dapdZumindest dieser Streit ist bei Schwarz-Gelb nun beigelegt: Die Ministerrunde hat das Betreuungsgeld abgesegnet, das Eltern bekommen sollen, die ihre Kinder nicht in die Kita schicken. Außerdem billigte das Kabinett einen Gesetzentwurf zur privaten Pflegeversicherung.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...837227,00.html
Der Begriff „Herdprämie“ wird teils mit einer kritischen / pejorativen Konnotation verwendet; er hat sich in Politik und Medien durchgesetzt.[28] Der Begriff Herdprämie wurde 2007 Unwort des Jahres. Der Juryvorsitzende Horst Dieter Schlosser äußerte die Ansicht, es diffamiere Eltern, insbesondere Frauen, die ihre Kinder zu Hause erziehen.[29] (wikipedia)
Aber sicher wird es auch Väter geben, die für ihre Kleinkinder den ganzen Tag am Herd stehen werden.
Eltern, die noch rechnen können, werden zumindest zunehmend zu Exoten erklärt.
Wie wird "Der Spiegel" demnächst die Ehe nennen? Ist sie nicht ebenfalls ein Hindernis, den Wohlstand der Gesellschaft mittels Billigstarbeit der Gattinnen der einzig wahren Arbeitskräfte voranzutreiben?
Hehe, so kann man das natürlich auch sehen. ;-)
Wir sollten also mal Josef Ackermann mit einer Tochter, Hartmut Mehdorn mit drei Kindern oder Ferdinand Piëch mit zwölf Kindern mitteilen, dass sie niemals wirklich ehrgeizig eine Karriere verfolgten. Ich vermute, das wird mächtig an deren Ego kratzen.
Zwei Frauen auf die Schnelle noch gefällig? Wie wäre es mit Kristina Schröder mit einem Kind oder Ursula von der Leyen mit deren sieben?
Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich das Lebenswerk der einzelnen Personen hier nicht bewertet habe, nur ich weiß jetzt: Alles keine Karrieristen. ;-)
Ja, ich stimme Ihnen zu, kleine Kinder brauchen Liebe und Zuneigung ihrer Eltern. Allerdings erschließt sich mir nicht, wieso sie keine Bildung brauchen sollten. Selbstverständlich brauchen kleine Kinder Bildung, z. B. in Form von sprachlichen Anregungen, Vorlesen, angeleiteten Spielen, Umwelterfahrungen, sozialen Kontakten etc. Diese Bildung kann sowohl im Elternhaus als auch in einer Kinderkrippe geleistet werden.
Das Betreuungsgeld bietet jedoch keine Wahlfreiheit, sich für das eine oder andere Erziehungsmodell zu entscheiden, so lange es zu wenig Krippen gibt. Es ist eine ungerechte Sozialleistung, die noch nicht einmal jeder daheimgebliebene Mutter zusteht!
Abgesehen davon erschließt sich mir absolut nicht, warum Eltern dafür bezahlt werden sollen, wenn sie in der glücklichen Lage sind, die o. g. Aufgaben bei ihren Kindern selber übernehmen zu können. Ist die Erziehung und Versorgung von Kindern nicht immer schon die ureigenste Aufgabe von Eltern gewesen?
Hmmm, da dachte ich bei Ihrem letzten Beitrag, den ich eben schon zustimmend kommentiert habe, wir hätten eine Möglichkeit gefunden, sachlich zu argumentieren, aber hier trieft es ja schon wieder vor Zynismus und Boshaftigkeit. Schade eigentlich, da ich an sachbezogenden Diskussionen interessiert bin, aber Sie scheinen es zu brauchen, noch mal nachzuhacken, nicht wahr? Ich hoffe, dass es Ihnen gut tut und Sie sich wohlfühlen. ;-)
Aber ich bin durchaus bereit, auf provokante Fragen zu antworten:
Entschuldigung, aber auf die Vorbereitung Ihrer später noch folgenden Spitze gegen mich muss ich einfach mal satirisch antworten: Sie haben Recht, es gibt solche Väter. Es soll übrigens, wurde mir gesagt, sogar Mütter geben, die sich ganz egoistisch Kinder machen lassen, um sich dann vom Mann (oder Männern) aushalten lassen. Das werden Sie ja wiederum nicht leugnen. ;-)
Hübsch gebrüllt und Gift gespritzt, lieber Forist. Wirklich amüsant. Aber mal im Ernst: Meine Frau und ich haben, als wir an Nachwuchs dachten, auch die Möglichkeiten einer Kinderbetreuung besprochen. Aufgrund der Tatsache, dass ich zum Zeitpunkt der ersten Jahre unseres Nachwuchses deutlich mehr Geld als meine Frau verdiente und aufgrund der Tatsache, dass sie das große Glück hat, auf Basis eines geeigneten Arbeitsvertrages Teilzeit arbeiten zu können, haben wir uns entschieden, dass meine Frau für die ersten Jahre zu Hause bleibt. Auch wenn Sie das schmerzen wird: Es war eine gemeinsame Entscheidung, und ich habe niemals zu meiner Frau gesagt: Schatz, Du musst jetzt an den Herd!
Ich gebe zu, dass die drei Jahre, die sie zu Hause war, nicht nur vollständig befriedigend für sie waren, und so haben wir alles unternommen, dass sie seitdem - anfangs auch mit Hilfe einer schon erwähnten Kita - Schritt für Schritt mehr und mehr zur Vollbeschäftigung zurückgekehrt ist.
Übrigens habe ich in früheren Jahren zunächst deutlich weniger als meine Frau verdient. Wie wäre es dann gelaufen? Wir werden es nicht wissen, und ich kann es nicht sagen, aber vielleicht hätte ich die Jahre freigemacht.
Und noch etwas ganz beiläufig: Nirgendwo habe ich eine frühe Kita-Betreuung kategorisch ausgeschlossen, so wie Sie es behaupten. Die Kita, in der ich mich engagiere, baut derzeit die Krippenplätze sogar aus. Worauf ich hinaus will - und ich schrieb es Ihnen bereits - ist, dass ich den teilweise stark verbreiteten Glauben, Krippenplätze sind per se etwas ganz Tolles, absolut ablehne und große Probleme auf unsere Gesellschaft zukommen lasse. Auch noch mal für Sie: Viele Kindergärten sind - trotz Zulassung - nur bedingt für die Kleinstkinder geeignet, denn es gibt viel zu wenige Erzieher, die wirklich darauf geschult und in der Lage sind, die Anforderungen umzusetzen, die die Gesellschaft von ihnen erwartet.
Hab ich auch schon öfters gesehen:
Da wirft eine genervte Krippenbetreuerin in jedes der Bettchen eine Flasche mit Babynahrung und das Kleine muss sich die Flasche selber geben. Mit der Zeit klappt das auch, schon wegen des Selbsterhaltungstriebs.
Meine Vorstellung von Nähe zwischen Mutter und Kind ist eine andere. Nichts ist wichtiger für das Vertrauen in seine kleine Welt, als dem Baby seine Zeit, seine Wärme und Geborgenheit zu geben. Das schafft keine genervte Betreuerin, wenn 5 Baby's schreien.
Aber zum Glück sind die Mütter ja nicht in der Nähe, wenn ihr Baby weint, mir jedenfalls würde es das Herz zerreißen.
Bekomme ich jetzt eine Couchprämie, wenn ich NICHT ins ebenfalls subventionierte Theater gehe?
dass diese ausgezahlte Herdprämie aber in voller Höhe von den Sozialleistungen für die Bedarfsgemeinschaft wieder abgezogen wird. Insofern hatte der Forist, den Sie mit Ihrem Beitrag verbessert haben, durchaus recht: die kriegen nichts!
Aber das war ja bestimmt nur ein Versehen!