Forum: Blogs
Gesetzentwurf: Bundestag streitet über Leistungsschutzrecht
DPASuchmaschinen wie Google sollen künftig zahlen, wenn sie die Inhalte von Verlagen ausführlicher darstellen als in Form von knappen Links - das sieht der Entwurf für ein Leistungsschutzrecht vor, der jetzt in den Bundestag eingebracht wurde. Die Opposition übte scharfe Kritik an dem Vorhaben.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-870134.html
- #1 30.11.2012 08:09 von
optional
Was daran falsch sein soll, seine Nutzer aufzurufen sich mit dem Thema zu beschäftigen und sich einzumischen, ist mir unklar.
Besser ich fahre eine öffentliche Kampagne und rege zur Diskussion an, als dass ich im Hinterzimmer oder in einer Nacht-und-Nebel-Aktion ein fragwürdiges Gesetz durchzudrücken versuche... - #2 30.11.2012 08:29 von
print-anzeigen
Wenn ich das richtig überblicke, hat Google für diese Kampagne alles in allem den Zeitungsverlagen knapp 500.000 € bezahlt. Ich würde also eher formulieren "auf dem Höhepunkt einer Zeitungskrise" unterstützt Google die notleidenden Verlage, die ihr Geld für Lobbyisten statt journalistische Arbeit ausgegeben haben.
Und die Verlage, die "der Wahrheit verpflichtet sind", haben ja auch nie gesagt, dass die Wahrheit vollständig sein muss, die sie veröffentlichen. Das Expertengutachten und diverse andere Rechtsgutachten wurden in FAZ, SZ usw. nie auch nur mit einem Wort erwähnt (http://feedproxy.google.com/~r/StefanNiggemeier/~3/HyCXpYAbIIs/). - #3 30.11.2012 09:33 von
- #4 30.11.2012 11:14 von
Die von SPON zitierten Aussagen der Politiker gehen ja mal völlig am Thema vorbei.
Die Frage ist doch ob die Verleger eine Leistung erbringen die Google zu entlohnen hat oder Google ohne Mehrwert für die Verleger deren Texte verwendet und daraus einen Mehrwert für seine eigenen Nutzer erzeugt.
Beides ist nicht gegeben. Google erzeugt zwar einen Mehrwert für seine Nutzer, aber auch einen Mehrwert für die Verleger.
Ich würde an Googles Stelle einfach einmal für einen Monat alle deutschen Zeitungen und Verlage aus dem Index schmeißen, wohlgemerkt News UND SUCHINDEX, auch wenn es hier nur um Google News geht.
Wenn die Debatten im Bundestag so hohl und leer ablaufen wie von SPON zitiert wundert mich aber auch nichts mehr. Da steckt ein Inhaltsgehalt von 0,000 drin. Und das ist laut Teaser "scharfe Kritik". Das ich nicht lache... das hat mit Kritik genau so wenig zu tun wie es für den Leser irgend einen Informationsgehalt hat. - #5 30.11.2012 11:35 von
- #6 30.11.2012 15:45 von
Wo ist denn die Werbung im News Umfeld?
Die Bilderstrecke zeigt es sehr schön: rund um die Nachrichten der Verlage in Google gibt es kaum Anzeigen. Warum sollte auch ein Werbungtreibender im Umfeld Syrienkrieg, Eurokrise oder Deutscher Politik werben?
Da haben die Leser doch nur schlechte Laune - kein gutes Werbeumfeld.
Das ist das Problem der Verlage: Die Nutzer wollen für diese Inhalte nicht zahlen und Werbung wirkt dort auch nicht gut.... - #7 30.11.2012 16:16 von
LSR, ein Symptom
Wieso stammt das Internet nicht aus Deutschland ? Die Menschen sind nicht blöder als auf der anderen Seite des Atlantiks. Die Regulierungswut zugunsten alter Monopole würgt jegliche Inovation ab. LSR ist nur ein Beispiel unter vielen.
Google kann ohne die Verlage kann weitermachen. Können die Verlage ohne Google auskommen ?
Da heute alles weitgehend auf Aufmerksamkeitsökonomie basiert, werden Gesetze wie LSR wie ein Boomerang zurückschlagen.
Einfache Regel für die Verlage : will ich nicht dass mein Content im Internet auftaucht (Agregatoren etc.), mache ich es nicht publik. Ganz simpel.
Webseitenbetreiber werden sicherlich virtuell ins Ausland gehen um dem LSR auszuweichen. Die deutschen Hoster werden sich bei den Politikern bedanken. Standortsicherung im Land von Johannes Gutenberg sieht anders aus. - #8 30.11.2012 21:51 von
Das Internet ein fremdes Tier!
Das Internet ein fremdes Tier! Das die Zeitungen/Medien nur Geld verdienen, wenn sie auch im Internet gefunden werden - dass haben die Herren Politiker mal wieder übersehen. ;-);-) - Wie war das noch - was ist ein Browser? (ein Tipp - es ist keine Telefonanlage )
- #9 03.12.2012 06:25 von
also ehrlich mal...
Es ist technisch ohne Aufwand möglich Google den Zugriff auf die eigene Seite zu untersagen. Einfach in die Datei robots.txt die Zeilen
User-Agent: Googlebot
Disallow: *
eintragen, fertig!
Hier soll offensichtlihc mal wieder doppelt profitiert werden. Klicks von Google abgreifen und Tante G auch noch dafür blechen lassen. Grundsätzlich ist das Gesetz ok, es müssen halt nur Sumas ausgenommen werden, die die robots.txt respektieren. Denn bei diesen hat der Inhaltsanbieter ja die Wahl, ob seine Seite indexiert (als Fachbegriff richtig!) wird, oder nicht.
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


