Geschlachtet in der Schule: "Tschüss, liebes Kaninchen"

Es sollte Unterricht ganz nah an der Realität sein: In Schleswig-Holstein bestellten Lehrer ein Kaninchen zum Sterben in die Schule. So sollten die Kinder lernen, dass Essen in der Steinzeit nicht in der Tiefkühltruhe lag.*Auch eine Unterschriften-Aktion der Schüler konnte das Tier noch retten.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...754257,00.html
  1. #80

    ..

    Zitat von eustochium Beitrag anzeigen
    Blödsinn, Kindern beizubringen, dass das Fleisch im Hamburger nicht auf dem Feld wächst, ist Krank?
    Blödsinn ist es, anzunehmen, Kindern das nur beibringen zu können, wenn sie ansehen müssen, wie der Schädel eingeschlagen wird.

    Ich bringe meinen Kindern auch bei, die Mülttonne zu benutzen, ohne sie zu verdonnern, auf der Deponie zu arbeiten.

    Es gibt nun mal Notwendigkeiten, die, wenn man sich tiefer damit beschäftig, möglicherweise zu einer psychischen Beeinträchtigung führen bzw. in die man äußerst vorsichtig hinweinwachsen muss.

    Jeden Tag werden in Deutschland zum Beispiel tausende Menschen obduziert und dennoch fühlt kaum einer den Drang, dabei zu sein. Es ist normal, dass man sich nicht alles auf den Nachttisch stellt, was nun mal in der Welt passiert. Wier leben nicht mehr im Indianerdorf.
  2. #81

    dringend notwendige Bildungselemente!

    Die meisten Kinder leben heute in einer Großstadt und haben den Bezug zu natürlichen Prozessen leider völlig verloren. Dazu gehören aber nicht nur Zeugung und Geburt, sondern auch der Tod und das Fressen oder gefressen werden. Fleisch wächst eben nicht im Supermarktkühlregal sondern muss gewonnen werden. Auch die Katze ist nicht nur nett und kuschelig sondern tötet die süße Maus oder das niedliche Vögelchen. Das ist eben so in der Natur, wir sind ein Teil davon.

    Das ist an der Schule meiner Kinder gottseidank völlig normal.

    Da gibt es neben Bienen auch Enten, Hühner und Stallhasen im Schulgarten die sich halt, wohl weil's ihnen manchmal langweilig ist, auch vermehren. Wer eine Patenschaft für so ein Viech übernehmen nehmen will (nur mit Unterschrift der Eltern) immer gerne.

    Wenn nicht, werden sie ihrem kosmischen Gockel- oder Stallhasenkarma folgend von zweibeinigen Prädatoren verzehrt.

    Fälle von traumatisierten Kindern oder Eltern sind bisher keine bekannt.

    Ich halte das nicht nur für gut sondern auch für die ganzheitliche Bildung junger Menschen für äußerst wichtig.
  3. #82

    ...

    Man muss also vor Zehnjährigen ein Kaninchen erschlagen, um ihnen zu erklären wo Fleisch herkommt? Ist ja eine tolle Art der Unterrichtsgestaltung. Was macht dieser pädagogische Grobmotoriker erst, wenn er Kriege und Hungersnöte erklären muss?

    Unverantwortlich, solche Menschen auf Kinder loszulassen.
  4. #83

    Knisterfolie

    Zitat von Harald Lennartson Beitrag anzeigen
    Was diese dummen Lehrer und der noch dümmere Bauer da abgezogen haben, das hat für mich eher was mit perverser Lust am Schocken von kleinen Kindern zu tun.
    Genau das ist das Problem! Kinder sind viel härter im Nehmen und nicht halb so empfindlich wie immer getan wird. Sie werden daher in diese lustige Knisterfolie gewickelt und in Watte gebettet, damit ihnen ja nichts passiert: Physisch wie psychisch. Das die Kleinen aber mit hartem Tobak oft viel besser zurechtkommen als Erwachsene, ja, den harten Tobak garnicht als hart erkennen, wird völlig außer Acht gelassen.

    Mit 10 Jahren sind die Kinder allerdings schon zu alt, und mit den Wertevorstellungen und Normen der Erwachsenen indoktriniert.
  5. #84

    Irrsinn, Schizophrenie, Wahnsinn, Mensch.

    Wir tragen Schuhe aus Leder, schminken uns mit Kosmetik, die durch massenhafte Tierversuche erprobt wurde, nehmen Medikamente zu deren Versuchstiere unzählige Tiere ihr Leben lassen mussten, tanken Benzin an der Tankstelle für dessen Gewinnung Kollateralschaden hinzunehmen sind, deren Ausmaße für Tier und Pflanzenwelt jede Vorstellung übersteigt (Exxon-Valdez, Deep Water Horizon...), töten Myriaden von Insekten einschließlich der Bienen, damit unsere Pflänzchen ja kein Pilzchen und kein Ungezieferchen abkriegen, töten, bomben gegen alles was unseren Wohlstand bedroht, bestellen abends Fisch im Restaurant, der grausam auf schwimmenden Fischfabriken gefangen und verarbeitet wurde, kredenzen Lobster in Feinschmeckerlokalen, die 48 Stunden zusammengedrückt in Kisten durch die halbe Welt, und zwar lebend, versendet werden, halten Schwein, Hühner und Rinder in engen, dunklen Ställen, mästen diese und lassen sie industriell in Fabriken verenden, und regen uns dann auf über dieses arme Kaninchen, dass da geschlachtet wurde. Sicher ist es besser den Kinderchen die Realitäten aussen vor zu halten, damit sie nicht nach dem Sinn in diesem Irrsin fragen. Amen.
  6. #85

    Berichtigung

    Zitat von mangeder Beitrag anzeigen
    Statistik:
    Jeder Deutsche ißt im Schnitt pro Jahr:
    4 Kühe und Kälber
    4 Schafe
    12 Gänse
    37 Enten
    46 Truthähne
    46 Schweine
    945 Hühner.
    Insgesamt verspeist also jeder Deutsche im Durchschnitt 1094 Tiere pro Jahr.

    Fische und sonstige Meerestiere wurde hier noch nicht eingerechnet!
    Kommen also noch unzählige Meerestiere und Fische hinzu.

    Insgesamt werden in Deutschland jährlich ca. 1 Milliarde(!) Tiere verspeist.

    Vielleicht sollten die besorgten Eltern erstmal hier ansetzen,
    wenn sie sich denn wirklich ernsthaft Sorgen um das Wohlergehen von Lebewesen machen.


    Die Zahlen beziehen sich auf den Durchschnitt eines Deutschen in seinem Leben. NICHT PRO JAHR! Ich wüsste es, wenn ich 2 1/2 Hähnchen am Tag essen würde. Das dürfte nicht einfach so an der Figur vorbei gehen.
  7. #86

    Nein!

    Zitat von Reg Schuh Beitrag anzeigen
    Ich bin durcheinander. Ist das ernst gemeint? (Im Textformat kommt ein sanft ironischer Tonfall meistens nicht rüber)
    Mein lieber Reg Schuh, Sie lesen ganz offensichtlich gerne Terry Pratchett. Die Bücher wären doch doppelt so dick, wenn Terry an jeder Stelle "Achtung Ironie" oder "Der letzte Satz könnte Sarkasmus enthalten" schreiben würde. Können Sie sich wirklich vorstellen, dass man früher den Hunden und Katzen die Zähne herausgerissen hat, damit sich die Kinder nicht erschrecken, wenn die Katze eine Maus (wie putzig) genüßlich zu Tode beißt? Natürlich könnte man die Katze zum Vegeratismus umerziehen. Tierqäulerei ist relativ. Einmal mit dem großen Hammer und dann noch gut gewürzt. Es gibt schlimmers.
  8. #87

    Lassen wir mal das BGB beiseite...

    Zitat von tetaro Beitrag anzeigen
    ...
    Es ist NICHT natürlich, ein Lebewesen zu töten. ......
    Menschen sind auch Tiere. (Bsp: Wikipedia).

    Und "töten" ist durchaus natürlich:
    http://www.oekosystem-erde.de/html/system-erde.html
  9. #88

    Grundsätzlich Zustimmung, aber...

    Zitat von mangeder Beitrag anzeigen
    .
    Statistik:
    Jeder Deutsche ißt im Schnitt pro Jahr:
    4 Kühe und Kälber
    4 Schafe
    12 Gänse
    37 Enten
    46 Truthähne
    46 Schweine
    945 Hühner.
    Insgesamt verspeist also jeder Deutsche im Durchschnitt 1094 Tiere pro Jahr.

    Fische und sonstige Meerestiere wurde hier noch nicht eingerechnet!
    Kommen also noch unzählige Meerestiere und Fische hinzu.

    Insgesamt werden in Deutschland jährlich ca. 1 Milliarde(!) Tiere verspeist.
    Wo haben Sie diese Zahlen her?

    Also wenn ich jeden Tag ein 300g Steak esse, komme ich auf gut 100kg Fleisch pro Jahr. Dafür reicht rein rechnerisch ein viertel Rind.
  10. #89

    Nomen est omen

    Zitat von BonChauvi Beitrag anzeigen
    Ich finds pervers. Kinder erleiden hierdurch einen Schock. Sie haben aber ein Recht auf eine unbelastete Kindheit und dazu gehört auch die Illusion, dass Fisch quadratisch ist und dass es den Weihnachtsmann gibt. Was würden Sie denn davon halten, zwei gestandene Pornodarsteller einzuladen, die den Kindern auf dem Lehrerpult demonstrieren, dass die Babies nicht vom Storch gebracht werden? Mit Ihrer Argumentation könnte man das ohne weiteres rechtfertigen
    Kinder haben keinen Sex, essen aber sehr wohl Fleisch. Sie vergleichen Äpfel und Getreide....