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Geschichte eines Reisetipps: Segeltörn ans Ende der Welt
Klaus HympendahlZwei einsame Inseln im Pazifik: ohne Geld, ohne Läden, ohne Polizei - mit Menschen, die in einer anderen Zeit zu leben scheinen. Der Reisetipp des Seglers Klaus Hympendahl auf unserer interaktiven Weltkarte machte uns neugierig. Hier ist die ganze Geschichte.
http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...830030,00.html
- #1 27.04.2012 13:09 von
Zivilisationsexport
Der Mann ist Segler und Autor. Vor allem das Segeln kostet Geld, welches nur aus der Zivilisation zu ziehen ist.
Mehr noch: diese Art zu segeln ist wie Skilauf auf Pisten, zu den man nur per Zivilisationstechnik gelangt. Also ein Export von Technik und Zivilisation dorthin, wohin man ohne sie nicht hinkommen koennte.
Man darf auch ahnen, dass die Autoreneinahmen nicht hinreichen, sonst wuerde der Mann sich und die offenbar sonst unberuehrten Inseln nicht mit zahlenden Charter-Mitsegelgaesten belasten.
Aber das verliert sich in den Weiten des Stillen Ozeans, wo es Tausende aehnlicher Eilande gibt, zu denen man nur mit wochenlanger Segelei hinkommen kann. Und wo es auch nicht immer so gut laeuft, wie hier geschildert. - #2 27.04.2012 13:41 von
In wie weit schützen Sie die Bewohner davor: "..., in der Einflüsse der westlichen Zivilisation noch nicht die Traditionen komplett verändert haben." ? Indem Sie Hightech-Materialien, Brillen und Antibiotika auf die Insel bringen? Reicht es nicht auch einfach nur herzlich zu sein? Was nehmen Sie beim nächsten Besuch mit?
- #3 27.04.2012 14:51 von
besuchte also der Autor die Inselbewohner, hatte aber grosse Bedenken. Die dürften dann wohl durch seine Bezahlung durch die oben genannten Klientel beiseite geräumt worden sein.
- #4 27.04.2012 14:51 von
besuchte also der Autor die Inselbewohner, hatte aber grosse Bedenken. Die dürften dann wohl durch seine Bezahlung durch die oben genannten Klientel beiseite geräumt worden sein.
- #5 28.04.2012 02:38 von
- #6 28.04.2012 09:41 von
Bisschen mehr Sauerstoff, bitte!
Geht es noch miesepeteriger. Mein Gott, Leute. JA es ist sehr problematisch, unsere vielbesungene und vielverfluchte ' Zivilisation' sollte die Menschen auf solchen letzten Paradiesen am Besten total in Ruhe lassen. Andrerseits: Wie lange wird das noch gelingen, so oder so? Dann lieber vorsichtige Anfaenge, mit Respekt und gegenseitiger Wertschaetzung. Ebenfalls immerhin, die Christen wurden offenbar bereits einigermassen gut ueberstanden - im Vergliech zu vielen anderen 'natives', ein grosser Unterschied. Antibiotika - super problematisch, zugegeben, sind unsere Gewaesser und Essen doch eh schon voll damit.
Und doch, diese Antibiotika haben einen lebensrettenden Dienst getan und ein paar sehr schoene Freundschaften sind entstanden. Das ist was wert, fuer den Segler, fuer die Alphatiere die diese Erlebnisse zurueck in ihre Alphawelt mit nehmen - und auch fuer mich die ich Optimismus davon bekommen habe. Trotz aller Probleme, die ich auch nicht leugnen kann.
Fuer ich stellt sich hier mal wieder mehr die Dosisfrage: Wieviel Zivilisation koennen, duerfen und, dare I write it - muessen wir den 'unberuehrten' Voelkern antun, in 2012?
Wieviele unserer gewaltigen Probleme kann man auf einmal loesen, Wieviel politsche 24/7 totale-absolute correctness muss sich ein mensch zumuten kann, bevor er ein Hirn voller aengstlicher Waeschklammern hat und sich gar nicht mehr bewegt, das Leben ruecksichtsvoll einstellt:
Nichts mehr essen, trinken, alles giftig! Nicht mehr duschen und waschen - wasserverschwendung! Nicht mehr reisen: Oekologischer Fussabdruck: Katastrophe!
usw.usw.
Segeln ist noch stets eine der deutlich grueneren Reiseformen, selbst nach Abzug aller Hightech die sich an bord befindet heutzutage. Astronavigation und Segeln ohne GPS, garantiert nicht einfach zu lernen. Und auch hiermit ist jemand zumindest aktiv und mit guten Absichten auf der Suche nach smarten Kompromissen!
Ich goenne dem Segler seine tollen Reisen und wuensche ihm noch viel mehr davon. - #7 02.05.2012 14:04 von
Schönreden
Schönreden hilft auch nicht weiter.
Die Profireisenden, die immer noch etwas abgelegeneres, exotischeres finden, als jeder gutbetuchte Normalo, wird seine Egotour zu verteidigen wissen.
Er bleibt aber dennoch nur ein Profi, der seinen Egotrip vermarktet.
Auch wenn er etwas Antibiotika und Glasperlen, Verzeihung - Pfeifen verteilt.
Er sorgt dennoch, ohne wenn und aber für den Untergang der letzten urtümlich lebenden Völker und Zerstörung unberührter Landschaften.
Tolle Leistung...
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