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Geschlechterdebatte: Der Mann, das Tier

dapd/ PolizeiMänner: machthungrig, gewaltbereit, egoistisch. Frauen: einfühlsam, kommunikativ, friedfertig. Die heutigen Geschlechter-Klischees sind mehr als 200 Jahre alt. Die Forschung hat sie längst als Unsinn entlarvt - doch bis heute schaden sie Männern und Frauen.

Geschlechterdebatte: Der Mann, das Tier - SPIEGEL ONLINE
  1. #120

    tja @dummerjunge...

    da sag ich einfach mal "nomen est omen" :)

    [QUOTE=dummerjunge;10066244]Unter anderem deswegen, weil typisch weibliche Straftaten wie z.B. Abtreibungen faktisch legalisiert sind, und zudem einige Paragraphen im Strafrecht ausschließlich für Männer gelten. (z.B. Exhibitionismus). Viele Straftaten werden verübt, weil es um die Gewinnung von Resourcen (Geld) geht. Wenn Frauen einmal in die Situation kommen dafür zuständig zu sein, wären sie vermutlich genauso kriminell.
  2. #121

    ohne

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Wo hatten denn "Männer" etwas zu sagen? Einzelne Männer hatten etwas zu sagen, zusammen mit ihren Frauen, weil sie zur selbsternannten Elite gehörten.

    Was hatte denn der Bauer auf dem Feld zu sagen? Der auf dem Schlachtfeld verreckende Soldat? Selbst der normale Bürger, sofern nicht vermögend.
    Und was die Familie angeht: da gabs wie auch heute die Tyrannen wie Furien.
    Gerade früher wurden Männer dazu erzogen, dass ihr eigenes Leben nichts wert ist, sie keine Gefühle haben und keine Liebe verdienen, außer sie opfern sich dafür auf. Dadurch hat man Männer nämlich maßgeblich in den Krieg gebracht.

    Aufopfern für das Land? Pfff. Aber aufopfern für die Familie, die zugrunde geht, wenn er nicht kämpfend in den Tod zieht, für sie stirbt.
    Ihre Antwort widerspricht nicht meiner These von der Schuld der Gesellschaft. Sie werden nicht bestreiten, dass unsere demokratische, aufgeklärte Gesellschaft den Frauen wesentlich mehr Rechte gibt als andere Länder. Aber nicht mehr Rechte als den Männern, so wie es lange Zeit umgekehrt gewesen ist. Der Mann muss die Frau nicht fragen, ob er berufstätig sein darf, ob er einen Kredit aufnehmen darf etc. Was früher die Frau musste.

    Aber bleiben wir bei den Bauern. Er hatte nicht viel zu sagen gegenüber den Mächtigen. Aber in seinem Haus hatte er das Sagen über die Familie. Ich sage nicht, dass die Männer paradiesische Zustände erlebten, ganz im Gegenteil. Aber sie hatten immer noch einen unter sich, einer war noch ein bisschen tiefer als sie, das war die Frau, und an der konnten sie ihre Wut und ihre Demütigungen auslassen. Nicht nur als Einzelfälle, sondern weill die Gesellschaft das deckte. Selbst wenn seine Frau eine Furie war, war das Gesetz und die Gewalt auf seiner Seite.
    Ich kenne keine Gesetze bzw. Religionen, die sagen, die Frau darf den Mann züchtigen, wenn er sich nicht korrekt verhält. Oder die behauptet, der Mann müsse schweigen in der Gemeinde, wenn die Frau predigt.

    Und was die Kriege angeht. Natürlich ging es den Soldaten nicht gut, aber niemals glaube ich, dass es Kriege gegeben hätte, wenn nicht die männliche Psyche bzw. deren Erziehung (Mut, Ehre, Schlachtenruhm, Eroberungen, Plünderungen, Vergewaltigungen, Bereicherung etc.) die Kriege nicht gewollt hätte. Angeblich wollen die Männer nur ihre Familien schützen. In Wahrheit wurde gerade die Zivilbevölkerung, ihre Frauen und Kinder, die überhaupt keine Entscheidung für oder gegen den Krieg treffen konnten, terrorisiert, vergewaltigt, getötet. Ein Krieg zerstört Familien, er beschützt sie nicht. Ein Mann, der für die Ehre seines Landes auszieht, der überlässt seine Familie den schrecklichen Folgen des Krieges.

    Ginge es um die direkte Verteidigung der Familie, dann würde die Frau genauso wie der Mann ihre Feinde niederschießen können. Es ist ein Schmarrn, dass der Mann dies tun muss bzw. soll. Die Gründe für Kriege liegen ganz woanders.

    Ich könnte seitenlang fortfahren. Aber dieses Forum eignet sich nicht, um die unzähligen Argumente zu diesem Thema auszutauschen.
  3. #122

    ohne

    Zitat von hd12 Beitrag anzeigen
    Genau das wird ja kritisiert: Egal was vorausgegangen ist - bei ehelichen Streitigkeiten wird von der Polizei immer der Mann abgeführt und auch verurteilt. Es fragt niemand, von wem die Gewalt ausging - Schuld ist immer der Mann. Punkt.

    Tatsächlich gibt es natürlich viele Formen der Gewalt - Frauen machen das meist subtiler, oder wie wollen Sie das z.B. ewige Nörgeln nennen?
    Wollen Sie behaupten, Gewalttätigkeit sei erlaubt, weil die Frau nörgelt? Außerdem bezeichnen Männer die Kritik einer Frau gern als nörgeln. Wer sagt also, dass die Frau nicht zu Recht nörgelte?

    Wenn man solche Argumente bringt, sollte man lieber gar keine bringen. Ja, es gibt Frauen, die vergiften ihre Opfer. Es gibt immer alles. Damit können Sie jedes Argument entkräften. Es geht aber darum, was die Regel ist.
  4. #123

    Der "kleine" Unterschied

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Männer: machthungrig, gewaltbereit, egoistisch. Frauen: einfühlsam, kommunikativ, friedfertig. Die heutigen Geschlechter-Klischees sind mehr als 200 Jahre alt. Die Forschung hat sie längst als Unsinn entlarvt - doch bis heute schaden sie Männern und Frauen.

    Geschlechterdebatte: Der Mann, das Tier - SPIEGEL ONLINE
    Dann soll mir der Verfasser doch mal bitter erklären wieso 99,999% aller Serienkiller sich dadurch "auszeichnen", dass sie männlich sind. Können Sie sich eine Frau vorstellen, die wie dieser Breivik 77 Kinder hinrichtet?? Ich erspare mich die Aufzählung aller historischen Greueltaten, aber ich habe hinter diesen noch nie, nicht ein einziges Mal, eine Frau gesehen.
  5. #124

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Die Hypothese lässt sich gerade biologisch eben kaum schlüssig begründen. Schon alleine weil Männer natürlich nicht länger "sexuell aktiv" sind, sondern lediglich länger fortpflanzungsfähig. Der Fortpflanzungsaspekt ist aber gerade ein schwaches Argument, da Sexualität in dem Kontext Teil des Sozialverhaltens ist, gerade beim modernen Menschen.

    Dementsprechend ist auch die Sozialisierung immer eine potentielle Triebkraft. Alleine dass dieser Mythos des sexuell aktiveren Mannes unreflektiert in den meisten Köpfen festsitzt erfüllt hier bereits den Tatbestand einer selbsterfüllenden Prophezeiung..
    Fortpflanzungsfähigkeit ohne sexuelle Aktivität ist nun einmal schlecht darstellbar, oder? Rein biologisch steckt die Fortpflanzungsfähigkeit also hinter dem Sozialverhalten. Die Neigung vieler Männer, ab einem (un)bestimmten Zeitpunkt sich für jüngere Frauen zu interessieren als die gleichaltrige Partnerin, hat darin ihre Ursache. Auch die Tatsache, dass die Dienstleistung der Prostitution primär Männern angeboten wird.

    "Triebkraft" ist kein soziales Größe, sondern ein biologisches. Jedwede Sozialisation hat ja gerade die Unterdrückung von Trieben zum Ziel.
  6. #125

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Zwangsheirat trifft Männer zwangsläufig genauso wie Frauen oder wollen Sie behaupten, Männer sind eh mit jeder Frau zufrieden?
    Manchmal ja, manchmal nein. Gerade alte Männer sind mit sehr jungen Frauen / Mädchen sicher zufrieden. Das ist ja ein wesentlicher Aspekt der Zwangsheirat. Es entfällt außerdem der Zwang, um eine Frau werben zu müssen. Ich meine, Männer sind mit der Zwangsheirat im Allgemeinen zufriedener als die betroffenen Frauen. Von Ausnahmen abgesehen.

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Und Ehrenmorden fallen sowieso mehr Männer zum Opfer.
    Das ist schlicht unwahr.

    Zitat von Cassandra105 Beitrag anzeigen
    Dazu kommt, dass das eben NICHT typisch muslimisch ist, es wird nur so aufgezogen.
    Wenn ein Deutscher bei uns jemanden umbringt, wird ja auch nicht gesagt: Das war jetzt wieder typisch deutsche Kultur.
    Deutsche töten zumindest nicht aus den Motiven der Religion, einer Kultur oder aus "Ehre". Auch ist zum Beispiel die Blutrache nicht Bestandteil der deutschen Kultur, die ohnehin nicht überwiegend religiös geprägt ist. Das Töten anderer Menschen ist überhaupt nicht Teil der deutschen (oder westeuropäischen) Kultur.
  7. #126

    Ein unterhaltsam geschriebener Artikel. Hat Spaß gemacht ihn zu lesen. Und leider beinhaltet er ne Menge Schubladenwahrheit. Der Maskulinismus wird gebraucht, nur leider fängt keiner an....
  8. #127

    A

    Zitat von Celegorm Beitrag anzeigen
    Ich ich ich. Frau Frau Frau. Ist das der ganze Horizont? Die Frage war doch effektiv berechtigt, gerade da es solche asexuellen Partnerschaften in der Realität wohl oder übel gibt. Überhaupt gibt es in dem Sektor alles fliessend von der ausschliesslich sexualisierten Beziehung bis zu sexfreien Konstrukten, welche jeweils natürlich auch mit anderen Freundschaftskonstrukten überlappen. Ebenso ist das kaum geschlechtsspezifisch, es gibt durchaus auch Männer, für die Sex in einer Partnerschaft sekundär oder gar irrelevant ist. Letztlich muss da jeder selber wissen was er oder sie will, unabhängig davon, was Sie für sich als richtig erachten.
    Asexuelle Partnerschaften gibt es, sie sind aber mehrheitlich von Frauen eingerichtet ohne die Zustimmung des männlichen Partners vorher eingeholt zu haben. Sie dürfen mir das glauben, ich weiß wovon ich rede. Dafür gestehe ich zu, dass es auch mal umgekehrt sein kann und dass es durchaus asexuelle Beziehungen gibt, die mit Zustimmung beider Partner harmonisch laufen.

    In einer wirklich liebevollen Beziehung sollte eine gewisse Übereinstimmung von Körper und Geist herrschen, sonst ist es keine. Das ist meine Lebensauffassung, die muss niemand teilen.

    Selbstverständlich muss jeder wissen was er will und er / sie sollte dafür auch den passenden Partner /in finden können. In der Realität ist es oftmals nicht so. Da wird auch schon mal sexuelle Aktivität behauptet oder geheuchelt im Zuge der "Selbstvermarktung" und der Partner hat dann später das Nachsehen.
  9. #128

    Kämpferisch

    Zitat von atech Beitrag anzeigen
    Wenn das wirklich nur Klischees wären, dann würden Männer sich und anderen nicht in fast jeder Gesellschaft auf diesem Planeten die Köpfe einschlagen. Krieg und Gewalt beherrschen immer noch viele Nationen. Der Frauen- und Kinderhandel blüht auch in den Europäischen Ländern und in den USA.
    In der Tat ist Wettbewerb, Messen auch körperlicher Kräfte dem Manne eigen. Köpfe einschlagen gehört nicht zwingend dazu. Das ist in der Vergangenheit immer befohlen worden, damit es zur Ausführung kam. Und auch heute ist es noch so, dass dies von oben angeordnet wird und nicht freiwillig geschieht.

    Menschen sind manipulierbar und Menschen wollen manipulieren. Aus diesem Grund sind schon ganze Völkerscharen aufeinander gehetzt worden und haben sich gegenseitig massakriert. Statt ihre Differenzen in einem friedlichen Fussballspiel auszutragen.
  10. #129

    Zitat von rennflosse Beitrag anzeigen
    Deutsche töten zumindest nicht aus den Motiven der Religion, einer Kultur oder aus "Ehre". Auch ist zum Beispiel die Blutrache nicht Bestandteil der deutschen Kultur, die ohnehin nicht überwiegend religiös geprägt ist. Das Töten anderer Menschen ist überhaupt nicht Teil der deutschen (oder westeuropäischen) Kultur.
    Doch. Nennt sich Familiendrama. Verletzt wird die Ehre z.B. durch die Trennung oder die Pleite der Familie.

    Und religiös herleiten lässt sich das aus dem Erfolgssethos der Kalvinisten.


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