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Geschlechterdebatte: Was noch schlimmer ist als Sexismus
Corbis"Mit Frauen kenne ich mich aus": Sexismus ist eine von vielen Waffen im Berufsalltag - nur steht sie vor allem Männern zur Verfügung. Schlimmer als Herrenwitze findet Berufsberaterin Uta Glaubitz pseudowissenschaftliche Erklärungen für den großen Unterschied.
Uta Glaubitz: Sexismus als Machtinstrument im Berufsleben - SPIEGEL ONLINE
- #60 28.01.2013 18:48 von
Also ich bin nicht geflüchtet und das nicht, weil mir das Rückgrat fehlt oder ich mich gern devot in den Staub werfe. Kommunikation ist in einer Beziehung alles und auch die eher unangenehmen Themen müssen auf den Tisch. Das ist mir lieber, als das Verstecken derselben mit dem Ergebnis, dass die Beziehung daran irgendwann zu Grunde geht. Diese Art des Miteinanders scheint aber irgendwie aus der Mode gekommen zu sein. Lieber suchen Frau und Mann das Weite, wenn das erste Problemchen auftaucht. Das hat sicher auch etwas mit der "Infantilisierung" der Menschen heute zu tun. Klar, muss ich mein Verhalten auch immer wieder reflektieren, um dann eben "subtil" an den Stellschrauben zu drehen.
Nunja, jetzt habe ich das ursprüngliche Thema ein wenig aus den Augen verloren... Also schnell zurück! - #61 28.01.2013 19:20 von
Danke!
Vielen Dank für den Artikel!
Wunderbar beschrieben und trifft's genau.
Oder wie es so schön im Fernsehen gesagt wurde: "wir wollen ja nicht zurück auf die Bäume"!
Leider haben hier viele meiner Geschlechtsgenossen anscheinend Sorgen um ihre Geschlechterrolle. Anders kann ich mir diese aufgeregt-nervösen Kommentaren in allen möglichen Foren nicht erklären. Da kann man sich eigentlich nur für entschuldigen.
Viele verwechseln bzw. vermischen auch unterschiedliche Themen.
Man kann z.B. Sexismus / Diskriminierung nicht gegeneinander aufwiegen. Das wäre auch völlig sinnentleert.
Und wer denkt, dass diese Debatte an der Realität vorbeigeht, scheint blind und taub durch diese Welt zu stolpern.
Leider wird dieses abwertende Menschenbild aber auch in den, hauptsächlich privaten, TV-Medien, weiter gefördert und vorgelebt. Vielleicht denken deshalb Viele, das dies normal sein müsste? Weil Fernsehen = Realität! Oder?
Beispiel: Wer sich das "Dschungelcamp" ansieht, sollte mal ernsthaft und in Ruhe überprüfen, ob sein Weltbild und sein Respekt gegenüber anderen Menschen noch normal ausgerichtet ist.
Es ist gut, dass diese Debatte angestossen wurde, vielleicht gelingt es darüber, den Menschen in dieser Gesellschaft wieder etwas gegenseitigen Respekt beizubringen. - #62 28.01.2013 19:31 von
- #63 28.01.2013 19:32 von
- #64 28.01.2013 19:37 von
Der größte Feind der Frau ist die Frau
Frauen gehen lieber zu einem Zahnarzt und nicht zu einer Zahnärztin ("nein zu so einer Emanze gehe ich nicht"), sie lassen sich auch lieber von männlichen als von weiblichen Frauen-Ärzten oder Schönheitschirurgen behandeln. Steuergehilfeinnen sind lieber bei einem Steuerberater tätig als bei einer STeuerberaterin, und so geht es in der ganzen Liste weiter.
Wenn eine Frau Karriere macht, dann nur als Liza Doolittle bei einem Prof-Higgins-Typen (oder als Quotenlady) und da als jemand, der immer noch der Aufsicht und Kontrolle des Förderers untersteht. Die Sparkassenfilialen sind voll von stellvertretenden Filialleiterinnen (die die gesamte Arbeit machen).
So ist die Welt und alles andere ist Ideologie. Nicht die Machos des stehengebliebenen 19. und 20.Jahrhunderts sind das Problem, die Frau ist sich selbst das Problem. - #65 28.01.2013 19:39 von
Ja ja...
Ich würde ja gern konstrukitv diskutieren, aber bei diesem Thema ist man(n), wie man in anderen Foren sehen kann, einfach jedem Argument gegenüber unzugänglich... Klar! Und wenn man hier gegen Thesen wie: Feminismus = Diktatur andiskutieren soll, vergeht einem einfach so langsam die Lust...
Drücken sie hier ruhig weiter alle ihren Unmut aus liebe Männer! Der Klügere gibt nach! ;) - #66 28.01.2013 20:10 von
Vorbei.
Mich werden diese Diskussionen erst wieder interessieren, wenn die Frauen (derzeit nur ein sehr geringer Anteil von ihnen) wieder sachlich, konstruktiv, respektvoll, selbstkritisch, selbstreflektiert und realistisch argumentieren. Was einige Frauen hier in diversen Foren vom Stapel gelassen haben, ist einfach unter aller Sau. Dann brauchen sie sich auch nicht zu beschweren, wenn die Männer vermehrt wieder "dicht machen". Als Mann kann man bestenfalls nur noch differenzieren, mit welchem Typ Frau man gerade diskutiert.
Bis die Tage auf dem Boden der Tatsachen. - #67 28.01.2013 20:13 von
Keiner
Sie schiessen über das Ziel hinaus. Aber man könnte sich ein Stück weit in diese Richtung bewegen.
Das Bildungssystem könnte man relativ einfach trennen. Wird ja immer wieder diskutiert und teilweise auch praktiziert.
Im Kino, Theater könnte man es so regeln, dass Männer von einer Seite aus auffüllen und Frauen von der anderen. Ein Platz dazwischen müsste der Betreiber opfern, weil er frei bleiben muss.
In Unternehmen könnte man es so organisieren, dass von Frauen gegründete Unternehmen nur noch Frauen einstellen dürfen. Dort beschäftigte Männer dürfen dort bleiben solange es ihnen gefällt. Danach müssen sie sich in einem Männerunternehmen bewerben.
Sozialsysteme könnte man auch trennen. Männer erhalten ihre Leistungen aus dem Sozialversicherungssystem für Männer.
Männer, die ein von Frauen erfundenes Produkt erwerben möchten, sollten einen Preisaufschlag bezahlen müssen.
Umgekehrt natürlich jeweils auch.
Kennenlernen zwecks Ehelichung muss natürlich weiter möglich sein. Aber man sollte es nicht dem zufall überlassen. Man könnte das über Onlineportale organisieren. Ein erstes physisches Zusammenkommen sollte unter Aufsicht einer gemischt-geschlechtlichen, entsprechend ausgebildetem Jury, organisiert werden.
Man muss ja nicht alles gleichzeitig starten. Aber irgendwie muss man ja mal beginnen. - #68 28.01.2013 21:24 von
- #69 29.01.2013 00:06 von
Noch schlimmer ist der allseitige Hang zur Verallgemeinerung.
Denn davon, dass dumme, verallgemeinernde Macho-Sprüche mit (ich bleibe jetzt höflich) verallgemeinernden Emanzinnen-Sprüchen, z.B.
gekontert werden, wird nichts besser auf der Welt."Jeder kämpft mit seinen Waffen. Sexistische Sprüche kosten nicht viel, ..."
Zugegeben: Bei weitem nicht jede "biologistische" Argumentation ist intelligent oder gar wissenschaftlich. Aber sind Sie wirklich ernsthaft der Meinung, liebe Uta Glaubitz, dass die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sich auf die primären und sekundären Geschlechtsmerkmale beschränken? Ich fürchte, um endlich mal Frieden im Geschlechterkrieg (so das überhaupt gewünscht ist) herstellen zu können, kommen wir nicht umhin, ohne Schaum vor dem Mund, Hass, Häme und Abwertung das wechselseitige Anderssein zu verstehen und zu akzeptieren - selbstverständlich auch mit der Prämisse, dass nicht alle Männer und auch nicht alle Frauen gleich sind. Und dann gelingt es uns vielleicht auch, uns zu fragen,"Deutlich abstoßender finde ich scheinbar wissenschaftliche, vorzugsweise biologistische Belege für die Unterschiede zwischen Mann und Frau im Berufsleben."
- wie die Arterhaltung funktioniert,
- warum sie überhaupt funktioniert,
- was ein Trieb ist und was ein Schlüsselreiz,
- wie sich der männliche und der weibliche Sexualtrieb unterscheiden und
- warum das (aus evolutionärer Sicht) gut so ist.
(Um nicht missverstanden zu werden: Eine Rechtfertigung für schlechtes oder gar aggressives Benehmen leitet sich daraus nicht ab.)
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