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Geschlossenes Heim in Niedersachsen: Sieben Jungen, eine Mauer

SPIEGEL ONLINESie sind ausgerissen, waren in Drogengeschäfte oder andere Straftaten verwickelt. Für Kinder und Jugendliche mit massiven Problemen ist ein geschlossenes Heim manchmal die letzte Chance. Aber wie können sie abgeschnitten von der Außenwelt lernen, den Alltag in Freiheit zu meistern?

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...843908,00.html
  1. #1

    Natürlich kostet so was Geld. Und vielleicht auch wesentlich mehr als offene Betreuung. Aber man kann doch nicht die Augen davor verschließen, dass es auch einige Fälle gibt, die im klassischen offenen Heim nicht (mehr) therapiert werden können. Soll man die so lange in Freiheit lassen bis der zwangsweise Entzug der Freiheit AKA Gefängnis jede weitere Hilfe nahezu unmöglich macht? Der Bericht sagt doch ganz klar, dass die Einweisung nur freiwillig erfolgt. Ich sehe da keinen Freiheitsentzug.

    Keins dieser Kinder kann etwas für seine persönliche Geschichte, die es da hin geführt hat. Die Eltern und/oder das soziale Umfeld haben aus verschiedensten Gründen versagt. Wenn das Umfeld der Kinder nicht helfen kann, dann muß die Gesellschaft in Form des Staates das Heft in die Hand nehmen, um diesen vermeintlichen Losern vielleicht doch noch eine Chance zu bieten. Und dazu gehört in den "krassen" Fällen vielleicht auch mal die geschlossene Unterbringung. Was bitte schön sind denn 11.000 € pro Monat pro Platz, wenn nur 5 oder 10% der Insassen auf den Rechten Weg zurück kommen und brave Steuerzahlerbürger werden? Die bezahlen ihren Heimplatz quasi selbst.

    BTW, das wäre für mich die wichtigste Information neben den Kosten gewesen. Gibt es belastbare Daten zu den Erfolgsquoten solcher Einrichtungen?
  2. #2

    Guter Ansatz

    Aber wie können sie abgeschnitten von der Außenwelt lernen, den Alltag in Freiheit zu meistern?
    ........................................
    Das werden die auch nachher nicht lernen. Der Erfolg dieser -natürlich viel zu teuren Einrichtungen- beruht darauf, dass die Jugendlichen früh lernen, wieviel es sich die Bürger kosten lassen sie wegzusperren, um sie loszusein. Und dass davon bei ihnen kein einziger Euro ankommt.
    Strafvollzug kommt da immer zu spät.
  3. #3

    Eines sollte dem Dümmsten klar sein,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sind ausgerissen, waren in Drogengeschäfte oder andere Straftaten verwickelt. Für Kinder und Jugendliche mit massiven Problemen ist ein geschlossenes Heim manchmal die letzte Chance. Aber wie können sie abgeschnitten von der Außenwelt lernen, den Alltag in Freiheit zu meistern?

    Jugendhilfe: Geschlossenes Heim für Jungen in Lohne - SPIEGEL ONLINE
    wenn ein Kind in ein geschlossenes Heim kommt, hat der Staat schon versagt, denn man hätte schon viel früher Eingreifen müssen in das Geschehen. Im Grunde ist das Jugendamt völlig Überflüßig, denn es zeigt sich immer wieder das dieses Amt nicht eingreift wenn noch etwas zu Retten ist. Erst wenn es zu spät ist und mal wieder eine Kindestötung durch die Presse geht kommt es zu Tage. Diese Herrschaften habe nichts, aber auch garnichts zu Wohle des Kindes getan. Genauso wenig wie für Zehntausend andere die vielleicht die Hilfe des Jugendamtes bräuchten. Das Jugendamt ist ein völlig überflüssiger Haufen von Bürokraten die nur eines kosten,nähmlich eine
    menge Steuergeld. Vernünftigerweise sollte man die Arbeit die eigendlich das Jugendamt zu erledigen hat in die Hände von Jugendorganisationen legen, daß Jugendamt auflösen und den Jugendorganisationen das Geld des Jugendamtes zur Verfügung stellen.Ich bin sicher, dann würden vielen Kindern geholfen werden anstatt immer wieder nur die Ausreden des Jugendamtes hören die sie sich einfallen lassen, um ja nichts tun zu müssen!
    schönen Tag noch,
  4. #4

    aha

    Zitat von leser008 Beitrag anzeigen
    Das werden die auch nachher nicht lernen. Der Erfolg dieser -natürlich viel zu teuren Einrichtungen- beruht darauf, dass die Jugendlichen früh lernen, wieviel es sich die Bürger kosten lassen sie wegzusperren, um sie loszusein. Und dass davon bei ihnen kein einziger Euro ankommt.
    Strafvollzug kommt da immer zu spät.
    Genau. Das ist natürlich der Grund für jedes gestrauchelte Kind. Kosten verursachen und sich daneben zu benehmen.
    Da versagt das Bollwerk an Wärme, Liebe, Stabilität und Unterstützung namens Mami und Papi auf ganzer Länge und verantwortlich dafür ist der Nachwuchs. Der sich dann auch erdreistet verhaltensauffällig zu werden. Was das alles kostet!
    Wollen Sie nicht vielleicht mobile Erschiessungskommandos einführen? Das käme wesentlich billiger und problematische Jugendliche kann man so wesentlich leichter wieder auf Linie bringen.
  5. #5

    das System Jugendhilfe

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ist die Fortsetzung deutscher totalitärer Geschichte mit anderen Mitteln!

    Jugendhilfe: Geschlossenes Heim für Jungen in Lohne - SPIEGEL ONLINE
    diese harten Worte wenigstens im Ansatz plausibel zu machen fragt nach dem Vergleich von Aufwänden pro Kind von 10,000 Euro und der Ursachenerklärung kindlichen Fehlverhaltens: "aber Armut verschlimmert die Situation!“ Am Anfang und Ende dieser innerfamiliären Gewaltspirale stehen oft JA und Caritas als Auslöser, die Caritas dabei immer als Profiteur, die JA als Zuarbeiter. Hilfe suchenden Eltern wird Hilfe verweigert, dann zerstören Familienberatungen und Frauenhäuser die Familien, die Kinder werden zu staatlichen Spielbällen, teilweise und nachweisbar gegen ihre Eltern ausgespielt, das System Bildung und Teilhabe fordert Zuzahlungen, heizt die Armut an, die Kinder werden zu Schulversagern und versuchen sich und ihre Persönlichkeit anderweitig Geltung zu verschaffen. Es ist ein Profit orientiertes System, welches die Caritas im Namen der bezahlten Nächstenliebe immer weiter ausbaut. Es hat immer versagende Eltern gegeben, aber die übergroße Anzahl von Lohn und Brot suchenden Sozialarbeitern und Sozialpädagogen in Jugendämtern und Caritaseinrichtungen(die Diakonie ist nicht besser) greifen leider auch die Orte an, wo die Erziehung hingehört, Eltern und Familie! Auch wenn es Kinder gibt, die in liebvollen und hart arbeitenden Elternhäusern abgleiten, die Mehrzahl der weggesperrten oder psychatrisch behandelter Kinder kommen aus Alleinerziehenden Haushalten, die logischerweise nicht die Erziehungsarbeit einer Familie leisten können. Der Anstieg geschlossener Heime sind nur eine Facetten des Kostenanstieges und der Probleme, die outsourcing von Familienarbeit und Familienzerstörung mit sich bringt. Interessant ist, das nicht wenige Jugendämter bei Konflikten zwischen Kindern und Eltern sich heutzutage erst mal auf die Seite der Kindern stellen, die Eltern ausbooten. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!
    Vielleicht startet SPON hier einmal eine Umfrage, wieviele betroffene Eltern glauben, das Jugendämter gegen die Interessen von Eltern und Familien handeln. Es wäre interessant zu wissen!
  6. #6

    so lange...

    ...eine geschlossene Einrichtung Schutz gewährt, ist sie gerechtfertigt. Aber das hängt weniger von den Mauern, dem Gebäude ab, als von dem offenen Konzept und den Einstellungen, der Geduld der Mitarbeiter. Natürlich ist der Raum, den so ein Projekt benötigt, nicht unwichtig. Kinder, die so sehr auf die Kippe geraten, sind in erster Linie schutzbedürftig, vor allem vor sich selbst. Beziehung - Vertrauen, die erste Erfahrung im Menschenleben, später als Fähigkeit anzutrainieren ist eine herbe Sache. Aber ohne sie wird man nie gesellschaftsfähig.
  7. #7

    Zitat von indosolar Beitrag anzeigen
    Interessant ist, das nicht wenige Jugendämter bei Konflikten zwischen Kindern und Eltern sich heutzutage erst mal auf die Seite der Kindern stellen, die Eltern ausbooten. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!
    Das ist doch nicht interessant. Das ist doch nur logisch. Die Jugendämter sollen doch die 'Anwälte' der Interessen der Kinder sein, wenn diese Interesen von den Eltern nicht mehr wahrgenommen werden oder werden können.
    Prinzipiell haben aber die Jugendämter, genauso wie die Lehrer oder Erzieherinnen heutzutage eher das Problem, dass die Familie gar nicht greifbar ist. Da kann das Kind noch so auffällig Spuren von familiärer Gewalt zeigen. Wenn Vater und Mutter zusammen halten und sich einen guten Anwalt leisten können, bekommen Lehrer und Erzieherinnen mit Zivilcourage die Probleme und nicht die Prügeleltern.
    Das Jugendamt lässt zum puren Eigenschutz die Personen, die den Missbrauch erkannt haben dann genauso alleine wie die Missbrauchten selbst.
  8. #8

    Vorbeugen ist immer besser als Heilen!

    Aber, wenn man die Diskussionen z.B. über das Betreuungsgeld verfolgt hat, dann war diese doch gekennzeichnet durch eine sture unflexible Denkweise. Wenn man nur sein eigenes Konzept durchbringen will und dabei nicht sehen kann, dass es viele teils überlappende Modelle gibt, dann kann man keine effiziente frühkindliche, schulische und außerschulische Betreuung und Förderung erwarten. Dann wird es teuer. Bedenken müssen wir jedoch, auch diese am Rand stehenden Kinder und Jugendlichen haben einen Anspruch auf Hilfe und im Interesse der gesamten Gesellschaft müssen wir versuchen ihnen Möglichkeiten zu geben. Manchmal gibt man diese Möglichkeiten besser in einer so abgeschlossenen Einrichtung. Die Frage ist doch immer nur, wie ist der Umgang in der Einrichtung und werden die Rechte und die Würde der Jugendlichen gewährleistet. Geschieht dies, haben sie in dieser abgeschirmten Umwelt vielleicht zum ersten mal in ihrem Leben die Sicherheit die sie brauchen, um ihr selbstbestimmtes Leben in Angriff nehmen zu können. Auch Freiheit und der richtige Umgang mit dieser muss gelernt werden. Normalerweise geschieht dies nebenbei in der Familie und der Gesellschaft. Konnte, aus welchen Gründen auch immer, weder die eine noch die andere die Erziehung sicherstellen, müssen in einem geschützten Raum elementare Erfahrungen gemacht werden, welche die Jugendlichen in die Lage setzen, angemessen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Das Geld, welches man hier einsetzt, ist sehr gut investiertes Geld, wenn man diese Chance ernst nimmt. Jeder Mensch, dem geholfen werden konnte, ist ein Gewinn für die Gesellschaft. Ein Versagen kostet den Steuerzahler sehr viel mehr. Gefängnisse sind teuer.
  9. #9

    Zitat von indosolar Beitrag anzeigen
    diese harten Worte wenigstens im Ansatz plausibel zu machen fragt nach dem Vergleich von Aufwänden pro Kind von 10,000 Euro und der Ursachenerklärung kindlichen Fehlverhaltens: "aber Armut verschlimmert die Situation!“ Am Anfang und Ende dieser innerfamiliären Gewaltspirale stehen oft JA und Caritas als Auslöser, die Caritas dabei immer als Profiteur, die JA als Zuarbeiter. Hilfe suchenden Eltern wird Hilfe verweigert, dann zerstören Familienberatungen und Frauenhäuser die Familien, die Kinder werden zu staatlichen Spielbällen, teilweise und nachweisbar gegen ihre Eltern ausgespielt, das System Bildung und Teilhabe fordert Zuzahlungen, heizt die Armut an, die Kinder werden zu Schulversagern und versuchen sich und ihre Persönlichkeit anderweitig Geltung zu verschaffen. Es ist ein Profit orientiertes System, welches die Caritas im Namen der bezahlten Nächstenliebe immer weiter ausbaut. Es hat immer versagende Eltern gegeben, aber die übergroße Anzahl von Lohn und Brot suchenden Sozialarbeitern und Sozialpädagogen in Jugendämtern und Caritaseinrichtungen(die Diakonie ist nicht besser) greifen leider auch die Orte an, wo die Erziehung hingehört, Eltern und Familie! Auch wenn es Kinder gibt, die in liebvollen und hart arbeitenden Elternhäusern abgleiten, die Mehrzahl der weggesperrten oder psychatrisch behandelter Kinder kommen aus Alleinerziehenden Haushalten, die logischerweise nicht die Erziehungsarbeit einer Familie leisten können. Der Anstieg geschlossener Heime sind nur eine Facetten des Kostenanstieges und der Probleme, die outsourcing von Familienarbeit und Familienzerstörung mit sich bringt. Interessant ist, das nicht wenige Jugendämter bei Konflikten zwischen Kindern und Eltern sich heutzutage erst mal auf die Seite der Kindern stellen, die Eltern ausbooten. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr!
    Vielleicht startet SPON hier einmal eine Umfrage, wieviele betroffene Eltern glauben, das Jugendämter gegen die Interessen von Eltern und Familien handeln. Es wäre interessant zu wissen!
    Vor ein paar Tagen hatte ich Ihnen schon einmal vorgeworfen das die Quintessenz Ihres Beitrages die Forderung ist Frauen zurück an den Herd, in diesem Beitrag erklingt das Lied der heilen Familien die man nur machen lassen muss und alles wird gut. Nein wird es nicht. Natürlich ist die perfekt funktionierende Familie schon ein großer Schritt in Richtung gute Erziehung, bloß funktionieren Familien nicht immer perfekt und ein gut funktionierendes Umfeld einer/s Alleinerziehenden ist sicher ein Ersatz der Familie.
    Das Familien, denen das Jungendamt versagen unterstellt, sich nicht vom Jugendamt vertreten fühlen ist also nur Binsen. Jugendämter machen Fehler, sogar viele Fehler aber als Alternative zu ihnen die Kinder den Familien zu überlassen, die nachgewiesenermaßen Probleme haben, kann keine Lösung sein.








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