu verdanken zu sein, dass sie überhaupt Kinder in die Welt setzen, wo viele Männer noch nicht mal Verantwortung für eine Beziehung übernehmen wollen. Wie wollen diese Männer dann Verantwortung für ein Kind übernehmen? Ohne eine Regelung, wie ein respektvoller Umgang mit der jeweiligen Mutter möglich ist, sollte m.E. überhaupt nichts geändert werden, sonst wird nur der “lustigen Samenweitergabe ohne Verantwortung“ Rechnung getragen.
Ich habe im Februar diesen Jahres das gemeinsame Sorgerecht für meine unehelich geborenen Kinder zugesprochen bekommen. Der Prozess hat über ein Jahr gedauert, aber das Gericht hat letztlich alle Einwände der Mutter als unerheblich abgewiesen. In der Urteilsbegründung wurde explizit erwähnt, dass es dem Kindeswohl entspricht wenn beide Elternteile die elterliche Sorge ausüben.
Meine Anwältin hat mir gratuliert, da ich damit zu den ersten Vätern in Deutschland gehören würde, die durch die Aufhebung der alten Gesetzgebung erfolgreich das gemeinsame Sorgerecht erstreiten konnten.
Ich hoffe dies macht anderen betroffenen Vätern Mut!
Das stimmt doch garnicht, Sorgerecht hat doch nichts damit zu tun ob Man(n) sein Kind sehen darf oder nicht, dafür gibt es das Umgangsrecht, das ist unabhängig vom Sorgerecht.
Das Sorgerecht ist dafür bestimmt, um bei Ärztlichen Eingriffen, Kindergarten-, Schul-, und Ausbildungs (Studiums) Wahl mitzubestimmen. (Oder allen sonstigen WICHTIGEN Sachen die das gemeinsam Kind betreffen)
Ich findes es allerdings total hirnrissig, denn wenn die Väter ja auch so toll wären würden sich nicht so viele Mütter von ihnen trennen (teils vor der Geburt).
Bekommt ihr doch die Kinder selbst dann könnt ihr endlich vollwertig mitreden, wieso werden wir Frauen überhaupt noch Mütter wenn uns immer mehr Rechte und Pflichten aberkannt werden?
Aber klar doch:
Man(n) macht sich aus dem Staub, wenn er von der Schwangerschaft einer Sexualpartnerin erfährt, die Frau darf sich allein Gedanken machen, wie sie ihre berufliche Zukunft gestaltet, wie sie allein ein Kind aufzieht, etc.
Das Kind wird geboren, die Nächte sind kurz, die Mutter nicht selten kurz vorm Zusammenbruch... alle die das mitgemacht haben wissen, wie anstrengend gerade das erste Jahr mit einem Baby ist.
... und wenn das Kind das 2 oder 3 Jahre alt ist, wenn man mit ihm reden und spielen kann, dann steht plötzlich der Kindsvater vor der Tür und erinnert sich: er könnte ja mal das Sorgerecht beantragen. Na, vielen Dank!
Die Folge ist dann, dass jegliche Entscheidungen 2 Unterschriften benötigen (Mutter UND Vater), z. B. welche Kita oder Schule das Kind besucht, ob es mit zur Klassenfahrt darf, in welchen Sportverein es eintritt, etc. Wird sicher lustig für das Kind, wenn jede Entscheidung die es selbst betrifft, erstmal mühsam zwischen den Eltern ausgekaspert werden muss - bis es den Eltern dann mal gelingt, sich zum Unterschreiben eines Formulars zu treffen.
Es ist lediglich ein Fakt, dass sich der Großteil der Kinder den Kontakt zu beiden Elternteilen wünscht.
Hier werden die Rechte jammernder Väter gestärkt - dabei sollte es eigentlich um die Rechte der Kinder gehen. Da sollte man bei Alleinerziehenden vielleicht grundsätzlich durch Mediation versuchen, den Bedürfnissen des Kindes entgegenzukommen, indem eine neutrale Person zwischen den Eltern vermittelt.
Jetzt müssen die Väter nur verinnerlichen, daß es ihnen um das Kind geht, und nicht um die Mutter. Schwierig diese Trennung, aber machbar. Wobei Besuchsebene kein Ersatz ist für ständige normale Anwesenheit, eben normales Leben. Aber eine gute Sache.
Ich konnte einst die Adoption meines Sohnes durch den mittlerweile Ehemann nur verhindern mit dem kalt kalkulierten Hinweis auf das Ende meiner Unterhaltszahlung, und viel "Begeisterung" und "Lob" über die Qualität des Gatten. Trotz regelmäßiger Wochenenden
ist das Verhältnis zwischen Sohn und mir relativ distanziert.
Scheitern ist möglich. Die mehrheitliche Abwesenheit schafft wenig Nähe und Wärme.