Getty ImagesDie Verhandlungen über finanzielle Hilfen für 11.000 Schlecker-Mitarbeiter sind endgültig gescheitert - weil drei FDP-Minister sich querstellten. Liberalen-Chef Rösler lobt die harte Haltung seiner Partei und hofft auf Zustimmung beim Wähler. Die politische Konkurrenz ist entsetzt.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824610,00.html
Hoffen und Harren hält manchen zum Narren. Die Gelben sind eben die Partei der Besserverdiener, die es nicht besser verdient haben - ist nicht von mir, aber (leider) immer noch zutreffend.
P.S.: Weniger staatliche Eingriffe würden auf längere Sicht der kapitalistischen Wirtschschaftskultur eher guttun. Holzmann schon vergessen ? Opel ist noch in der Pipeline - Rabenmutter GM hat sich ja praktischerweise von Uncle Sam retten lassen....
Das Ganze ist ein so grottenschlechtes Schauspiel angeblicher Retter eine prosozialistischen Megakoalition aus SPD/Grüne/Linke/CDU und ganz schlimm CSU.
Und Millionen empören sich so elend. In Dessau ging heute eine Keksbäckerei pleite. 200 Leute stehen auf der Straße. Letztes Jahre 30000 Pleiten, ca. 120000 Betroffene. Wo ist der Aufschrei der heute angeblich Empörten, wo helfen die Scheinheiligen?
Hier aber bei Schlecker hofft diese Sozi-Politik auf Kameras, auf Tränen, auf Stimmung gegen die FDP. Die FDP ist die einzige Partei, die hier Rüchrat beweißt. Selten genug macht sie das.
Aber diese ganze Heuchelei von Schmid über Kretschmann bis Seehofer ist nur noch widerlich.
Ich bin Spiegel-Abbonennt. Ich bin wahnsinnig enttäuscht. Ich erhoffte Information, ich lese Suggestion. Nicht nur bei diesem Thema. Um Schlagzeilen zu lesen, die wortwörtlich von Frau Künast stammen oder Behauptungen gerichtsfest in Frage und Hypothesenform verpackt, muß ich kein Geld bezahlen. Das gibt's auch beim Dorfklatsch um die Ecke und ein Bier dazu. Bei nächster Gelegenheit werde ich das Abo kündigen.
1. Noch geht noch nicht alle Staatsgewalt vom Markte aus.
2. Manche Leute scheinen in der Tat Anstand und Mitgefühl nicht zu kennen und diese nur als Heuchelei wahrnehmen zu können.
3. Es gibt keine Untergrenze für Transfergesellschaften, auch Kleinstbetriebe können bei Insolvenz Transfergesellschaften einrichten.
4. Schlecker ist keine kleinere Insolvenz, bei Schlecker sind 11.000 Mitarbeiter mitsamt ihrer Familienangehörigen betroffen.
Symbolpoltik ist nicht grundsätzlich verkehrt, schliesslich signalisiert man damit dem Wähler für welche Haltungen und Werte eine Partei "eigentlich" eintritt auch wenn sich diese substanziell nicht umsetzen lassen und man dies vielleicht auch gar nicht will.
Das dies jetzt auf dem Rücken von Beschäftigten einer Drogeriemarktkette geschieht, ist reiner Zufall.
Typisch für die Westerwelle FDP ist die hysterische Kaltschnäuzigkeit mit der dies geschieht und sich diese Partei auf Kosten von Geringverdienern (Armut hat keinen Stil) profilieren muss.
Die FDP hat noch immer nicht realisiert, dass sie als Partei der Gewinner mit 1,2 Prozentpunkten einen elenden Eindruck hinterläßt. Jedoch glaube ich fest daran ...die Transfergesellschaften für FDP Spitzen stehen bereits und werden nach Verlust von Amt und Würden eine daunenweiche Landung garantieren. Die Schleckermitarbeiter haben halt einfach Pech gehabt.