Im Dritten Reich leistete die Deutsche Lufthansa Hilfsdienste für Görings Luftwaffe und ließ Zwangsarbeiter für sich schuften - das dokumentiert der Film "Fliegen heißt Siegen" in der ARD. Die heutige Lufthansa will davon wenig wissen - sie sei ja 1955 neu gegründet worden.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,709913,00.html
Welches deutsche Unternehmen hat im 2.Weltkrieg nicht direkt oder indirekt am Krieg teilgenommen? Ich vermute, es gibt nicht eines. Im Übrigen hat nicht nur die neu gegründete Lufthansa Experten von ihren Vorgängerunternehmen übernommen. Dies geht auch nicht anders, denn Fachleute wachsen nicht auf Bäumen. Selbst die Amerikaner haben die V2-Vernichtungsraketenbauer übernommen und sich derer Fähigkeiten bedient. Mit den V2-Raketen wurden wahllos Menschen getötet, denn deren Zielgenauigkeit war nicht sehr groß. Dies hat die Siegermächte nicht daran gehindert, sie mit Orden und Ehrenzeichen, wie Wernher von Braun, auszuzeichnen. Es gibt nur diese Moral. Wer den neuen Herren von Nutzen ist, der hat nichts zu befürchten, selbst wenn er ein Kriegsverbrecher war. Darüber sollte man berichten und nicht, dass die Lufthansa Experten übernommen hat. Davor haben diese „Historiker“ Schiss, denn die Amerikaner würden ihnen fürchterlich auf die Finger hauen.
Laut Wikipedia heißt die heutige Lufthansa erst so seit die Namenrechte gekauft werden, hat also mit der Lufthansa während des Nationalsozialismus noch weniger zu tun als die "Zentrums-Nachfolgepartei" CDU mit dem Ermächtigungsgesetz von 1933.
Ist wohl genauso schlecht recherchiert oder gefaked wie der "Pharma-Skandal" um Regividerm.
Leider ist die Qualität und Glaubwürdigkeit der ARD-Dokus und Reportagen nur noch als unterirdisch zu bezeichnen.
So, so, das Unternehmen wurde also erst 1955 gegründet und hat mit dem Vorkriegsunternehmen gleichen Namens nichts zu tun?
Warum beginnt die auf der Konzernwebsite stolz präsentierte Unternehmensgeschichte dann in den 20er Jahren? Besonders diese beiden Seiten zu den 30ern und 40ern sind ja wohl »allerbeste« Beispiele eines selektiven Geschichtsbilds:
http://konzern.lufthansa.com/de/gesc...0er-jahre.html
http://konzern.lufthansa.com/de/gesc...0er-jahre.html
Diese Vorgänge sind zutiefst verabscheuungswürdig.
Aber wie soll man sich vorstellen, dass es sich damals überhaupt hätte wesentlich anders abspielen können? Ist doch klar, dass ein totalitäres und dezidiert antiliberales System wie das der braunen Sozialisten sich seinen Einfluss auf eine so wichtige Institution wie die Lufthansa sichert. Sind da "Hilfsdienste für Görings Luftwaffe" wirklich verwunderlich? Wäre es ernsthaft denkbar, dass sich in der Lufthansa so etwas wie eine Widerstandsbewegung gegen die Nazis hätte etablieren können, oder was erwartet man hier?
Nachzulesen auf Wikipedia:
Klaus Bonhoeffer
(...) Bonhoeffer arbeitete als Rechtsanwalt und seit 1935 als Rechtsberater (Chef-Syndikus von 1937 bis 1944) bei der Lufthansa (...)
(...) In der Nacht vom 22. zum 23. April 1945, (...) wurde Bonhoeffer, zusammen mit zwölf Mitgefangenen, darunter Rüdiger Schleicher und Friedrich Justus Perels, von einem Sonderkommando des Reichssicherheitshauptamts beim Marsch vom Gefängnis zum Prinz-Albrecht-Palais auf einem Trümmergelände in der Nähe der Invalidenstraße durch Genickschuss ermordet.(...)
Mag ja sein, dass das nicht so ganz in's Weltbild der Autorin (und des Filmautors) passt ...?