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Gesetzentwurf für Betreuungsgeld: Kabinett beschließt Herdprämie

dapdZumindest dieser Streit ist bei Schwarz-Gelb nun beigelegt: Die Ministerrunde hat das Betreuungsgeld abgesegnet, das Eltern bekommen sollen, die ihre Kinder nicht in die Kita schicken. Außerdem billigte das Kabinett einen Gesetzentwurf zur privaten Pflegeversicherung.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...837227,00.html
  1. #300

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    noch ein kleiner Hinweis: in den USA, der einzigen westlichen Gesellschaft mit ausreichender Reproduktionsrate, gibt es überhaupt keine staatliche Kleinkinderbetreuung.
    Aber eine private, die man von der Steuer absetzen kann.
    Des weiteren sind Schulen in den USA Ganztagsschulen.
    Aber warum in die Ferne schweifen:
    In der EU sind Deutschland und Österreich die beiden einzigen Staaten, die
    kein flächendeckendes Vorschulsystem haben.
    Und:
    Deutschland ist (wiederum neben Österreich ) das einzige Land in der EU
    In dem das Vorschulsystem nicht dem Schulsystem angegliedert ist.

    Das führt dazu, dass dort so ziemlich jeder machen kann, was er will.
    Insbesondere ist keine besonders hohe Qualifikation der Erzieher / Betreuer nötig.
    In allen anderen Staaten der EU ist den Leuten für die kleinsten das Beste gerade gut genug:
    Man braucht dort ein Hochschulstudium um Kleinkinder in Vorschuleinrichtungen
    beschulen zu können, denn wie bereits gesagt:

    Es handelt sich um Schulen, nicht um Gärten.

    Und: Ausser in D und Ö sind Ganztagsschulen die Regel.


    In F gibt es ein flächendeckendes Vorschulsystem seit 1882.
    (Maternelles)
    Ganztags,flächendeckend,kostenlos und freiwillig.


    Mehr als 98 % aller Kinder gehen dorthin.

    Irgendwelche „Nebenwirkungen“ sind unbekannt.

    Die Frage : Schadet es dem Kind stellt sich für eine Französin nicht.

    Sie weiss, das es nicht so ist.

    In D ist das wohl eher eine Generationenfrage.

    Meine frz. Schwiegermutter sagt in solchen Fällen immer:

    Es hat ziemlich lange gedauert, bis sich deutsche Geschmacksnerven an’s Olivenöl gewöhnt haben.

    Bei den Vorschulen und Ganztagsschulen wird’s wohl noch länger dauern
  2. #301

    Sie verstehen nicht

    Zitat von pittiken Beitrag anzeigen
    Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt. Wollen Sie jetzt Kinder sich selbst überlassen, während dann die Eltern arbeiten gehen? Wollen Sie Zustände wie zu Kriegszeiten?

    Also bleiben Sie auf den Teppich.
    Wieso muss der Staat für die Kinder sorgen, wenn die Eltern arbeiten gehen? Warum organisieren die das nicht selbst?

    Wie ich an anderer Stelle schon sagte: die einzige westliche Gesellschaft mit einer wirklich ausreichenden "Reproduktionsrate", die USA, kennt überhaupt keine staatliche Kleinkindbetreuung.
  3. #302

    Ja

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Aber eine private, die man von der Steuer absetzen kann.
    also. Und trotzdem gibt es "genug" Kinder. Wissen Sie, in einem solchen Fall ist allein dadurch schon die Behauptung widerlegt, der Staat müsse solche Einrichtungen schaffen, um den Frauen die Verbindung von Arbeit und Kindern zu ermöglichen. Offensichtlich mus er eben nicht, der Staat.
  4. #303

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    also. Und trotzdem gibt es "genug" Kinder. Wissen Sie, in einem solchen Fall ist allein dadurch schon die Behauptung widerlegt, der Staat müsse solche Einrichtungen schaffen, um den Frauen die Verbindung von Arbeit und Kindern zu ermöglichen. Offensichtlich mus er eben nicht, der Staat.
    Bei uns "muss" der Staat in der Tat, denn der Sozialstaat
    hat bei uns Verfassungsrang.
    Unterliegt übrigens der "Ewigkeitsklausel"des GG.

    Wieso glauben Sie gibt es einen Rechtsanspruch ?
    In den USA gibt es übrigens auch keine gesetzliche Krankenversicherung(oder zumindest keine, die diesen Namen verdient)
    Sie die auch abschaffen ?
  5. #304

    Vielleicht

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Bei uns "muss" der Staat in der Tat, denn der Sozialstaat
    hat bei uns Verfassungsrang.
    Unterliegt übrigens der "Ewigkeitsklausel"des GG.
    ist das ja auch der Grund, warum immer mehr Leute von selbst nichts unternehmen wollen. Weil sie die "Sozialstaatsklausel" genau wie Sie (falsch) interpretieren: der Staat muss mir all das, was ich gerne möchte, ermöglichen.
  6. #305

    Klar gibt es ...

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    ist das ja auch der Grund, warum immer mehr Leute von selbst nichts unternehmen wollen. Weil sie die "Sozialstaatsklausel" genau wie Sie (falsch) interpretieren: der Staat muss mir all das, was ich gerne möchte, ermöglichen.
    ... diese ewigen Jammerer mit ihrer Vollkasko-Mentalitaet. Ich hätte auch deutlich mehr Geld in der Tasche wenn man diese lästigen Steuern runterschrauben würde....

    Aber dann? Leben wie in Lateinamerika? Bloss keine teure Uhr tragen, ein kleines Auto fahren um nicht aufzufallen, Angst davor haben dass die Kinder entführt werden?!

    Da lebe ich lieber in einer Gesellschaft, in der man auch Steuern bezahlt und damit Menschen ein Grundrecht auf z.B. Gesundheit und Bildung ermöglicht.
  7. #306

    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    ist das ja auch der Grund, warum immer mehr Leute von selbst nichts unternehmen wollen. Weil sie die "Sozialstaatsklausel" genau wie Sie (falsch) interpretieren: der Staat muss mir all das, was ich gerne möchte, ermöglichen.
    Zitat von Bondurant Beitrag anzeigen
    ist das ja auch der Grund, warum immer mehr Leute von selbst nichts unternehmen wollen. Weil sie die "Sozialstaatsklausel" genau wie Sie (falsch) interpretieren: der Staat muss mir all das, was ich gerne möchte, ermöglichen.
    Nein, überhaupt nicht.

    Im übrigen haben weder Sie noch ich die Definitionshoheit über den Begriff „Sozialstaat“,
    sondern das BVerfG.

    Wenn Frauen arbeiten wollen, hat der Staat das zu ermöglichen.
    (Ob nun direkt oder indirekt sei dahingestellt).

    Aber wenn Plätze fehlen ist der Staat verpflichtet diese zu schaffen.
    (Und das weiss der Staat auch)

    Immerhin sind alle Parteien in D was den Stellenwert von Arbeit
    angeht ähnlicher Meinung( CDU : „Sozial ist was Arbeit schafft“,
    SPD: „Sozial ist was Arbeit schafft und gerecht entlohnt wird“,
    die anderen sind SPD ähnlich).


    Daraus brauchen Sie jetzt nicht mangelnde Eigeninitiative zu konstruieren.

    Es ist Konsens aller politischen Parteien in D (ausser NPD) dass, wenn eine Frau arbeiten will, der Staat dies zu ermöglichen hat.
    Daher der Rechtsanspruch.
    Legen die Parteien alle die Sozialstaatsklausel falsch aus
    und Sie sind im Alleinbesitz der Wahrheit ? .
  8. #307

    Ich bin pro Betreuungsgeld. meines Erachtens gehören Kinder zuerst in die Familie. Leider ist dies in vielen Familien aus finanziellen Gründen ni
    cht möglich. Der KiGa ändert an einem sozial inkompetenten Elternhaus auch nichts. Ich möchte meine Tochter jedenfalls nur im absoluten Notfall vor dem 3. Lebensjahr in Betreuung geben!
  9. #308

    Mütterprämie

    Liebe CSU,

    die Hartnäckigkeit, mit der sie ein Betreuungsgeld für Mütter.... für alle, die Kinder betreuen wollen.... für alle, die Kinder betreuen können, ohne zuviel Geld dabei zu verlieren.... für alle, die von der Gesellschaft dazu ausersehen wurden, Kinder zu betreuen.... für alle, die Gott dafür vorgesehen hat.... für alle, die das Sorgerecht für das Kind haben.... .... ..... mit der sie ein Betreungsgeld für Mütter fordern ist herausragend. Vergleichbar nur, mit der Hartnäckigkeit und Zielstrebigkeit, mit der die FDP seinerzeit die schon legendären Steuererleichterungen für Hoteliers forderten und schließlich durchsetzten. Bestimmt werden es ihnen die Wähler genau so danken, wie sie es der FDP gedankt haben.

    Alle Widerstände zur Seite wischen und sein Ziel fest im Auge behalten - nur so kommt man als Politiker an sein Ziel. Nur das allein wird vom Wähler auch honoriert. Mögen die Wissenschaftler, Soziologen, Pädagogen und Psychologen noch so toben. Die Politik muss zeigen, dass sie es besser weiß.
    Ideologie hat Vorfahrt.
  10. #309

    Was

    Zitat von IB_31 Beitrag anzeigen
    Definitionshoheit über den Begriff „Sozialstaat“,
    [hat] das BVerfG.
    ...
    Es ist Konsens aller politischen Parteien in D (ausser NPD) dass, wenn eine Frau arbeiten will, der Staat dies zu ermöglichen hat.
    Daher der Rechtsanspruch.
    Legen die Parteien alle die Sozialstaatsklausel falsch aus
    und Sie sind im Alleinbesitz der Wahrheit ? .
    meinen Sie denn nun? Dass die Pflich des Staates, Frauen "das Arbeiten zu ermöglichen" aus der verfassung folgt oder aus dem Konsens der Parteien?

    Das ist schon ein Unterschied.


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