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Geschlechterdebatte: Der Mann, das Tier

dapd/ PolizeiMänner: machthungrig, gewaltbereit, egoistisch. Frauen: einfühlsam, kommunikativ, friedfertig. Die heutigen Geschlechter-Klischees sind mehr als 200 Jahre alt. Die Forschung hat sie längst als Unsinn entlarvt - doch bis heute schaden sie Männern und Frauen.

Geschlechterdebatte: Der Mann, das Tier - SPIEGEL ONLINE
  1. #180

    Zitat von homecat Beitrag anzeigen
    Als eine gute Freundin Hilfe benötigte (ca.2002 oder so) wurde der Mann von der Polizei aus dem Haus gewiesen und fand Unterkunft in einem Männerhaus hier in Sachsen. Vielleicht ist das von Bundesland zu Bundesland verschieden. Es kann natürlich auch sein, daß so ein Männerhaus aus Kostengründen bereits wieder geschlossen wurde wie das z.B. mit den Kriseninterventionszentren (KIZ) geschehen ist.
    Vielleicht hat er auch einfach gelogen. Möglicherweise behauptet, dass seine Frau ihn plötzlich für einen anderen verlassen hat etc.
    Die wenigsten Menschen sehen sich ja persönlich nie als Täter, da glaubt man die eigene Geschichte selbst am meisten.
    Und grundsätzlich kann ich sagen, dass die Polizei ja sehr stark inzwischen drauf konditioniert ist, dass bei häuslicher Gewalt der Mann halt mitgenommen wird. Das kann gutgehen (zumindest hat der Polizist, dem ich erzählt habe, dass ich gestalkt werde, der mir die rechtliche Situation erklärt hat, aber persönlich meinem Stalker auch auf die Mailbox gesprochen hat), kann aber auch teils schwierige Folgen haben (ein Freund wollte das alleinige Sorgerecht der Mutter und Exfreundin eben in ein gemeinsames umwandeln, sie hat den Telefonhörer genommen und gemeint, dass sie jetzt die Polizei ruft und sagt, dass er sie geschlagen hätte und er nie wieder seine Tochter sieht).
    Es gibt halt immer 2 Seiten. In Ihrem Fall ist es gut, weil jeder Ihnen sofort geglaubt hat, dass Ihr Exmann ein assoziales... ist. Schlecht wäre es aber, wenn Frauen grundsätzlich als Täter darstünden und Sie entweder ausgelacht würden oder Ihnen einfach nur nicht geglaubt würde. Der Schutz von Opfern steht halt meiner Meinung nach vor dem Schutz von Stereotypen. Und darum sollte das Problem mit der Gewalt gegen Männer eben nicht einfach immer unter den Teppich gekehrt werden, sondern ebenso wie Gewalt gegen Frauen als ein Verbrechen angesehen werden.
  2. #181

    Zitat von homecat Beitrag anzeigen
    Lesen Sie bitte meinen Beitrag #147, da habe ich deutlichst unterschieden zwischen Männerhäusern für gewalttätige Ehemänner und Männerwohnhilfe (ein blöder Name) für bedrohte Männer.
    Und auch da ziehen Sie eine falsche Schlussfolgerung.
    Frauenhäuser sind übervoll, Männerhäuser praktisch leer.
    Also ist der Mann um den Anteil gewalttätiger, der dem Verhältnis der Insassen entspricht, oder?
    Sorry, aber Ihr Weltbild hat einige Strukturschwächen...
  3. #182

    Zitat von mixolydisch Beitrag anzeigen
    Gut, gewalttätige Männer kommen aber in der Regel viel häufiger vor.
    Nicht ganz. Die Hälfte der häuslichen Gewalttäter hat die Regel.
    Das zumindest wollen internationale Studien rausgefunden haben.
    Und das auch nicht erst gestern.

    Aber es kann eben nicht sein, was nicht sein darf:
    Zitat von mixolydisch Beitrag anzeigen
    Dass es auch (ein paar) gewalttätige Assi-Frauen gibt, kann nicht dafür herhalten, dass man nicht verallgemeinern könnte - kann man schon.
    Klar kann man verallgemeinern.
    Es ist dann eben nur falsch...
  4. #183

    Zitat von DesTeufelsAnwalt Beitrag anzeigen
    Und auch da ziehen Sie eine falsche Schlussfolgerung.
    Frauenhäuser sind übervoll, Männerhäuser praktisch leer.
    Also ist der Mann um den Anteil gewalttätiger, der dem Verhältnis der Insassen entspricht, oder?
    Sorry, aber Ihr Weltbild hat einige Strukturschwächen...
    Nicht mein Weltbild hat Schwächen, sondern ich war schwach. Zu der Zeit, als ich auf Hilfe angewiesen war, waren die Frauenhäuser übervoll, Männerhäuser gab es damals noch nicht. Die Männerwohnhilfe hat einige wenige Insassen, nachzulesen im Internet. Die Kriseninterventionszentren, die leider aus Kostengründen gestrichen wurden, haben auch mißhandelte /und/oder in irgendeiner Weise hilfsbedürftige Männer aufgenommen. Aber auch dort waren die Frauen die häufigsten Insassen. Mir ist während meines Aufenthaltes dort nur ein Mann begegnet.
  5. #184

    Leider vermisse ich schon wieder einen Beitrag von mir ...
    Sei's drum, ich kann es nicht oft genug wiederholen:
    Es gibt einige wenige Frauen, die zu extremer häuslicher Gewalt greifen. Es gibt einige wenige Frauen, die stille Mäuschen sind und nie den Mund aufmachen. Die große Masse bewegt sich irgendwo dazwischen. Sowas nennt man eine Verteilung. Diese Verteilung hat eine Breite (von ... bis) und einen Mittelwert.

    Selbstverständlich gibt es eine solche Verteilung auch bei den Männern. Vielleicht ist der Mittelwert gegenüber den Frauen etwas nach rechts verschoben (Richtung mehr Gewalt). (Vielleicht aber auch nicht!)
    Eine solche Verteilung lässt sich für jede Eigenschaft und für jede Fähigkeit ermitteln - egal ob Einparken, Schuhe kaufen oder mathematische Begabung.
    Und jetzt kommt's:
    Bei fast jedem Kriterium ist der Unterschied zwischen den Mittelwerten von Männern resp. Frauen wesentlich geringer als die Breite der Verteilung. Also konkret: Es gibt eine Menge Frauen, die aggressiver sind als der Mittelwert der Männer und es gibt eine Menge Männer, die schüchterner sind als der Mittelwert der Frauen.

    Deshalb ist es sinnlos, erwartete Eigenschaften (= Vorurteile) am Geschlecht festzumachen. (Ausnahmen vielleicht: reine Körperkraft, evtl. auch Wettkampfdenken / "Kräftemessen")
    Sinnvoll wäre es, nach den Ursachen für solche Unterschiede zu fragen - die dürften auch für beide Geschlechter sehr ähnlich sein. In vielen Fällen kann man aber auch einfach mal akzeptieren, dass Menschen verschieden sind!
  6. #185

    In einer Welt, in der es noch Länder gibt, in der die Reisefreiheit von Frauen eingeschränkt wird, Frauen das Recht auf selbständiges Autofahren verweigert wird, in denen das Wort einer frau nicht gleich dem Wort eines Mannes vor Gericht bewertet wird, finde ich diesen Artikel nicht überflüssig, sondern gefährlich!
  7. #186

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Sicherlich. Bloss ging Ihre Kausalität in die andere Richtung und war darum falsch: Sexuelle Aktivität bedingt keine Fortpflanzungsfähigkeit.
    Gut, auch Fortpflanzungsunfähige können Sex haben (wollen).
    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Und da wären wir schon wieder bei beliebigen ad-hoc-Thesen. Welche Belege haben Sie denn dafür? Mal davon abgesehen ging es vorher um die sexuelle Aktivität. Nach der Logik müsste die bei jungen Frauen ja höher sein, weil diese weniger Zeit zur Verfügung haben..
    Weniger Zeit? Nein, sie ist (wahrscheinlich) aus biologischen Gründen höher, weil die Frau bis zum Eintritt der sog. Wechseljahre eben auch grundsätzlich fortpflanzungsfähig ist, unabhängig davon ob sie das will.
    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Das glaube ich Ihnen durchaus, allerdings schreiben Sie wie erwähnt eben gerade zu stark aus persönlicher Perspektive. Ihre Erlebnisse taugen wohl oder übel nicht zur Verallgemeinerung. Zumal, selbst wenn Ihre Behauptung stimmen würde ist das wohl oder übel kein Beleg für eine geringere sexuelle Aktivität.
    Aus einer persönlichen Perspektive schreiben wir alle, lesen Sie mal die Beiträge der Hauskatze, deren Erlebnisse mit dem eigenen Ex flott auf alle Geschlechtsgenossen übertragen werden. Es gibt einige Hinweise darauf, dass die von mir beschriebene Kausalität existiert. Man darf das auch anders sehen, wir sind ja nicht vor Gericht. Worin erblicken Sie denn den Grund für das größere Dienstleistungsangebot sexueller Darbietung für Männer, wenn nicht im Bedarf dafür? Und warum sollte sich ein Mann einer jüngeren Frau zuwenden, wenn mit der gleichaltrigen Partnerin auf allen Feldern Eintracht herrschte?
    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    ...Mal davon abgesehen höre ich bei Unzufriedenheit im partnerschaftlichen Sexualleben auch erstaunlich wenig Selbstkritik. Man sollte sich da auch immer selbst fragen, woran es liegen könnte, wenn jemand sich auf der Ebene nicht mit einem abgeben will..;)
    Das ist richtig. Noch besser ist es, wenn beide Partner sich dazu austauschen würden. Nur leider ist dieses Thema mit großen Tabus behaftet, was einer ehrlichen Auseinandersetzung im Wege steht. Und mehr als fragen kann "mann" ja nicht. Wenn dann nichts kommt, dann geht auch die Bereitschaft zur Selbstkritik ins Leere. Allein kommt man nicht unbedingt zum wahren Kern.
  8. #187

    Zitat von rennflosse Beitrag anzeigen
    Gut, auch Fortpflanzungsunfähige können Sex haben (wollen).
    Weniger Zeit? Nein, sie ist (wahrscheinlich) aus biologischen Gründen höher, weil die Frau bis zum Eintritt der sog. Wechseljahre eben auch grundsätzlich fortpflanzungsfähig ist, unabhängig davon ob sie das will.

    Aus einer persönlichen Perspektive schreiben wir alle.....
    Hier ist die Hauskatze. Wo in einem von meinen Beiträgen habe ich alle Männer in einen Topf geschmissen? Ich halte mich nur von ihnen fern, verteufel sie aber nicht. Ich hatte bombische männliche Kollegen.
    Nach all den Falschinterpretationen komme ich nur zu diesem Schluß: Einige/die meisten/ viele/ manche Männer haben absolut kein Unrechtsbewußtsein - man kann es sich aussuchen. Das ist für mich ein Déjavù. Und tschüß!
  9. #188

    Zitat von 123456eG Beitrag anzeigen
    In einer Welt, in der es noch Länder gibt, in der die Reisefreiheit von Frauen eingeschränkt wird, Frauen das Recht auf selbständiges Autofahren verweigert wird, in denen das Wort einer frau nicht gleich dem Wort eines Mannes vor Gericht bewertet wird, finde ich diesen Artikel nicht überflüssig, sondern gefährlich!
    In einem Land, in dem Männern nach wie vor ausschließlich die Rolle des Täters zukommt, in dem es nach wie vor Männern vorbehalten ist, im Krieg zu sterben, in dem Männer beim Familienrecht konsequent benachteligt werden finde ich so einen Artikel nicht nur notwendig, sondern zwingend!
  10. #189

    ....

    Zitat von DesTeufelsAnwalt Beitrag anzeigen
    Nicht ganz. Die Hälfte der häuslichen Gewalttäter hat die Regel.
    Das zumindest wollen internationale Studien rausgefunden haben.
    Und das auch nicht erst gestern.

    Aber es kann eben nicht sein, was nicht sein darf...
    Wobei ich mir in Kenntnis feministischer Agitprop inzwischen prinzipiell immer wieder die Frage stelle, was muss eine Frau dem Mann alles physisch und psychisch angetan haben, damit dieser so völlig aus der Fassung gerät und sogar gewalttätig wird?
    .
    Von Kindheitsbeinen an wird schon den kleinen Jungen sehr deutlich klar gemacht, dass man das andere Geschlecht nicht schlägt. Durch die Eltern, Erzieherinnen/Erzieher und Lehrerinnen/Lehrer. Sehr gerne auch rabiat. Der Wille des Mannes, seine Persönlichkeit, seine Bedürfnisse wurden immer wieder gebrochen und misshandelt. Sogar staatlich gefördert und gesetzlich festgeschrieben. Die Wehrpflicht ist gerade mal erst vor Kurzem ausgesetzt worden. Solcherlei Zwängen wurden Frauen niemals ausgesetzt. Im Gegenteil.
    .
    In Fällen häuslicher Gewalt sollten m.M. nach also unbedingt auch die Erlebnisse des Mannes endlich mal ernsthaft angehört, berücksichtigt und statistisch erfasst werden. Zu Gunsten der Frauen wird ja inzwischen sogar das Zurückhalten von Komplimenten als psychische Gewalt gewertet:

    Neue Seite 3

    Das interessante an diesem Link ist auch die permanent einseitige Schuldzuweisung an den Mann (ER…, Er…, Er…, Er…). Die Frau ist immer die arme Opferin, das arme Hascherl. Und das wurde und wird allgemein so, ohne es zu hinterfragen, hingenommen. Von den Medien, den Sozialwissenschaften, der Polizei und von den Feministinnen sowieso. Es ist einfach nur lächerlich. Klar, dass immer nur vom Mann als finsteren Gewalttäter die Rede ist, wenn über das gewalttätige Verhalten von Frauen kaum Notiz genommen wird.


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