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Geschlechterdebatte: Der Mann, das Tier

dapd/ PolizeiMänner: machthungrig, gewaltbereit, egoistisch. Frauen: einfühlsam, kommunikativ, friedfertig. Die heutigen Geschlechter-Klischees sind mehr als 200 Jahre alt. Die Forschung hat sie längst als Unsinn entlarvt - doch bis heute schaden sie Männern und Frauen.

Geschlechterdebatte: Der Mann, das Tier - SPIEGEL ONLINE
  1. #70

    Zitat von Whitejack Beitrag anzeigen
    Frau Raab, Sie haben absolut Recht. Und der Witz an der Sache: Gehen wir mal vom deutschen Mann weg, und stellen uns einen Türken, Araber, Russen oder Schwarzafrikaner vor, dann fällt der Schleier vor den Augen auch ab und man sieht genau den Vergewaltiger, Schläger, Zuhälter usw. vor sich.
    Gratulation. Sie haben jetzt in der Genderdebatte erfolgreich auch (kultur-)rassistische "Ansichten" eingebaut.
  2. #71

    Zitat von grana Beitrag anzeigen
    Hierzu schrieb die Hamburger Morgenpost "Wie oft muß man können?"
    Stellen Sie sich vor eine Frau wird von einem Mann auf Viagra ab dem 4. mal zum Sex gezwungen und die Morgenpost schreibt:
    "Wie oft muß Frau wollen?"
    Bis 1997 laut StGB so oft, wie der Mann eben will. Es war nicht einmal strafbar, seine Ehefrau dazu zu zwingen.
  3. #72

    Herr Sonne

    "Um zu üben, ein Vorschlag: Wir verordnen uns ein Jahr Pause. In dieser Zeit darf Geschlecht nicht zur Erklärung der Komplexitäten unserer Welt herangezogen werden. Keine Sätze mehr, wie 'Männer haben die Finanzkrise erzeugt' oder 'Frauen sind die Lösung für globale Herausforderungen'. Keine Aussagen mehr, die mit 'Männer sind..., Frauen sind...' beginnen. Ein Jahr, in dem wir uns diese Simplifizierung verkneifen.

    Und danach schauen wir mal, ob wir sie vermissen."

    Wenn hier doch endlich jemand ganz ehrlich sein könnte. (Oder dürfte?) Dann würden Sie, der diesen Vorschlag erdacht hat, sehen:
    "Männer sind", "Frauen sind NICHT".

    Und nein, wir werden uns diese Simplifizierung nicht besonders gut verkneifen können. Denn wir lieben Einfachheit. Denn Komplikationen sind kompliziert.
    Wir sind jetzt wie schon immer einfach: NICHTS.
    Dies ist auch der Grund, warum die Herren der Schöpfung immer so viel arbeiten müssen. Die nicht existierenden (lebenden) Frauen müssen nur eins beherrschen: ein freundliches Lächeln. Wirklich.
  4. #73

    bleibt an der Oberfläche

    Zitat von bienchen10071 Beitrag anzeigen
    Mmmh, irgendwie fand ich das Essay, das Herr Kucklick für die Zeit schrieb, besser: Geschlechterverhältnis: Das verteufelte Geschlecht | Gesellschaft | ZEIT ONLINE
    Danke für den Link. Zwar finde ich diesen Text nicht wesentlich besser, nur länger. Aber wenigstens ist mir jetzt klar geworden, was mir hier wie dort missfällt, warum der Autor so viel richtiges und falsches vermischt und sich zum Teil in Widersprüchen und absurden Schlussfolgerungen verirrt (etwa Homophobie als Resultat von Männerfeindlichkeit erklärt): Er argumentiert rein idealistisch, oder, wenn mans positiv formulieren will, ideologiekritisch. Um eine materialistische Analyse von Machtverhältnissen drückt er sich aber. Sonst müsste er nicht immer nur von Sprache und Geschlechterklischees reden, sondern von Androzentrismus oder gar, Gott bewahre, Patriarchat.
  5. #74

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Warten sie doch einfach mal ab, bis ihnen körperlicher Missbrauch und Gewalt am eigenen Leib durch die männliche Energie widerfährt und diese ihnen dann unschuldig in ihr Gesicht lächelt und sagt: "Daran war nur ein anderer Schuld."
    Ihr offensichtliches Unvermögen, sich die Folgen psychischer Gewalt vorstellen zu können ist ein Spitzenbeispiel für die Empathie, die ja anscheinend die Frauen gepachtet haben sollen.
  6. #75

    Eigentlich wollte ich nicht mehr antworten, ich muss mich jetzt um andere Dinge kümmern, aber eines noch:

    Zitat von doitwithsed Beitrag anzeigen
    Gratulation. Sie haben jetzt in der Genderdebatte erfolgreich auch (kultur-)rassistische "Ansichten" eingebaut.
    Es sind ja zum Glück nicht meine eigenen. Aber diejenigen, die immer gegen die Verteufelung des Mannes wettern, die alles mit "Natur" und "so sind Männer halt, da müssen sich die Frauen mit abfinden" begründen, sind oftmals genau die, die gegen Männer aus fremden Kulturen massiv losledern. WEGEN deren zur Schau gestellten Männlichkeit. Da ist es dann plötzlich die Kultur und nicht mehr die Natur, da ist es dann auch plötzlich nicht mehr in Ordnung.

    Auf dieses Doppeldenk wollte ich hinweisen. Wenn es um einen deutschen Mann geht, da soll sich die deutsche Frau nicht so anstellen. Und überhaupt, diese Kampfemanzen, die will doch keiner! Die Frau braucht schließlich einen überlegenen Partner mit starken Muskeln, der sie noch wirklich schützen kann, keinen Schlappschwanz. Aber der Türke, der Macho, der sich da hinstellt und seine Muckis präsentiert und jedem, der seine Freundin anschaut, Schläge androht, den muss man schnell bekämpfen, abschieben, sofort!

    Sorry, so sind die Stammtische nun mal drauf.
  7. #76

    oh weh

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen

    So wird das nichts mit einer friedlicheren Gesellschaft, wenn man das
    gewalttätige ....


    Als friedfertiger, einfühlsamer, kommunikativer Mann kann ich
    Ihnen so manches Erlebnis berichten, das Sie wahrscheinlich
    garnicht hören mögen, nur, damit Ihr Weltbild bestehen bleibt.
  8. #77

    Zitat von Petra Raab Beitrag anzeigen
    Warten sie doch einfach mal ab, bis ihnen körperlicher Missbrauch und Gewalt am eigenen Leib durch die männliche Energie widerfährt und diese ihnen dann unschuldig in ihr Gesicht lächelt und sagt: "Daran war nur ein anderer Schuld."
    Wenn Ihnen das persönlich widerfahren sein sollte, dann ist das schlimm und verwerflich und - sonst gar nichts.
    Vor allem ist es keine Basis dafür, irgendwelche statistisch unhaltbaren Thesen zur männlichen Gewalt aus einem Einzelfall herzuleiten.
  9. #78

    Deckt sich mit meinen Erfahrungen

    Zitat von husker Beitrag anzeigen
    Machen sie die Augen auf, dann sehen sie eine Schar von Schutzbefohlenen, die von diesen Pflegerinnen so mürbe gemacht wurden, dass sie sich überhaupt nichts mehr zutrauen. Leider überwiegend Jungen und junge Männer, weil die Männerphobie die Frauen dazu treibt, kleine unschuldige Jungs fertigzumachen.
    Als Mutter von Jungs kann ich das nur bestätigen. Nicht nur dass Erzieherinnen und Lehrerinnen das eigene Geschlecht bevorzugen, sponsern, in Schutz gegen Jungs nehmen, auch männliche Sozialisierungsexperten machen es. Ich könnte ein Buch darüber schreiben. Nur ein Beispiel einer Erzieherin aus der Kita: "Da kommt ja meine kleine Kati/Marie/Janina. Guten Morgen. Hast du gut geschlafen? usw." Und zu den Jungs: " Zieh die Jacke aus und häng' sie auf. Das Frühstück steht schon auf dem Tisch."
  10. #79

    ...

    Zitat von koboldine_2011 Beitrag anzeigen
    [...] auch innerfamiliale Gewalttaten zu 95 % von Männern verübt werden.
    Das ist schlichtweg falsch.
    Familiäre Gewalt geht etwa zu gleichen Teilen von Männern und Frauen aus und wenn es um Gewalt an Kindern geht liegen die Frauen sogar leicht vorne.
    Die Quellen dazu dürfen Sie sich selber raussuchen, denn es darf bei Menschen, die sich an dieser Diskussion beteiligen, von einer gewissen thematischen Grundbildung ausgegangen werden.

    Zitat von koboldine_2011 Beitrag anzeigen
    Diese deutlich sichtbare, signifikant höhere Gewaltbereitschaft und Neigung zur Kriminalität von Männern lässt sich nicht wegdiskutieren.
    Was man zumindest nicht wegdiskutieren kann, ist, dass Männer für kriminelles Verhalten eher zur Rechenschaft gezogen werden als Frauen.
    Würden Frauen z. B. regelmäßig mit angemessenen Strafen für die falsche Unterstellung sexueller Gewalt belegt werden - dann wären ein paar Neubauten schnell fällig.

    Zitat von koboldine_2011 Beitrag anzeigen
    Und so mag man sich gar nicht ausmalen, in welchem Ausmaß Schutzbefohlene misshandelt würden, wenn pflegerische Aufgaben statt von Frauen überproportional von Männern übernommen würden.
    Ich kann mir das gut ausmalen.
    Wenn man die familiäre Statistik extrapoliert, dann...

    ...würde es besser werden.

    Zitat von koboldine_2011 Beitrag anzeigen
    Traurig dokumentieren dies auch die Missbrauchsfälle innerhalb der katholischen Kirche.
    Ein schwachsinnigeres Beispiel als eines, zu dem es kein weibliches Äquivalent zur Überprüfung gibt haben Sie nicht gefunden?


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